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Mittwoch, 6. Juli 2011

Sicher unterwegs - auch online

Die Feriensaison hat begonnen – und obwohl es ja eigentlich empfehlenswert wäre, die Welt wieder mal ganz ohne digitale Filter zu geniessen, gibt es viele User, die auch unterwegs nicht auf die Verbindung zum Web verzichten wollen.

Weisser Strand unter blauem Himmel in South Carolina: Auf dem Wasser surfen ist
wunderbar, Daten aus der Schweiz abrufen kann teuer werden. 
Tatsächlich gibt es auch in den Ferien unzählige Gelegenheiten, nützliche Informationen vom Internet zu holen, seien es nun lokale Veranstaltungen oder nur der Wetterbericht. Dabei gilt es, einige Regeln zu beachten. Wer zum Beispiel im Ausland mit dem Smartphone surft, kann schnell mal eine grosse Roaming-Rechnung anhäufen. Manchmal sogar völlig unbemerkt. Zitat aus dem Stern:
“Viele Programme auf Smartphones, zum Beispiel Wetterdienste oder Emailfunktionen, aktualisieren sich laufend selbständig. Sie nehmen so, still und unbemerkt, immer wieder Verbindung zum Internet auf - und verursachen hohe Kosten […]Innerhalb der Europäischen Union sind die Netzbetreiber zwar verpflichtet, Datenverbindungen nur bis zu einer Obergrenze von 59,50 Euro zuzulassen und dann die Verbindung zu trennen. In Nicht-EU-Staaten gilt das aber nicht. Was viele Verbraucher außerdem nicht wissen: Je größer die Daten sind, die übertragen werden, desto höher sind die Kosten: Wer etwa mit dem Smartphone ein drei Megabyte großes Foto per E-Mail verschickt, zahlt dafür aus dem Ausland bis zu 40 Euro.“
Wer mit dem PC im Ausland ans Net geht, muss sich zwar nicht mit derartigen Problemen herumschlagen – dafür gilt es, andere, sicherheitsrelevante Punkte zu beachten. “Fremde“ W-Lans sind nun mal nicht so sicher, wie das eigene Netzwerk zuhause. Der Spiegel hat dazu einen ausführlichen Artikel ins Netz gestellt:
“Vorsicht ist in öffentlichen W-Lan-Hotspots aber die Mutter der Porzellankiste: In unverschlüsselten oder mit WEP schlecht verschlüsselten W-Lans können Daten - und damit beispielsweise auch Zugangsdaten zum E-Mail-Konto oder der Online-Bank - leicht abgefangen werden. "Ein mit dem veralteten WEP-Verfahren verschlüsseltes W-Lan muss als offen betrachtet werden", warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es empfiehlt, offene W-Lan-Netze zu meiden, wenn der Datenverkehr der jeweiligen Seite nicht durchgehend verschlüsselt ist - erkennbar am "https" in der Internetadresse.Sollte man im Ausnahmefall doch einmal in einem offenen W-Lan und auf unverschlüsselten Seiten surfen müssen, rät das BSI, insbesondere bei mobilen Geräten die automatische Synchronisierung von Online-Diensten abzuschalten. Für alle Geräte gilt: Besuchte offene W-Lan-Netze sollten gleich aus den Systemeinstellungen gelöscht werden, damit sich das Gerät nicht wieder automatisch mit dem Netz verbindet, wenn man sich später am selben Ort befindet.“
Wir wünsche gute Reise und viel Spass beim Surfen – virtuell und echt!  

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wie sicher ist Ihr WLAN?

Gibt es sie tatsächlich noch, jene User, die mit ihrem WLAN unverschlüsselt die Nachbarschaft bestrahlen und sich damit einem unnötigen Datenklau-Risiko aussetzen?

Wie der Wirbel um die Google-Street-View “Abhöraffäre“ zeigt, gibt es immer noch genügend ungesicherte Netze, die es unerwünschten Eindringlingen leicht machen, auf fremde Kosten zu surfen, das Netz illegal zu nutzen, oder im schlimmeren Fall sogar Daten zu klauen. Auch wer viel mit dem Laptop unterwegs ist, realisiert schnell, dass es unzählige ungesicherte Netze gibt – vor allem in Grossstädten ist es nicht schwierig, kostenlos und ungesichert im Netz zu surfen. Vor etwa dreieinhalb Jahren wurden in Deutschland immer noch etwa ein Viertel aller geschäftlichen und privaten Netze unverschlüsselt betrieben. In der Schweiz dürfte die Situation ähnlich ausgesehen haben. In der Zwischenzeit haben allerdings mehrere Gerichtsurteile klar gemacht, dass die Betreiber eines unverschlüsselten WLANs für den illegalen Gebrauch ihres Netzes durch Drittpersonen haftbar gemacht werden können. Das letzte Urteil dieser Art fällte der Deutsche Bundesgerichtshof vor wenigen Tagen.
Dabei ist es eigentlich sehr einfach, ein WLAN sicher zu machen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, und pcwelt-online hat (schon vor der Google-Affäre) einen Ratgeber-Artikel zum Thema veröffentlicht. Da wird denn auch darauf hingewiesen, dass nicht alle Verschlüsselungsmodi gleich gut sind:
“Verschlüsseln Sie Ihre Daten im Router-Menü. Hacker sehen dann nur noch Zeichensalat. Die WEP-Verschlüsselung sollten Sie aber nicht wählen - schneidet ein Hacker genügend Datenverkehr mit, kann er daraus den Verschlüsselungs-Algorithmus rekonstruieren. Wählen Sie WPA oder noch besser WPA2. In der Entscheidung sind Sie aber womöglich auch an Ihre Geräte gebunden: Wenn das alte Notebook kein WPA2 erkennt, muss eben WPA reichen - hier hilft aber oft ein Update auf dem betroffenen Gerät.“
Es ist wahrscheinlich unumgänglich, die Betriebsanleitung Ihres Routers zu Rate zu ziehen. Falls Sie mit einem veralteten Router arbeiten, kann es sogar notwendig werden, ein neues Gerät anzuschaffen, um Ihr Netz sicher zu machen.