Montag, 18. Oktober 2010

Bücher ohne Papier

Wie lange wird es noch Bücher geben? Bücher, in Papier gebunden, gedruckt mit Druckerschwärze, zum Umblättern, nicht zum Anklicken? Nicht mehr lange, sagt einer, der etwas davon verstehen müsste.

Er sagt, dass das gedruckte Buch schon jetzt am Aussterben sei. Nicholas Negroponte, Professor am Massachusetts Institute of Technology und Promoter der Initiative “One Laptop per Child”, gibt dem gewöhnlichen Papierbuch in einem Interview mit CNN noch etwa fünf Jahre. Die Zukunft liege beim digitalen Buch, meint er, unter anderem, weil sich so viel mehr Wissen für viel weniger Geld verbreiten lasse.
Negroponte hat ein Interesse daran, Wissen zu verbreiten. Er hat schon vor fünf Jahren am Weltwirtschaftsforum in Davos das 100-Dollar-Laptop-Project vorgestellt, wo es darum geht, Kindern auf der ganzen Welt den Besitz eines Laptops zu ermöglichen. Negroponte glaubt fest an die Effizienz digitaler Bücher. Wenn man 100 Bücher auf einem Laptop speichern könne und 100 Laptops in ein afrikanisches Dorfs schicke, ergebe das 10'000 Bücher, die plötzlich in diesem Dorf vorhanden seien. Mit papierenen Büchern wäre dies nicht zu machen, sagt er.
Negropontes 100-Dollar-Laptop kostet immer noch 199 Dollar. Wer mithelfen will, einen PC für ein Kind in der Dritten Welt zu finanzieren, kann das hier tun. 
Negroponte mag gute Gründe haben, das e-Buch dem Papierbuch vorzuziehen, und er hat sicher auch recht, wenn er den langsamen Abgang des Buches vorhersagt. Das Schlüsselwort heisst hier aber langsam - wir beim Opacc-Blog sind davon überzeugt, dass es noch jahrzehntelang einen Markt für konvenionelle Bücher geben wird. 

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Wie gut ist AV-Software?

Die Frage nach der Wirksamkeit von Antivirussoftware stellt sich mir auf ganz persönlicher Ebene, nachdem ich anfangs Woche das Ziel einer Virusattacke wurde. Das Problem: Mein Norton AV war nutz- und machtlos.

Nochmals davongekommen - dank HP Recovery-Software.
Es passierte, als ich eine TV-Sendung von der Site TVshack.cc streamen wollte – es ging hier also nicht um einen Download. Mein PC ist mit einer Firewall und Norton Antivirus ausgerüstet, somit war ich nicht zu besorgt, als plötzlich eine rote Nortonmeldung auftauchte, die mich darüber informierte, dass mein System gefährdet sei. Wenig später kam das nächste Pop-up: Der Trojaner W32.Ramnit!html sei entdeckt worden, Norton habe ihn in Quarantäne gesteckt und es seien keine weiteren Aktionen erforderlich.
Schön!
Das Problem war nur, dass nach dem Reboot (der viel zu lange dauerte) die gleiche Meldung wieder auftauchte und der PC sich extrem verlangsamte. Von da an ging gar nichts mehr. Norton drehte sich im Kreis, beanspruchte immense Ressourcen und entdeckte immer wieder den gleichenTrojaner und dazu noch neue Malware.
Nach vielen Stunden versuchter Problemlösung gab ich schliesslich auf und übergab meinen PC (nicht sehr vertrauensvoll, sondern eher höchst misstrauisch) dem eingebauten HP Backup and Recovery Manager. Ich war mit meinen Backups immer nachlässig gewesen – manchmal habe ich monatelang nicht gesichert. Diesmal lag die letzte volle Sicherung – eine komplette Kopie der Harddisk auf einer externen Festplatte – „nur“ drei Wochen zurück…
Nach dem aktivieren des HP Recovery Managers teilte mir das Programm erst mal etwa 20 Minuten lang mit, dass jetzt meine Harddisk formatiert werde… durchaus kein gutes Gefühl. Dann fing der Datentransport von der externen Disk zur Harddisk an, der etwa zwei Stunden dauerte. “Recovery complete – press here to restart your computer“ hiess die Abschlussmeldung.
Das stimmte dann auch: Mein PC startete problemlos und läuft wieder wie am Schnürchen.
Und die Moral von der Geschichte?
1. Antivirussoftware und Firewall sind kein totaler Schutz.
2. Ein Virus, Trojaner oder Wurm kann sich einschleichen, ohne dass man sich in den dunklen Ecken des Internets bewegt.
3. Backups sind unumgänglich und müssen regelmässig vorgenommen werden, wenn sie nützlich sein sollen (ich habe das jetzt gelernt!)
Symantex stuft übrigens den Ramnit-Wurm als relativ harmlos ein - ausserdem sei er leicht zu entfernen, heisst es auf der Website... was erneut beweist, dass sich auch Experten ganz schön irren können. Die Frage ist nur, wie gut denn die AV-Software wirklich ist, der wir uns täglich anvertrauen.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Wo Spam aufhört und Marketing anfängt

