Das Konzept
ist bestechend: Parkplätze sind in Schweizer Städten absolute Mangelware; und
die Parkplatzsuche führt zu Mehrverkehr, Stress und Kosten. Deshalb will Parku
auch jene Parkplätze für die Allgemeinheit verfügbar machen, die eigentlich nur
privaten Nutzer zur Verfügung stehen. Wie das? Ganz einfach: Indem die
Parkplatzberechtigten den Platz vermieten und per Internet zur Verfügung
stellen, wenn sie ihn nicht selber brauchen. Profitieren können bei diesem
Geschäft alle Beteiligten: Der Vermieter verdient daran, der Parkierende spart
Zeit und oft auch Geld, und Parku.ch bekommt eine Kommission. Konkret:
Parkplätze, die über die Parku-App oder per Website reserviert werden, kosten drei
Franken pro Stunde. Zwei Drittel gehen an den Besitzer, ein Drittel an Parku.
“Für die Parkplatzanbieter kann sich das Angebot auszahlen: Der bisher beliebteste Parkplatz bei Parku, vis à vis des Kinos Riff Raff gelegen, brachte der Besitzerin in den vergangenen vier Wochen immerhin 170 Franken ein. Die Eigner können zudem selbst bestimmen, zu welchen Zeiten sie ihren Platz zur Verfügung stellen wollen. Wer seinen zum Beispiel montags nie braucht, kann diesen spezifisch an diesem Tag an Interessenten vermieten. Auch stundenweise.“
Verkehrsplaner sehen die Parku-App
wahrscheinlich eher kritisch. Wenn plötzlich tausende zusätzliche Parkplätze in
den Innenstädten zur Verfügung stehen würden, würde wohl so manches
Verkehrslenkungskonzept nicht mehr ganz aufgehen. Bis jetzt ist das aber noch
kein Problem. Laut Tagi kann die Firma bis jetzt gut 100 Parkplätze auf Zürcher
Stadtgebiet anbieten. Diese würden mit einer speziellen Tafel gekennzeichnet - damit man am Ende dann doch nicht am falschen Ort parkiert.
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