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Freitag, 3. Januar 2014

Schweizer Handynutzer zahlen viel zu viel

Schweizer Handybesitzer geben pro Jahr rund 3,1 Milliarden Franken zu viel aus, weil sie nicht zum günstigsten Angebot wechseln. Bei den verlockenden Flatrate-Abos wählen viele Kunden überteuerte Angebote. Viele Anwender sind  überdies unzufrieden mit dem mobilen Internet.

Die obigen Feststellungen sind das Ergebnis einer Berechnung des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch auf Grundlage einer Online-Umfrage unter 3000 Handybesitzern. Das diesjährige Sparpotenzial von 3,1 Milliarden Franken ist die höchste Einsparung, seit comparis.ch diese
Analysen durchführt. Es ist seit dem Vorjahr um eine halbe Milliarde Franken gestiegen. Damals hatte die Swisscom mit den «Infinity»-Flatrate-Abos eine Preisrunde eingeläutet, und Sunrise und Orange reagierten darauf und senkten ihre Tarife.
Dieses Jahr liegt einer der Gründe für das enorme Sparpotenzial in den Flatrate-Abos. Die Befragung zeigt, dass die Anzahl der Handybesitzer, die mit einer Flatrate telefonieren, surfen und SMS schreiben, im Vergleich zum Vorjahr enorm gewachsen  ist. «Die Verbreitung der Flatrate-Angebote hat sich etwa verdreifacht», sagt Ralf Beyeler, der Telecom-Experte von comparis. Es zeigt sich aber, dass die Kunden häufig ein zu teures Flatrate-Abo abschliessen, obwohl es günstigere Flatrates gibt. Laut der Befragung geben Flatrate-Kunden im Durchschnitt um die 100 Franken im Monat aus. Die günstigste Flatrate gibt es aber bereits für 49 Franken. Die Gründe für den Siegeszug der Pauschalangebote sind klar: Die Schwelle, ab der sich eine Flatrate finanziell lohnt, ist tiefer geworden. Auch wer sein Mobiltelefon nur durchschnittlich nutzt, fährt mit einer Flatrate oft günstig. Zudem haben inzwischen die meisten Handynutzer ein Smartphone, viele möchten damit möglichst unbeschränkt im Internet surfen.

In der Comparis-Umfrage konnten die Handynutzer auch angeben, wie zufrieden sie mit ihrem Mobilfunkanbieter sind. Die Bewertungen führten zu Schulnoten (6 ist die beste, 1 die schlechteste Note). Die Überrschung: Keiner der etablierten Anbieter – Swisscom, Sunrise und Orange – erhält eine gute Gesamtnote. Nur Aldi und M-Budget, die über kleine Marktanteile verfügen, erhalten ein «gut». Der Kundendienst wird von den Swisscom-Kunden mit «befriedigend» bewertet (4,9). Die Hauptkonkurrenten schneiden mit ihrem Kundendienst bei ihren Kunden deutlich schlechter ab: Orange erhält hier ein «genügend» (4,2), Sunrise sogar ein «ungenügend» (3,8). Auch bei der Netzabdeckung bestehen grosse Differenzen, und zwar zwischen 5,2 für Swisscom bis 4,1 für Orange und Sunrise. Schliesslich fällt auch auf, dass die Handynutzer mit der Verfügbarkeit und der Geschwindigkeit des mobilen Internets nicht richtig zufrieden sind. Alle drei grossen Anbieter erhalten nur knapp ein «genügend». Das mobile Internet wird bei der Handynutzung immer wichtiger. Die Anbieter müssten eigentlich alles daran setzen, um mit guter Netzqualität und hoher Geschwindigkeit zu punkten - die Kunden würden es bestimmt schätzen.

Sonntag, 6. Januar 2013

Zahlen auch Sie zuviel für Ihr Handy?

Schweizer Handynutzer sind träge – und die Anbieter profitieren davon. Würden nämlich  alle Mobiltelefonierer  zum jeweils günstigsten Mobilfunkangebot wechseln, könnten sie 2,6 Milliarden Franken sparen. Derart hoch war das Sparpotenzial seit fünf Jahren nicht mehr. Das liegt an neuen Tarifmodellen der grossen Anbieter - aber auch daran, dass die Kunden kaum wechseln.Vielleicht scheuen sie sich davor, sich mit den Kundendiensten der Mobilfunk-Provider herumzuschlagen.