E-Mail Marketing oder Spam? Diese Frage stellt sich fast bei jedem Massenversand. Das Ziel des Versenders ist es natürlich, dass seine Nachricht erst mal durchkommt und dann auch gelesen wird. Um dies zu erreichen, sind einige Regeln einzuhalten.

Wie jeder Internetanwender weiss, ist e-Mail trotz Spam-Problematik ein sehr beliebtes Marketingmedium. Es ist günstig und schnell, und wenn es richtig angewandt wird, kann es sehr erfolgreich sein. Im Gegensatz dazu, können schlechte e-Mail-Kampagnen dem Ansehen eines Unternehmens durchaus schaden. Die Deutsche Firma Emailvision hat die fünf größten Fauxpas im e-Mail-Marketing unter die Lupe genommen und gibt Tipps, wie sich Fehler bei Planung, Versand und Steuerung von Kampagnen vermeiden lassen:
 • Absender unbekannt: Wer Newsletter ohne transparente Identität verschickt, läuft Gefahr, dass die e-Mails ungelesen gelöscht oder schlimmer noch, als Spam markiert werden. Marketingverantwortliche sollten daher auf Seriosität setzen und darauf achten, sich und ihr Unternehmen über die Absenderadresse und die Betreffzeile deutlich zu kennzeichnen.
 • Überlänge: Unverhältnismäßig lange Newsletter vertreiben die Kundschaft. Je länger eine e-Mail, desto wahrscheinlicher ist, dass sich der Leser entscheidet, sie später zu lesen. Nach einigen Tagen wird die e-Mail als alt aussortiert und gelöscht. Hier gilt: In der Kürze liegt die Würze. Die Botschaft sollte kurz und knapp gehalten werden, alle wichtigen Informationen enthalten und auf den Punkt gebracht sein.
 • Lückenhafte Datenbank: Werden Kampagnen über eine unvollständige Datenbank verschickt, enthalten die Newsletter eventuell nicht die komplette Anrede. Mit der Begrüßung „Sehr geehrte/r Herr/Frau ___“ werden sich jedoch die wenigsten Kunden zum Weiterlesen bewegen lassen. Eine gut gepflegte, umfassende und ausreichend segmentierte Datenbank ist daher das A und O jeder e-Mail-Marketingkampagne.
 • Ablenkendes Bildmaterial: Bilder fangen die Aufmerksamkeit des Lesers und können die Botschaft eines Newsletters unterstützen – vom Text ablenken dürfen sie allerdings nicht. e-Mails sollten daher ein ausgewogenes Text- /Bildverhältnis haben und zum Thema der Kampagne passen. Unruhige Hintergründe und übergroße Bilder sind tabu.
 • Langweilige Betreffzeilen: Das Thema einer e-Mail ist die Visitenkarte der Kampagne. Hat die Betreffzeile keine eindeutige Aussage oder erregt wenig Aufmerksamkeit, bleibt die Öffnungsrate niedrig. Die Betreffzeile muss deshalb in wenigen Worten erklären, warum es die e-Mail wert ist, geöffnet zu werden. 

