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Donnerstag, 8. August 2013

Energie zum Marktpreis – weil’s billiger ist

Seit letztem Herbst sind die Preise an den Strombörsen stark gefallen, vielerorts deutlich unter die lokalen Grundversorger-Tarife. Bekanntlich profitieren Grossunternehmen seit längerem vom liberalisierten Strommarkt in der Schweiz, weil sie für den Strom aktuelle Marktpreise zahlen.  Nun wird dieser Markt auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessant. Auch der Einstieg ist einfach, dank digitalem Angebot.

Swisspower Energy hat ein Online-Angebot entwickelt, das kleinen und mittleren Unternehmen die Chance bietet, jährlich bis zu 40 Prozent ihrer Energiekosten zu sparen. Besonders interessant ist das Produkt für Produktions- und Industriebetriebe sowie für Handel, Baugewerbe, Dauerverbraucher, Gastronomiebetriebe, Hotels, Bäckereien, aber auch für die Landwirtschaft.
Energy select ist ein Produkt für Unternehmen mit einem Stromverbrauch zwischen 100'000 und 3'000'000 kWh pro Jahr. Kunden, die in diese Kategorie passen,  erfassen auf der Online-Plattform von Swisspower Energy ihren Standort, ihre Branche und ihren aktuellen Jahresverbrauch. Die Plattform berechnet das individuelle Sparpotenzial und gibt den Kunden  die Wahl zwischen zwei Preismodellen. Der Vertrag kann dann Online erstellt werden, um die Kündigung beim bisherigen Stromlieferanten kümmert sich Swisspower Energy. Der Anbieterwechsel per Anfang 2014 muss bis zum 31. Oktober 2013 vollzogen sein. Deshalb ist der Vertragsabschluss mit Swisspower Energy nur bis zum 20. Oktober 2013 möglich.
Swisspower Energy garantiert den tiefen Strompreis für die gesamte Vertragsdauer von zwei oder drei Jahren. Selbst wenn die Strompreise wieder steigen sollten, ist der KMU-Tiefpreis bei Energy select gesichert. Trotzdem bedeutet der Übertritt in den freien Strommarkt für viele KMU Neuland. Bis Ende 2012 haben erst 13 Prozent aller KMU von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Strom zu Marktpreisen zu beziehen obwohl die meisten Schweizer Unternehmen unter hohem Konkurrenz und Kostendruck stehen.
Ein wichtiges Detail gibt es zu beachten, wenn der Stromlieferant gewechselt wird. Mit dem Online-Produkt Energy wird nur die Energielieferung an die Kunden berechnet. Die Gebühr für die Netznutzung sowie die gesetzlichen Abgaben bleiben bestehen und werden weiterhin vom lokalen Grundversorger erhoben. Aus diesem Grund erhalten Unternehmen, die ihre Energie auf dem freien Strommarkt einkaufen, zwei Stromrechnungen: Eine für die Energie, die andere für Netz und Gebühren.


Montag, 20. Februar 2012

Mit dem Lieblingsgadget an die Arbeit?

Der Begriff heisst BYOD, was soviel heisst wie bring your own device (nimm dein eigenes Gerät mit). Die hübsche neudeutsche Abkürzung lässt  vielen IT-Verantwortlichen die kalte Hühnerhaut über den Rücken laufen. Wie käme denn das heraus, wenn jeder Mitarbeiter im Geschäft sein Lieblingsgerät benutzen würde?

Genau zu diesem Thema hat Dell dieser Tage eine Podiumsdiskussion organisiert und dazu Vertreter von KMU eingeladen, die schon Erfahrungen  mit BYOD gemacht haben. In den USA wird über die sogenannte Consumerisierung der Firmen-IT schon länger diskutiert. Viele Excperten sind der Meinung, dass sich der Trend verstärken wird. Die Podiumsdiskussion, über die auch ZTDNet berichtet, scheint zu zeigen,  dass die Erfahrungen und Bedürfnisse in den Firmen sich nicht stark vom privaten Bereich unterscheiden. Zitat:

Für Vorwerk-CIO Kemp - selbst iPad-Nutzerin - führt die allmähliche Consumerisierung in ihrem Hoheitsgebiet weniger auf den Drang der Mitarbeiter zum Wunschgadget zurück, als vielmehr auf deren Wunsch, "Always-on" zu sein. Dabei stünden Funktionen wie E-Mail und Kalender ganz klar im Vordergrund. Außerdem seien für einige Mitarbeiter die Möglichkeiten der Präsentation vorteilhaft. Es sei aber auch möglich, mit dem privaten Gerät Firmendaten zu bearbeiten. Die damit einhergehenden Risiken sind Kemp bekannt. Erste Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen, weitere sind in Vorbereitung: "Wir erarbeiten gerade Worst-Case-Szenarien und prüfen, wie wir damit umgehen", so Kemp. Eines davon sei etwa der Verlust oder Diebstahl eines Geräts."

