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Mittwoch, 22. Februar 2012

Mit dem alten Handy Geld machen

Liegen auch bei Ihnen zu Hause ein paar mehr oder weniger alte Handys, die nicht mehr gebraucht werden, obwohl sie immer noch perfekt funktionieren? Verschiedene Internetplattformen helfen dabei, diese Geräte zu Geld zu machen. 

Auf www.exsila.ch lassen sich alte Handys zu Geld machen.
Millionen alter Mobiltelefone fristen ein einsames Dasein in Schweizer Haushalten. Handys, die immer noch einwandfrei funktionieren und noch vor kurzer Zeit heiss begehrt waren, verschwinden in den Schubladen, um neuen Modellen Platz zu machen. Nicht alle Anwender brauchen aber immer das allerneuste Handy – es gibt durchaus User, die auch mit dem letztjährigen Modell telefonieren können, ohne dass sie sich dafür schämen. Diese Tatsache nutzt das Zuger Jungunternehmen Exsila, das auf seiner Website neu eine simple und kostenlose Verkaufsplattform für derartige Geräte anbietet.  Statt die Geräte verstauben zu lassen, können ihre Besitzer sie in Geld verwandeln.
Exsila.ch unterscheidet sich von ähnlichen Verkaufsplattformen durch die Handymodell-Liste, die dem Verkäufer hilft, sein Gerät anzupreisen und gleichzeitig den potentiellen Käufer bei der Auswahl unterstützt.  Ein Gerät auf der Website anzubieten, wird dadurch sehr einfach. Nach Angaben von Exsila wurden bereits in den ersten Tagen der Handyverkaufsplattform mehrere hundert Angebote der Marken Apple, Nokia, Sony Ericsson, HTC, Samsung und LG eingestellt und erfolgreich verkauft.
Exsila verkauft aber nicht nur Handys. Das junge Zuger Unternehmen  listet im Moment nach eigenen Angaben eine halbe Million Artikel zum Verkauf. Von Privat zu Privat würden täglich tausende Filme, Bücher, Games, Konsolen, Handys, Musik-CDs, Sammelbilder, Software-Artikel, Tickets, und Spielwaren gehandelt, sagen die Initianten. Exsila konzentriert sich bewusst auf Nischenmärkte. Es seien nirgendwo in der Schweiz mehr Artikel, in Kategorien wie Filme oder Bücher, von privaten Anbietern zu finden, teilt Exsila mit.
Natürlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten, ein altes Handy loszuwerden – zum Beispiel Online Auktionshäuser wie eBay oder Ricardo. Manchmal nimmt auch der Verkäufer des neuen Geräts das alte Handy entgegen. Schliesslich winkt auch das Recycling-Depot, wo die Rendite dann allerdings keine Rolle mehr spielt. Wichtig ist in allen Fällen, die Daten auf dem Telefon sauber zu löschen, bevor man es entsorgt!

Montag, 26. September 2011

Wer weiss alles, wo Sie gerade sind?

Ein Thema, das letzte Woche in den USA zu reden gegeben hat: Amerikanische Behörden nutzen scheinbar ein Gerät namens “Stingray“, wenn es darum geht, Verdächtige aller Art dingfest zu machen. Das Ding kann ein Handy punktgenau orten, auch wenn das Mobiltelefon nicht benutzt wird.

Die ganze Stingray-Affäre kam ans Licht, weil das Wall Street Journal einen Tipp bekam und einen Artikel darüber schrieb. In den USA dreht sich die Aufregung vorwiegend darum, ob die Untersuchungsbehörden gemäss Verfassung so ein Ortungsgerät überhaupt einsetzen dürfen. Für viele Handynutzer stellt sich aber auch die Frage, was das Handy denn so verrät, ohne das man darüber Bescheid weiss. Eines ist sicher: Wenn Stingray in den USA eingesetzt wird, dauert es nicht lange, bis die Geräte auch in Europa gebraucht werden. Wahrscheinlich ist es längst soweit - und schon wieder ist potenziell ein weiteres Stück unserer Privatsphäre dahin!
Aber wie funktioniert denn das umstrittene Gerät? Das Wall Street Journal hat auch hier eine ausführliche Erklärung parat:
“The systems involve an antenna, a computer with mapping software, and a special device. The device mimics a cellphone tower and gets the phone to connect to it. It can then collect hardware numbers associated with the phone and can ping the cellphone even if the owner isn’t making a call. This can be done through walls — something that is useful in finding suspects as well as victims of crimes or accidents.”
Das heisst: Derartige Systeme bestehen aus einer Antenne, einem Computer mit kartographischer Software und natürlich anderen, unbekannten Teilen. Das Gerät simuliert einen Natel-Sendeturm und bringt es fertig, das gewünschte Handy damit kommunizieren zu lassen. So kann die Hardwarenummer des Handys festgestellt werden, und das Handy kann per Ping kontaktiert werden, ohne dass jemand damit telefoniert. Das funktioniert auch durch Wände hindurch, ist also nützlich im Falle von Unfällen wie bei der Suche nach Kriminelle.
So wie wir das verstehen, gibt es eine Methode, dem Netz des digitalen Stingrays zu entgehen. Wenn das Handy nämlich ausgeschaltet ist, funktioniert nämlich gar nichts mehr - würde man wenigstens glauben...
    

