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Freitag, 22. Januar 2016

Die "Schrecklichen 5" des IT-Business'

Das neuste Werk des Amerikanischen Regisseurs Quentin Tarantino hat schon vor der Oscar-Verleihung für Schlagzeilen gesorgt. “The Hateful 8“ heisst der Titel des blutigen Westerns, und genau auf diesen Titel bezieht sich der Tech-Kolumnist der New York Times, wenn er von den “Frightful 5“ im IT-Business schreibt. Gemeint sind Amazon, Apple, Facebook, Google und Microsoft, die fünf Giganten der Computer-Industrie, denen der Kolumnist eine lange Herrschaft der digitalen Welt vorhersagt.

Wie schrecklich sind sie, die Frightful 5 des IT-Business‘? So schrecklich und mächtig, dass sie den anderen Firmen kaum mehr die Luft zum Atmen lassen, weil sie die einträglichen Räume in der IT-Industrie längst für sich gepachtet haben und immer grösser und reicher werden, schreibt Farhad Manjoo:
“Wie auch immer der Massstab angelegt wird, diese fünf amerikanischen  Verbrauchertechnologie-Unternehmen werden immer grösser, in ihrem jeweiligen Sektor mehr und mehr etabliert, immer stärker in neuen Sektoren und immer besser isoliert gegen plötzlich autauchende neue Konkurrenten. Und obwohl der Wettbewerb zwischen den fünf Schrecklichen heftig ausgetragen wird – jedes Jahr scheinen einige davon zu gewinnen, einige zu verlieren – wird es immer schwieriger sich vorzustellen, dass eine dieser Firmen, geschweige denn zwei oder drei, irgendeinmal ihren Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft und Gesellschaft aufgeben werden.“ 
Tatsächlich liegt die enorme Macht der grössten fünf IT-Unternehmen der Welt darauf begründet, dass es quasi unmöglich ist, ihre Dienste nicht in Anspruch zu nehmen: Netflix spielt zum Beispiel seine Filme aus der Amazon-Cloud auf die Geräte der Abonnenten, während Google mit einer Risikokapital-Firma das Taxi-Unternehmen Uber mitfinanziert. Farhad Manjoo schliesst daraus dass
“die Plattformen der fünf Grossen unvermeidbar sind. Es mag möglich sein, auf eine oder zwei davon zu verzichten. Zusammengenommen bilden diese Plattformen aber ein vergoldetes Geflecht, das die ganze Wirtschaft abdeckt“.
Auch andere Marktbeobachter geben sich besorgt, wenn es um die Dominanz der grossen IT-Firmen geht, wie die Welt berichtet. Bei der EU macht man sich vor allem über vier grosse IT-Unternehmen Sorgen – da werden aus den Schrecklichen 5 die Schrecklichen 4 – Microsoft gehört nicht mehr dazu:
“Der Zirkel besteht aus vier Unternehmen, die sich von Start-ups zu globalen Giganten aufgeschwungen haben: Google, Apple, Facebook und Amazon. GAFA. So lautet die Kurzform für das Quartett, erfunden von der Europäischen Union. Die vier amerikanischen Internetunternehmen besitzen einen Marktwert von 1,7 Billionen Dollar – das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt der einstigen Supermacht Russland. Diese schiere Größe ist zu einem Risiko für die Welt geworden […]Brüssel rüstet deshalb auf gegen die gefürchtete GAFA. So hatte etwa der frühere Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia jahrelang versucht, Googles Vormachtstellung unter den Suchmaschinen mittels Diplomatie zu begrenzen – seine Nachfolgerin Margrethe Vestager hingegen geht direkt zum Angriff über. Vestager leitete ein Klageverfahren ein, das für Google zu einer Geldstrafe von bis zu 6,6 Milliarden Dollar und harten Auflagen führen könnte…“
Die Zukunft wird interessant werden im IT-Sektor. Wir glauben nicht daran, dass die Dominanz der “Schrecklichen 5“ unverrückbar ist. Die IT-Industrie ist immer in Bewegung; nicht vorhersehbare Entwicklungen sind an der Tagesordnung. Wurde nicht IBM, vor noch nicht allzu langer Zeit, einmal als Gigant der Giganten angesehen, der unaufhaltsam der technischen und wirtschaftlichen Weltherrschaft zustrebte…?
Hateful 8 oder Frightful 5: Die Ersteren sind definitiv brutaler, aber auch unterhaltsamer...

Mittwoch, 24. Juni 2015

Wer braucht denn noch ein Tablet?

Rund eine Million Tablets wurden im letzten Jahr in der Schweiz verkauft – das sind immerhin acht Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist der Tablet-Markt in der Schweiz zum ersten Mal geschrumpft und folgt einem weltweiten Trend. Es sieht so aus, als ob die von Apple so erfolgreich auf den Markt gebrachten flachen Computer ihre beste Zeit hinter sich hätten. Schuld daran sind wohl die immer leistungsfähigeren Smartphones.

Der iPad Air 2 von Apple: die Weiterentwicklung des iPads
ist elegant und leistungsfähig, scheint aber trotzdem weniger
Käufer zu finden.                                                       Bild Apple
Der weltweite Tablet-Markt verkleinert sich schon seit dem Jahr 2013 – und Apple ist von dieser Entwicklung natürlich besonders betroffen. Allerdings ist man dort über die Entwicklung wahrscheinlich nicht besonders traurig, weil gleichzeitig die Verkäufe des Mac stark zugenommen haben. Im letzten Jahr hat nun auch der Schweizer Tablet-Markt zu schrumpfen begonnen, wie dem IT-Markt-Report Weissbuch 2015 des Branchenbeobachters Robert Weiss zu entnehmen ist, das vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Die massiv sinkenden Tablet-Verkaufszahlen haben sich auf den ganzen Schweizer IT-Markt ausgewirkt: Der Umsatz sank um 9,7 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken, bei 2,75 Millionen verkauften Computern.
Doch was sind die Gründe dafür, dass Tablets plötzlich nicht mehr so gefragt sind?
Tablets sind nicht mehr neu, haben ihren Cool-Faktor definitiv schon eine ganze Weile eingebüsst. Daran mögen auch die vielen User nicht ganz unschuldig sein, die als Touristen mit ihren Tablets vor dem Kopf fast die ganze Welt unsicher machen.
Es gibt aber auch handfestere Gründe, wie das Wall Street Journal schreibt:
"Weil Smartphones immer grösser und Laptops immer dünner und leichter werden, sprechen Tablets immer weniger User an; sie sind nicht mehr notwendig im Gegensatz zum Smartphone und auch nicht so leicht tragbar. Zwar gibt es immer noch viele Anwender, die auf dem Tablet Artikel lesen oder sich Videos anschauen; trotzdem ist das Gerät für viele Konsumenten nicht mehr unbedingt nötig.“ (Übersetzung durch den Autor).
Falls Sie trotzdem nach einem neuen Tablet Ausschau halten, kommen Sie sicher auf Ihre Rechnung. Das Angebot ist riesig – und es gibt immer auch sehr günstige Geräte. Wenn Sie aber voll im Trend liegen, dann vergessen Sie den Tablet-Computer und schaffen sich ein Smartphone an, das dessen Funktionen ü
bernehmen kann…

Donnerstag, 18. Dezember 2014

E-Mail: So sicher wie eine Postkarte

Der Hacking-Angriff auf Sony hat die Vielschichtigkeit der Kommunikation an der Führungsspitze des Unternehmens offengelegt. Mit anderen Worten:  Die gehackten und veröffentlichten E-Mails enthielten Texte, die so nie geschrieben worden wären, wenn die Autoren damit hätten rechnen müssen, dass diese Inhalte je an die breite Öffentlichkeit gelangen. Deshalb kann es nicht schaden, dass wir uns wieder einmal an einige Verhaltensregeln erinnern, die das Risiko peinlicher und teurer Datenlecks minimieren.

