Wahrscheinlich
haben Sie es auch gelesen: Im Cyberspace herrscht wieder mal die grosse Panik.
Diesmal sind es Adobe und Oracle, die ein Problem haben und Probleme
verursachen.
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Leben ohne Kaffee kann ich mir nicht gut vorstellen
- leben ohne Java hingegen schon! |
Am
Donnerstag waren es verschiedene Medien, die Alarm schlugen, unter anderen auch heise.de und spiegel.de, weil vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) eine offizielle Warnung geäussert wurde. Fast alle Internetnutzer sind
angesprochen, weil Adobes Flash-Player und Java, eine Software von Oracle, scheinbar
grosse Sicherheitslücken aufweisen.
Zitat aus dem Spiegel:
“Die auf
vielen Rechnern installierten Programme Java und Flash haben teils schwere
Sicherheitslücken. Für die Java-Schwachstelle gibt es aktuell noch keine
Lösung, Internetnutzer sollten das dazugehörige Plug-in im Browser daher
vorübergehend deaktivieren. Betroffen ist die aktuelle Version 7, berichtet
"Heise Security". Angreifer können durch die
Lücke und über eine manipulierte Webseite Trojaner und andere Schädlinge auf
fremde Rechner schmuggeln.
Es gilt
also Abschalten statt Abwarten…“
Bei
heise.de erfährt der geneigte User noch mehr Details - und die tönen tatsächlich unschön:
“Die
Schwachstelle wird bereits aktiv von Cyber-Kriminellen zur Verbreitung von
Malware ausgenutzt. Laut dem Security-Blogger Brian Krebs gibt es passende Angriffsmodule für die Exploit-Kits Black
Hole und Nuclear Pack. Laut Krebs hat der Black-Hole-Entwickler mit dem
Pseudonym Paunch am gestrigen Mittwoch in Untergrundforen verkündet, dass der
Zero-Day-Exploit eine Neujahrsgabe für seine zahlende Kundschaft sei. Da die
Lücke mit Hilfe der Exploit-Kits mit geringem Aufwand auszunutzen ist, muss man
damit rechnen, dass die Zahl der Seiten, auf denen der Java-Exploit lauert, im
Laufe der nächsten Tage explodiert. Es genügt bereits, eine verseuchte Webseite
aufzurufen, um Opfer einer Malware-Infektion zu werden. Der Angriffscode
kann dabei auch auf seriösen Webseiten lauern.”
Heute, also
zwei Tage später, wurden die Alarmsirenen noch schriller: Das amerikanische Homeland Security Departement warnte ebenfalls vor Java und empfahl, die
Software sofort abzuschalten oder zu deinstallieren.
Da es für
uns nicht möglich ist, den Ernst der Lage zu beurteilen, und weil ja Vorsicht
bekanntlich besser ist als Nachsicht, haben wir uns also den Samstag mit den
folgenden Massnahmen um die Ohren geschlagen. Flash-Player von Adobe muss
gemäss den veröffentlichten Warnungen auf die neuste Version aktualisiert
werden – das ist einfach, automatisch, und kann hier gemacht werden. Damit ist das Problem (vorläufig) gelöst.
Für das
Java-Problem gibt es zwei Alternativen. Entweder, Sie deinstallieren alle
Java-Software auf ihrem PC. Stellen Sie sicher, dass alle Versionen entfernt
sind. Die allermeisten User werden es nicht mal merken, wenn Java (nicht zu
verwechseln mit Java-Script) auf ihrem PC nicht mehr installiert ist. Es gibt
nur wenige Websites, wo die Software wirklich gebraucht wird.
Oder, wenn Sie nicht
deinstallieren wollen, können Sie Java auch (für alle Browser) deaktivieren.
Und zwar über die Systemsteuerung: Systemsteuerung/Java/Sicherheit/ oben links den
Haken entfernen. Das gilt allerdings nur für die neuste Version der Software. Auch hier gilt: Vermissen werden Sie die Software
wahrscheinlich nicht.
Noch ein
Wort dazu, wie Oracle das neuste Java-Problem angeht – es ist ja nicht das erste Mal, dass die
Software mit Sicherheitslücken auf sich aufmerksam macht.
Oracle liess
sich nicht aus der Ruhe bringen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Bis am
Samstagnachmittag war ausser einem kleinen Twittereintrag absolut nichts zu
diesem Thema von diesem riesigen Unternehmen zu hören...
Diese Art von PR-Management spricht klar dafür,
die digitale Existenz ohne Java fortzusetzen - wenn immer das möglich ist. Ich werde es jedenfalls versuchen.