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Donnerstag, 14. März 2013

Digitale Kommunikation kann Ihre Wohlbefinden gefährden

Die Digitalisierung der Gesellschaft verändert unser Leben – aber, wie wir alle schon gemerkt haben, nicht immer nur zum Besten. Immer mehr Menschen verbringen ihre Zeit privat und beruflich online und vernachlässigen dadurch ihre echten persönlichen Kontakte. Ausserdem kann die permanente Erreichbarkeit zu einem dauerhaften Zeitdruck führen, der auch gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann.

Wen wundert’s: die Digitalisierung der Kommunikation führt zu einer Veränderung im zwischenmenschlichen Umgang – und zwar sowohl privat als auch im Beruf. Da führt die Twitter-, Facebook- und e-Mail-Schwemme schon mal zu “fehlender Trennung von Beruflichem und Privatem, zur Abnahme der Höflichkeit, sowie zu Konzentrationsschwäche “. Das sagen nicht wir, sondern eine Reihe von Experten, die sich im Rahmen einer Studie, die im Auftrag der Internet World Messe vom Institut ibi research durchgeführt wurde, äusserten.  Dabei wurden die Auswirkung der gesellschaftspolitischen Aspekte der Digitalisierung untersucht, wie zum Beispiel die Nutzung Sozialer Medien im Arbeitsalltag, der Datenschutz und der Umgang mit digitalen Inhalten.
Die Digitalisierung von Inhalten aller Art und die Erweiterung der Kommunikationsprozesse haben in den letzten fünfzehn Jahren zu einer Informationsüberflutung geführt. Vor allem die Entwicklung des öffentlichen Netzes, das insbesondere durch den Ausbau der Sozialen Netzwerke für jedermann zugänglich ist, ist hier der Haupttreiber. Die stärksten Auswirkungen der Digitalisierung sehen 91 Prozent der Internetexperten im Bereich der Arbeitswelt. 79 Prozent der Experten stellen daher auch ein verändertes Verhalten der Arbeitnehmer im Arbeitsalltag durch Social Networks fest. "Aus Sicht der Befragten hat die Nutzung sozialer Netzwerke sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Verhalten im Arbeitsalltag", kommentiert Studienleiter Michael Wittmann die Ergebnisse. "Zum einen werden größere Kommunikationsbereitschaft und Transparenz als Folge wahrgenommen, auf der anderen Seite aber auch mangelnde Höflichkeit und sinkende Aufmerksamkeit."
85 Prozent der Befragten beobachten diese Entwicklung vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern. Aber auch schon bei der Vorbereitung auf die Arbeitswelt in Schule, Studium und Ausbildung sehen die Experten Defizite der heranwachsenden Generation. So sieht die Mehrheit vor allem Nachholbedarf bei den Themen Respekt (60 Prozent) und Umgangsformen (55 Prozent). Auch sorgen sie sich um ein sinkendes Bildungsniveau. Die Jugendlichen brauchen vor allem Unterstützung und Anleitung im Umgang mit den sozialen Netzwerken. Die Verantwortung wird hier besonders bei den Erziehungsberechtigten und Bildungseinrichtungen gesehen. Dem eigenen Kind würden 28 Prozent der Befragten erst ab einem Alter von 15 Jahren die Nutzung Sozialer Netzwerke erlauben.
Ein ausführliches Studiendokument mit allen Ergebnissen der Befragung steht kostenlos auf der Website der Internet World Messe zum Download bereit

Freitag, 1. Februar 2013

Im Internet kaufen – und dann returnieren

Die Umsätze im E-Commerce wachsen seit Jahren stetig weiter - aber auch die Rückgabequoten halten mit. Vier von zehn Kunden kalkulieren bereits beim Kauf die Rücksendung der Ware mit ein. Diese Rücksendungen stellen eine große Herausforderung für Online-Händler dar. Wenn sich die Händler nicht bewusst mit dem Thema Retouren befassen, kann sich das nämlich durchaus auf den Geschäftserfolg auswirken.

Mit Retouren umgehen - die neue ibi-research-Studie will Online-Händlern
dabei helfen. 
In einer aktuellen Studie hat ibi research an der Universität Regensburg deshalb die Abwicklung von Rücksendungen bei  Online-Händlern analysiert. Die empirische Erhebung „Retourenmanagement im Online-Handel – Das Beste daraus machen“ beleuchtet dabei unter anderem den Sonderfall Textil- und Bekleidungsindustrie, einen sehr retourenintensiven Bereich des Internet-Vertriebs.
Der zielgerichtete Umgang mit Rücksendungen zur Optimierung des Geschäftsergebnisses ist vielen Online-Händlern fremd. Hier soll die ibi-research-Studie weiterhelfen, das Thema mehr in den Fokus rücken und über den aktuellen Stand bei Retouren im E-Commerce informieren. Sie bietet den Unternehmen ausserdem Vergleichswerte von Mitbewerbern und zeigt Möglichkeiten, wie mit Retouren umgegangen werden kann.
Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:
• Eine detaillierte Produktbeschreibung und eine genaue Produktdarstellung sind die Voraussetzung für weniger Rücksendungen.
• 4 von 10 Kunden kalkulieren bereits beim Kauf die Rücksendung der Ware bewusst mit ein.
• Fast 40  Prozent der Online-Händler kennen die Kosten für ihre Retouren nicht.
• 80  Prozent der Online-Händler erfassen die Retouren je Zahlungsverfahren nicht.
• Vorkasse, Sofort-Überweisung und Lastschrift haben einen besseren Retourenaufwandsindikator als andere gängige Zahlungsverfahren.
• Ein Drittel der Online-Händler denkt, dass bei einer um 10  Prozent niedrigeren Retourenquote ihr Gewinn um bis zu 5  Prozent ansteigen würde.
Die Studie „Retourenmanagement im Online-Handel – Das Beste daraus machen“ steht ab sofort kostenlos zum Download zur Verfügung (111 Seiten, 1,84 MB)  

Im Übrigen sind natürlich nicht alle Retouren ganz unverdächtig – „Zurück an den Verkäufer – ein ausgeliehenes Kleid“ heisst der Titel der entsprechenden Story im Economist. Gemäss diesem Artikel sind Online-Kleiderläden besonders oft die Opfer solchen Verhaltens, aber auch Elektronik-Shops mit grosszügigen Rückgaberegelungen, werden betrogen – zum Beispiel von Leuten, die sich einen riesigen Fernseher für das grosse Spiel am Wochenende “ausleihen“. Zitat:
“Return fraud, which also includes such things as selling shoplifted goods back to the store from which they were pinched, is becoming more widespread. It cost American retailers $14.4 billion in 2011, according to the National Retail Federation, up from $9.4 billion in 2009. The worst offenders are women returning clothes…“