Quelle: comparis.ch
Zufriedenheit mit dem Kundendienst ist auch in der Mobilfunkbranche nicht einfach zu erlangen, wie eine Comparis-Umfrage zeigt. Die Befragten konnten sich zu einer Reihe von Punkten äussern, und die Bewertungen führten zu einer Benotung gemäss Schweizer Schulsystem. Ernüchternd: Nur drei Anbieter haben einen Kundendienst, den die Kunden mit «gut» bewerten: Migros (5,2), Aldi (5,1) und Swisscom (5,0). Bei Orange gibt es für den Kundendienst bloss eine 4,3, bei Sunrise sogar eine 3,8. Insgesamt erhalten die Anbieter eher mittelmässige Zeugnisse. Die Hälfte der Anbieter schneiden höchstens mit «befriedigend» ab. Die obersten Plätze belegen wie in den drei letzten Jahren Aldi, Migros und Yallo, auf dem letzten Platz sitzt Sunrise (siehe nebenstehende Grafik).
Doch zurück zu den Preisen: Ein gewichtiger Grund für das enorme Sparpotenzial liegt gemäss comparis.ch in den Preissenkungen der grossen Anbieter, die im Jahr 2012 für einigen Wirbel im Markt gesorgt haben.
Im Sommer lancierte Swisscom ihre «Infinity»-Produkte; hier zahlt der Kunde grundsätzlich nicht mehr für einzelne Gespräche oder Download-Mengen, sondern einen Pauschalbetrag, der sich nach der Geschwindigkeit der Datenübertragung richtet. Die Konkurrenten liessen nicht lange auf sich warten. Sunrise reagierte bald darauf mit der Flatrate «Sunrise 24», und auch Orange senkte ihre Preise deutlich nach unten. Auch aufgrund dieser Tarifänderungen lohnt es sich für Handynutzer oftmals, innerhalb ihres bestehenden Anbieters nach günstigeren Möglichkeiten Ausschau zu halten. Swisscom-Kunden könnten 1,3 Milliarden Franken sparen, wenn alle das für sie günstigste Swisscom-Angebot abschliessen würden. Bei Sunrise sind es rund 560 Millionen Franken, bei Orange 190 Millionen Franken. Diese Unterschiede haben mehrere Gründe. Swisscom verfügt erstens mit Abstand über mehr Kunden als die Konkurrenz. Zweitens können zahlreiche Kunden dank dem neuen Prepaid-Angebot «Easy Smart» enorm Geld sparen. Drittens stehen die Unterschiede im Zusammenhang mit der Tarifstruktur: Bei Swisscom und Sunrise gibt es grosse Differenzen zwischen den Preisen, welche die Kunden für ihr heutiges Angebot zahlen, und den Preisen, die sie für das günstigste Angebot innerhalb ihres Anbieters zahlen würden. Bei Orange fällt dieser Unterschied geringer aus.


Freitag, 21. September 2012

Wo ist das iPhone 5 am günstigsten?


Die grossen Telecom-Anbieter haben ihre Angebote für das neue iPhone 5 bekanntgegeben. Comparis.ch hat berechnet, wie teuer das Smartphone zu stehen kommt, wenn sämtliche Kosten berücksichtigt werden - von den Anschaffungskosten bis zu den Gesprächsgebühren. Das Resultat: Die meisten Nutzer telefonieren mit  Coop Mobile am besten; sie sparen über zwei Jahre bis zu 811 Franken. Wer das Gerät intensiv nutzt, findet bei Swisscom das günstigste Angebot.

