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Freitag, 11. November 2011

Jederzeit, überall und Alles"

Vor allem junge Menschen im Alter von 18 bis 39 Jahren nutzen ihre Smartphones gerne und häufig zum mobilen Einkaufen. Viele Händler haben sich deshalb bereits auf das neue Medium eingestellt.

Eine neue Deutsche Studie zeigt, dass es vor allem die Mitglieder der bei den Werbern beliebtesten Zielgruppe sind, die das Smartphone als Einkaufstool nutzen. 18- bis 39jährige User gehen zwangslos mit Smartphone und Co. um, und sind deshalb eine besonders attraktive Zielgruppe für m-Commerce. Um den aktuellen Stand zum Thema Mobile-Commerce genauer zu beleuchten, hat ein Deutscher Händlerverband von August bis September diesen Jahres eine Studie unter seinen Mitgliedern durchgeführt. Händler wurden zu ihren Erfahrungen und zukünftigen Vorhaben rund um das Thema Mobile-Commerce befragt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und spricht für die Offenheit und den Innovationsgeist der Branche. Mittlerweile nutzt nämlich schon mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen eine mobile Plattform. Über 90 Prozent dieser Unternehmen benutzen schon derartige Tools für den Verkauf. Rund 54  Prozent informieren die Kunden so über ihre Produkte. Ausserdem sprechen die Unternehmen für Marketing-Zwecke (32  Prozent), Kundenservice (25  Prozent) und um standortorientierte Dienstleistungen anzupreisen (19  Prozent) mobile User an.
Mehr als 70  Prozent der befragten Unternehmen verwenden eine Mobile-Website. An zweiter und dritter Stelle wählten 60  Prozent der Unternehmen eine iPhone-App und/oder eine iPad App (40  Prozent). Google Android wird von 23  Prozent der Unternehmen benutzt.
Hinter diesen Aktivitäten steckt die rasante Entwicklung des interaktiven mobilen Handels. Oder wie es Christoph Wenk, bvh-Geschäftsführer ausdrückt: 
“Jederzeit, überall und alles, was das Netz bietet - das ist für immer mehr Kunden von hoher Relevanz.“

Samstag, 9. Januar 2010

Krise? Welche Krise?

Das war schon vor Jahren mal die Frage. “Crisis? What Crisis? Damals, während der massiven Ölkrisen-Rezession von 1975, wurde sie auf einem Album der Rockgruppe Supertramp gestellt. Die damalige Ölkrise schuf nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner. Genau wie die heutige Finanzkrise. Der Online-Handel zum Beispiel, scheint unbeeindruckt weiter zu boomen.

Die neusten Zahlen beziehen sich auf das Weihnachtsgeschäft. In Deutschland sind es zwei Untersuchungen, die diesbezüglich Zahlen erhoben haben (Umfassende Schweizer Statistiken scheinen noch keine vorhanden zu sein.)
Eine Umfrage von Oxid eSales ergab, dass die Hälfte der befragten Online-Händler in diesem Jahr ein Umsatzplus im Weihnachtsverkauf verzeichnete. Jeder Fünfte meldete, der Shop-Umsatz sei um 25 Prozent oder mehr gestiegen.
Auch der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH) zieht Bilanz und resumiert, dass das Online-Weihnachtsgeschäft sehr erfolgreich gewesen sei. Demgemäss machten die e-Commerce-Händler rund 3,1 Milliarden Euro Warenumsatz im Internet, im Vorjahr waren es noch 2,7 Milliarden Euro gewesen. Gegenüber dem Vorjahr legt der Online-Handel im Weihnachtsgeschäft damit um rund 15 Prozent zu.
Man darf davon ausgehen, dass die Weihnachtskassen auch im Schweizer Web ganz schön geklingelt haben. Ein Beispiel für den andauernden Online-Boom sind zum Beispiel Migros und Coop: Beide legten umsatzmässig im letzten Jahr um rund 20 Prozent zu. Über ein kräftiges Wachstum dürfen sich auch die Elektronik-Händler freuen: Laut einer Schätzung des Marktforschers GfK wurden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft rund 10 Prozent aller Unterhaltungselektronikumsätze in der Schweiz im Webshop gemacht. Im letzten Jahr waren es erst 8 Prozent.
Ganz ungetrübt sind allerdings diese Statistiken nicht - zumindest was Deutschland betrifft. Der gesamte Versandhandel, von dem die Onlineshops ja nur einen Teil ausmachen, sei im letzten Jahr um 5,5 Prozent zurückgegangen, sagt das Bundesamt für Statistik. Der Händlerverband widerspricht. Man gehe beim BVH von einem Wachstum von 1,7 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro aus. Diese Zunahme sei durch den starken Zuwachs im Internet-Shopping getrieben worden. Bis Anfang Februar werden man sich mit dem Endergebnis zu 2009 zu Wort melden, erklärte ein BVH-Sprecher gegenüber golem.de. Die  vor einigen Wochen errechneten Zahlen hätten sich bislang bestätigt:
"Nach Berechnungen des BVH vom November 2009 hält der Trend zum Onlinekauf ungebrochen an. Die Zahl der deutschen Internetkäufer stieg 2009 um 1,1 Millionen auf 32,5 Millionen. Damit würden mehr Deutsche Waren und digitale Dienstleistungen wie Downloads und Onlinetickets im Internet einkaufen als je zuvor. Für den Onlinehandel mit Waren erwartete der BVH im November für das Jahr 2009 ein Umsatzplus von 15 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro."