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Donnerstag, 6. August 2015

Wenn Windows 10 die Internetverbindung bremst

Windows 10 hat schon viele Lorbeeren, aber auch schon viel Kritik eingesteckt - wie sich das eben für eine neue Software gehört, die jetzt schon von Millionen Menschen eingesetzt wird. Trotzdem gibt es einige besonders interessante Kritikpunkte, die durchaus die Entscheidung beeinflussen können, ob man das neue Microsoft-Betriebssystem jetzt schon auf den eigenen PC laden sollte.

Windows 10 wird rasant verteilt - vielleicht auch über Ihren PC.  Bild Microsoft
Zum Beispiel die Tatsache, dass Windows 10 dazu beitragen kann, in Ihrem Netzwerk den Datenverbrauch nach oben und die Übertragungsgeschwindigkeit nach unten zu treiben. Der Grund dafür liegt darin, dass Microsoft das neuste Betriebssystem so eingerichtet hat, dass es Updates an andere Nutzer nicht nur über die eigenen Server, sondern auch über die PC der User verschicken kann. Zitat aus einem Artikel der Welt:
“Je nach Windows-Version nutzt Microsoft den Internetbreitbandanschluss seiner Nutzer, um Update-Datenpakete via Peer-to-Peer-Verbindung, also von Nutzer zu Nutzer ohne den Umweg über Microsoft-Server, weiterzuleiten. Windows Update Delivery Optimization nennt Microsoft das – doch optimiert wird vor allem die Serverlast des Konzerns auf Kosten der Datenverbindungen seiner Nutzer.[…] Da das Programm nur die Upload-Verbindung nutzt, dürften normale Nutzer beim reinen Internetsurfen nicht durch die Update-Weiterleitung gestört werden – doch schon einfache Foto-Uploads oder Cloud-Back-ups könnten durch die Funktion ausgebremst werden.[…] Endgültig problematisch wird die Update-Funktion für alle Nutzer von Internetverbindungen mit limitiertem monatlichem Datenvolumen. Wer etwa über einen LTE-Router surft, der muss bereits nach wenigen Gigabyte Uploads fürchten, dass der Mobilfunkanbieter den Anschluss auf Schneckentempo drosselt.“

Immerhin ist Microsoft transparent, was die Peer-to-Peer-Updates in Windows 10 betrifft. Auf einer FAQ-Page erklärt Microsoft die Funktion und zeigt auch, wie sie abgeschaltet werden kann.
Das empfiehlt auch pcwelt.de, wo auch eine ausführliche Anleitung gegeben wird, wie die Funktion abgeschaltet werden kann:
"Zwar verspricht Microsoft, dass die Funktion nur dann aktiv wird, wenn die Bandbreite vom Nutzer nicht benötigt wird. Dennoch kann es durchaus Sinn machen, die Funktion manuell abzuschalten und stattdessen - wie bisher unter Windows - die Updates und Apps ausschließlich über die Microsoft-Server zu beziehen."

Donnerstag, 4. Juni 2015

Windows 10: Möchten Sie schon mal reservieren?

Man könnte meinen, die ganze Welt habe nur darauf gewartet, dass Microsoft endlich, endlich Windows 10 publiziert. Da dies offensichtlich nicht so ist – ich kenne niemanden, der mit angehaltenem Atem auf das neue Betriebssystem harrt – dürfen wir aufgrund der flächendeckenden Berichterstattung davon ausgehen, dass nun auch Microsoft endlich die Kunst des grossen Medienhypes  zu beherrschen gelernt hat. Da wollen natürlich auch wir keine Spielverderber sein, und erklären im Folgenden, was Sie wissen müssen.

