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Donnerstag, 4. Juni 2015

Windows 10: Möchten Sie schon mal reservieren?

Man könnte meinen, die ganze Welt habe nur darauf gewartet, dass Microsoft endlich, endlich Windows 10 publiziert. Da dies offensichtlich nicht so ist – ich kenne niemanden, der mit angehaltenem Atem auf das neue Betriebssystem harrt – dürfen wir aufgrund der flächendeckenden Berichterstattung davon ausgehen, dass nun auch Microsoft endlich die Kunst des grossen Medienhypes  zu beherrschen gelernt hat. Da wollen natürlich auch wir keine Spielverderber sein, und erklären im Folgenden, was Sie wissen müssen.

Wer kriegt welche Version von Windows 10? Zum Vergrössern bitte auf die
Illustration klicken.                                                                  Quelle: Microsoft
Da ist doch gestern plötzlich ein neues Symbol in meinem Taskbar aufgetaucht. Dahinter versteckt sich eine Aufforderung von Microsoft, das neue Windows 10 doch bitte jetzt schon zu “reservieren“, damit es dann Ende Juli, wenn es verfügbar ist, so schnell wie möglich auf den PC geladen werden kann.
Wir habe uns dazu entschieden, vorläufig abzuwarten – unser Windows 7 Pro läuft hervorragend, und man weiss ja, dass man an einem funktionierenden System besser nicht herumfummeln soll. Millionen von Usern geht es ganz ähnlich, doch diesmal hat Microsoft strategische Massnahmen ergriffen, die uns dazu bewegen sollen, eher früher als später doch noch umzurüsten. Das Argument ist ein starkes: Wer Windows 7 oder 8 innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung am 29. Juli mit der neuen Version ersetzt, kann dies gratis tun.
Doch der Reihe nach.
Die Systemanforderungen von Windows 10 sind nicht enorm:

  • Prozessor: Prozessor oder SoC mit mindestens 1 GHz
  • RAM: 1GB für 32-Bit oder 2GB für 64-Bit
  • Festplattenspeicher: 16 GB für 32-Bit-Betriebssystem oder 20 GB für 64-Bit-Betriebssystem
  • Grafik-Karte: DirectX 9 oder höher mit WDDM 1.0 Treiber
  • Bildschirmauflösung: 1024×600

In diesem Zusammenhang gibt Microsoft einige “wichtige Hinweise”, die auf der Website nachgelesen werden können. Zum Beispiel:
“Anwendungen, Dateien und Einstellungen werden während der Aktualisierung migriert. Einige Anwendungen oder Einstellungen können eventuell bei der Migration nicht berücksichtigt werden.
Antivirus- und Antimalwareanwendungen werden während der Aktualisierung durch Windows daraufhin geprüft, ob ihr Abonnement aktuell ist. Windows deinstalliert die Anwendung und behält die Einstellungen bei. Nachdem die Aktualisierung fertiggestellt ist, installiert Windows die neueste Version mit den Einstellungen von vorher. Ist das Abonnement nicht aktuell, wird die Aktualisierung Windows Defender aktivieren…“
Microsoft listet ausserdem eine ganze Reihe von nicht länger unterstützten Funktionaliäten auf – zum Beispiel gibt es in Windows 10 kein Windows Mediencenter mehr – wer DVDs abspielen will, braucht eine extra Software dazu (die aber heute schon mit den meisten PC mitgeliefert wird).
Soweit so gut.
Wir können also ab 29. Juli Windows 10 auf unseren PC laden (entweder als Upgrade) oder als neues Betriebssystem. Kosten tut’s auch nichts. Aber was hat es denn nun mit dieser Aufforderung zum Reservieren an sich?
Das Windows 10-Symbol, das gestern plötzlich im Taskbar aufgetaucht ist, ist eigentlich eine App, die beim Start überprüft, ob der PC für Windows 10 gut genug ist ausserdem wendet Microsoft damit eine Vorgehensweise an, die in der Gamingindustrie schon verbreitet ist, wie der Stern erklärt:
“Die Reservierungs-App lädt außerdem bereits Tage vor dem Marktstart Teile von Windows 10 herunter. Das hat den positiven Effekt, dass nicht alle Nutzer am gleichen Tag die Software herunterladen und so die Microsoft-Server dem Ansturm standhalten dürften. Viele Spielehersteller setzen seit Jahren auf diese Vorgehensweise. Die Installationsdatei ist "PC World" zufolge etwa drei Gigabyte groß. Die Installation beträgt je nach System 20 bis 60 Minuten.“

