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Montag, 22. Dezember 2014

Hallo Velo – hallo Auto

Die Cloud auf der Strasse könnte durchaus dazu beitragen, dass schwächere Verkehrsteilnehmer wie Velofahrer besser vor Unfällen geschützt  werden – sollte sich das System bei Autoherstellern und Velofahrern durchsetzen. Volvo zeigt mit einem Prototypen, wohin die Entwicklung gehen könnte: Vernetzte Autos, die zum Beispiel mit dem Velohelm eines nahen Fahrradfahrers kommunizieren.

Die ungleiche Strassen-partnerschaft von Velo- und Autofahrern endet oft mit einem
Unfall. Die Vernetzung in der Cloud auf der Strasse kann in Zukunft dazu beitragen, solche
Unfälle zu verhindern.                                                                                         Bild Volvo
Die Hälfte aller tödlichen Fahrrad-Unfälle sind Kollisionen mit Autos, und jeder zweite Verkehrstote weltweit ist ein schwacher Verkehrsteilnehmer. Solche Zahlen müssen Grund genug sein, nach Lösungen zu suchen, um dieses Problem zu lösen. Genau das will eine Partnerschaft zwischen Volvo, POC und Ericsson, die durch die Vernetzung der Verkehrsteilnehmer in der mobilen Cloud Unfälle zwischen  Autos und Radfahrern vermeiden soll. Die Entwicklung befindet sich erste im Anfangsstadium, hört sich aber vielversprechend an.
Mit einem vernetzten Volvo Modell und einem Prototypen eines Fahrradhelms könnten Auto- und Fahrradfahrer in Zukunft miteinander kommunizieren. Smartphone-Apps wie Strava, die speziell auf Velofahrer und Fussgänger zugeschnitten sind, registrieren über GPS die Position des Radfahrers und übermitteln sie in die Volvo Cloud des Fahrzeugs. Droht eine Kollision zwischen Auto und Fahrrad, werden beide Fahrer durch einen Annäherungsalarm gewarnt: Der Autofahrer bekommt eine Warnung direkt ins Head-up-Display seines Volvo Modells geliefert - und zwar schon dann, wenn der Radfahrer für das menschliche Auge unsichtbar im toten Winkel, versteckt hinter einem stehenden Fahrzeug oder bei Dunkelheit unterwegs ist. Den Radfahrer wiederum informiert eine Warnleuchte an seinem Fahrradhelm über die drohende Gefahr.
Dieses innovative, cloud-basierte Sicherheitskonzept resultiert aus der Zusammenarbeit der drei schwedischen Unternehmen Volvo Cars, POC - dem weltweit führenden Hersteller von Schutzkleidung für Extremsportler und Radfahrer - sowie dem Technologie- und Kommunikationskonzern Ericsson. Das Unfallrisiko für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer könnte damit potenziell deutlich reduziert werden.
Volvo hat in den neusten Fahrzeugmodellen bereits Fahrraderkennungssysteme eingebaut: Das City Safety System, das serienmässig im neuen Volvo XC90 zum Einsatz kommt, erkennt Fahrradfahrer, warnt vor einer drohenden Kollision und leitet bei Bedarf vollautomatisch eine Notbremsung ein. Doch mit dem Cloud-basierten Sicherheitssystemen werden auch tote Winkel erkannt.
Die Velofahrer werden es zu schätzen wissen!


Freitag, 8. Juni 2012

Die Zukunft ist noch viel mobiler

Für die meisten Menschen auf der Erde bietet das Mobiltelefon den einzigen Zugang ins Internet. Bis zum Jahr 2017 werden rund 85 Prozent der Weltbevölkerung via 3G-Mobilfunknetz aufs Internet zugreifen können.