Freitag, 11. Februar 2011

Smartphone oder Dummphone?

Wer noch kein Smartphone hat lebt hinter dem Mond? Oder etwa doch nicht? Tatsache ist: Der grösste Teil alle Handy-User telefoniert immer noch ohne Apps und Co.

Ein Handy, zum Telefonieren und zum Simsen.
Sind die "Dummphones" schon vom Aussterben
bedroht?
“Androids sind phantastisch, iPhones sind beeindruckend… aber Dummphones dominieren immer noch.“
So lautet die Einleitung zu einem Artikel in der Gadget-Sektion von FoxNews.com (übersetzt). Dabei geht es um die neusten amerikanischen Zahlen betreffend mobilen Telefonen. Diese zeigen, dass das gute alte Handy, das man gerade mal zum Telefonieren und zum Simsen brauchen kann, den Markt immer noch mit Macht dominiert. Es scheint, als ob die Medien mit ihrer atemlosen Berichterstattung über die schöne neue Welt, die durch Smartphones erschlossen wird, nur den kleineren Teil der User bedienen.
Die konkreten Zahlen: Gemäss comScore Marketresearch gibt es in den USA 234 Millionen mobile Telephone, die genutzt werden. Davon sind immerhin noch 74 Prozent (173 Millionen) ganz gewöhnliche Handys. Gründe dafür dem Handy gegenüber dem Smartphone den Vorzug zu geben gibt es einige. Das Handy ist selbstverständlich einfacher zu bedienen, kostet weniger bei der Anschaffung und im Abonnement. Ausserdem ist es kleiner und leichter, als iPhone und Co., was für viele User wichtig ist.
Selbstverständlich liegen Smartphones trotz alledem immer noch voll im Trend und haben grosse Wachstumsraten aufzuweisen. Bis Ende dieses Jahres soll die Zahl der Smartphone-User in den USA gemäss Marktforschern auf 100 Millionen anwachsen. Und Experten sagen voraus, dass die grossen Mobilfunkprovider bald einmal keine gewöhnlichen Handys mehr anbieten werden. Schliesslich ist der Markt mit dem Datenfluss vom Internet viel lukrativer als das blosse Telefonieren.
Wir sind der Überzeugung dass es noch lange ganz gewöhnliche Handys geben wird. Vielleicht werden die Hersteller mit diesen Geräten bald nur mehr einen Nischenmarkt bedienen, aber es wird eine rentable Nische sein. Wir glauben, dass man schon jetzt mit einem sehr, sehr einfachen Handy, das wirklich nur die wichtigsten Grundfunktionen aufweist, aber total simple zu bedienen ist, einen bestehenden Markt bedienen könnte. Fragen Sie mal Ihre Eltern oder Grosseltern, ob sie an einem solchen Gerät interessiert wären...

Donnerstag, 11. März 2010

Ihr Handy als Warentester

Bewusstes einkaufen ist schon lange möglich, aber war noch nie so einfach wie heute. Ist das neue Aftershave umweltfreundlich? Der als so gesund angepriesene Multivitaminsaft eine Zuckerbombe? Die Fertigpizza viel zu fettig? Neue Apps von Codecheck machen es möglich, Produkte mittels Handy genau zu checken - ob im Laden, oder gar an einer Party.

