Montag, 27. Juni 2011

HD-Video aus dem Weltraum

HD-Video aus dem Weltraum

Konkurrenz für Google-Earth: Das Kanadische Unternehmen Urthecast will zwei hochauflösende Kameras an der internationalen Raumstation ISS anbringen, deren Videos dann per Internet von allen interessierten Anwendern abgerufen werden können. Sie wären schärfer und aktueller, als die Bilder, die Google anbietet.

Es sind hochfliegende Pläne. Urthecast will den ersten ständigen HD-Livestream von Videos aus dem All per Internet zur Verfügung stellen. Die zwei Kameras, die das Unternehmen bauen lässt, sollen am Russischen Teil der Internationalen Raumstation installiert werden, und ununterbrochen Videoansichten der Erde in höchster Qualität liefern. Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde in einer Höhe von 350 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 26'000 Kilometern pro Stunde – somit schafft sie es, den Erdball 16 Mal täglich zu umrunden. Sie tut das wellenförmig: Das heisst, ihr Kurs variiert zwischen 52 Grad Nord und 52 Grad Süd.
Urthecast plant, auf der geplanten Webplattform immer den genauen Standort der Raumstation anzuzeigen – so kann exakt geplant werden, welches Gebiet demnächst abgedeckt wird. Der Videostream kann aber nicht nur live angeschaut werden: Wie Urthecast auf ihrer Website mitteilt, sollen die Videos wie auf einem digitalen Videorecorder manipulierbar sein:
“Anwender werden in der Lage sein, zu zoomen, die Kamera virtuell zu von Seite zu Seite zu bewegen, sowie vorwärts und rückwärts zu spulen, wenn sie etwas Interessantes auf der Erde entdeckt haben.“
Die Kameras sollen im Herbst ins All geflogen werden; die Bilder sollen im nächsten Jahr verfügbar sein. 

Donnerstag, 23. Juni 2011

Geldsparen durch nachhaltiges Drucken

Während die meisten Batterien, PET- und Glasflaschen seit Jahren schon umweltgerecht wiederaufbereitet und wieder gefüllt werden, werfen wir in der Schweiz immer noch jährlich rund 12 Millionen Tintenpatronen weg - dies sind rund 500 Millionen Tonnen Abfall! Dabei sind Druckerpatronen eigentliche Mehrweg-Gebinde, bei denen im leeren Zustand einzig die Tinte fehlt. 

Die Umwelt schützen und gleichzeitig Geld sparen - das macht Spass (und ist wohl auch die einzige Motivation, die langfristig anhält). Deshalb gibt es inzwischen zahlreiche Unternehmer, welche die Tintenpatronen ihrer Drucker wieder auffüllen lassen.
Jeder, der einen PC-Drucker besitzt, kennt das Problem. Zwar werden selbst Spitzenmodelle namhafter Hersteller heute zu unglaublichen Tiefpreisen angeboten. Das böse Erwachen erfolgt aber unweigerlich, sobald die beim Kauf mitgelieferten Tintenpatronen zur Neige gehen. Eine Wiederbefüllung ist von den Herstellern nicht vorgesehen. Als Kunde ist man deshalb gezwungen, für passende Ersatzpatronen Unsummen zu bezahlen - nicht selten ebensoviel wie für den Drucker selbst. Ganz zu schweigen davon, dass mit den leeren Patronen auch viele wertvolle Rohstoffe einfach im Abfall landen.
Das kann vermieden werden.
Die Basler Firma Thinkshop bietet seit 2004 Tintennachfüllungen an. Das Unternehmen nennt sich „das schweizweit einzige professionelle Tintennachfülllabor“ und offeriert diesbezüglich einen simplen Service.Thinkshop Kunden stecken ihre leeren Patronen einfach in vorfrankierte und -adressierte Versandtaschen, werfen diese in den nächsten Briefkasten und erhalten sie wenige Tage später neu gefüllt und sofort einsatzfähig per Post zurück. Zwischenzeitlich wurden die leeren Patronen mit speziellen Verfahren bearbeitet und mit Schweizer Qualitätstinte wiedergefüllt. Kunden verhindern dadurch nicht nur unnötigen Abfall, sie sparen pro Füllung auch bis zu 30 Prozent Kosten! Da eine Patrone mehrmals wieder gefüllt werden kann und der schonende Umgang Think-Labor zu einer extra langen Lebensdauer beiträgt, kann sich dies am Ende auf eine beträchtliche Einsparung belaufen.