Ein Hack-Angriff,der Sony dazu brachte, die Veröffentlichung eines bereits fertig-
gestellten Filmes zu stoppen. Immerhin ist der Trailer (noch) auf YouTube zu sehen.
Edward Snowden, die NSA, Wikileaks und jetzt Sony – eigentlich sollte es uns schon lange klar geworden sein, dass es kaum sichere digitale Kommunikation gibt.  Es müssen nicht mal immer Hacker sein, die Einblick in privatgeglaubte E-Mails verlangen, auch Gerichte greifen immer wieder auf die auf Unternehmensservern gespeicherten Nachrichten zu. Gegenwärtig ist Apple von einem derartigen Verfahren betroffen, wie u.a. die FAZ berichtet:
“Steve Jobs ist vor mehr als drei Jahren gestorben, aber der Mitgründer und langjährige Vorstandsvorsitzende des Elektronikkonzerns Apple ist weit davon entfernt, in Vergessenheit zu geraten. Nicht nur wird sein Nachfolger Tim Cook immer wieder an ihm gemessen und muss sich fragen lassen, ob Apple die Innovationskraft aus der Jobs-Ära bewahren kann. Jobs spielte nach seinem Tod auch in mehreren spektakulären Kartellverfahren gegen Apple eine Rolle. Wiederholt kamen dabei alte E-Mails ans Licht, die den Eindruck erweckten, dass Jobs sich kein bisschen um Regeln schert und unerlaubte Absprachen für ihn zum Alltag gehörten…“
Wer also per E-mail kommuniziert – und wer tut das nicht – tut gut daran, sich mit seinen Äusserungen an gewisse Regeln zu halten, die eigentlich alle vom gesunden Menschenverstand vorgegeben werden.
Vier solche Regeln werden in einem aktuellen Artikel der “Welt“ aufgelistet und erläutert. Eine der wichtigsten Regeln, die der Autor dabei aufführt, betrifft den digitalen Klatsch. Es empfehle sich, dabei die gleichen Massstäbe anzulegen, wie beim Klatschen in der Öffentlichkeit, da man nie wisse, wer noch mithöre.
Für Unternehmen sollten zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden:
“Wer unbedingt geheimes oder potenziell geschäftsschädigendes Material per Mail verschicken will, sollte die Nachricht von Ende zu Ende verschlüsseln und die Schlüsseldatei separat vom Firmennetz aufbewahren. Alles, was unverschlüsselt auf einem Mail-Server im Firmennetz liegt, kann und wird mitgelesen: von Administratoren, Compliance-Ermittlern, Wirtschaftsprüfern, Hackern und Staatsanwälten. Definitiv sollten keine Mails mit sensiblen Inhalten unverschlüsselt verschickt werden, vor allem nicht an Adressaten außerhalb des eigenen Firmennetzwerkes, denn Mails sind wie Postkarten: Sind sie unterwegs, kann jeder draufschauen.“


Mittwoch, 5. November 2014

Digitalisierung bringt Innovation - Innovation bringt Umsatz

Es überrascht nicht, dass innovative Unternehmen derzeit besonders in der Technologie- und Telekommunikationsbranche zu finden sind. Firmen aus diesen Branchen belegen die vorderen Plätze in der aktuellen Innovationsstudie von The Boston Consulting Group (BCG). Der Grund: Innovationen die zu grossen Änderungen und Neuerungen in Geschäftsprozessen führen, können bestehende Geschäftsmodelle, Produkte und Abläufe komplett auf den Kopf zu stellen. Die Digitalisierung vereinfacht und beschleunigt die Einführung derartiger Innovationen stark. Das wird gemäss der BCG-Studie vielen Unternehmern erst so richtig bewusst.

Klicken Sie auf die Rangliste für bessere Lesbarkeit.
„Heutzutage reicht es immer weniger aus, allein die bestehenden Geschäftsmodelle schrittweise weiter zu entwickeln. Vielmehr sind zusätzlich Innovationen von disruptiver Kraft notwendig, um zu den Spitzenreitern einer Branche zu gehören“, sagt BCGs Carsten Kratz.
Beleg hierfür ist das starke Abschneiden von Technologie- und Telekommunikationsunternehmen in der diesjährigen Rangliste: Insgesamt gehen sieben Plätze der Top 10 und 21 der Top 50 an Unternehmen aus diesen Branchen.
Apple führt die Liste der innovativsten Unternehmen seit 2005 ununterbrochen an, in diesem Jahr gefolgt von Samsung, Google, Microsoft und IBM. Darüber hinaus stammen sechs der elf Neueinsteiger aus der Technologiebranche – und zwar Xiaomi, Yahoo!, Hitachi, Oracle, Salesforce und Huawei.
Insgesamt ist die Rangliste stark von US-amerikanischen Firmen dominiert, was Europäische Beobachter überraschen mag. Trotz Finanzkrise und langandauernder Rezession sind die USA immer noch die grösste Wirtschaftsmacht der Welt mit einem gewaltigen Innovations- und Produktivitätspotential. Europa hinkt da hinterher.
Die BCG-Studie zeigt, dass viele Befragte den digitalen Technologien in den kommenden drei bis fünf Jahren nur eine begrenzte Bedeutung beimessen, was deren Innovationswirkung angeht. Nicht einmal die Hälfte der Befragten meint, dass Trends wie Big Data und Mobile einen großen Einfluss haben werden. Weniger als ein Drittel sagt, dass ihre Unternehmen diese digitalen Innovationsthemen in ihren Innovationsprogrammen berücksichtigen würden. Bei BCG schätzt man diese Entwicklung als gefährlich ein. Digitale Trends, basierend auf Big Data und mobilen Diensten, seien die Innovationshebel schlechthin, wie man an den Aktivitäten von Unternehmen in Telekommunikation oder IT sehe. Andere Branchen nähmen das jedoch noch nicht so eindeutig wahr.
Innovation bleibt eine der höchsten Prioritäten in den Unternehmen der Befragten, allerdings gelingt es den Wenigsten, bahnbrechende Innovationen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang untersuchte die BCG-Studie was bahnbrechende Innovatoren von anderen Unternehmen unterscheidet:

“Sie denken breiter in der Ideenfindung, nutzen stärker Geschäftsmodell-Innovationen und haben Unternehmenskulturen, die stärker auf durchschlagenden Erfolg ausgerichtet sind. Fast die Hälfte der bahnbrechenden Innovatoren sagten aus, dass sie über die vergangenen drei Jahre mehr als 30 Prozent ihrer Umsätze mit Innovationen erzielten – mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt.“

Die BCG-Studie (in englischer Sprache, 28 Seiten PDF) kann hier heruntergeladen werden.