Die kostenlosen Apps verwandeln iPhones und Google-Handys in Strichcodescanner und Warentester: Die Handykamera erkennt den Strichcode, verbindet das Mobiltelefon mit der Codecheck-Datenbank und stellt augenblicklich unabhängige weiterführende Produktinformationen zur Verfügung, die dabei helfen, eine Kaufentscheidung zu treffen. Der Anwender kann zum Beispiel herausfinden, ob Experten die Fertigpizza als zu fettig einstufen, wer sie produziert, oder was das Bio-Siegel auf der Packung genau bedeutet. Mit den iPhone- und Android-Apps hat Codecheck, die grösste unabhängige Produktplattform des deutschen Sprachraums, eine innovative Technologie entwickelt, die die Vermittlung von unabhängigen Produktinformationen weiter vereinfacht. Das Angebot wird ständig erweitert: Erst kürzlich hat Codecheck zusammen mit Gesundheits- und Verbraucherorganisationen die von der Nahrungsmittelindustrie abgeblockte Nährwert-Ampel lanciert.
Dass das Angebot geschätzt wird, davon zeugen über zwei Millionen Seitenaufrufe monatlich und das rege Erfassen neuer Produkte auf Codecheck.info. Damit sich die Codecheck-Nutzer auch über ihre Produkte austauschen können, stellt Codecheck auf seiner Internetplattform zusätzlich Raum für Kommentare und Community-Funktionen wie Produktlisten zur Verfügung.Natürlich kann man auch einfach mittels App in den jeweiligen Produktkategorien stöbern oder sich alle Kosmetikartikel eines bestimmten Herstellers anzeigen lassen. Hat man sein Wunschprodukt erst einmal entdeckt, kann man sich im „Shopfinder“ informieren, wo und zu welchem Preis dieses Produkt erstanden werden kann. Damit entscheidet der Konsument in erster Linie aufgrund der Qualität eines Produktes – und bevorzugt damit nachhaltige und gesunde Produkte und deren Produzenten. Die iPhone-App kann im Apple-App-Store, die App für Android-Telefone ab nächster Woche im Google Android-Market bezogen werden.
Wie Sie die Codecheck-App auf Ihrem iPhone installieren und nutzen, lesen Sie hier.
WieSie die Codecheck-App auf Ihrem Android-Handy installieren und nutzen, lesen Sie hier.

Freitag, 5. März 2010

Lippenlesen am Handy

Neben unzähligen neuen Gadgets und viel neuer Software wurden an der diesjährigen Cebit in Hannover auch faszinierende Ideen und Prototypen präsentiert. Eine dieser ’Erfindungen’ könnte dafür sorgen, dass Handy-Telefonate in Zukunft ganz still über die Bühne gehen könnten – ohne dass die Mitmenschen zum Mithören gezwungen sind.

Sie gehören zu den am öftesten beklagten Ärgernissen des digitalen Zeitalters: Laut telefonierende Mitmenschen, die im Zug oder im Bus, im Restaurant oder auf der Parkbank ihre Handygespräche führen, als ob sie ungestört Zuhause oder im Büro sässen. Ein derartiges Vorkommnis während einer Zugfahrt war es denn auch, das Tanja Schultz, Professorin am Institut für Technik in Karlsruhe dazu bewog, ein Gerät zu entwickeln, das Sprache sozusagen vom Gesicht ablesen kann. Dabei lesen Sensoren die Elektrizität der Muskeln, die bei der Sprechbewegung eingesetzt werden. Die Technik wird Elektromyographie genannt und könnte in Zukunft dazu führen, dass Telefongespräche ganz ohne Stimmbandeinsatz geführt werden können. Die Impulse der Gesichtsmuskeln würden dann im Kommunikationsgerät umgesetzt und in eine synthetische Stimme verwandelt. Der Text kann vorher auch noch übersetzt und dann in der gewünschten Sprache wiedergegeben werden. Auf diese Weise wäre es möglich, mit Menschen zu sprechen, deren Sprache wir nicht kennen – solange unser Kommunikationsgerät mit der richtigen Software ausgerüstet ist. Auch diese Software existiert; sie wurde ebenfalls in Karlsruhe entwickelt:
"Das Simultanübersetzungssystem, das am Institut für Anthropomatik des KIT entwickelt wurde, dient als automatischer Simultandolmetscher für Vorlesungen und Parlamentsdebatten. Es erkennt und übersetzt Sprache in Echtzeit mit geringer Latenz. Das Übersetzungsergebnis lässt sich entweder in Form von kontinuierlich ausgegebenem Text lesen, aber auch mittels gerichteter Lautsprecher oder mobil auf dem Smartphone anhören. Dabei richtet ein neuartiges mit Ultraschall arbeitendes Lautsprechersystem einen Strahl auf ausgewählte Zuhörer – der Nachbar hört von der Übersetzung nichts. So lässt sich eine Simultanübersetzung von unterschiedlichen Zuhörern in unterschiedlichen Sprachen hören. Das System läuft auf nur einem Laptop und ist daher sehr mobil."
Es wird noch eine Weile dauern, bis das Handy für die lautlose Kommunikation der Frau Professor Schultz massenmarktfähig ist. Im Moment braucht es immer noch neun Sensoren, die ins Gesicht geklebt werden (siehe Bild), damit Sprache auch ohne Ton verstanden wird. Dass es aber früher oder später massenmarktfähig werden wird, daran haben wir keinen Zweifel.
Haben wir ähnliche Geräte nicht schon vor Jahren im Raumschiff Enterprise im Einsatz gesehen?