Mittwoch, 14. Januar 2015

Der Anfang vom Ende für Windows 7

Eigentlich fühlt es sich an, als ob wir Windows 7 erst grad gekauft und installiert hätten. Aber das ist wohl eine Täuschung. Schliesslich stellt Microsoft wie geplant, ab heute keinen grundlegenden Support für dieses beliebte Betriebssystem mehr zur Verfügung.

Windows 7 soll noch fünf Jahre lang mit erweitertem Support versorgt
werden - obwohl schon Windows 10 vor der Türe steht.
User sollten sich darob allerdings keine allzu grossen Sorgen machen. Der erweiterte Support für Windows 7 wird nämlich noch bis 2015 zur Verfügung gestellt. Doch worin unterscheiden sich grundlegender und erweiterter Support? Microsoft definiert wie folgt:
“Grundlegender Support wird von Microsoft für mindestens 5 Jahre ab Markteinführung des Produkts oder für 2 Jahre nach der Veröffentlichung des Nachfolgeprodukts bereitgestellt, je nachdem, welcher der längere Zeitraum ist. Wenn Sie zum Beispiel eine neue Version von Windows erwerben und fünf Jahre später eine neue Version auf den Markt kommt, wird die frühere Version noch zwei Jahre lang unterstützt.Erweiterter Support wird von Microsoft entweder für mindestens 5 Jahre ab Markteinführung des Produkts oder für 2 Jahre nach der Veröffentlichung des zweiten Nachfolgeprodukts (zwei Versionen später) bereitgestellt, je nachdem, welcher der längere Zeitraum ist.“
Jetzt wissen wir immer noch nicht genau, wie sich die beiden Supportarten unterscheiden. Der Spiegel erklärt:
“Nicht mehr rechnen dürfen Windows-7-Nutzer mit neuen Funktionen für ihr Betriebssystem oder mit Updates, die nicht die Sicherheit des Systems betreffen. Wenn zum Beispiel künftig ein neues Programm Fehlermeldungen erzeugt, dürfte es zumindest von Microsoft selbst keine Aktualisierung mehr geben, die das Problem löst.Bei derzeit über 50 Prozent Marktanteil wird Windows 7 wohl noch länger das weitesten verbreitete PC-Betriebssystem bleiben - was auch bedeutet, dass man zum Beispiel online genug andere Nutzer findet, mit denen man sich über Probleme austauschen kann.“

Kein Grund zur Panik also: Windows 7 wird auch die nächsten Jahre noch durchaus sicher und benutzerfreundlich funktionieren – nicht wie Windows XP, dessen sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet ist.


Donnerstag, 2. Oktober 2014

Von 8 zu 10: Das neue Windows will (wieder mal) Nägel mit Köpfen machen

Zwar haben Millionen von User keine Notiz davon genommen, dass über die Jahre Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 mit Pauken, Fanfaren und Trompeten eingeführt wurden; so laufen weltweit immer noch Millionen PCs mit Windows XP. Nun gibt’s wieder eine Chance, mit der Zeit zu gehen und betriebssystemmässig aufzurüsten. Windows 10 steht vor der Tür, und Sie können jetzt schon eine Vorversion herunterladen um auszuprobieren, was geboten wird und Ihren Input an Microsoft liefern.