Donnerstag, 24. Oktober 2013

Tablets sind ein Hit - auch in der Schweiz

Während früher der Fernseher die volle Aufmerksamkeit für sich beanspruchen konnte, nimmt heute mehr als die Hälfte aller Schweizer beim Fernsehen ein Tablet-Computer zur Hand, bei den jüngeren Personen sind es mehr als zwei Drittel. Vor vier Jahren noch ein völliges Nischenprodukt, werden Tablets heute auch in der Schweiz intensiv genutzt. Bereits steht in jedem dritten Haushalt ein Tablet zur Verfügung, und mehr als 20 Prozent der Schweizer Haushalte haben gar zwei dieser flachen Computer, wie eine Erhebung der Marktforschungsinstituts GfK Schweiz ergab.

Tablets sind gegenwärtig das Wachstumsprodukt in der Heimelektronik. So haben sich die Verkäufe in der Schweiz in den letzten zwei Jahren jedes Jahr mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr rechnet man damit, dass mehr als eine Million Geräte abgesetzt werden. Dies ist eine beachtliche Zahlt für ein Land mit 3 Millionen Haushalten.
Zur hohen Penetration beigetragen haben natürlich auch die stark sinkenden Durchschnittspreise, die nicht zuletzt aufgrund des Trends zu kleineren Bildschirmen möglich geworden sind. Waren im vergangenen Jahr noch praktisch alle Tablets grösser als 8 Zoll, so steht das neue Segment der 6-8 Zoll Bildschirme im ersten Halbjahr für 40 Prozent der Verkäufe.
Bei alle grossen Heimelektronik-Herstellern stehen die Tablets inzwischen strategisch im Fokus. Die Dominanz von Apple ist gebrochen und die Konkurrenten um Android und Microsoft setzen ebenfalls auf die Karte Tablets. Die Konsumenten dürfen sich also auf viele neue Produkte freuen; umso mehr als die Marktforscher davon ausgehen, dass auch die Preise weiter sinken werden. Die Hersteller freuen sich über die enormen Zuwachsraten bei den Verkaufszahlen: Die Marktforscher von Gartner sagen voraus, dass der Absatz dieses Jahr um mehr als 50 Prozent auf über 184 Millionen Tablets steigen wird – im nächsten Jahr soll es ähnlich rasant weitergehen!
Der nachstehende Link führt auf das Video auf suedeutsche.de vom 23. Oktober, das  über die Vorstellung gleich drei neuer Tablets am gleichen Tag - von Microsoft, Nokia und Apple - berichtet. 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Apple: Sind 16 Millionen Steuern pro Tag zu wenig?

Apple, die grösste, erfolgreichste und teuerste digitale Firma, die es je gegeben hat, steht in den USA wegen  einer "aggressiven Steuervermeidungsstrategie" über Tochterfirmen in Irland am Pranger. Auch die zwei Schweizer Unternehmen des Konzerns scheinen Teil dieser Strategie zu sein, wie die "Handelszeitung" schreibt.  Das Blatt berichtet, dass die zwei Firmen an ihren Sitzen in der Stadt Zürich  kaum Steuern bezahlen, obwohl allein der Apple-Laden an der Zürcher Bahnhofstrasse laut Detailhandelsexperten die weltweit höchsten Quadratmeterumsätze erzielen. Es heisst, allein in dieser Filiale verkaufe das Unternehmen Produkte für rund 100 Millionen Franken.

Vieviel Steuern sind genug?
Selbstverständlich ist alles relativ – auch im digitalen Zeitalter. So fragt es sich zum Beispiel, ob man eine Firma der Steuervermeidung beschuldigen kann, die im Schnitt jeden Tag 16 Millionen Dollar Steuern zahlt – in den USA alleine. Das sind ja doch schöne 6 Milliarden Dollar pro Jahr. Das macht Apple zum grössten Unternehmenssteuerzahler in den USA.
In der Schweiz wird allerdings nicht so gross angerichtet, und es wird viel Geheimniskrämerei betrieben, was einer Firma wie Apple Image-mässig eigentlich nur schaden kann.
Gemäss “Handelszeitung“ weist der letzte definitive Steuerausweis der Apple Retail Switzerland GmbH für das Jahr 2010 einen Reingewinn von 0 Franken aus. Die Apple Switzerland AG zeigt für das gleiche Steuerjahr einen Reingewinn von 6‘458‘700 Franken. Neuere Steuerdaten sind nicht verfügbar. Gemäss Branchenschätzungen erwirtschaftete Apple 2010 in der Schweiz einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Franken. Als Konzern wies Apple für das Geschäftsjahr 2009/2010 eine Nettomarge von 21,5 Prozent aus. Angenommen, die Schweizer Unternehmen hätten ähnlich profitabel gearbeitet wie der Konzern, hätte Apple in der Schweiz grob geschätzt einen Gewinn von über 200 Millionen Franken versteuern müssen. Apple äussert sich weder zu den in der Schweiz erreichten Umsätzen noch zur Steuerpraxis der Schweizer Gesellschaften.
Apple Retail ist zuständig für den Gross- und Detailhandel mit Apple-Produkten in der Schweiz. Unter anderem betreibt sie die aktuell drei firmeneigenen Läden in Zürich, Genf und im Einkaufszentrum Glatt. Demnächst soll sie in Basel eine vierte Filiale eröffnen. Neben dem Handel hat Apple Retail den Zweck, Marken und Patente zu erwerben und zu verkaufen. Apple Retail gehört vollständig einer Apple-Holding in Irland. Apple Switzerland ist eine reine Dienstleistungsgesellschaft für andere Gesellschaften des Konzerns. Wer die Aktionäre der Firma sind, gibt das Unternehmen nicht bekannt.



Dienstag, 1. Mai 2012

Was kostet Ihr iPhone wirklich?

Die USA stecken in der Wirtschaftskrise – und trotzdem lässt eine der erfolgreichsten Firmen aller Zeiten ihre Produkte im billigen China zusammensetzen. Nicht etwa weil sonst nicht mehr genug verdient würde, sondern ganz einfach weil sonst weniger Geld gescheffelt würde. Jetzt muss Apple immer mehr Kritik  für diese Geschäftspolitik einzustecken.

Spezialisten haben ausgerechnet – und wichtige Medien wie CNN haben es verbreitet: Apple könnte immer noch fast 50 Prozent an jedem iPhone verdienen, das weltweit verkauft wird, auch wenn es in den USA und nicht in China zusammengesetzt würde. Fast 50 Prozent? Wäre doch immer noch keine schlechte Marge.
CNN erklärt es in einem detaillierten Beitrag: Ein iPhone 4s, für das in der Schweiz mehr als 700 Franken bezahlt  werden muss, kostet gerade mal gute 200 Franken in Herstellungskosten. Die Komponenten allein kommen auf weniger als 200 Franken. Doch es geht nicht um die Komponenten, es geht ums Zusammensetzen. Wenn das nämlich in China gemacht wird, entstehen per iPhone Kosten von gut 7 Dollar – für acht Stunden Arbeit. Würde das Ding in den USA zusammengesetzt, wären das pro Einheit volle 165 Dollar!
Das Problem ist nur, dass die iPhone-Fans nicht von den billigen Chinesischen Arbeitskräften profitieren. Apple streicht den ganzen Profit selber ein – mit einer Gewinnmarge von über 70 Prozent! Dafür wissen die Apple-Leute gar nicht mehr, wo sie ihre Milliarden lagern sollen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat Apple gemäss CNN 39,2 Milliarden Umsatz gemacht – von Januar bis März 2012 wurden jede Stunde  16‘000 iPhones verkauft!