Wer kriegt welche Version von Windows 10? Zum Vergrössern bitte auf die
Illustration klicken.                                                                  Quelle: Microsoft
Da ist doch gestern plötzlich ein neues Symbol in meinem Taskbar aufgetaucht. Dahinter versteckt sich eine Aufforderung von Microsoft, das neue Windows 10 doch bitte jetzt schon zu “reservieren“, damit es dann Ende Juli, wenn es verfügbar ist, so schnell wie möglich auf den PC geladen werden kann.
Wir habe uns dazu entschieden, vorläufig abzuwarten – unser Windows 7 Pro läuft hervorragend, und man weiss ja, dass man an einem funktionierenden System besser nicht herumfummeln soll. Millionen von Usern geht es ganz ähnlich, doch diesmal hat Microsoft strategische Massnahmen ergriffen, die uns dazu bewegen sollen, eher früher als später doch noch umzurüsten. Das Argument ist ein starkes: Wer Windows 7 oder 8 innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung am 29. Juli mit der neuen Version ersetzt, kann dies gratis tun.
Doch der Reihe nach.
Die Systemanforderungen von Windows 10 sind nicht enorm:

  • Prozessor: Prozessor oder SoC mit mindestens 1 GHz
  • RAM: 1GB für 32-Bit oder 2GB für 64-Bit
  • Festplattenspeicher: 16 GB für 32-Bit-Betriebssystem oder 20 GB für 64-Bit-Betriebssystem
  • Grafik-Karte: DirectX 9 oder höher mit WDDM 1.0 Treiber
  • Bildschirmauflösung: 1024×600

In diesem Zusammenhang gibt Microsoft einige “wichtige Hinweise”, die auf der Website nachgelesen werden können. Zum Beispiel:
“Anwendungen, Dateien und Einstellungen werden während der Aktualisierung migriert. Einige Anwendungen oder Einstellungen können eventuell bei der Migration nicht berücksichtigt werden.
Antivirus- und Antimalwareanwendungen werden während der Aktualisierung durch Windows daraufhin geprüft, ob ihr Abonnement aktuell ist. Windows deinstalliert die Anwendung und behält die Einstellungen bei. Nachdem die Aktualisierung fertiggestellt ist, installiert Windows die neueste Version mit den Einstellungen von vorher. Ist das Abonnement nicht aktuell, wird die Aktualisierung Windows Defender aktivieren…“
Microsoft listet ausserdem eine ganze Reihe von nicht länger unterstützten Funktionaliäten auf – zum Beispiel gibt es in Windows 10 kein Windows Mediencenter mehr – wer DVDs abspielen will, braucht eine extra Software dazu (die aber heute schon mit den meisten PC mitgeliefert wird).
Soweit so gut.
Wir können also ab 29. Juli Windows 10 auf unseren PC laden (entweder als Upgrade) oder als neues Betriebssystem. Kosten tut’s auch nichts. Aber was hat es denn nun mit dieser Aufforderung zum Reservieren an sich?
Das Windows 10-Symbol, das gestern plötzlich im Taskbar aufgetaucht ist, ist eigentlich eine App, die beim Start überprüft, ob der PC für Windows 10 gut genug ist ausserdem wendet Microsoft damit eine Vorgehensweise an, die in der Gamingindustrie schon verbreitet ist, wie der Stern erklärt:
“Die Reservierungs-App lädt außerdem bereits Tage vor dem Marktstart Teile von Windows 10 herunter. Das hat den positiven Effekt, dass nicht alle Nutzer am gleichen Tag die Software herunterladen und so die Microsoft-Server dem Ansturm standhalten dürften. Viele Spielehersteller setzen seit Jahren auf diese Vorgehensweise. Die Installationsdatei ist "PC World" zufolge etwa drei Gigabyte groß. Die Installation beträgt je nach System 20 bis 60 Minuten.“

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Von 8 zu 10: Das neue Windows will (wieder mal) Nägel mit Köpfen machen

Zwar haben Millionen von User keine Notiz davon genommen, dass über die Jahre Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 mit Pauken, Fanfaren und Trompeten eingeführt wurden; so laufen weltweit immer noch Millionen PCs mit Windows XP. Nun gibt’s wieder eine Chance, mit der Zeit zu gehen und betriebssystemmässig aufzurüsten. Windows 10 steht vor der Tür, und Sie können jetzt schon eine Vorversion herunterladen um auszuprobieren, was geboten wird und Ihren Input an Microsoft liefern.