Back to the Future mit Windows 10: Das Startmenü ist zurück.         Bild Microsoft
Die wichtigste Neuheit: Windows 10 ist ein Betriebssystem für alle Geräte; es passt sich den Geräten an - von der Xbox bis zu PCs und Smartphones - Windows 10 soll gemäß Angaben von Microsoft auf der größten Bandbreite von Geräten laufen, die es je gab, vom Internet der Dinge bis hin zu Unternehmensrechenzentren weltweit. Microsoft bietet außerdem für Entwickler eine konvergierte Anwendungsplattform auf allen Geräten mit einem einheitlichen App-Store. Die Entwickler können so eine App einmal schreiben und sie dann über verschiedene Gerätetypen hinweg zum Einsatz bringen, was für die Kunden das Auffinden, den Kauf und die Updates leichter macht als je zuvor.
Windows 10 baut fast alles, was Unternehmen brauchen, direkt im Zentrum des Produkts ein - einschließlich Funktionen zu Sicherheits-, Identitäts- und Informationsschutz auf Unternehmensniveau. Verbessert wurde auch die Prävention von Datenverlust, da Datencontainer- und Datentrennung auf der Anwendungs- und Dateiebene verwendet werden. Dadurch wird ein durchgehender Schutz ermöglicht, der die Daten von einem Tablet über einen PC zu einem USB-Laufwerk, zur E-Mail oder zur Cloud verfolgt.
Auch Management und Einsatz wurden vereinfacht. Dazu gehören direkte Upgrades von Windows 7 und Windows 8, die Szenarien mit Löschen-und-Neuaufspielen von Geräten überflüssig machen.
Zu den Funktionen gehören unter anderem:
·         Erweitertes Startmenü. Das gewohnte Startmenü ist zurück und bietet schnellen Zugriff mit einem Klick auf die Funktionen und Dateien, die man am häufigsten nutzt, und es umfasst einen neuen Bereich, den man mit bevorzugten Apps, Programmen, Leuten und Websites personalisieren kann.
·         Apps, die in einem Fenster laufen. Apps aus dem Windows Store öffnen sich jetzt im gleichen Format wie Desktop-Programme. Sie können in ihrer Größe angepasst und verschoben werden und haben oben Titelbalken, mit denen die Nutzer sie mit einem Klick maximieren, minimieren und schließen können.
·         Snap-Verbesserungen. Die Arbeit mit mehreren Anwendungen gleichzeitig ist einfacher und intuitiver mit Snap-Verbesserungen zur Anordnung der Fenster. Ein neues Quadrant-Layout erlaubt es, bis zu vier Anwendungen auf dem gleichen Bildschirm anzuordnen. Windows wird auch andere laufende Anwendungen und Programme zum zusätzlichen Anordnen zeigen und sogar smarte Vorschläge machen, um verfügbaren Bildschirmplatz mit weiteren offenen Anwendungen auszufüllen.
·         Neue Task View-Schaltfläche. Die neue Schaltfläche Task View auf der Taskleiste ermöglicht auf einen Blick alle offenen Apps und Dateien zu sehen, was schnelles Wechseln und Zugriff mit einem Klick auf jeden erstellten Desktop erlaubt.
·         Mehrere Desktops. Statt zu viele und sich überlappende Apps und Dateien auf einem einzigen Desktop zu zeigen, kann man einfach bestimmte Desktops zu verschiedenen Zwecken oder für Projekte erstellen und zwischen ihnen wechseln - sei es für die Arbeit oder die persönliche Verwendung.

Übrigens wird in der Fachpresse bereits eine Geschichte herumgeboten, die erklärt wieso Windows 10 nicht Windows 9 heisst:
“Auf dem Diskussionsportal Reddit meldete sich ein Nutzer zu Wort, der behauptet, als Softwareentwickler bei Microsoft zu arbeiten. Seinem Beitrag zufolge habe man bei frühen Tests festgestellt, dass einige Drittherstellerprogramme beim Start abfragen, ob auf dem jeweiligen PC womöglich Windows 95 oder 98 läuft. Aus Faulheit, oder um Platz zu sparen, lassen sie dabei die zweite Ziffer weg und beschränken sich darauf, abzufragen, ob ein Windows, das mit "Windows 9" beginnt, läuft. Weil das eine weit verbreitete Vorgehensweise sei, sei man auf die pragmatische Lösung verfallen, das große Update einfach Windows 10 zu nennen…“

Montag, 10. März 2014

Windows XP: den Wölfen zum Frass vorgeworfen

Am 8. April ist endgültig Schluss mit der Windows XP-Unterstützung durch Microsoft. - obwohl noch Millionen von PCs damit betrieben werden und zwar durchaus nicht nur auf privater Ebene.  Allerorten wird davor gewarnt, Windows XP nach dem Stichtag weiter zu verwenden, dies sei schlicht zu gefährlich. Ob das tatsächlich so ist, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander.