Dienstag, 14. Februar 2012

Tablet-Fieber

Der Märzmonat sollte dieses Jahr für Tablet-Fans weltweit etwas zu bieten haben. Die beiden populärsten Tablet-Hersteller Apple und Samsung haben nämlich für diesen Frühling beide neue Produkte angekündigt – wenn man der digitalen Klatschpresse glauben darf. 

Samsung will den Galaxy Tab 2 in Kürze in die Läden
bringen. Über seinen Preis wird noch spekuliert.
Der Kampf um den globalen Spitzenplatz in den Herzen der Tablet-Fans wird zwischen Apple und Samsung, zwischen Apple OS und Android ausgetragen. Zwar gibt es inzwischen Anwärter, die ebenfalls Aussichten haben, auf das Tablet-Podest zu steigen, derFire von Amazon zum Beispiel, der zugleich noch als Lesegerät fungiert und erst noch billig ist. So richtig kann dieses Gerät aber die Tablet-Fans nicht begeistern, dafür ist es zu wenig leistungsfähig und raffiniert. (Welcher iPad-Fan will schon ein Tablet ohne Kamera, Mikrofon oder GPS-Funktionen…?)
Deshalb bleiben wir im Moment bei den Ankündigungen für den iPad 3 und den Galaxy Tab 2, die beide im Frühling auf den Markt, beziehungsweise vorgestellt werden sollen. ZDNet.de hat zu beiden Geräten einen Bericht bereit. Ausführlich wird über den Galaxy Tab 2 informiert, der gestern von Samsung offiziell angekündigt wurde. Zitat:
Wie das Ur-Tablet von 2010 kommt das Galaxy Tab 2 (7.0) mit einem 7 Zoll großen Display und einem 1 GHz schnellen Prozessor. Letzterer besitzt jetzt jedoch zwei Kerne statt einen. Als Betriebssystem dient Android 4.0 Ice Cream Sandwich mit Samsungs überarbeiteter TouchWiz-Oberfläche; das erste Galaxy Tab kam damals mit Android 2.2 Froyo. […] Samsung plant eine reine WLAN-Version und eine 3G-Variante. Letztere enthält außer WLAN nach IEEE (802.11b/g/n) auch Bluetooth 3.0 und ein UMTS-Modul mit HSPA+, das Datentransferraten von bis 21 MBit/s im Downstream erlaubt. Die weitere Ausstattung umfasst ein GPS-Modul, Bewegungs- und Lagesensor, ein 4000-mAh-Akku sowie zwei Kameras. Die 3-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eignet sich für Fotos, während mit der VGA-Webcam in der Front Videotelefonate geführt werden können.“
Die Informationen zum iPad 3 sind dagegen eher noch im Bereich der Spekulationen angesiedelt – was das Ganze für die Fans nur noch aufregender macht. Immerhin machen aber auch die ganz Grossen, wie zum Beispiel das Wall Street Journal, beim Anheizen der Gerüchteküche mit. ZDNet zitiert verschieden Publikationen mit verschiedenen Prognosen, wie der neue iPad aussehen könnte:
“Die Ankündigung des iPad 3 ist für 7. März geplant. Das schreibt iMore, das sich auf "in der Vergangenheit zuverlässige Quellen" bezieht. Es bestätigt ferner Daten aus früheren Spekulationen: Der Bildschirm wird mit 2048 mal 1536 Pixeln auflösen, als Prozessor gibt es einen Apple A6 mit vier Kernen, und auch eine Option mit LTE-Mobilfunkchip ist geplant. […] Bei iLounge ist seit Januar zu lesen, dass Apple die Kamera verbessert habe. Für FaceTime gebe es eine hochauflösende Frontkamera, auf der Rückseite sogar 8 Megapixel Auflösung…“
Auch was die Preise für die neusten Generation Tablets betrifft, schwirren schon Gerüchte umher. Der Galaxy soll demzufolge je nach Ausführung zwischen 420 und knapp 600 US-Dollar kosten (was nicht billig wäre). Vom iPad 3 sind noch keine Preise durchgesickert - billig wird das Teil aber mit Sicherheit nicht sein. 

Freitag, 25. November 2011

Selbstbewusst mit Galaxy

Samsung, der Koreanische Hersteller des iPhone- und iPad-Konkurrenten Galaxy, wird gegenüber Apple immer selbstbewusster. Das zeigt sich auch in der Werbung.

Wie wir an dieser Stelle schon berichtethaben, hat Samsung durchaus Grund zum Selbstbewusstsein: Die Firma hat bereits ein knappes Viertel des weltweiten Smartphone-Marktes für sich gewinnen können; Apple gehören rund 15 Prozent.
Nun zielt Samsung in seiner Werbung in Nordamerika direkt auf die iPhone-Fans und macht sich sogar über sie lustig. Ins Fadenkreuz nehmen die Werber insbesondere die Tatsache, dass viele Apple-Fanatiker stundenlang für neue Produkte in Schlange stehen – aber eigentlich gar nicht so genau wissen, wieso. Die Werber haben es geschafft, das Stereotyp des Apple-Apostel (mit Starbucks-Becher) genau zu treffen. Sagt einer der iPhone-Fans: “Da hat soeben jemand die Warteschlange verlassen und ist gegangen!“ Sagt ein Anderer: “Wieso würde jemand jetzt aufgeben, wenn wir nur noch 9 Stunden warten müssen? Schliesslich ist das Ganze ein Event…“. Im Hintergrund fragt ein Schlangensteher: “Wie merken denn die Leute, dass ich eine neues iPhone habe, wenn es genau gleich aussieht, wie das Vorherige?“
Das Video ist witzig und auch treffend,  spricht für sich selbst - allerdings in Englisch. Apple hat ja selber sehr populäre (und treffende) Werbespots gedreht, als es darum ging, die Vorteile gegenüber MS-Windows herauszustreichen. Diesmal teilt die Firma nicht aus, sonder ist selbst Empfänger der Kritik. Eine ungewohnte Position für Apple, aber eine, die unvermeidlich war im Zuge der enorm gewachsenen Popularität.  


Freitag, 11. November 2011

Auch die Apple-Götter sind nicht unfehlbar

Die Firma Apple, Erzeuger des iPods, des iPhones und des iPads (neben anderen Produkten) wird von vielen Fans regelrecht verehrt. Die Marke ruft bisweilen sogar religiöse Gefühle hervor – das wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Doch auch IT-Götter sind nicht unfehlbar, wie das neuste iPhone wieder mal zeigt.