Back to the Future mit Windows 10: Das Startmenü ist zurück.         Bild Microsoft
Die wichtigste Neuheit: Windows 10 ist ein Betriebssystem für alle Geräte; es passt sich den Geräten an - von der Xbox bis zu PCs und Smartphones - Windows 10 soll gemäß Angaben von Microsoft auf der größten Bandbreite von Geräten laufen, die es je gab, vom Internet der Dinge bis hin zu Unternehmensrechenzentren weltweit. Microsoft bietet außerdem für Entwickler eine konvergierte Anwendungsplattform auf allen Geräten mit einem einheitlichen App-Store. Die Entwickler können so eine App einmal schreiben und sie dann über verschiedene Gerätetypen hinweg zum Einsatz bringen, was für die Kunden das Auffinden, den Kauf und die Updates leichter macht als je zuvor.
Windows 10 baut fast alles, was Unternehmen brauchen, direkt im Zentrum des Produkts ein - einschließlich Funktionen zu Sicherheits-, Identitäts- und Informationsschutz auf Unternehmensniveau. Verbessert wurde auch die Prävention von Datenverlust, da Datencontainer- und Datentrennung auf der Anwendungs- und Dateiebene verwendet werden. Dadurch wird ein durchgehender Schutz ermöglicht, der die Daten von einem Tablet über einen PC zu einem USB-Laufwerk, zur E-Mail oder zur Cloud verfolgt.
Auch Management und Einsatz wurden vereinfacht. Dazu gehören direkte Upgrades von Windows 7 und Windows 8, die Szenarien mit Löschen-und-Neuaufspielen von Geräten überflüssig machen.
Zu den Funktionen gehören unter anderem:
·         Erweitertes Startmenü. Das gewohnte Startmenü ist zurück und bietet schnellen Zugriff mit einem Klick auf die Funktionen und Dateien, die man am häufigsten nutzt, und es umfasst einen neuen Bereich, den man mit bevorzugten Apps, Programmen, Leuten und Websites personalisieren kann.
·         Apps, die in einem Fenster laufen. Apps aus dem Windows Store öffnen sich jetzt im gleichen Format wie Desktop-Programme. Sie können in ihrer Größe angepasst und verschoben werden und haben oben Titelbalken, mit denen die Nutzer sie mit einem Klick maximieren, minimieren und schließen können.
·         Snap-Verbesserungen. Die Arbeit mit mehreren Anwendungen gleichzeitig ist einfacher und intuitiver mit Snap-Verbesserungen zur Anordnung der Fenster. Ein neues Quadrant-Layout erlaubt es, bis zu vier Anwendungen auf dem gleichen Bildschirm anzuordnen. Windows wird auch andere laufende Anwendungen und Programme zum zusätzlichen Anordnen zeigen und sogar smarte Vorschläge machen, um verfügbaren Bildschirmplatz mit weiteren offenen Anwendungen auszufüllen.
·         Neue Task View-Schaltfläche. Die neue Schaltfläche Task View auf der Taskleiste ermöglicht auf einen Blick alle offenen Apps und Dateien zu sehen, was schnelles Wechseln und Zugriff mit einem Klick auf jeden erstellten Desktop erlaubt.
·         Mehrere Desktops. Statt zu viele und sich überlappende Apps und Dateien auf einem einzigen Desktop zu zeigen, kann man einfach bestimmte Desktops zu verschiedenen Zwecken oder für Projekte erstellen und zwischen ihnen wechseln - sei es für die Arbeit oder die persönliche Verwendung.

Übrigens wird in der Fachpresse bereits eine Geschichte herumgeboten, die erklärt wieso Windows 10 nicht Windows 9 heisst:
“Auf dem Diskussionsportal Reddit meldete sich ein Nutzer zu Wort, der behauptet, als Softwareentwickler bei Microsoft zu arbeiten. Seinem Beitrag zufolge habe man bei frühen Tests festgestellt, dass einige Drittherstellerprogramme beim Start abfragen, ob auf dem jeweiligen PC womöglich Windows 95 oder 98 läuft. Aus Faulheit, oder um Platz zu sparen, lassen sie dabei die zweite Ziffer weg und beschränken sich darauf, abzufragen, ob ein Windows, das mit "Windows 9" beginnt, läuft. Weil das eine weit verbreitete Vorgehensweise sei, sei man auf die pragmatische Lösung verfallen, das große Update einfach Windows 10 zu nennen…“