Am 8. April ist Schluss mit dem Microsoft-Support für Windows XP.
Für Windows sollte das Ende des Supports für Windows XP eigentlich sehr lukrativ werden. Werden die XP-User nämlich sozusagen den Cyber-Wölfen zum Frass vorgeworfen, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als auf ein moderneres OS umzusteigen, wenn sie sich nicht ohne Windows-Support den Gefahren des Internets aussetzen wollen.
Es sind nämlich Millionen von Anwender, die am 8. April ohne Support dastehen.  Aktuellen Zahlen zufolge ist Windows XP weltweit noch auf fast einem Drittel aller Computer installiert und schlägt damit Windows 8 ( 8.1), das gut zehn Prozent Nutzer hat,  um das Dreifache.  Zum Vergleich, Windows 7 ist im Moment das beliebteste MS-OS mit gegen 50 Prozent Nutzeranteil.
Was also tun, wenn der PC immer noch mit XP läuft? Da gehen die Meinungen der Experten auseinander. Zitat aus c’t magazin:
“Voraussagen dazu, wie sich die Sicherheitslage von XP ab April konkret entwickelt, sind etwa so zuverlässig wie solche für das Wetter zu Ostern. Die Zeiten, in der ein Original-XP, das ohne Router direkt am Internet hängt, binnen Sekunden infiziert war, sind allerdings längst vorbei. Im Service Pack 2 hat Microsoft in XP eine Firewall nachgerüstet, die das System vor derlei Angriffen zuverlässig schützt.
Schädlinge lauern Windows-Nutzern heute eher anderswo auf: Die Daten, die übers Internet hereinkommen, sprich E-Mail-Attachments und Web-Seiten sind die Hauptrisiken. Wer meint, dass er durch umsichtige Arbeitsweise und bewusste Auswahl besuchter Angebote ungefährdet bleibt, begibt sich auf einen morschen Holzweg. Selbst auf eigentlich vertrauenswürdigen Seiten im Netz kann Malware liegen, die den Rechner kapert. Mit jedem Monat ohne Sicherheitsupdates steigt die Chance, dass das passiert…“
Auch bei  PC-Tipp wird vor der weiteren Verwendung von Windows-XP gewarnt:
“Es war schon immer so, dass Virenscanner und Firewalls nicht 100% der Gefahren fernhalten. Virenscanner hinken den tatsächlichen Bedrohungen immer hinterher. Nehmen wir an, im Juli wird in XP eine Sicherheitslücke entdeckt, die Microsoft nicht mehr stopft. Es ist keine Kristallkugel erforderlich, um zu wissen, dass Cyberkriminelle sich für den Rest des Jahres mit Wonne auf jede Sicherheitslücke in Windows XP stürzen werden. Immerhin ist XP dann nach wie vor recht weitverbreitet - und von Microsoft im Stich gelassen. Und wenn eine Sicherheitslücke im Spiel ist, dann hilft unter Umständen auch das vorsichtigste Verhalten des Nutzers nichts. Da ist übrigens noch die Frage der Software, die Sie unter XP laufen haben: Ist da noch Office 2000 im Spiel? Sind andere Programme installiert, die auf anderen Plattformen erhebliche Updates erhalten haben? Auch Office & Co. sind vor Sicherheitslücken nicht gefeit.“
Es gibt aber auch Autoren, die nicht glauben, dass die weitere Nutzung von Windows XP für die Nutzer zur Katastrophe führt. Ip-insider.de gibt in einem ausführlichen Artikel Tipps dazu, wie XP weiterhin nutzbringend eingesetzt werden kann:
“Natürlich ist es unbedingt zu empfehlen das Betriebssystem und alle installierten Anwendungen bis zu diesem Datum auf den neusten Stand zu bringen. Sind die Rechner mit dem Internet verbunden, sollte ein aktueller und sicherer Browser eingesetzt werden, keinesfalls eine veraltete Version des Internet Explorers. Enorm wichtig ist ein guter Virenschutz für Rechner. Große Unternehmen wie Kaspersky haben abgekündigt, bis auf weiteres auch Windows XP zu unterstützen und mit Definitionsdateien für installierte Antivirenprogramme zu versorgen. Enorm wichtig für Unternehmen ist es, ein Archiv mit den vorhandenen Sicherheitspatches, Updates und Treibern anzulegen. Denn es ist zu erwarten, dass auf Dauer neue Computer nicht mehr mit Windows XP installiert werden können, weil die passenden Treiber fehlen. Für PCs auf denen Windows XP aber bereits installiert ist, sollten keine Probleme zu erwarten sein, wenn die Software und Patches alle im Unternehmen verfügbar sind.“