Apple: je mehr User, desto mehr Kritik?
Apple-User waren schon immer eine überzeugte und extrem loyale Gemeinde – Jahre bevor Kreti und Pleti mit einem Apple-Produkt in der Hosentasche herumliefen. Doch Apple ist nun mal gross und mächtig geworden – und wie Microsoft schon seit Jahren weiss, ist es nicht nur ein Vorteil, eine IT-Grossmacht zu sein. Im Amerikanischen gibt es ein Sprichwort: “Pigs are fed, Hogs are slaughtered“ (etwa: Schweinchen werden gefüttert, Schweine geschlachtet), das durchaus in diesem Bereich Anwendung finden kann. Mächtige Firmen, genau wie mächtige Leute auch, machen sich Feinde; manchmal werden sie ganz einfach gehasst, weil sie gross sind.
Mit Apple ist es noch nicht ganz soweit – eine Google-suche in Englisch ergibt ganze 11 Resultate für Apple-Hasser, während es 71'000 Resultate für Microsoft-Hasser gibt.
Bei Apple darf man aber davon ausgehen, dass man diesbezüglich aufholen wird. Das zeigt auch die Aufregung um die Batterieleistung und andere Mängel des neusten iPhone-Modells und iPads. Zitat aus der NZZ:
“Apple stellt  seit Donnerstag das Update auf iOS 5.0.1 bereit. Es ist das erste, welches auch installiert werden kann, ohne das Gerät per Kabel mit dem Rechner verbinden zu müssen. Die Aktualisierung soll Multitasking aufs iPad 1 bringen, Fehler mit Dokumenten in der Cloud beheben, die Spracherkennung für australische Nutzer verbessern sowie Mängel beheben, wegen denen vor allem das iPhone 4S in der Kritik steht. Das neue Apple-Smartphone gibt wegen deutlich kürzerer Akkulaufzeiten als das iPhone 4 zu reden.Apple räumte den Fehler zwar zwischenzeitlich ein, machte aber keine Angaben zur Ursache. Die Nutzerbeschwerden im Forum des Herstellers reissen unterdessen nicht ab. «Ich habe die Aktualisierung vor anderthalb Stunden installiert. Ohne dass ich das Gerät benutzt habe, hat sich der Akku um 20 Prozent geleert», schreibt beispielsweise coloradoappleuser. Das Testgerät von NZZ Online musste auch nach der Aktualisierung wieder schneller an die Buchse als das Vorgängermodell…“
Schon bevor diese Schwierigkeiten ruchbar geworden sind, zeigte sich, dass das iPhone trotz seiner beispiellosen Popularität nicht mehr das meistverkaufte Smartphone ist: Der Koreanische Hersteller Samsung besetzt bereits 23.8 Prozent des globalen Smartphone-Marktes, für Apple sind es 14,6 Prozent.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Was ist nur los mit RIM?

Über dem BlackBerry scheint im Moment eine schwarze Wolke zu hängen. Die neusten Ausfälle des Netzwerks werden dem RIM-Image und dem Börsenkurs des Unternehmens nicht gut tun.

Der BlackBerry Bold 9900, das neuste Pferd im RIM-Stall.
BlackBerry hat ein Problem – und zwar schon bevor sich fast die Hälfte der 70 Millionen Kunden plötzlich mit tagelangen Serviceausfällen abfinden musste. In den letzen Monaten geht es nämlich mit demBörsenkurs abwärts, weil die Investoren dem Kanadischen Unternehmen die Innovationskraft nicht zutrauen, um die anderen grossen Smartphonehersteller in die Schranken zu weisen.
Zitat aus einer Analyse der Kanadischen TV-Station CTV: 

"RIM and Nokia have been trying to play catch-up since the iPhone and Google-based Android phones came on strong. The effort is not working and their market shares are in freefall. RIM used to be the top choice among business users. The latest data from comScore put its share of the U.S. smart phone market at 19.7 per cent in the three months to August, down from 24.7 per cent in the previous three-month period. Only five years ago, almost half of that market was RIM’s." 
  

Doch nun kommt auch noch eine technischePanne dazu, die viele der verbliebenen BlackBerry-User dazu bewegen könnte, ihren Anbieter zu wechseln. Das Angebot ist attraktiv: Apple bringt demnächst das neuste iPhone in die Läden. Es ist ja nicht das erste Mal, das RIM derartige Probleme hat. 
Was ist bloss los, mit dem einst so erfolgreichen und richtungsweisenden Smartphone-Pionier?

Sonntag, 9. Januar 2011

Das iPhone aufmotzen - mit Apps, die Apple nicht gefallen

Apple ist seit Jahrzehnten eine Kultmarke. Einer der Gründe dafür war – neben den coolen Produkten – der Umstand, dass Apple-User immer eine relativ kleine Gruppe darstellten, zumindest im Vergleich mit der Masse der PC-Sklaven. Doch je mehr User auf Apple schwören, desto mehr Widerstände entwickeln sich in der Anwendergemeinde gegen gewisse protektionistische Geschäftspolitiken des iPhone-Herstellers.

dTunes: Screenshoot Cydia
Apple ist da stur: Was auf’s iPhone geladen werden kann, wird von Apple abgesegnet, ob die User das wollen oder nicht. Doch funktionieren tut das schon eine ganze Weile nicht mehr: Das iPhone kann geknackt werden, und zwar mit geringstem Aufwand. Dann kann der Anwender auch jene Apps installieren, an denen Apple keinen Gefallen findet. “Ausbruch aus dem Käfig“ titelt die NZZ einen Artikel zu diesem Thema:
“Jailbreaking nennt man das Manipulieren des iPhones, so dass darauf auch Software installiert werden kann, die nicht den Kontrollprozess von Apple durchlaufen hat. Seit einiger Zeit braucht man dafür keinerlei Hacker-Kenntnisse mehr, sondern muss lediglich mit dem Safari-Browser auf dem iPhone die Website jailbreakme.com ansteuern. Dort aktiviert man dann mit einem Fingerwisch die Schaltfläche «slide to jailbreak» (siehe Kasten). Das ist alles. Nach einigen Minuten erscheint eine Vollzugsmeldung, und man entdeckt auf dem Home-Bildschirm die neue Applikation Cydia.Cydia wird im Grossen und Ganzen gleich bedient wie der App-Store – es lassen sich damit weitere Applikationen suchen und herunterladen. So hat man fortan eine alternative Bezugsquelle für Softwareanwendungen, die in Apples eigenem Vertriebskanal nicht zur Verfügung stehen…“
 Der Artikel listet eine ganze Reihe von nützlichen Apps auf, die man bei Cydia finden kann – unter anderem dTunes (das auf Cydia ganz einfach mit “Free iTunes“ beschrieben wird), mit dem kostenlos Musik vom Net aufs iPhone gestreamt werden kann – kein Wunder, dass Apple keine Freude an derartigen Anwendungen hat, die der Milchkuh iTunes das Wasser abgraben!
Der Ausbruch aus dem Apple-Gefängnis kann übrigens auch wieder rückgängig gemacht werden. Wer aus was für Gründen auch immer, sich wieder mit dem Apple-Angebot begnügen möchte, kann dies tun. Die Anleitung dazu findet man auf jailbreakme.com/faq.html

Samstag, 4. September 2010

Telefonieren mit Google

Google steigt ins Telefongeschäft ein. Der Internetgigant hat mit Google-Voice einen VoIP-Telefonservice lanciert, der unzählige nützliche Features aufweist. Zum Beispiel bietet Google die Möglichkeit, eine einzige Telefonnummer auf allen Anschlüssen klingeln zu lassen. Vorderhand gibt’s das Angebot aber erst in den USA.