Dienstag, 5. Oktober 2010

Ein PC, der in fünf Sekunden hochfährt

Dass PCs so lange brauchen, bis sie nach einem Start bereit sind, hängt mit dem BIOS zusammen, mittels dem Windows-Betriebssysteme aufstarten. Doch das Basic Input/Output System ist mehr als 25 Jahr alt und passt nicht mehr ins heutige IT-Umfeld. Deshalb soll es jetzt endlich ersetzt werden. UEFI (Uified Extensible Firmware Interface) wird das Hochfahren in drei bis fünf Sekunden möglich machen.

Na endlich: Dass man am PC trotz modernster Chips und massiven Datendurchsätzen immer noch zu oft warten muss, ist uns allen ein Dorn im Auge. Besonders ärgerlich sind die langen Startzeiten, bis Windows endlich bereit ist. Das soll sich nun schon sehr bald ändern, wenn man verschiedenen Medienberichten der letzten Tage glauben darf. Microsoft wird nachgesagt, dass das Unternehmen die UEFI-Technologie in der nächsten Windowsversion, fällig im nächsten Jahr, einbauen will. Andere Hersteller wollen ihre PCs anscheindend schon früher damit ausrüsten. Experten rechnen damit, dass die UEFi-Revolution bereits in den nächsten Monaten beginnen wird. Dann wird der UEFI-Siegeszug nicht mehr aufzuhalten sein, und die Wartezeiten am PC, aber auch an mobilen Geräten werden hoffentlich viel kürzer.


Montag, 4. Oktober 2010

Weshalb Online-Shopper aufgeben

Die Betreiber von Online-Shopps kennen es alle: Das sogenannte Phänomen des “Cart-Abandonments“. Kunden klicken im virtuellen Shop herum, füllen ihren Wagen – und geben dann plötzlich auf. Was ist geschehen?

Es gibt wohl viele Gründe, um einen Einkauf im Netz plötzlich abzubrechen, und nicht immer liegt die Schuld beim Betreiber des Online-Shops. Dem potentiellen Käufer kann ja ganz einfach zuhause am PC auch mal was in die Quere kommen, das ihm den Kaufabschluss verunmöglicht. In vielen Fällen sind aber tatsächlich Probleme auf der Website ausschlaggebend. Eine neue Harris-Interactive Studie nennt den immensen Betrag von 44 Milliarden Dollar, der jährlich wegen vorzeitigem Kaufabbruch (zumindest vorläufig) nicht an der virtuellen Kasse bezahlt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen bei technischen Problemen, unpassenden Zahlungsmodalitäten, ungültigen Coupons oder unklaren Geschäftsbedingungen. Die Harris Studie zeigt, dass dies allerdings viele Betreiber von Online-Shops nicht gross zu stören oder zu interessieren scheint. Zitat aus einem Bericht von ecin.de:
“Nur allzu oft jedoch scheint die Zahl der aufgegeben Warenkörbe für die Retailer gar keine oder nur eine geringe Rolle zu spielen. Bei Harris Interactive stellte man fest, dass auch bei Portalen, die sich selbst als gut laufend typisieren, teils enorme Umsatzpotenziale durch das sogenannte “Shopping-Cart-Abandonement“ ungenutzt bleiben. Dabei seien die Nutzer selbst gar nicht untätig: 66 Prozent der befragten Online-Kunden kontaktieren den technischen Support einer Webseite, wenn Probleme auftreten. Jedoch gaben auch 32 Prozent an, den digitalen Warenkorb bei auftretenden Problemen mit einem Klick ins Nirwana zu schicken. Noch schlimmer für den jeweiligen Anbieter ist freilich, dass 27 Prozent sich daraufhin einem Konkurrenten zuwenden…“