Montag, 4. Januar 2010

High Definition fürs Handy

High Definition ist die Technologie, die Fernsehen erst so richtig scharf macht. Nun kommt HD auch aufs Handy und wird hier die Tonqualität massiv verbessern. Die Technik soll dieses Jahr vom Mobile-Anbieter Orange erstmals in England eingeführt werden.

Es ist ziemlich unbestritten, dass die Tonqualität unserer Handys zu wünschen übrig lässt. Kein Wunder, werden doch im heute üblichen Netz gerade mal 300 bis 3400 Hertz der Tonskala übertragen. Das menschliche Ohr ist aber in der Lage, Töne von 16 bis etwa 18000 Hertz wahrzunehmen – deshalb muss eine gute Steroanlage Musik in diesem Bereich wiedergeben können. Nun soll auch ein wenig HiFi ins Handy kommen. Allerdings heisst die Technologie nicht HiFi, sondern Mobile HD Voice, oder Wideband Adaptive Multi-Rate (WB-AMR). Damit wird die Tonqualität massiv verbessert: HD liefert einen Frequenzumfang von 50 bis 7000 Hertz.
Orange will HD Voice vorerst auf dem ganzen britischen 3G-Netz und in Belgien anbieten, nachdem erfolgreiche Versuche in Moldawien durchgeführt wurden. Orange verspricht im neuen Netz “kristallklaren Ton“. Der Unterschied zwischen jetziger Qualität und HD sei etwa mit dem Unterschied zwischen Mittelwelle und UKW-Radio zu vergleichen, erklärte ein Firmensprecher.
Die erhöhte Tonqualität soll, wenn man den Experten glauben darf, im mobilen Network nicht mehr Bandbreite in Anspruch nehmen, als das alte Format. Allerdings funktioniert HD nur mit kompatiblen Handys, von denen es allerdings schon zahlreiche im Markt geben soll. Für die Anwender sollen durch die Qualitätsverbesserung keine Mehrkosten entstehen. Wie lange es dauern wird, bis in weiteren Ländern und von weiteren Anbietern Mobile HD Voice als Standard offeriert wird, ist schwierig abzuschätzen – man darf aber davon ausgehen, dass es nicht allzu lange dauern wird, wenn der gute Ton beim Publikum ankommt.

Montag, 26. Oktober 2009

Wie ungesund ist Ihr Handy?

Hunderte von Studien sind schon über das vermeintliche Gesundheitsrisiko durch die elektromagnetische Strahlung von Handys durchgeführt worden. Bis jetzt konnte kein direkter Zusammenhang zwischen dem mobilen Telefonieren und verschiedenen Krebserkrankungen nachgewiesen werden. Eine neue Studie, die kurz vor der Publikation steht, könnte das ändern.

Es sind nicht nur die Mobilfunkanbieter, die abwiegeln, wenn es um die Gefährdung der Gesundheit durch den Gebrauch mobiler Telefone geht. Wir alle sind diesbezüglich Abwiegler und sind froh um jede Studie, die keinen Zusammenhang zwischen Krebs und Kommunikation nachweisen kann – schliesslich gehört das Handy zu jenen modernen Errungenschaften, von denen man nur höchst ungern weniger Gebrauch machen würde. Nun berichten britische Zeitungen über eine breit abgestützte Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO, die aufzeigen soll, dass Menschen, die viel am Handy telefonieren, einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sind. Die Studie untersuchte während einem Jahrzehnt 12800 Menschen in 13 Ländern und soll noch dieses Jahr publiziert werden. Zitat aus dem London Telegraph:
“The conclusion, while not definitive, will undermine assurances from the government that the devices are safe and is expected to put ministers under pressure to issue stronger guidance. A preliminary breakdown of the results found a “significantly increased risk” of some brain tumours “related to use of mobile phones for a period of 10 years or more””
Gemäss der Studie geht es also um die langfristige und intensive Handy-Nutzung, die das Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken, “signifikant“ erhöhe. Allerdings weisen verschiedene Experten und Branchenvertreter darauf hin, dass bis heute unzählige Studien durchgeführt wurden, die diese Zusammenhänge nicht nachweisen konnten. Erst kürzlich wurde im Zusammenhang mit dem Handy-Krebsrisiko Entwarnung gegeben: Handys seien für Erwachsene harmlos, könnten nicht mal Kopfweh, geschweige denn Krebs auslösen, teilte beispielsweise das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz im letzten Jahr mit. Gestützt wurde diese Aussage auf 54 einzelne Studien, die seit 2002 zum Thema Handy-Gesundheitsrisiko durchgeführt worden waren. Nun scheint diese Erkenntnis bereits wieder überholt zu sein.
Grund zur Panik besteht wohl trotzdem nicht. Es gilt jetzt abzuwarten, wie in Fachkreisen auf die Ergebnisse der neusten Studie reagiert wird. Und dann stellt sich natürlich auch die Frage nach den Konsequenzen. Wenn sich die Experten einig wären, dass Handys der Gesundheit schaden, würden wir dann unsere Kommunikationsgewohnheiten ändern?