Google-Voice ist für Konsumenten auf verschiedenen Ebenen interessant (deshalb haben wohl bereits mehrere Millionen User schon in den ersten Tagen nach der Ankündigung davon Gebrauch gemacht). Da ist einmal der Einstieg in die Internet-Telefonie, auch Voice over IP oder VoIP genannt. Hier bietet das Unternehmen gratis Telefonate innerhalb Nordamerika und Billigstanrufe im Rest der Welt. Google dringt also ins -SkypeGeschäftsfeld vor, und es wird interessant sein, die Entwicklung des Konkurrenzkampfs zu Verfolgen. Angeboten wird der Dienst auf den Webseiten von Gmail.com, dem Google Mail-Service.  Um einen Anruf zu iniziieren, reicht es, den “Call“-Knopf zu drücken und die Zieltelefonnummer einzugeben. Google legt den Anruf dann auf ein Telefon des Anwenders und stellt die Verbindung her (ganz ähnlich übrigens wie Jajah, ein anderer erfolgreicher VoIP-Service, den wir wohl auch weiterhin benutzen werden, zumindest solange Google-Voice nur in den USA angeboten wird).
Fast noch interessanter als die das billige Telefonieren, sind die zahlreichen begleitenden Dienste, die Google schon seit mehreren Monaten fürs Telefonieren anbietet (siehe Video). Voicemail-Nachrichten, die dem User in Textform präsentiert werden, oder eben die zentrale Telefonnummer für alle persönlichen Anschlüsse – vom Geschäft, über den privaten Festnetzanschluss zum Handy. Ein Angebot, das für viele Anwender wie gerufen kommt und umso attraktiver ist, da es nichts kostet.
Schreibt der London-Telegraph (Übersetzung durch uns):
“Realistisch gesehen wird es wohl noch eine Weile dauern, bis das Festnetz, das Handy und der Computer komplett vereint sind. Aber die Integration von Systemen über verschiedenste Geräte, wird wahrscheinlich den Konsumenten echte Vorteile bringen – auch weil mächtige Unternehmen wie Google dahinter stehen. Für die Firmen selber präsentieren sich dadurch wichtige Gelegenheiten, Umsatzwachstum zu erzielen.“ 
Das Medienecho auf die Telefonieankündigungen von Google hat sich überigens durchaus im Rahmen gehalten, es war eigentlich erstaunlich klein. Wie hätte die Berichterstattung wohl ausgesehen, wenn Apple die gleichen Dienste angeboten hätte?

Freitag, 9. April 2010

Das iPhone wird Business-fähig

Na endlich: Mit dem neuen Betriebssystem wird das Apple iPhone vom Kommunikationsstatussymbol zum Business-fähigeren Smartphone. Vor allem, weil es damit bald auch ein wenig multitasken kann. Flash-Inhalte wird das Gerät allerdings auch in Zukunft nicht anzeigen.

Dass das iPhone mit dem Alter Business-tauglicher wird, ist kein Zufall. Mehr und mehr Firmenanwender sind bereit dazu, ihren Blackberry abzulegen und die Konkurrenz auszuprobieren, wie gerade kürzlich wieder eine Studie gezeigt hat. Apple zielt auf dieses Publikum ab, aber auch auf Google, indem das neue iPhone-Betriebssystem 4.0 auch Werbung durch Apps möglich macht:
“Um den Entwicklern und sich selbst dennoch zu einem Einkommen zu verhelfen, lässt Apple mit dem neuen Betriebssystem auch Werbung zu. Beim sogenannten iAd kassiert der Entwickler 60 Prozent der Werbeerlöse, Apple zwackt 40 Prozent ab. Damit attackiert Apple ein weiteres Mal Google. Der Internet- Konzern macht das meiste Geld mit Werbung rund um seine Suchmaschine.“
Das neue OS soll etwa ab Mitte Jahr erhältlich sein, wahrscheinlich etwa zur gleichen Zeit, wie das neuste iPhone vorgestellt werden wird. Selbstverständlich gibt es im Net zahlreiche Artikel darüber, was das neue Betriebssystem alles kann. Bemerkenswert ist aber auch, was es immer noch nicht kann:
“ Der Wunsch vieler iPhone-Nutzer, Flash-Unterstützung ins OS zu integrieren, wird nicht erfüllt. Auch Java beherrscht das neue Betriebssystem nicht. Über Tethering (Modem-Funktion) wurde kein Wort verloren. Da liegt aber das Hauptproblem immer noch bei den Telekommunikationsanbietern, die diese Funktion nicht erlauben, da sie um ihre Bandbreiten und Datenumsätze fürchten. Nach wie vor unterbindet Apple die Nutzung des iPhones als Massenspeicher. Auch von Speicherkarten war nicht die Rede. Dennoch sind viele neue Features eingeführt worden, die sich die Anwender gewünscht haben. Beim Multitasking hat Apple getrickst – richtiges Multitasking beherrscht das iPhone immer noch nicht. Apple bietet den Entwicklern jetzt nur eine neue Möglichkeit, mehr Multitasking-fähige Apps zu programmieren.“
Dass das neue iPhone-OS auch Multitasking möglich macht, bringt laut Computerwoche klare Business-Vorteile:
“Dieses von Konkurrenzplattformen wie Android, BlackberryOS oder Windows Mobile lang bekannte und in Windows Phone 7 kurioserweise wieder entfernte Feature [Multitasking] ermöglicht es dem iPhone-Besitzer, Anwendungen im Hintergrund weiterlaufen zu lassen. Vorausgesetzt, die Entwickler haben diese Funktion in den Programmen integriert, kann der Nutzer damit nicht nur wie auf dem PC bequem von einer offenen Anwendung zur anderen wechseln. Gleichzeitig wird der Anwender besser als mit dem Konzept Push-Notifications über Veränderungen in einem Programm informiert. Dies ist nicht nur praktisch, weil er so einfach via VoIP erreichbar ist. In Unified-Communications-Szenarien lassen sich künftig auch problemlos bekannte Funktionen einer TK-Anlage wie One-Numbering oder Presence nutzen.“

Dienstag, 6. April 2010

Nicht genug Spass mit dem BlackBerry?

Auch BlackBerry-User wollen Spass mit ihrem Smartphone – und deshalb schielen viele von ihnen nach einem iPhone von Apple, einem Nexus One von Google oder einem Droid von Motorola.

Dass auch Business-Kunden Bedürfnisse haben, die nur durch den sogenannten Spass-Faktor abgedeckt werden können, ist ja eigentlich klar. Dass aber so viele BlackBerry-User mehr Spass haben wollen, könnte sich für RIM, den Kanadischen Hersteller des Gerätes, langfristig doch negativ auswirken. Eine Anwenderumfrage des amerikanischen Marktforschers Crowd Science hat nämlich ergeben, dass mehr als zwei Drittel der BlackBerry-Nutzer sich dem Gerät nicht sehr verpflichtet fühlen. Gefragt, was für ein Smartphone sie denn auswählen würden, wenn sie morgen eines kaufen würden, sagten 39 Prozent, dass sie sich sicher oder wahrscheinlich ein iPhone anschaffen würden. Knapp ein Drittel würde ein Nexus One von Google anschaffen. Im Vergleich dazu sind iPhone- und Nexus-User extrem loyal: In beiden Fällen würden rund 90 Prozent der Anwender kein anderes Gerät wählen.
Für Blackberry ergibt sich hiermit ein strategisches Problem. Soll der BlackBerry zum Business-iPhone mutieren, oder soll sich das Gerät auf seine Kernkompetenzen, das Versenden und Empfangen von e-Mails, besinnen? Die Frage zu beantworten wird nicht einfach sein. So schreibt ein Anwender, in einem Kommentar zum Thema:
“I am unhappy with my Blackberry mostly because it has gotten way too feature rich. It's great for corporate email (including Outlook integration), and I wish they would offer a version with no phone, no apps, no gps and the awesome battery life in the first generation, black & white Blackberry (and I would pay EXTRA for this).”
Mehr Features, weniger Features? Touch-Screen oder Minitastatur? Fun-Phone oder BlackBerry?
Laut der Finanz-Website MarketWatch wollen User mehr Spass, weil sie ihre Smartphones längst nicht mehr nur fürs Geschäft brauchen. Zitat:
“Was ist der Nutzen einer Tastatur, wenn das iPhone weiss, wo Sie parkiert haben? Wieso soll jemand Microsoft Exchange benutzen, wenn der Droid nahtlos mit Gmail funktioniert – eine Dienstleistung, die sowieso mehr Unternehmen nutzen? Gibt es einen Grund, auf die BlackBerry-Version einer App zu warten, die es bereits in Dutzenden von Varianten im App Store oder im Android Market gibt? Wenn nicht ein neues BlackBerry-Gerät erscheint, dem es gelingt, das schwerfällige Image der Marke abzuschütteln, wird RIM all den Spass verpassen – und damit auch die Kunden.“

