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Montag, 20. Februar 2012

Mit dem Lieblingsgadget an die Arbeit?

Der Begriff heisst BYOD, was soviel heisst wie bring your own device (nimm dein eigenes Gerät mit). Die hübsche neudeutsche Abkürzung lässt  vielen IT-Verantwortlichen die kalte Hühnerhaut über den Rücken laufen. Wie käme denn das heraus, wenn jeder Mitarbeiter im Geschäft sein Lieblingsgerät benutzen würde?

Genau zu diesem Thema hat Dell dieser Tage eine Podiumsdiskussion organisiert und dazu Vertreter von KMU eingeladen, die schon Erfahrungen  mit BYOD gemacht haben. In den USA wird über die sogenannte Consumerisierung der Firmen-IT schon länger diskutiert. Viele Excperten sind der Meinung, dass sich der Trend verstärken wird. Die Podiumsdiskussion, über die auch ZTDNet berichtet, scheint zu zeigen,  dass die Erfahrungen und Bedürfnisse in den Firmen sich nicht stark vom privaten Bereich unterscheiden. Zitat:

Für Vorwerk-CIO Kemp - selbst iPad-Nutzerin - führt die allmähliche Consumerisierung in ihrem Hoheitsgebiet weniger auf den Drang der Mitarbeiter zum Wunschgadget zurück, als vielmehr auf deren Wunsch, "Always-on" zu sein. Dabei stünden Funktionen wie E-Mail und Kalender ganz klar im Vordergrund. Außerdem seien für einige Mitarbeiter die Möglichkeiten der Präsentation vorteilhaft. Es sei aber auch möglich, mit dem privaten Gerät Firmendaten zu bearbeiten. Die damit einhergehenden Risiken sind Kemp bekannt. Erste Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen, weitere sind in Vorbereitung: "Wir erarbeiten gerade Worst-Case-Szenarien und prüfen, wie wir damit umgehen", so Kemp. Eines davon sei etwa der Verlust oder Diebstahl eines Geräts."

Auch Helmut Krcmar, Professor bei der TU München, nahm an der Podiumsdiskussion teil:

“Universitäten leben schon lange mit Bring your own Device", gab Helmut Krcmar, Professor für Wirtschaftsinformatik an der TU München und ebenfalls Teilnehmer der von Dell organisierten Podiumsdiskussion, zu bedenken. Schließlich arbeiteten dort Studenten und Lehrkräfte schon seit Jahren mit eigenen Rechnern, bräuchten aber trotzdem regelmäßig Zugriff aufs Netzwerk. "Vielleicht lohnt es sich, anzuschauen, wie die das machen." Grundsätzlich, so Krcmar, seien Nutzer natürlich mit selbstgewählten Geräten zufriedener. Das liege aber vor allem daran, dass man im umgekehrte Fall, mit "mandated technologies", wie er sie nennt, einfach immer deshalb unzufrieden ist, weil man nicht gefragt wurde und keine Wahl hatte. Da sei ein psychologischer Effekt und ganz unabhängig von der Qualität und den Eigenschaften des Geräts.“

Das macht Sinn, vor allem für die Anwender. Eine globale Cisco-Studie beweist gemäss BBC, wie wichtig die Wahl des Arbeitsgeräts für viele User ist: 40 Prozent aller befragten Studenten und 45 Prozent aller befragten Angestellten würde sich mit einem kleineren Lohn zufriedengeben, wenn sie dafür ihr Arbeitsgerät selber wählen könnten.  

Dienstag, 14. Februar 2012

Tablet-Fieber

Der Märzmonat sollte dieses Jahr für Tablet-Fans weltweit etwas zu bieten haben. Die beiden populärsten Tablet-Hersteller Apple und Samsung haben nämlich für diesen Frühling beide neue Produkte angekündigt – wenn man der digitalen Klatschpresse glauben darf. 

Samsung will den Galaxy Tab 2 in Kürze in die Läden
bringen. Über seinen Preis wird noch spekuliert.
Der Kampf um den globalen Spitzenplatz in den Herzen der Tablet-Fans wird zwischen Apple und Samsung, zwischen Apple OS und Android ausgetragen. Zwar gibt es inzwischen Anwärter, die ebenfalls Aussichten haben, auf das Tablet-Podest zu steigen, derFire von Amazon zum Beispiel, der zugleich noch als Lesegerät fungiert und erst noch billig ist. So richtig kann dieses Gerät aber die Tablet-Fans nicht begeistern, dafür ist es zu wenig leistungsfähig und raffiniert. (Welcher iPad-Fan will schon ein Tablet ohne Kamera, Mikrofon oder GPS-Funktionen…?)
Deshalb bleiben wir im Moment bei den Ankündigungen für den iPad 3 und den Galaxy Tab 2, die beide im Frühling auf den Markt, beziehungsweise vorgestellt werden sollen. ZDNet.de hat zu beiden Geräten einen Bericht bereit. Ausführlich wird über den Galaxy Tab 2 informiert, der gestern von Samsung offiziell angekündigt wurde. Zitat:
Wie das Ur-Tablet von 2010 kommt das Galaxy Tab 2 (7.0) mit einem 7 Zoll großen Display und einem 1 GHz schnellen Prozessor. Letzterer besitzt jetzt jedoch zwei Kerne statt einen. Als Betriebssystem dient Android 4.0 Ice Cream Sandwich mit Samsungs überarbeiteter TouchWiz-Oberfläche; das erste Galaxy Tab kam damals mit Android 2.2 Froyo. […] Samsung plant eine reine WLAN-Version und eine 3G-Variante. Letztere enthält außer WLAN nach IEEE (802.11b/g/n) auch Bluetooth 3.0 und ein UMTS-Modul mit HSPA+, das Datentransferraten von bis 21 MBit/s im Downstream erlaubt. Die weitere Ausstattung umfasst ein GPS-Modul, Bewegungs- und Lagesensor, ein 4000-mAh-Akku sowie zwei Kameras. Die 3-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eignet sich für Fotos, während mit der VGA-Webcam in der Front Videotelefonate geführt werden können.“
Die Informationen zum iPad 3 sind dagegen eher noch im Bereich der Spekulationen angesiedelt – was das Ganze für die Fans nur noch aufregender macht. Immerhin machen aber auch die ganz Grossen, wie zum Beispiel das Wall Street Journal, beim Anheizen der Gerüchteküche mit. ZDNet zitiert verschieden Publikationen mit verschiedenen Prognosen, wie der neue iPad aussehen könnte:
“Die Ankündigung des iPad 3 ist für 7. März geplant. Das schreibt iMore, das sich auf "in der Vergangenheit zuverlässige Quellen" bezieht. Es bestätigt ferner Daten aus früheren Spekulationen: Der Bildschirm wird mit 2048 mal 1536 Pixeln auflösen, als Prozessor gibt es einen Apple A6 mit vier Kernen, und auch eine Option mit LTE-Mobilfunkchip ist geplant. […] Bei iLounge ist seit Januar zu lesen, dass Apple die Kamera verbessert habe. Für FaceTime gebe es eine hochauflösende Frontkamera, auf der Rückseite sogar 8 Megapixel Auflösung…“
Auch was die Preise für die neusten Generation Tablets betrifft, schwirren schon Gerüchte umher. Der Galaxy soll demzufolge je nach Ausführung zwischen 420 und knapp 600 US-Dollar kosten (was nicht billig wäre). Vom iPad 3 sind noch keine Preise durchgesickert - billig wird das Teil aber mit Sicherheit nicht sein.