Auch Helmut Krcmar, Professor bei der TU München, nahm an der Podiumsdiskussion teil:

“Universitäten leben schon lange mit Bring your own Device", gab Helmut Krcmar, Professor für Wirtschaftsinformatik an der TU München und ebenfalls Teilnehmer der von Dell organisierten Podiumsdiskussion, zu bedenken. Schließlich arbeiteten dort Studenten und Lehrkräfte schon seit Jahren mit eigenen Rechnern, bräuchten aber trotzdem regelmäßig Zugriff aufs Netzwerk. "Vielleicht lohnt es sich, anzuschauen, wie die das machen." Grundsätzlich, so Krcmar, seien Nutzer natürlich mit selbstgewählten Geräten zufriedener. Das liege aber vor allem daran, dass man im umgekehrte Fall, mit "mandated technologies", wie er sie nennt, einfach immer deshalb unzufrieden ist, weil man nicht gefragt wurde und keine Wahl hatte. Da sei ein psychologischer Effekt und ganz unabhängig von der Qualität und den Eigenschaften des Geräts.“

Das macht Sinn, vor allem für die Anwender. Eine globale Cisco-Studie beweist gemäss BBC, wie wichtig die Wahl des Arbeitsgeräts für viele User ist: 40 Prozent aller befragten Studenten und 45 Prozent aller befragten Angestellten würde sich mit einem kleineren Lohn zufriedengeben, wenn sie dafür ihr Arbeitsgerät selber wählen könnten.  

Samstag, 19. März 2011

Was kostet ein PC?

Die Frage im Titel mutet fast rhetorisch an – ein PC kostet wohl, je nach Leistungsfähigkeit, zwischen ein paar Hundert und einigen Tausend Franken. Doch damit ist es, vor allem für PC-Arbeitsplätze in Unternehmen, nicht getan.

Der PC im Unternehmen: Er ist um einiges teurer, als der Anschaffungspreis.
Der private PC-Nutzer kann relativ leicht herausfinden, was ihn sein PC kostet. Der Betrag, den er im Laden auf den Tisch legen muss, um Hard- und Software zu erwerben, macht dabei den grössten Teil aus. Damit das Gerät dann aber auch genutzt werden kann, kommen noch andere Ausgaben dazu: Internet- und Virenschutzabo wollen eben auch bezahlt sein.
Unternehmen, die zahlreiche PC-Arbeitsplätze für ihre Angestellten betreiben, sind im eigenen Interesse daran interessiert, was so ein PC bis zum Feierabend kostet – doch das ist gar nicht so einfach herauszufinden. Deshalb sind sich viele Firmen nicht darüber im Klaren, wie viel ihre Computer kosten.
Die Computerwoche hat in einem Fachartikel die entsprechenden Positionen auf der PC-Rechnung zusammengezählt. Die Autoren vergleichen zunächst den Heimarbeitsplatz mit dem Firmen-PC. Zitat:
Auf der einen Seite steht der Preis für seinen Heim-PC vom Discounter um die Ecke, für den er inklusive Monitor, ein wenig Software und zwei Jahre Vor-Ort-Service 600 Euro bezahlt hat. Auf der anderen Seite sieht er möglicherweise eine Belastung seiner Kostenstelle für seinen Arbeitsplatz-PC von 100 Euro pro Monat. Kauft sich der Mitarbeiter alle vier Jahre einen neuen PC, dann müsste sein laienhaftes Benchmark-Fazit eigentlich lauten: Die IT berechnet für einen in der Regel leistungsschwächeren PC acht Mal mehr als sein privater Lieferant…“

Dienstag, 21. September 2010

Social Media und die Suche nach dem Kunden

Social Media sind bei vielen Anwendern äusserst beliebt, vor allem jüngere User kommunizieren per Facebook oder Twitter was das Zeug hält. Das ist natürlich auch für Unternehmen interessant, die diese Medien nutzen und die Einträge auswerten: Wenn sie es richtig machen, wird das Internet für sie zu einer Goldgrube an interessanten Informationen, die sie ganz direkt betreffen.