Diese Hochrechnungen kommen vom zweiten Traffic and Market Report "On the Pulse of the Networked Society", der kürzlich von Ericsson veröffentlicht wurde. Die Zahlen sind eindrücklich:
Ericsson erwartet, dass es bis in fünf Jahren  9 Milliarden Mobilfunkanschlüsse auf der Erde geben wird, davon fünf Milliarden mobile Breitbandanschlüsse. Ende 2011 lagen die entsprechenden Zahlen bei sechs Milliarden beziehungsweise einer Milliarde.
Gleichzeitig wächst der mobile Datenverkehr rasant. So ist im 1. Quartal 2012 eine Verdoppelung der übertragenen Datenmenge gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der stärkste Wachstumstreiber beim mobilen Datenverkehr Online-Videos. Eine wichtige Rolle spielt außerdem die zunehmende Verbreitung von Smartphones. Ericsson erwartet, dass sich der mobile Datenverkehr bis 2017 im Vergleich zu 2011 verfünfzehnfachen wird!
Ericsson erwartet, dass bis zum Jahr 2017 die Hälfte der Weltbevölkerung über die neuen LTE-Netze versorgt wird. Die Zahl der Smartphone-Nutzer wird bis dann von etwa 700 Millionen im Jahr 2011 auf rund drei Milliarden zugenommen haben.
Für Westeuropa prognostiziert Ericsson bis zum Jahresende 2017 einen Anstieg der Zahl der Mobilfunkanschlüsse von jetzt rund 540 Millionen auf dann über 640 Millionen. Die stärksten Neukundenzuwächse kann China verbuchen. Hier lag der Zuwachs im 1. Quartal 2012 bei 39 Millionen neuen Mobilfunkanschlüssen. In Indien waren es 25 Millionen Anschlüsse. Insgesamt sind in der Region Asien-Pazifik in den ersten drei Monaten dieses Jahres 93 Millionen(!) neue Mobilfunkanschlüsse eingerichtet worden, in Afrika wurden 30 Millionen neue Anschlüsse freigeschaltet. 


Montag, 7. November 2011

Mobil im Net - auch in der U-Bahn

 Die Mobile Kommunikation ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, und damit sind auch die Ansprüche der Nutzer angestiegen. Deshalb versuchen immer mehr Nahverkehrsanbieter, den mobilen Internetzugang zu gewährleisten – sogar unter dem Boden.

Eine umfassende neue Studie über U-Bahn-Systeme auf der ganzen Welt hat ergeben, dass in den meisten grossen U-Bahnnetzen der Welt Fahrgäste während der Fahrt auf das kabellose Internet zugreifen können. Die Umfrage wurde im Oktober 2011 durchgeführt und erfasste 121 Städte mit mehr als 750’000 Einwohnern, die ein U-Bahn- oder Metro-System haben. Mobiler Internetzugang ist eine entscheidende Komponente der Intelligenz moderner Städte; auf diese Weise treten Menschen miteinander in Kontakt und greifen auf von ihnen benötigte Dienste zu.

Durcheführt wurde die Studie von der New CitiesFoundation (NCF), die sich dabei auf den Pendelverkehr konzentrierte, da dieser einen signifikanten Anteil am alltäglichen Leben der meisten Einwohner grosser Städte einnimmt und zugleich einen Bereich darstellt, bei dem es eine klare Trennung zwischen on- und offline gibt.
Die Resultate zeigen, dass die Asiatischen Wirtschaftsmächte die moderneren Städte haben, als die Europa und die USA. In Südkorea und China können die Anwender in 100 Prozent aller grossen U-Bahn-Systeme auf das Internet zugreifen. Insgesamt können asiatische Pendler in 84 Prozent der wichtigsten U-Bahnen online gehen, im Vergleich zu nur 56 Prozent in der EU und 41 nur 41 Prozent in den USA und Kanada. Die niedrigste Rate haben Osteuropa und Zentralasien mit 25 Prozent.
Graphik: Ericsson
Technologie ist ein zivilisatorischer Leistungsbarometer. Diese Studie zeigt, dass Europa und die USA gegenüber Asien auch hier schon mächtig hinterherhinken.

Wie wichtig der mobile Internetzugang in Zukunft sein wird, zeigt eine weitere Untersuchung. Sie kommt vom TechnologiekonzernEricsson und gibt einen aktuellen Einblick in wichtige Mobilfunktrends. Ericsson sagt darin den zehnfachen weltweiten Anstieg der übertragenen Daten bis zum Jahr 2016 voraus. Grundlage für diese Erwartung sind Messungen des tatsächlichen Datenverkehrs, die das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg in Mobilfunknetzen auf der ganzen Welt vorgenommen hat. Laut dieser Untersuchung wird die Zahl der mobilen Breitbandnutzer bis zum Jahr 2016 auf annähernd fünf Milliarden ansteigen. Schon in diesem Jahr soll die Zahl der Nutzer um 60 Prozent auf rund 900 Millionen Teilnehmer zunehmen. Gleichzeitig steigt die Menge der über Smartphones übertragenen Daten deutlich an. Ericsson geht davon aus, dass sich das entsprechende Datenvolumen im Laufe des Jahres 2011 verdreifachen wird. Die Internetnutzung über unterschiedlichste Endgeräte werde die Entwicklung im mobilen Datenbereich weiterhin vorantreiben, sagen die Analysten.