Wie gross die Gefahr einer Weiterbenutzung von Windows XP nach dem 8. April tatsächlich ist, können wir nur schwer beurteilen. Wer absolut keine Risiken eingehen will, muss
wohl auf ein neues OS wechseln. Wir werden im nächsten Blogeintrag auf verschiedene Vorgehensweisen und Alternativen eingehen.


Montag, 29. Oktober 2012

Windows 8: wieso eigentlich?

Für Microsoft macht Windows 8 durchaus Sinn: Endlich ein Betriebssystem, mit dem man in der Domäne der Tablets, die bis jetzt von den Anderen beherrscht wurde, auch mitreden kann. Gleichzeitig hat man auch noch das OS für die PCs rundum-erneuert. Doch wie sieht es für den Anwender aus? Macht Windows 8 da auch Sinn? Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Anwender skeptisch sind.

Windows 8 auf dem Microsoft Surface: Umgewöhnen und dazulernen
ist erforderlich.
Ich hab mir vor rund 8 Monaten ein brandneues PC-System angeschafft. Total leistungsfähig, schnell und bewährt. Es läuft mit Windows 7, einem Betriebssystem das eigentlich rundum gute Noten bekommen hat. Auch die restliche Software von Microsoft ist ziemlich neu: Office 2010 bringt gegenüber meiner vorherigen Version, Office 95, die noch auf XP lief, viele Vorteile.
Doch jetzt kommt Windows 8 – und alles soll ganz anders werden.
“Windows 8 ist dafür optimiert worden, auf berührungsempfindlichen Bildschirmen zu laufen. Dazu wurde der altbekannte Desktop in den Hintergrund geschickt und durch eine neue Startseite ersetzt, auf der große Kacheln Programme und Apps repräsentieren. Microsoft hat hier das von Windows Phone 8 bekannte Prinzip der Live Tiles übernommen, die Inhalte dynamisch aus dem Netz nachladen. So können auf einer Kachel beispielsweise Wetterinformationen, Börsenkurse oder die neuesten Tweets von Freunden angezeigt werden. Für den Umgang mit diesen Kacheln und Windows-8-Apps hat Microsoft ein ganz neues System von Fingergesten eingeführt. Weil die ganz anders sind als das System von Maus und Tastatur, nach dem ältere Windows-Versionen gesteuert wurden, legen viele Hardware-Hersteller ihren Touchscreen-Computern Merkblätter zur Gestensteuerung bei…“
Gestensteuerung? Brauch ich denn das?
Die Antwort des Handelsblattes fällt so aus, wie ich sie mir im Moment wünsche. Wer keine Zeit hat, sich mit dem neuen Windows vertieft einzulassen, soll noch die Finger davon lassen:
“Microsoft hat Windows so gründlich überarbeitet wie seit 1995 nicht mehr. Das neue Gesicht des Betriebssystems ist modern und schick. Doch selbst Computer-Kenner werden einige Zeit benötigen, um sich an die neue Bedienung zu gewöhnen. Zumal es noch nicht ohne die alte Windows-Welt geht und somit ein umständliches Hin- und Herschalten nicht zu vermeiden ist. Zusätzliche Verwirrung stiften die verschiedenen Versionen des Systems. Obwohl alle Windows im Namen tragen, laufen beispielsweise bestimmte Programme nicht auf der RT-Version für Tablet-Computer.Angesichts dieser Umstellungen ist gut möglich, dass gerade unerfahrene Anwender lieber gleich die Finger vom doppelten Windows lassen. Wer sich einen Rechner mit dem Betriebssystem zulegt, sollte sich unbedingt Zeit nehmen, um das neue System mit seinen Tricks kennen zu lernen. Es lohnt sich durchaus.”
Wie die meisten professionellen Anwender hab auch ich nicht stunden-, tage und wochenlang Zeit, mich an das neue System zu gewöhnen. Zumal Windows 7 ein hervorragendes OS ist.
Ich habe mir aber vorgenommen, den Einstieg schrittweise vorzunehmen. Meinen Laptop werde ich durch ein Windows 8 Tablet ersetzen. Daswird mir Gelegenheit geben, das neue Betriebssystem kennenzulernen. Und wenn dann mein Hauptsystem in ein paar Jahren ersetzt werden muss, werde ich Win 8 schon kennen.
Ich erhoffe mir vom neuen OS technischen Fortschritt, mehr Stabilität und Schnelligkeit. Wer das nicht braucht, könnte ja heute immer noch mit Windows XP arbeiten - wie das übrigens Millionen von Anwendern tatsächlich tun.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Ein PC, der in fünf Sekunden hochfährt