Der Computerhersteller Dell zeigt, wie eine grosse Firma die Herausforderung der neuen Medien meistert. Da gibt es sogar einen Manager, der direkt für Social Media zuständig ist. Sein Name ist Anish Mehta und sein offizieller Titel ’Vice President Social Media’. Metha hat dem Marketingportal acquisa ein Interview gegeben, das einige äusserst interessante Aussagen beinhaltet. Zum Beispiel:
“Wir scannen das soziale Netz automatisiert, weltweit und rund um die Uhr. Täglich sind das zwischen 12.000 und 15.000 Erwähnungen, Kommentare etc. Dann clustern wir diese Einträge, je nachdem, worum es geht: Ist es eine Beschwerde? Ein Service-Fall? Hat ein Nutzer technische Probleme? Oder sagt einfach einmal jemand, wie gerne er mit einem unserer Laptops arbeitet? Je nach Art der Konversation, wird der Kommentar intern an die zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet, die sich dann darum kümmern. Das Wichtigste dabei ist: Wir müssen den Menschen antworten, denn das erwarten sie, und das verdienen sie auch, wenn sie sich für uns engagieren. Das ist so, wie beim Telefon auf dem Schreibtisch jedes Mitarbeiters: Wenn es läutet, müssen sie rangehen…“
Dell nutzt also das Web ganz gezielt, um firmenbezogene Informationen zu finden und zu verwerten. Der Aufwand dafür ist nicht klein: 500 Mitarbeiter sind bei Dell mit dem täglichen Durchkämmen des Webs beschäftigt. Trotzdem glaubt Metha, dass auch KMU das Internet ähnlich nutzen sollten, und er weiss auch wie:
“Natürlich ist das Thema auch etwa für kleine Unternehmen. Man braucht nur eines: Den Willen, den Menschen zuzuhören. Ein Mitarbeiter sucht jeden Morgen auf Google, vielleicht noch auf Twitter nach dem Unternehmensnamen, einem Produkt und stellt zusammen, was darüber geschrieben wird. Dann klassifiziert er das nach Inhalten – Beschwerde, Lob, Kritik an einzelnen technischen Details … Nach wenigen Wochen zeichnet sich ein Bild ab, die Firma erkennt, wie über sie gesprochen wird, worum es den Menschen geht und auch, wo gesprochen wird. Und dann kann man sich überlegen, wie man reagiert. Dafür ist eine Strategie nötig, einfach drauf lostwittern bringt nichts…“


 

Freitag, 13. August 2010

Genügt Ihre Website den Ansprüchen?

Die professionelle Gestaltung einer Business-Website ist sehr wichtig – schliesslich bemüht sich auch die Konkurrenz, die beste Website zu haben. Trotzdem werden viele Ansprüche gerade von kleinen und mittleren Unternehmen nicht erfüllt, und die ganz Grossen machen es oft auch nicht besser.  

Ein Zusammenschluss Deutscher Interessengruppen hat nun einen Ratgeber zu diesem Thema ins Netz gestellt, mit dem relativ schnell eine Beurteilung und Verbesserungsvorschläge für spezifische Websites erreicht werden. Das Projekt wurde im Rahmen eines staatlich geförderten Projekts mit dem Titel “KMU-orientierte Website-Gestaltung“ entwickelt. Überprüft wird mit 12 kurzen Fragen, welche gestalterischen, organisatorischen, technischen und rechtlichen Anforderungen die Website der Befragten erfüllt. Basierend auf den Antworten erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuelle Handlungsanleitungen zur Verbesserung ihrer Website. Testen auch Sie, wie gut Sie in Bezug auf gestalterische, organisatorische, technische und juristische Anforderungen mit Ihrer Website-Gestaltung umgehen. Der Ratgeber macht es möglich, online und in wenigen Schritten eine kostenlose Einstiegsberatung zur professionellen Gestaltung einer Unternehmens-Website zu erhalten und ist durchaus auch für Schweizer Unternehmen nützlich obwohl er auf den Deutschen Markt zugeschnitten ist. Wer den 12-Punkte-Ratgeber absolviert, hat ausserdem Zugriff auf einen ausführlichen und kostenlosen Leitfaden mit detaillierten Informationen zur Website-Gestaltung. Mit Hilfe dieses Leitfadens können Unternehmen ihre bisherige Website analysieren und etwaigen Änderungsbedarf erkennen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Sorglose KMU?

Sicherheit im Web wird bei vielen KMU nicht gross genug geschrieben. Dies obwohl es erwiesenermassen genügend Gefahren gibt: Websites von kleinen und mittleren Unternehmen sind nämlich besonders häufig im Visier von Hackern und Betrügern - oft, weil es denen ganz einfach zu leicht gemacht wird.

