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Donnerstag, 7. Januar 2016

Vinyl für digitale Bürger

Die CES 2016 in Kalifornien erfüllt die Erwartungen der Gadget-Freaks wieder mal voll und ganz: Da gibt es riesige, ultrascharfe Fernsehgeräte, smarte Kühlschränke, Steuergeräte für das vernetzte Heim, Fitness-Gadgets, Drohnen, Smartphones, Tablets und digitalisierte Auto-Konzeptstudien – unter anderem von VW. Eher überraschend ist, dass sowohl Sony als auch Technics dieses Jahr an der Gadget-Messe einen Plattenspieler präsentieren – für jene Sound-Puristen, die Vinyl den digitalen Formaten vorziehen.

Für alle Digital Natives, denen das abgebildete Gadget seltsam vorkommt: Es
handelt sich dabei um einen sogenannten Plattenspieler - ein Gerät, das vor
wenigen Jahrzehnten noch absolut gebräuchlich war...                  Bild Technics
CDP 101 hiess der erste CD-Player (von Sony), der anfangs der 80er-Jahre auf den Markt kam. Das Gerät markierte den Anfang der digitalen Revolution im Musikgeschäft - und kostete fast 1500 Schweizer Franken. Danach ging es schnell: Die Produktionszahlen für Compact Discs schnellten weltweit in die Höhe, der langsame Tod der Vinyl-Schallplatte hatte begonnen.
Oder etwa doch nicht?
Schon ganz am Anfang des Zeitalters der musikalischen Digitalisierung gab es jene, die den analogen Ton vorzogen. Musik ab Vinyl töne wärmer, echter, ganz einfach besser. Wohl deshalb, und auch weil es bestimmt immer noch Millionen von Vinylschallplatten gibt, für die im vordigitalen Zeitalter sehr viel Geld bezahlt wurde, die in Wohnungen und Kellerräumen ein vernachlässigtes Dasein fristen (und oft auch Schimmel ansetzen), ist Vinyl nie ganz gestorben. An der CES 2016 scheint sich nun, runde 34 Jahre nach der Markteinführung des ersten CD-Abspielgeräts, die Vinylscheibe wieder zu drehen – digital hin oder her. Natürlich haben Vinyl-LPs handfeste Nachteile, die wir an digitalen Formaten nicht vermissen: Sie sind zum Beispiel nicht wirklich portabel und, wie gesagt, sie schimmeln. Dem kann abgeholfen werden. Ein USB-Port im Sony-Plattenspieler macht den Unterschied, wie wired.de erklärt:
“Sonys neuer Plattenspieler verfügt über einen USB-Ausgang und wird mit Software für Mac und PC ausgeliefert, die aus der Vinylmusik hochauflösende Audiodateien macht. Dabei setzen die Japaner wahlweise auf das hauseigene DSD-Format oder WAV-Dateien, um die verlustfreie Übertragung zu garantieren — MP3s wären hier einfach nicht gut genug, berichtet The Verge. So bietet das neue Gerät mit einem minimalistischen Design die Möglichkeit, ohne große Umschweife und vor allem direkt die eigene Sammlung zu digitalisieren, oder eben einfach anzuhören…“
Beim Gerät, das die Panasonic-Tochter Technics vorstellte, handelt es sich um ein Retro-Modell, wie Panasonic mitteilt:
“Von 1972 bis 2010 produzierte Technics das Modell SL-1200 mit grossem Erfolg. Pünktlich zum 50. Jubiläum der Marke bringt das Unternehmen die Neuauflage des Klassikers als High End Produkt: Als Grand Class SL-1200G kehrt der analoge Plattenspieler mit Direktantrieb nun zurück. Das neue High-End-Audio-System von Technics wurde für genau diese Musikliebhaber entwickelt, die sich danach sehnen, den unverwechselbaren Sound analoger Schallplatten wieder neu zu entdecken.“
Wieviel der Technics-Plattenspieler kostet, wurde noch nicht bekannt gegeben; Sonys Gerät wird rund 500 Euro kosten. Es soll Mitte Jahr in die Läden kommen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