Nachtrag: Heute berichten jetzt auch Schweizer Zeitungen über die Studie - zum Beispiel der Tagesanzeiger.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Kommunikationsinstrument und Risikofaktor

Dass sich Autofahren und Handy-Benutzung nicht vertragen, müsste eigentlich allgemein bekannt sein. Das Handy wird ja deshalb auch vielerorts per Gesetz aus dem Auto verbannt. Trotzdem ist die Ablenkung, auch durch digitale Gadgets, wie Handy, iPod oder Navigationssystem, beim Autofahren die häufigste Unfallursache.
Immer mehr digitale Geräte buhlen um die Aufmerksamkeit der User – eben auch im Auto, und da ist deren Benutzung besonders gefährlich. Aus einem Kommunikationsinstrument kann dann schnell eine tödliche Gefahr werden. Deshalb wurde in den letzten Wochen in verschiedenen Kantonen mit einer “Kampagne gegen den Blindflug“ versucht, mehr Aufmerksamkeit beim Lenken zu propagieren (unter anderem mit einem Blindflugsimulator für den PC). Doch das Problem, in der Schweiz durch eine stringente Gesetzgebung und relativ konsequente Durchsetzung vergleichsweise gut unter Kontrolle, rückt zum Beispiel in den USA erst jetzt so richtig ins öffentliche Bewusstsein. Das hat auch das renommierte Wirtschaftsmagazin Economist zu einem ausführlichen Artikel veranlasst:
“In 2008 one in six of the teenagers killed in car crashes in America was found to have been distracted, in one way or another, just prior to impact. Five years ago, the figure was one in eight. The authorities fear that the number of teenage deaths caused by distraction while driving is about to explode, given the variety of new gizmos about to invade the car.”
Junge Lenker sind also besonders durch Ablenkung und ganz besonders durch digitale Ablenkung gefährdet, weil viele von ihnen ihre Gadgets auch beim Autofahren benutzen. “Sicher etwas vom Dümmsten“, was ein Autofahrer tun könne, sei das Texten beim Fahren, schreibt der “Economist“.
Das kann man wohl sagen!
Eine Untersuchung des Virginia Tech Transportation Instituts hat nämlich gezeigt, dass sich das Risiko für einen Unfall oder einen Fast-Unfall durch Texten beim Fahren bis zu 23mal erhöht. Wer eine Telefonnummer wählt, ist bis zu sechsmal mehr unfallgefährdet. Auch ohne Gadgets kann man sich ablenken lassen; wer sich kämmt oder schminkt erhöht sein Unfallrisiko ebenfalls massiv.
In den USA sind das Telefonieren und das Schreiben von SMS längst nicht in allen Staaten verboten. Doch die Regierung hat das Problem erkannt und will mit dem guten Beispiel vorangehen. Das Telefon will man den Beamten im Dienstwagen trotz allem nicht verbieten, das Texten hingegen schon. Der Präsident hat die Anordnung persönlich vor wenigen Tagen unterschrieben. Was die Verbote bringen, wird sich zeigen. Meint einer der Kommentatoren zum Economist-Artikel: “Dummheit kann nun mal nicht per Gesetz bezwungen werden“.

Freitag, 24. Juli 2009

Teure Schweiz- auch für Handy-Nutzer

Wir haben es ja schon immer geahnt: Die Schweiz ist teurer - wo sonst bezahlt man schon für einen Kaffee mehr als 5 Franken? Was für den Kaffee gilt, zählt auch für die mobile Telefonie. Das hat jetzt das Bundesamt für Kommunikation offiziell bestätigt. Mobiles Telefonieren kostet in der Schweiz bis zu 80 Prozent mehr als im Mittel der EU-Länder, dafür sind Auslandgespräche im Festnetz billig.