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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Mobile Anwender fürchten M-Commerce-Risiken

Experten schätzen, dass aktuell nur jedes vierte Unternehmen die Darstellung der eigenen Internetseiten für die Größe unterschiedlicher Endgeräte optimiert. Das ist natürlich schlecht für‘s Geschäft Doch die Anbieter von M-Commerce haben noch ein anderes, wichtigeres Problem. Der grösste Teil der User traut dem Einkauf per Smartphone noch nicht. Die Kunden fühlen sich nicht sicher im mobilen digitalen Wunderland. Das bremst natürlich die Entwicklung.

Forrester-Research sagt voraus, dass im Jahr 2017 die Hälfte aller mobilen
Anwender auch Mobile Shopper sein werden. Derartig starkes Wchstum
 setzt allerdings voraus, dass sich die User in den digitalen Läden sicher fühlen.
Sicherheitsbedenken bei den Nutzern hemmen deren M-Commerce-Aktivitäten, das zeigt erneut eine aktuelle Studie, die unter dem Titel „Digital Dialog Insights 2013“ von der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart, und United Internet Dialog durchgeführt wurde. Darin gibt knapp die Hälfte der Nutzer an, Angst vor Angriffen durch gefälschte E-Mails auf dem Tablet oder Smartphone zu haben. Nur 13 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Online- Shopping über mobile Endgeräte sicher ist. Das ist nicht einmal jeder achte Anwender. Ein erschreckendes Resultat, das den M-Commerce-Anbietern zu denken geben muss. Investitionen in Sicherheitsinfrastrukturen, die von den Anwendern erkannt werden und deren Vertrauen gewinnen, ist für M-Commerce-Unternehmen wohl unabdingbar. Man darf nämlich davon ausgehen, dass zahlreiche mobile User schon negative Erfahrungen mit Cyberkriminalität gemacht haben – deshalb sind sie vorsichtig, wem sie trauen. Ausserdem ist der Anteil der Nutzer von mobilen Geräten, die diese mit Sicherheitssoftware schützen, immer noch relativ tief – wie wir an dieser Stelle kürzlich erläutert haben. Es besteht also für viele mobile User ein tatsächliches Risiko, durchaus nicht nur ein eingebildetes.
Die Befragung zeigt aber nicht nur, dass Anwender unsicher, sondern auch, dass sie innovationsfreudig sind – und zwar innovationsfreudiger, als die meisten Unternehmen. So kann sich jeder dritte Internetnutzer vorstellen, innovative Tools wie RFID, Shazam oder "Red Button" auf Smart-TV Fernbedienungen einzusetzen, mittels denen mobilen Geräte mit digitalen Zusatzangeboten verbunden werden könne. Experten gehen aber davon aus, dass derartige Tools in weniger als 10 Prozent der Unternehmen eingesetzt werden.

Die Ergebnisse der Studie sind ab sofort unter www.digital-dialog-insights.de als PDF verfügbar.

Montag, 8. Juli 2013

Vom Megatrend zum Megaflop

Nicht alles was ein Trend ist, setzt sich durch – das gilt auch für Megatrends in der IT-Branche. Manchmal leben Totgesagte allerdings auch ein bisschen länger.

"Die Mobile-Branche hat noch vor kurzem große Hoffnung in fünf sogenannte Mega-Trends gesetzt, die keiner davon erfüllt hat", sagt Dr. Bettina Horster vom Verband der deutschen Internetwirtschaft. Die Internet-Expertin zählt fünf ehemalige Megatrends auf, welche die Erwartungen (bis jetzt) nicht erfüllt haben:
Ein QR-Code: In Asien schon lange weit verbreitet, bei uns
eher selten gesehen.
“1. Der Ausbau der Mobilfunknetze schreitet nicht im erhofften Maße voran. Es gibt nach wie vor funkfreie Gebiete, die Qualität mobiler Telefonate ist häufig unzureichend und der LTE-Ausbau kaum spürbar.
2. "Bring Your Own Device" (BYOD) hat sich binnen kürzester Zeit vom Mega-Trend zum Mega-Flop entwickelt. Die IT-Abteilungen in den Unternehmen haben dem Anschluss "irgendwelcher Geräte" ihrer Beschäftigten ans Firmennetz aus Sicherheitsgründen rigoros einen Riegel vorgeschoben. Offenbar hat es sich als günstiger erwiesen, den Beschäftigten firmeneigene Laptops zu überlassen statt sich dem erhöhten Sicherheitsrisikos fremder Geräte auszusetzen.
3. RFID und seit kurzem NFC sind als Hoffnungsträger für eine vielfältige Palette neuer mobiler Anwendungsgebiete gestartet. Bislang hat keine dieser Funktechnologien die in sie gesetzten Erwartungen auch nur im Ansatz erfüllt.
4. QR-Codes schienen der Renner schlechthin als Brücke zwischen der analogen und digitalen Welt. Heute sind QR-Labels zwar an vielen Stellen von der Pralinenschachtel bis hin zu Visitenkarten sichtbar, aber die Nutzung ist verschwindend gering und es steht zu erwarten, dass QR rasch wieder aus der Mode kommt.
5. Mobile Payment sollte zahlreichen Marktstudien zufolge eigentlich schon im Jahr 2005 den Durchbruch geschafft haben. Bis heute haben sich diese Prognosen als Makulatur erwiesen.“

Dienstag, 28. Dezember 2010

Datenklau aus der Hosentasche

Es war ja nur eine Frage der Zeit: Jetzt wo immer mehr Kreditkarten und andere Dokumente mit RFID ausgestattet sind, gibt es Datendiebe, die diese Funkchips im Vorbeigehen lesen wollen. Dass es funktioniert, hat ein Spezialist in den USA demonstriert.

Eine Fernsehstation in den USA hat die Probe aufs Exempel gemacht. Sie hat Walt Augustinowicz, einen Sicherheitsspezialisten, der sich auf die Verhinderung von Datenklau spezialisiert hat (www.idstronghold.com)   auf die Piste, beziehungsweise unter die Leute geschickt. Und siehe da: Mit einem in einem Internetshop für rund 100 Dollar gekauften RFID-Lesegerät war er in der Lage, quasi im Vorbeigehen, die Kreditkartendaten von Leuten zu stehlen, die ihre Karte in der Hosen- oder Handtasche trugen. Unten sehen Sie das Video, das zeigt, wie der Datendieb seine Opfer zum Staunen bringt.
Im Gedränge dürfte das unerlaubte Lesen von Daten, die auf einer Karte in der Hosentasche gespeichert sind, relativ einfach sein. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, sich zu schützen. Eine der einfachsten: Wer mehrere RFID-Chips in der Tasche trägt, muss sich nicht fürchten – das Lesegerät ist dann nicht mehr in der Lage, die Daten zu lesen, weil es mehrere Signale gleichzeitig erhält. Ausserdem gibt es spezielle Kartenetuis, die den Datenklau verunmöglichen sollen - die übrigens auch auf der Website von Augustinowicz verkauft werden... man darf davon ausgehen, dass diese zu einem Verkaufsschlager werden.