E-Mail: So sicher wie eine Postkarte

Der Hacking-Angriff auf Sony hat die Vielschichtigkeit der Kommunikation an der Führungsspitze des Unternehmens offengelegt. Mit anderen Worten:  Die gehackten und veröffentlichten E-Mails enthielten Texte, die so nie geschrieben worden wären, wenn die Autoren damit hätten rechnen müssen, dass diese Inhalte je an die breite Öffentlichkeit gelangen. Deshalb kann es nicht schaden, dass wir uns wieder einmal an einige Verhaltensregeln erinnern, die das Risiko peinlicher und teurer Datenlecks minimieren.

Ein Hack-Angriff,der Sony dazu brachte, die Veröffentlichung eines bereits fertig-
gestellten Filmes zu stoppen. Immerhin ist der Trailer (noch) auf YouTube zu sehen.
Edward Snowden, die NSA, Wikileaks und jetzt Sony – eigentlich sollte es uns schon lange klar geworden sein, dass es kaum sichere digitale Kommunikation gibt.  Es müssen nicht mal immer Hacker sein, die Einblick in privatgeglaubte E-Mails verlangen, auch Gerichte greifen immer wieder auf die auf Unternehmensservern gespeicherten Nachrichten zu. Gegenwärtig ist Apple von einem derartigen Verfahren betroffen, wie u.a. die FAZ berichtet:
“Steve Jobs ist vor mehr als drei Jahren gestorben, aber der Mitgründer und langjährige Vorstandsvorsitzende des Elektronikkonzerns Apple ist weit davon entfernt, in Vergessenheit zu geraten. Nicht nur wird sein Nachfolger Tim Cook immer wieder an ihm gemessen und muss sich fragen lassen, ob Apple die Innovationskraft aus der Jobs-Ära bewahren kann. Jobs spielte nach seinem Tod auch in mehreren spektakulären Kartellverfahren gegen Apple eine Rolle. Wiederholt kamen dabei alte E-Mails ans Licht, die den Eindruck erweckten, dass Jobs sich kein bisschen um Regeln schert und unerlaubte Absprachen für ihn zum Alltag gehörten…“
Wer also per E-mail kommuniziert – und wer tut das nicht – tut gut daran, sich mit seinen Äusserungen an gewisse Regeln zu halten, die eigentlich alle vom gesunden Menschenverstand vorgegeben werden.
Vier solche Regeln werden in einem aktuellen Artikel der “Welt“ aufgelistet und erläutert. Eine der wichtigsten Regeln, die der Autor dabei aufführt, betrifft den digitalen Klatsch. Es empfehle sich, dabei die gleichen Massstäbe anzulegen, wie beim Klatschen in der Öffentlichkeit, da man nie wisse, wer noch mithöre.
Für Unternehmen sollten zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden:
“Wer unbedingt geheimes oder potenziell geschäftsschädigendes Material per Mail verschicken will, sollte die Nachricht von Ende zu Ende verschlüsseln und die Schlüsseldatei separat vom Firmennetz aufbewahren. Alles, was unverschlüsselt auf einem Mail-Server im Firmennetz liegt, kann und wird mitgelesen: von Administratoren, Compliance-Ermittlern, Wirtschaftsprüfern, Hackern und Staatsanwälten. Definitiv sollten keine Mails mit sensiblen Inhalten unverschlüsselt verschickt werden, vor allem nicht an Adressaten außerhalb des eigenen Firmennetzwerkes, denn Mails sind wie Postkarten: Sind sie unterwegs, kann jeder draufschauen.“


Dienstag, 1. Dezember 2009

Welche Lebenserwartung hat Ihr Notebook?