Donnerstag, 11. März 2010

Ihr Handy als Warentester

Bewusstes einkaufen ist schon lange möglich, aber war noch nie so einfach wie heute. Ist das neue Aftershave umweltfreundlich? Der als so gesund angepriesene Multivitaminsaft eine Zuckerbombe? Die Fertigpizza viel zu fettig? Neue Apps von Codecheck machen es möglich, Produkte mittels Handy genau zu checken - ob im Laden, oder gar an einer Party.

Die kostenlosen Apps verwandeln iPhones und Google-Handys in Strichcodescanner und Warentester: Die Handykamera erkennt den Strichcode, verbindet das Mobiltelefon mit der Codecheck-Datenbank und stellt augenblicklich unabhängige weiterführende Produktinformationen zur Verfügung, die dabei helfen, eine Kaufentscheidung zu treffen. Der Anwender kann zum Beispiel herausfinden, ob Experten die Fertigpizza als zu fettig einstufen, wer sie produziert, oder was das Bio-Siegel auf der Packung genau bedeutet. Mit den iPhone- und Android-Apps hat Codecheck, die grösste unabhängige Produktplattform des deutschen Sprachraums, eine innovative Technologie entwickelt, die die Vermittlung von unabhängigen Produktinformationen weiter vereinfacht. Das Angebot wird ständig erweitert: Erst kürzlich hat Codecheck zusammen mit Gesundheits- und Verbraucherorganisationen die von der Nahrungsmittelindustrie abgeblockte Nährwert-Ampel lanciert.
Dass das Angebot geschätzt wird, davon zeugen über zwei Millionen Seitenaufrufe monatlich und das rege Erfassen neuer Produkte auf Codecheck.info. Damit sich die Codecheck-Nutzer auch über ihre Produkte austauschen können, stellt Codecheck auf seiner Internetplattform zusätzlich Raum für Kommentare und Community-Funktionen wie Produktlisten zur Verfügung.Natürlich kann man auch einfach mittels App in den jeweiligen Produktkategorien stöbern oder sich alle Kosmetikartikel eines bestimmten Herstellers anzeigen lassen. Hat man sein Wunschprodukt erst einmal entdeckt, kann man sich im „Shopfinder“ informieren, wo und zu welchem Preis dieses Produkt erstanden werden kann. Damit entscheidet der Konsument in erster Linie aufgrund der Qualität eines Produktes – und bevorzugt damit nachhaltige und gesunde Produkte und deren Produzenten. Die iPhone-App kann im Apple-App-Store, die App für Android-Telefone ab nächster Woche im Google Android-Market bezogen werden.
Wie Sie die Codecheck-App auf Ihrem iPhone installieren und nutzen, lesen Sie hier.
WieSie die Codecheck-App auf Ihrem Android-Handy installieren und nutzen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Milliarden-Marken

Die bekanntesten Marken der Welt sind viele Milliarden Dollar wert. Die neuste Ausgabe der Rangliste der wertvollsten Marken der Welt zeigt, dass immer noch amerikanische Marken auf den Weltmärkten am relevantesten sind. Digitale Marken sind in der Rangliste der wichtigsten zehn Brands sehr prominent vertreten.

Walmart ist die Nummer eins der Markenrangliste: Der grösste Detailhändler der Welt ist als Unternehmen rund 191 Milliarden Dollar wert, der Markenname schlägt mit 41 Milliarden Dollar zu Buch. Schon auf dem zweiten Platz der Namenshitparade kommt Google, eine Firma, die es erst seit 13 Jahren gibt. Diese Zeit haben die Gründer aber gut genutzt: Google ist heute 158 Milliarden Dollar Wert, die Marke Google immerhin 36 Milliarden Dollar. Auf dem dritten Platz findet sich eine “alte“ Marke: Der Name Coca Cola ist immerhin noch 35 Milliarden Dollar Wert.
Die neuste Rangliste der wertvollsten Marken wurde gerade wieder im Brand Finance Global 500 Report publiziert. Sie zeigt, dass die Hälfte der wertvollsten zehn Marken der Welt zu “digitalen“ Firmen gehören: Neben Google sind das IBM (Platz 4), Microsoft (Platz 5), Vodafone (Platz 7) und HP (Platz 9).
Apple hat in der Markenrangliste seit letztem Jahr ganz schön aufgeholt: Die Mac-, iPhone, iPad-Firma steht gegenwärtig auf dem 19. Platz mit einem Markenwert von 20 Milliarden Dollar. Im letzten Jahr war es noch der 27. Platz gewesen.
Die wertvollste Schweizer Marke ist übrigens Nestlé, zu finden auf dem 65. Platz. Bankenmarken haben ein hartes Jahr hinter sich, wie wir alle wissen: Es verwundert deshalb nicht weiter, dass CS und UBS sich auf den Rängen 91 und 94 finden, im Vorjahr waren es noch Rang 76 und 78 gewesen.

Das sind die 20 teuersten Marken der Welt:
1 Walmart
2 Google
3 Coca‐Cola
4 IBM
5 Microsoft
6 GE
7 Vodafone
8 HSBC
9 hp
10 Toyota
11 AT&T
12 Santander 
13 Verizon
14 Wells Fargo
15 Budweiser
16 Tesco
17 McDonald's
18 Walt Disney
19 Apple
20 Nokia

Donnerstag, 28. Januar 2010

Apple iPad Round-up

Auch wenn man nicht zu den eingefleischten Apple-Fans gehört: Das ganze Theater um die Lancierung des neusten Apple-Produktes wurde sehr gekonnt über die Bühne, respektive in die Medien gebracht. Apple macht nicht nur populäre Gadgets, auch marketingmässig ist das Unternehmen führend. Zwölf Stunden nach der Lancierung des iPads berichten tausende von digitalen und anderen Publikationen über das neuste Apple-Produkt. Dabei gibt es erstaunlich viele Kritiken.