Dass PCs so lange brauchen, bis sie nach einem Start bereit sind, hängt mit dem BIOS zusammen, mittels dem Windows-Betriebssysteme aufstarten. Doch das Basic Input/Output System ist mehr als 25 Jahr alt und passt nicht mehr ins heutige IT-Umfeld. Deshalb soll es jetzt endlich ersetzt werden. UEFI (Uified Extensible Firmware Interface) wird das Hochfahren in drei bis fünf Sekunden möglich machen.

Na endlich: Dass man am PC trotz modernster Chips und massiven Datendurchsätzen immer noch zu oft warten muss, ist uns allen ein Dorn im Auge. Besonders ärgerlich sind die langen Startzeiten, bis Windows endlich bereit ist. Das soll sich nun schon sehr bald ändern, wenn man verschiedenen Medienberichten der letzten Tage glauben darf. Microsoft wird nachgesagt, dass das Unternehmen die UEFI-Technologie in der nächsten Windowsversion, fällig im nächsten Jahr, einbauen will. Andere Hersteller wollen ihre PCs anscheindend schon früher damit ausrüsten. Experten rechnen damit, dass die UEFi-Revolution bereits in den nächsten Monaten beginnen wird. Dann wird der UEFI-Siegeszug nicht mehr aufzuhalten sein, und die Wartezeiten am PC, aber auch an mobilen Geräten werden hoffentlich viel kürzer.


Dienstag, 1. Juni 2010

Google-Cash: Anlagen gesucht

Google ist wieder mal in den Schlagzeilen – wie berichtet wird, sollen bei der Suchmaschinen-Firma in Zukunft Computer mit Windows-Betriebssystem nur noch in Ausnahmefällen zugelassen werden – aus “Sicherheitsgründen“. Aber auch für Finanzfachleute wird Google immer interessanter: Das Unternehmen hat seit anfangs Jahr eine eigene Handelsabteilung, um das viele Geld zu investieren, das täglich hereinrollt.

Das Windows-Verbot bei Google wurde von der Financial Times vermeldet. Der Grund dafür liege in den Hackerangriffen, die im Frühjahr von China aus gegen Google unternommen worden waren.
“Die Financial Times zitiert anonyme Google-Mitarbeiter mit den Worten, dass Windows firmenintern als Belastung für die Sicherheit angesehen werde. Schon kurz nach den Hackerangriffen hätten neue Angestellte für ihren Computer desalb nur noch die Wahl zwischen Apples Betriebssystem Mac OS X und Linux-Distributionen gehabt. Angestellte, die auf ihrem Computer weiterhin mit Windows arbeiten wollen oder müssen, bräuchten der Zeitung zufolge die Genehmigung von einem Vorgesetzten. Für einen neuen Windows-PC sei sogar die Zustimmung des für Informationstechnologie zuständigen Vorstands (CIO) nötig.“
Wie man weiss, wird bei Google im Moment ein eigenes Betriebssystem entwickelt. Chrome OS scheint allerdings noch nicht weit genug fortgeschritten zu sein, um Windows ersetzen zu können.
Der Wirbel um die Betriebssysteme hat auf jeden Fall dem Geschäftsgang nicht geschadet. Wie Bloomberg Businessweek berichtet, hat Google in den letzten Monaten ein Handelsabteilung eingerichtet, um für das viele Geld, das täglich mit Werbung verdient wird, ein warmes Plätzchen zu finden. Gesamthaft dürfen die mehr als 30 Händler, darunter einige bekannte Wall-Street-Spezialisten, mit guten 26 Milliarden US-Dollar in Cash und kurzfristigen Investments jonglieren. Es wird geschätzt, dass Google im Moment mit diesen Anlagen eine Verzinsung von etwa 2,5 Prozent erzielt – das wären dann immerhin über 600 Millionen Dollar. Nicht schlecht, für eine IT-Firma, die gerade mal 12 Jahre alt wird!