Montag, 20. Juni 2011

Neue (teure) Adressen fürs Internet

Bis heute hiess es “.ch“, “.net“, “.org“ und natürlich “.com“ am Ende von Webadressen. Diese sogenannten Top-Level-Domains (TLDs) sollen jetzt massiv erweitert werden. Die zuständige Behörde “Icann“ hat die Zulassung aller möglichen Endungen  beschlossen – so zum Beispiel auch von Städte- oder Firmennamen.

Man rechnet bei Icann damit, dass ab 2013 bis zu tausend neue Endungen zugelassen werden. In einer Mitteilung heisst es, man wolle damit neue Ideen und Internetauftritte fördern. Wer sich dieser kreativen Anregung bedienen möchte, muss allerdings viel Geld auf den Tisch legen: Laut Medienberichten beträgt die Antragsgebühr fast 200'000 Dollar. So wundert es nicht, dass sich vor allem grosse Unternehmen für die neuen Endungen interessieren. Zitat aus der Zeit:
“Beispielsweise will sich das Unternehmen Canon um die Endung ".canon" bewerben. Weitere elf Prozent gaben an, sie hätten Interesse an der Bewerbung um einen Oberbegriff als TLD, wie ".bank", ".hotel" oder ähnliches.Es zeichnen sich zwei Hauptgründe für die Bewerbung um eine der neuen TLD ab: 48 Prozent der Bewerber gaben an, ihr Hauptziel sei, sich gegen Markenrechtsverletzungen zu schützen. Weitere 45 Prozent hoffen, sich Marktvorteile zu verschaffen. Die 150 befragten Unternehmen stammen aus den USA, Europa und dem Asien-Pazifik-Raum…“
Ob die neuen Endungen die in sie gesetzten Erwartungen auch erfüllen, ist zweifelhaft (ausser natürlich für Icann, die sich damit eine weitere Geldquelle erschliesst).

Ansonsten glauben wir hier nicht daran, dass sich mit einer neuen Domain grosse Marketingvorteile ergeben. Internetnutzer arbeiten heute meistens nicht mehr mit URLs (also Internetadressen), wenn sie im Web etwas suchen. Google und die richtigen Stichwörter führen am schnellsten zum Ziel. Welcher Domainname hinter dem Punkt steht, ist längst nicht mehr von Wichtigkeit - ausser vielleicht, wenn sich jemand im Rotlichtviertel des Internets umsehen will. 

Donnerstag, 16. Juni 2011

Happy Birthday Big Blue

100 Jahre im IT-Business, das ist schon was. Auch wenn dieTechnologien am Anfang noch nicht ganz so weit fortgeschritten waren, wie heute. Am Anfang des letzten Jahrhunderts verdiente man das Geld mit  Lochkarten-gesteuerten Maschinen, Waagen und Uhren.

Mein persönlicher Anteil an der IBM-Geschichte besteht darin, dass ich anfangs der 80er-Jahre an meinem Arbeitsplatz zum ersten Mal mit einem PC konfrontiert wurde - der kam von IBM (kostete zwischen 10'000 und 20'000 Franken und hatte eine Festplatte mit einer Kapazität von 10 Megabytes). Damit begann das PC-Zeitalter und ein durchzogener Abschnitt in der IBM-Firmengeschichte. Oder, wie die Firmenchronik durchaus richtig festhält: Mit dem IBM Personal Computer begann die PC-Revolution.
Zitat aus der FAZ:
"Wie das mit Revolutionen aber so ist: Irgendwann sind sie zu Ende. Oder man verpasst sie. Auch das gehört zur Geschichte des Konzerns. Der PC wurde für IBM nicht zu dem Geschäft, das er hätte werden können – unter anderem, weil die Geräte mit einer lizenzierten Software von einem damals aufstrebenden Unternehmen namens Microsoft liefen. Und Anfang der neunziger Jahre stand IBM gar auf der Kippe: Nur ein Spar- und Sanierungsprogramm des damaligen Chefs Lou Gerstner rettete das Unternehmen vor Aufspaltung und Untergang.Seitdem hat sich der Konzern auf Dienstleistungen und Grossrechner konzentriert. Sam Palmisano kaufte 2002 die Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers, die PC-Sparte stiess er im Gegenzug zwei Jahre später komplett an Lenovo ab. Zur Tradition gehört also die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden. Oder? „Wir machen seit einem Jahrhundert genau dasselbe“, erwidert Palmisano, will das aber weniger auf Produkte gemünzt wissen als auf Prinzipien. Eines davon sei, für die Kunden innovative Lösungen zu schaffen..."
So oder so: 100 Jahre im Geschäft zu bleiben ist eine reife Leistung!

Mittwoch, 15. Juni 2011

Die (berechtigte) Ungeduld der Kunden

Kunden, die sich auf dem Internet nach einem Produkt umsehen, stellen für den Online-Handel ein riesiges Potenzial dar. Dieses Potenzial in Verkäufe zu verwandeln ist allerdings oft nicht ganz einfach. Einer der Gründe: Die Kunden sind ungeduldig. Wenn sie sich auf einer Website nicht zurechtfinden, sind sie schnell weg, oft auf Nimmerwiedersehen.

Blick in eines der sogenannten Amazon-Fullfilment-
Centers, von wo aus die Ware versandt wird.
Wer innerhalb nützlicher Frist nicht gefunden hat, was er oder sie sucht, gibt auf und sucht oft anderswo weiter – zum Beispiel bei der Konkurrenz. Dieses Verhalten ist an sich nicht sehr überraschend, da ja gerade die digitalen Medien den sprunghaften und ungeduldigen Umgang mit Inhalten fördern. Eine neue Studie versucht jetzt, dieses Verhalten von Online-Kunden zu quantifizieren.  Die Ergebnisse: 57 Prozent aller potenziellen Kunden verlieren die Geduld, wenn sie auf der fünften Seite einer Website nicht auf dem richtigen Weg sind. Davon verabschieden sich 67 Prozent, ohne dass das betroffene Unternehmen von ihnen hört. Knapp die Hälfte, nämlich 47 Prozent finden sich dann auf der Website der Konkurrenz wieder. 12 Prozent versuchen es auf einem Social Network wie Facebook, und 8 Prozent geben schlicht und einfach auf. Die verbleibenden 33 Prozent kontaktieren die Firma per e-Mail oder Telefon.
Das Fazit drängt sich auf: Business-Websites sind nicht gut genug!
Das zeigt auch  eine weitere, ziemlich erschreckende Zahl aus der obigen Studie. Ganze 45 Prozent der befragten potenziellen Kunden gaben an, dass sie in der Mehrheit der Fälle die gewünschten Informationen oder Produkte auf den besuchten Websites nicht finden können. Diese Kunden geben den Website-Designern auch gleich die Lösung dieses Problems mit auf den Weg. Sie wünschen sich eine gut funktionierende Suchmaschine, mit der sie die entsprechende Site durchsuchen können.
Offensichtlich lohnt es sich, Online-Kunden gut zu bedienen. 70 Prozent aller Kunden verhalten sich nämlich loyal gegenüber Unternehmen, bei denen sie sich auch Online wohl fühlen – und sie geben an, dass sie dort wieder mal einkaufen werden.
Es gibt prominente Beispiele dafür, dass dies genau so ist. Amazon zum Beispiel hat seinen Erfolg nicht nur der Tatsache zu verdanken, dass das Unternehmen ein digitaler Händler der ersten Stunde war, sondern vielmehr auch der Tatsache, dass das Einkaufen dort gut funktioniert und die Kunden immer wieder kommen, weil es so einfach ist, im Amazon-Shop Geld auszugeben. Bis zu einem heutigen weltweiten Umsatz von mehr als 34 Milliarden Dollar…
(Die zitierten Zahlen stammen aus einer Studie von Loudhouse, die im Auftrag von RightNow durchgeführt wurde).