Mehr als 27'000 mal war am Morgen nach der Präsentation der Suchbegriff iPad auf Google-News zu finden. Das ist schon ziemlich beeindruckend. Was man sich von der Apple-Fangemeinde allerdings weniger gewohnt ist, sind die zahlreichen kritischen Stimmen zum neuen Produkt. Natürlich gibt es immer noch viele Apple-Apostel, die jedes Produkt, das aus Cupertino kommt, ganz toll finden – bis jetzt, war das ja auch die Regel. Dass der iPad aber vielleicht nicht unter dem gewohnt guten Stern steht, zeigt die Tatsache, dass Apple es scheinbar nicht einmal fertiggebracht hat, die Namensrechte sauber zu klären: Das Wall Street Journal berichtet heute, dass Fujitsu den Namen für sich beansprucht (siehe Bild). Es ist anzunehmen, dass dieses Problem mit Geld gelöst werden kann. Was nicht heisst, dass der iPad zu einem iPhone-ähnlichen Kassenschlager werden wird. Schliesslich ist der Apple-Flachmann längst nicht der erste Tablett-Computer der IT-Geschichte. Beim Spiegel fragt man sich denn auch, ob das Gerät überhaupt eine Marktlücke füllt:
“Eine vorstellbare Zielgruppe ist die Generation iPod. Doch gerade sie, die das Design, die Benutzerführung und die Marke schätzen wissen wird, erwartet wahrscheinlich am meisten von dem Gerät - und wird seine Schwächen als Mängel empfinden. Andererseits: Es gibt Menschen, die auch schon bisher gern 500 Euro in die Hand nahmen, um sich einen portablen Medienplayer oder einen E-Reader zu kaufen.“
Die Financial Times Deutschland nennt den IPad ein “surfendes, musizierendes Buch“, kritisiert aber unter anderem mangelnde Schnittstellen und die Multitasking-Unfähigkeit des neuen Gadgets:
“ Das wurde bereits beim iPhone bemängelt. Scheinbar hat Apple nichts aus der Kritik gelernt…“
Auch beim ORF ist man sich nicht so sicher, was das neue Produkt denn nun darstellt:
“Enttäuschung und Enthusiasmus. Firlefanz und Revolution. Das iPad polarisiert nach dem Vorschuss-Hype, 60 Tage vor seinem Erscheinen […] Setzt sich Steve Jobs mit seinem "Bindeglied zwischen iPhone und Laptop" zwischen die Stühle, oder ist es tatsächlich sein wichtigstes Vermächtnis an die IT-Welt, wie er zuletzt gerne behauptet hat?
Natürlich macht auch der Tagesanzeiger voll mit beim iPad-Hype. Zur Zeit finden wir in der Online-Ausgabe sechs aktuelle Artikel über das Gerät. Einer davon zählt auf, was am iPad stört und kommt zu einem Schluss, der für Apple nicht erfreulich sein kann:
“Wenn das Ding hier wirklich ein Netbook-Ersatz sein soll, wie soll das bitte ohne Multitasking funktionieren? Will uns Apple damit sagen, dass man nicht gleichzeitig Internetradio hören und an Textdokumenten arbeiten kann? Man kann keine Twitter-App im Hintergrund geöffnet lassen und gleichzeitig im Web surfen? Man kann keinen Messenger geöffnet haben und gleichzeitig Mails schreiben? Wollt ihr uns verarschen? Das alleine ist eine hundertprozentige Garantie, dass wir das Gerät niemals kaufen werden…“
Übrigens scheint auch die Börse nicht hell begeistert zu sein. Die Apple-Aktien fielen bis heute Nachmittag, einen Tag nach der Präsentation, um etwa vier Prozent.
Das neuste Apple-Gadget soll im März in der Schweiz erhältlich sein. Es wird wahrscheinlich in der billigsten Ausführung gegen gute 500 Franken kosten. Dazu kommen dann noch die Abokosten für die Verbindung im mobilen Netz.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Die nächste TV-Revolution kommt bestimmt

Apple schafft es, ständig im Gespräch zu bleiben: zum Beispiel mit dem allgegenwärtigen iPhone und neustens, mit dem noch nicht real existierenden, aber schon Schlagzeilen machenden Tablet PC. Im Hintergrund, sozusagen auf digital-politischer Ebene, sind die Apple-Bosse ebenfalls aktiv. Sie wollen sozusagen dem Kabelfernsehen den Stecker ziehen und das TV der Zukunft über iTunes anbieten.

Wie fast alle Versuche dieser Art, läuft auch TV über iTunes vorerst für die amerikanischen Kunden, von denen iTunes immerhin etwa 100 Millionen in der Kartei hat. Die Erfolgsaussichten stehen also zumindest bezüglich potenzieller Zuschauerzahlen nicht schlecht. Worum geht es? Kabel- und Satellitenanbieter in Nordamerika offerieren ihren Kunden gebündelte Programmpakete, die nicht billig sind. Unpopuläre Programme sind da mit populären Sendern im Paket zusammengeschnürt, so dass auch User, die sich nur wenige populäre Programme regelmässig zu Gemüte führen, eine durchschnittliche Monatsrechnung von 70 Dollar bezahlen. Apple will für weniger Geld mehr bieten. Ganze 30 Dollar pro Monat soll ein TV-Abo bei iTunes kosten, das dann sozusagen das Beste offeriert, was das Fernsehen zu bieten hat. Falls die Idee ankommt, wäre das gut für die TV-Stationen, die damit im Internet zusätzliche Marktanteile gewinnen könnten. Allerdings muss Apple die grossen Fernsehstudios für seine Idee gewinnen – was nicht ganz einfach sein dürfte. Das Wall Street Journal berichtet, dass CBS und Disney sich überlegen, einzusteigen.
Wenn sich die Idee zu einem funktionierenden Apple-TV-Modell entwickelt, wird sie sich schnell über Nordamerika hinaus ausbreiten, und das Fernsehgerät mit eingebautem Internetanschluss würde noch schneller zum Standardmodell, als es jetzt schon abzusehen ist.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Welche Lebenserwartung hat Ihr Notebook?

Die Chance, dass Ihr Laptop in den ersten drei Jahren nach der Anschaffung stirbt, beträgt rund 30 Prozent – Unfälle und Missgeschicke inbegriffen. Die Ausfallquote wegen Hardware-Defekten liegt bei durchschnittlichen 20 Prozent. Das hat eine Untersuchung des amerikanischen Geräteversicherers Squaretrade ergeben. Netbooks sind noch kurzlebiger als Notebooks, und teure PCs der gleichen Marke halten länger als billige. Doch welches sind die zuverlässigsten Laptops?

Die Überraschung findet sich am Ende der Rangliste: Hier steht HP, mit einer Ausfallquote von 25,6 Prozent in den ersten drei Jahren. Aber auch andere grosse Namen schneiden nicht viel besser ab. Gateway weist eine Sterberate von 23,5 Prozent aus, Acer liegt bei 23,3 und Lenovo etwas bei 21,5 Prozent. Im Mittelfeld sind Dell und Apple zu finden, mit 18,3 respektive 17,4 Prozent. Die ersten drei Plätze der Liste belegen Asus, Toshiba und Sony, mit 15,6 Prozent, 15,7 Prozent und 16, 8 Prozent.
HP verkauft übrigens weltweit am meisten Laptops. Gemäss IDC waren es im letzten Jahr gegen 16 Millionen Stück. 
Squaretrade hat für die obige Studie insgesamt 30'000 ausgefallene Laptops und Netbooks analysiert. Netbooks, die kleinen und billigen Geschwister der Notebooks, die in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen haben, haben gemäss dieser Untersuchung eine um 20 Prozent höhere Ausfallrate als die günstigsten Notebooks, die im Übrigen eher kaputt gehen, als teurere Geräte.
Man kann davon ausgehen, dass die relativ hohen Ausfallraten viel damit zu tun haben, wie die Geräte benutzt und behandelt werden. Mit anderen Worten: Je besser Sie Ihr Notebook behandeln, desto grösser ist die Chance, dass es länger lebt.