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Donnerstag, 11. Februar 2010

Olympia am PC und am Fernseher

Für Sportfans beginnt am Freitag eine aufregende Zeit: Die Winterolympiade in Vancouver, Kanada, wird Stunden um Stunden an Spannung und Unterhaltung produzieren - in High Definiton. Wer da, aus welchem Grund auch immer, mit dem TV-Angebot nicht bedient ist, findet im Internet unzählige Möglichkeiten, die Geschehnisse zu verfolgen.

Das Angebot and Text- Bild- und Videoinformationen, das über die Winterolympiade 2010 auf dem Web verbreitet wird, ist riesig. Nur schon die offizelle Website, vancouver2010.com dürfte den höchsten Ansprüchen genügen. Das beste aktuelle Live-Streaming-Angebot kommt aber von der European Broadcasting Union, die im Web einen Streaming-Channel in HD eingerichtet hat.
Selbstverständlich wird auch das Schweizer Fernsehen auf der SF-Website eine riesige Auswahl an Olympischen Videos anbieten, die zeitverschoben abgerufen werden können. HD-Fernsehen läuft übrigens auch auf dem PC, wenn man die richtige Hardware einsetzt - um HD-Videos im Web abzurufen, reichen ein HD-tauglicher PC und eine breitbandige Verbindung.
Alle Bilder, die aus Vancouver kommen, werden in HD-Qualität an die übertragenden Stationen geliefert, was nicht heisst, dass sie in der gleichen Qualität zuhause auf dem Fernseher ankommen:
“Die deutschen Sender ARD und ZDF gehen mit «Vancouver» Schritt für Schritt zum HD-Regelbetrieb über und auch das Schweizer Fernsehen sendet während den 17 Olympia-Tagen rund 300 Stunden direkt und zeitversetzt aus Vancouver, vieles davon in bester Bildqualität. Wer Bilder in bester Qualität geniessen will, braucht nicht nur einen HD-tauglichen Fernseher, sondern auch ein Empfangsgerät (Set-Top-Box), das die digitalen Fernsehsignale aufbereitet. Fernsehgeräte der neuesten Generation haben das HDTV-Empfangsteil teilweise bereits eingebaut, was aber noch keinen reibungslosen Empfang garantiert. Viele Anbieter verschlüsseln das Fernsehsignal, und die Entschlüsselung funktioniert nur mit der vom Anbieter gestellten Set-Top-Box…“
Die Fernsehbilder der alpinen Skiwettbewerbe in Vancouver werden übrigens vom Schweizer Fernsehen produziert. Zitat aus einem Bericht der NZZ:
“Die weltweite Übertragung der alpinen Rennen produzieren zu können, ist für das Schweizer Fernsehen eine Auszeichnung. Denn das Internationale Olympische Komitee wählt in jeder Sportart die besten TV-Crews der Welt aus. Für diese ist Olympia stets auch Gelegenheit, sich weiterzubilden. Denn nirgendwo sonst stehen so viele und so moderne Produktionsmittel zur Verfügung. Am Lauberhorn arbeitet Giger mit 18 Kameras, in Whistler stehen ihm deren 42 zur Verfügung. Und erstmals setzt er bei der Produktion eines alpinen Skirennens High-Speed-Kameras ein, die bis zu 1500 Bilder pro Sekunde aufzeichnen.“

Das HD-Video zum offiziellen Videogame der Winterspiele: Adrenalinschub wird mitgeliefert.

Montag, 2. November 2009

TV für Wählerische

Fernsehen ist nicht gerade ein interaktives Medium – man sitzt da, und schaut sich an, was gerade serviert wird. Für viele, vor allem jüngere Medienkonsumenten, ist das nicht mehr gut genug. Das ist einer der Gründe, dass Fernsehen weltweit Zuschauer verliert. Doch das Internet bringt die Flimmerkiste ins digitale Zeitalter, indem es TV benutzerfreundlicher und interaktiv macht.

Wer seine Fernsehsendungen zu einem Zeitpunkt anschauen will, der selbst gewählt ist (möglicherweise sogar ohne Werbung) hat heute grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Bereits relativ verbreitet sind HDD-Recorder, also Geräte, die digitale Fernsehsendungen auf einer Harddisk aufzeichnen. Derartige Geräte haben meistens eine riesige Kapazität, damit verschiedenste Programme aufgezeichnet werden können, um sie später abzuspielen. Die zweite Möglichkeit, auf die wir hier näher eingehen wollen, erfordert den Zugriff auf das Internet, entweder direkt vom TV-Gerät oder von einem PC, der mit dem TV-Gerät verbunden ist. Dann eröffnet sich dem Fernsehzuschauer plötzlich eine neue, interaktive Welt. Die meisten Fernsehstationen bieten heute per Internet Videotheken an, wo ein grosser Teil ihrer Programme sowie zusätzliche Informationen kostenlos zur Verfügung stehen und nach Bedarf abgerufen werden können. Das gilt nicht nur für SF1, sondern auch für die ARD und das ZDF (und die meisten anderen Anbieter). Hier werden die meisten Sendungen kurz nach der Ausstrahlung aufgeschaltet und stehen dann wochen- und monatelang zur Verfügung, ohne dass sie auf der eigenen Anlage Speicherplatz beanspruchen. Wer über eine breitbandige Internetverbindung und einen hochauflöslichen Monitor verfügt, kann diese Sendungen zum Zeitpunkt seiner Wahl in ausgezeichneter Qualität anschauen.
Natürlich gibt es auch Nachteile: Produktionen, die von externen Firmen produziert worden sind, kommen oft aus Copyright-Gründen nicht ins Net. Das gilt natürlich auch für Spielfilme.

Noch ein Wort zum Setup: Noch gibt es nicht viele TV-Geräte, die direkt auf das Internet zugreifen. Wer ein wireless Network betreibt, kann aber einfach seinen PC per Monitorkabel mit dem TV-Gerät verbinden, schon läuft der Fernseher als PC-Monitor. Ein Tipp: Qualitätsprobleme, zum Beispiel abgehackte Videos, werden of durch Hardwarebeschleunigung verursacht; diese kann aber meistens problemlos deaktiviert werden.