Montag, 14. September 2009

Windows Vista: Doch nicht so schlecht? Ein Nachruf

Man weiss es, weil man es gelesen und gehört hat: Finger weg von Windows Vista - das Betriebssystem sei klobig, unstabil und generell benutzerunfreundlich. So sehr, dass MS-Konkurrent Apple in den USA sogar mit Vista-Anti-Werbung für die eigenen PC Werbung machte. Doch jetzt, wo Windows 7 vor der Tür steht, hab auch ich endlich mal Vista ausprobiert – allerdings gezwungenermassen. Das Resultat: Vista ist gar nicht (mehr) so schlecht wie sein Ruf.
Die Havarie kam völlig unerwartet. Gerade noch hatte mein siebenjähriger IBM Thinkpad R50 perfekt funktioniert, dann erschienen auf dem Bildschirm plötzlich nur noch schwarz-weisse Hieroglyphen. Das war es dann. Die Diagnose beim Spezialisten ergab, dass das Motherboard, also das Herz meines PC, den Geist aufgegeben hatte. Immerhin war die Festplatte unbeschädigt, wichtige Daten gingen nicht verloren. Der neue Laptop war schnell gefunden: Ein HP der G-60-Serie, leider nicht mit XP, sondern nur mit Windows Vista erhältlich. Da mir der Verkäufer versicherte, dass meine bisherigen Office 2003 Programme und andere Software problemlos mit Vista laufen würden (und da es sich bei diesem PC nicht um mein primäres Arbeitsinstrument handelt), habe ich zugegriffen. Installation und Konfiguration dauerten nicht lange – nun läuft die Maschine und macht sogar Spass – mit Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit. Natürlich war es anfänglich lästig, dass die Benutzeroberflächen und Menus nicht den gewohnten XP-Look hatten. Relativ schnell kam aber die Erkenntnis, dass Vista nicht so schlecht ist, wie sein Ruf. Wenn jetzt Windows 7 hält, was es verspricht, kann das Arbeiten am PC ja richtig heiter werden:
“Windows 7 läuft so angenehm, wie man sich das nach dem soliden Windows XP eigentlich schon von Vista erwartet hätte. Das System macht einen schnellen Eindruck, im 7-Tage-Test gab es keinen einzigen Aussetzer. Der Desktop wirkt vor allem dank der erneuerten Taskleiste sehr viel aufgeräumter als bisher. Die mitgelieferte Software beschränkt sich auf das Wesentliche, lässt sich aber im
Internet leicht ergänzen. Wer als Windows-Anwender noch bei XP ist, geht anders als bei Vista kaum ein Risiko ein, vom Wechsel aufs neue System enttäuscht zu
werden.“
Dass Windows Vista bei den Usern nie richtig ankam, lag nicht nur am Produkt. Die meisten Anwender sind Gewohnheitstiere – Neuerungen und Änderungen am PC werden wenn immer möglich gemieden. Die Systeme sind schon so komplex genug. In einem Yahoo-Forum zum Thema Vista brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt:
“Ich finde Vista bei weitem nicht so schlecht wie es von Manchen gemacht wird. Außerdem wurde bei jedem Windows am Anfang gemotzt und gejammert. Sobald sich die Leute dran gewöhnt haben, kommt dann wieder einen neue Version und dann geht das Gejammer von vorne los…“