Die Chance, dass Ihr Laptop in den ersten drei Jahren nach der Anschaffung stirbt, beträgt rund 30 Prozent – Unfälle und Missgeschicke inbegriffen. Die Ausfallquote wegen Hardware-Defekten liegt bei durchschnittlichen 20 Prozent. Das hat eine Untersuchung des amerikanischen Geräteversicherers Squaretrade ergeben. Netbooks sind noch kurzlebiger als Notebooks, und teure PCs der gleichen Marke halten länger als billige. Doch welches sind die zuverlässigsten Laptops?

Die Überraschung findet sich am Ende der Rangliste: Hier steht HP, mit einer Ausfallquote von 25,6 Prozent in den ersten drei Jahren. Aber auch andere grosse Namen schneiden nicht viel besser ab. Gateway weist eine Sterberate von 23,5 Prozent aus, Acer liegt bei 23,3 und Lenovo etwas bei 21,5 Prozent. Im Mittelfeld sind Dell und Apple zu finden, mit 18,3 respektive 17,4 Prozent. Die ersten drei Plätze der Liste belegen Asus, Toshiba und Sony, mit 15,6 Prozent, 15,7 Prozent und 16, 8 Prozent.
HP verkauft übrigens weltweit am meisten Laptops. Gemäss IDC waren es im letzten Jahr gegen 16 Millionen Stück. 
Squaretrade hat für die obige Studie insgesamt 30'000 ausgefallene Laptops und Netbooks analysiert. Netbooks, die kleinen und billigen Geschwister der Notebooks, die in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen haben, haben gemäss dieser Untersuchung eine um 20 Prozent höhere Ausfallrate als die günstigsten Notebooks, die im Übrigen eher kaputt gehen, als teurere Geräte.
Man kann davon ausgehen, dass die relativ hohen Ausfallraten viel damit zu tun haben, wie die Geräte benutzt und behandelt werden. Mit anderen Worten: Je besser Sie Ihr Notebook behandeln, desto grösser ist die Chance, dass es länger lebt.

Samstag, 25. Juli 2009

Der Walkman war gestern, es lebe der Walkman

Der Walkman von Sony war vor 30 Jahren wohl eines der begehrtesten Gadgets überhaupt. Dann kam das digitale Zeitalter, dessen Kinder sich schon gar nicht mehr vorstellen können, dass man früher mal eine Kassette spulen musste, um ein bestimmtes Musikstück zu hören. Zum 30jährigen Jubiläum des Walkmans bringt Sony nun dessen digitale Version auf den Markt. Die X-Serie ist erstmals über den Bildschirm steuerbar; es gibt eine 16 und eine 32 GB-Variante, die mehr als CHF 500 kostet. Die NZZ hat sich das Gadget angeschaut und vor allem angehört. Zitat:
"Hervorragend ist die Tonqualität, gegen die der iPod Touch von Apple nichts auszurichten hat. Das liegt wohl nicht nur an den hochwertigeren Kopfhörern, sondern auch am digitalen Verstärker und an diversen Techniken, die Sony etwa mit Clear Stereo oder Clear Bass bezeichnet. Der Player bietet ausserdem eine Dämmung von Hintergrundgeräuschen. Bei den Audio-Formaten gibt sich der Walkman offen. Er unterstützt WMA, das von iTunes bekannte AAC, Linear PCM und MP3. Ungewohnt sind die Symbole von Yahoo und Youtube, die bei den Infos zu jedem Song aufscheinen. Per WLAN erlaubt der Player, mit einem Klick Suchanfragen zu den jeweiligen Musikern zu starten oder Video-Filmchen anzuschauen. Dies ist elegant gelöst, wer jedoch im Browser eine Web-Adresse eingeben will, dürfte von der Tastatur mit Mehrfachbelegung enttäuscht sein. Der 415 Franken (16 GByte) und 549 Franken (32 GByte) teure Walkman ist auch ein Radio und kann Videos
(WMV, MPEG4, H.264, AVC) und Diaschauen abspielen..."