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Samstag, 12. Dezember 2015

Handy-Empfang: Je neuer, desto schlechter

Hatten Sie auch schon das Gefühl, dass sie mit ihrem alten Klapphandy den besseren Empfang hatten, als mit Ihrem neusten Smartphone? Dieser Eindruck hat Sie nicht getäuscht. Tatsächlich darf man, wie eine neue britische Studie zeigt, bezüglich Handyempfang durchaus sagen, dass die Funkleistung der neuen Geräte massiv schlechter ist, als jene unserer alten Handys.

Vielleicht haben Sie auch noch
ein Klapphandy in der Schublade...
Die Untersuchung wurde von der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom in Auftrag gegeben und mit einer Auswahl von beliebten Smartphones und Handys, die aktuell noch im Handel sind, durchgeführt. Die Resultate sind klar und einigermassen ernüchternd: Sie zeigen, dass die billigen Handys Funksignale viel besser auffangen, als neue, viel teurere Smartphones. Gemäss einem Bericht der britischen Tageszeitung The Telegraph, muss das Funksignal für ein Smartphone bis zu zehnmal so stark sein, wie für ein Billighandy, damit überhaupt telefoniert oder getextet werden kann. Im Durschnitt benötigen die getesteten Smartphones ein siebenmal stärkeres Signal als ein billiges Handy. Das wirkt sich vor allem in dünner besiedelten und ländlichen Gebieten entscheidend auf den Empfang aus.
Einige der getesteten Smartphones zeigten klare Leistungsschwankungen, je nachdem ob mit der linken oder mit der rechten Hand telefoniert wurde. Das hat mit der Platzierung der Antenne zu tun. Gesamthaft gesehen sind aber die festgestellten Leistungsunterschiede vor allem auf die verwendeten Baumaterialien zurückzuführen
“Während Funksignale durch die Plastikgehäuse älterer Modelle mühelos durchdrangen, schwächen Metall und Glas bei Smartphones den Empfang. Das ernüchternde Fazit der Forscher: Smartphones performen im Hinblick auf den Signalempfang unter den internationalen Standards für mobile Kommunikation.“ 
Leider hat Ofcom die getesten Handys und Smartphones nicht beim Namen genannt. Die Begründung: Man habe nicht eine genügend grosse Anzahl von Gerätetypen getestet… 

Freitag, 27. November 2015

Verwirrung im Web: Wenn aus Werbung Information wird

Ganz so gut kennen sich die sogennannten Digital Natives also im Internet doch nicht aus. Eine neue Britische Studie zeigt nämlich, dass ganze 69 Prozent aller Jugendlichen nicht in der Lage sind, Google Werbung von echten Suchergebnissen zu unterscheiden. Dies fand die Ofcom, die britische Medienaufsichtsbehörde “Office of Communications“ kürzlich heraus. 

Quizfrage: Welches sind die Suchergebnisse, wo ist die Werbung?
                                                                                           Screenshot via google.ch
Für die Studie der Ofcom wurden 12- bis 15-Jährige Teenager befragt. Rund zwei Drittel dieser Digital Natives, die im Durchschnitt rund drei Stunden täglich im Internet verbringen, sind laut Studienergebnissen nicht in der Lage, Google Werbung, also bezahlte Suchergebnisse, von echten Suchergebnissen zu unterscheiden. Das Problem besteht, obwohl Google Werbung in der Liste der Suchergebnisse eindeutig mit “Anzeige“ gekennzeichnet wird. 
Die Werber wird es freuen.
Immerhin glauben die befragten Jugendlichen nicht alles, was ihnen Google serviert: Nur 19 Prozent von ihnen vertrauen den  Suchergebnissen.

Ziemlich erstaunlich ist allerdings, dass die jungen Google-Nutzer keine Ahnung haben, wie sich der Internetgigant Google finanziert: Nur 46 Prozent der Befragten wussten, dass der Grossteil von Googles Umsätzen aus Werbeeinnahmen stammt. Der Rest der Befragten hatte keine Ahnung, wie Google die Betriebskosten deckt. Auch bei YouTube war sich nur die Hälfte der Teenager bewusst, dass Google-Werbung als Finanzmittel dient. Dafür gaben immerhin zehn Prozent der befragten Jugendlichen an, dass sie sich auf YouTube ihre Informationen besorgen und glauben, dass diese wahr und akkurat sind…