“KMU leben gefährlich, titelt ecin.de einen Artikel zum Thema Netz- und Informationssicherheit im Unternehmen. Genau diesem Thema ist auch eine Studie des e-Commerce Centers Handel (ECC) gewidmet. Die Untersuchung zeigt, dass Angriffe auf Unternehmenswebsites keine Seltenheit sind. Jedes elfte der fast 500 befragten Unternehmen wurde bereits Opfer eines Angriffs auf die eigene Website oder den eigenen Online-Shop. 14 Prozent der betroffenen Unternehmen geben dabei an, dass die Ursache unternehmensintern – zum Beispiel durch den sorglosen Umgang mit Passwörtern – begründet war!
Trotzdem spielt Netzsicherheit für viele kleine und mittlere Unternehmen bislang eine eher untergeordnete Rolle – in jedem fünften kleinen und mittleren Unternehmen kennen sich die Mitarbeiter mit Web- und Datensicherheit nicht aus. Trotzdem übernehmen sie oft die Realisierung von Website und Online-Shop, statt sich an kompetente Fachleute zu wenden. Möglichen Angriffen wird somit häufig nicht ausreichend vorgebeugt.
Im direkten Vergleich mit den Vorjahresumfragen zeigt sich, dass der Anteil dieser Unternehmen kontinuierlich angestiegen ist. Als größte Barriere lässt sich nach wie vor ein Informationsdefizit der Unternehmen feststellen. So geben diese vielfach an, sich noch nicht hinreichend mit dem Thema beschäftigt zu haben. Lediglich etwas mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen verfügen über eigene Sicherheitsrichtlinien, in denen beispielsweise der unternehmensweite Umgang mit Passwörtern schriftlich geregelt ist. Gleichzeitig ist jedoch der Anteil der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern volle Zugriffsrechte auf die Firmenhardware und Software erlauben von 6 Prozent (2008) auf 10 Prozent (2009) angestiegen. Hier zeigt die Studie deutlichen Handlungsbedarf auf.
Die Untersuchung zeigt auch, dass Online-Shops sich zunehmend auch für KMU zu einem unentbehrlichen Verkaufskanal entwickeln. So verfügt fast jedes vierte Unternehmen über einen eigenen Online-Shop. Fast jedes zweite dieser Unternehmen realisiert über 25 Prozent des Gesamtumsatzes über den eigenen Online-Shop. Mittlerweile gibt jedes zehnte Unternehmen an, ohne Online-Handel den Geschäftsbetrieb nicht einmal mehr eine Stunde aufrecht halten zu können... Die Studie kann bei ECC gratis (mit Registrierung) heruntergeladen werden.

Dienstag, 1. September 2009

Software auf Abruf – doch nicht so günstig?

Das neudeutsche Wort heisst SaaS (Software as a Service), und dem Konzept wurde eine grosse Zukunft vorhergesagt. Jetzt zeigt eine Untersuchung von Gartner, dass zahlreiche Unternehmen, vor allem auch KMU, nicht mit den SaaS-Lösungen zufrieden sind.

SaaS wurde in den letzten Jahren vor allem deshalb angepriesen, weil dadurch die Server-Infrastruktur im Unternehmen im Rahmen gehalten werden kann. Mit SaaS wird auf Software durchs Netzwerk zugegriffen, genau dann, wenn sie gebraucht wird - im Gegensatz zum traditionellen Geschäftsmodell, wo eine Software (eigentlich eine Lizenz zum Gebrauch der Software) zu einem festen Preis verkauft und auf dem Computer des Kunden installiert wird. SaaS soll also die Kosten senken. Wie die Gartner-Analysten herausgefunden haben, stimmt das oft nicht. Zitat aus CIO:

“Insgesamt sind die Firmen mit SaaS-Lösungen nur mäßig zufrieden. Auf einer
Skala von eins bis sieben ermittelten die Marktforscher über alle Bereiche
hinweg einen Durchschnittswert von 4,72. […] Von den Unternehmen, die sich
entschieden, vorhandene SaaS-Anwendungen abzuschalten, hatten 67 Prozent
Schwierigkeiten bei der Integration. Die Hälfte kritisierte die hohen
Service-Kosten für SaaS und ein Drittel die geringe Flexibilität der
Anwendungen, etwa im Hinblick auf Prozessanpassungen. Den Marktforschern zufolge
widersprechen diese Ergebnisse diametral der allgemeinen Einschätzung und dem
Selbstbild der Anbieter, SaaS könne IT-Kosten senken oder sei problemlos
integrierbar.“
Schon im Februar dieses Jahres war eine Gartner-Studie publiziert worden, die den SaaS-Euphorikern einen Dämpfer aufsetzte. Die Dienstleistung bringe nur kurzfristig Vorteile, hiess es da. Langfristig könne SaaS sogar teurer sein, als gekaufte Software.