Sorgt wieder für Aufregung bei den Fans: das
neue iPhone von Apple.                   (Bild Apple)
Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Netzbetreibern sind auch beim iPhone 5 sehr gross. Dies geht aus einer Analyse hervor, die comparis.ch mit den bereits bekannten Angeboten durchgeführt hat. Berechnet wurden die Gesamtkosten, die bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren entstehen. In der Analyse wurden der Gerätepreis für die 16-GB-Version des iPhone 5, die Abonnementskosten sowie die Gebühren für Telefon, SMS und Datenübertragung berücksichtigt. comparis.ch hat die Gesamtkosten für drei Nutzerprofile berechnet, und zwar für den Wenig-, den Durchschnitts- und den Vielnutzer. Auch versteckte Kosten wie die Minutentaktung flossen in die Berechnung ein.
Coop Mobile hat die Nase vorn Das überraschende Resultat: Die allermeisten Nutzer fahren mit den Angeboten von Coop Mobile am günstigsten. Dies gilt sowohl für die Wenig- als auch für die Durchschnittsnutzer. Damit tritt Coop Mobile erstmals bereits bei der Lancierung eines iPhones in ernsthafte Konkurrenz mit den drei grossen Anbietern. Allerdings steht auch hinter Coop Mobile ein Grosser aus der Branche: «Orange möchte mit dem eigenen Billig-Angebot unter der Marke Coop Mobile Marktanteile gewinnen - auf Kosten von Swisscom», sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte von comparis.ch.
Für den Wenignutzer kostet das Angebot von Sunrise nur minimal mehr als jenes von Coop Mobile (siehe Tabelle). Wesentlich teurer sind Orange und Swisscom. Über die 24 Monate gerechnet, zahlt ein Swisscom-Kunde 674 Franken mehr als ein Coop-Kunde - also 58 Prozent mehr. Ähnlich drastisch sind die Unterschiede für den Durchschnittsnutzer. In diesem Profil verlangt der teuerste Anbieter, Swisscom, 811 Franken oder 60 Prozent mehr als Coop.
Im Profil des Vielnutzers dagegen schneidet die Swisscom am besten ab. Mit dem Abonnement «Infinity S» fallen über die Vertragszeit von 24 Monaten Gesamtkosten von 2169 Franken an. Der teuerste Anbieter, Orange, verlangt dafür 2957 Franken, also 36 Prozent mehr.
Nur Vielnutzer zahlen weniger als für Vorgänger-Version Dank dem Flatrate-Angebot «Infinity S» kostet bei Swisscom das iPhone 5 für den Vielnutzer auch wesentlich weniger als die Vorgänger-Version, das iPhone 4S, bei der Lancierung vor einem Jahr. Der Preis hat sich fast halbiert; die Differenz beträgt rund 2000 Franken. Bei Sunrise zahlt der Vielnutzer für das iPhone 5 fast 1000 Franken weniger als damals für das iPhone 4S. Für die allermeisten Kunden allerdings sind die Gesamtkosten kaum gesunken. «Die Anbieter versprechen immer wieder Preissenkungen. In Tat und Wahrheit bleiben die Kosten für die meisten Nutzer praktisch unverändert», sagt Ralf Beyeler. Die Wenig- und die Durchschnittsnutzer zahlen bei Sunrise und Orange für das iPhone 5 ungefähr die gleichen Gesamtkosten wie vor einem Jahr für das iPhone 4S. Bei Swisscom hingegen kostet das neue Gerät für den Wenignutzer spürbar mehr, nämlich 210 Franken.


Günstigstes Angebot für das iPhone 5 nach Nutzungsprofil 
  Alle Kosten in CHF
Wenignutzer
Telefoniert 60 Min. und verschickt 30 SMS pro Monat

Angebot
Kosten für 24 Monate
Coop Mobile «Friends Surf»
1161 
Sunrise «Flex 40»
1181
Orange «Me 90»
1607
Swisscom «Liberty Primo»
1835


Durchschnittsnutzer
Telefoniert 120 Min. und verschickt 40 SMS pro Monat

Angebot
Kosten für 24 Monate
Coop Mobile «Friends Surf»
1358
Sunrise «Flex 40»
1727
Orange «Me 240»
2053
Swisscom «Infinity S»
2169


  Vielnutzer
Telefoniert 480 Min. und verschickt 80 SMS pro Monat

Angebot
Kosten für 24 Monate
Swisscom «Infinity S»
2169
Sunrise «Flat
2309
Coop Mobile «Friends Surf»
2491
Orange «Me unlimitiert»
2957

Quelle: comparis.ch


Montag, 30. Mai 2011

Mobile Kommunikation: Mehr Angebote für mehr Geld

Die vielen neuen Angebote, die von den wichtigsten Telekomfirmen lanciert werden, führen in der Regel nicht zu günstigeren Preisen für die Konsumenten. Das zeigt eine Analyse des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch zeigt. Es drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass der Wettbewerb im profitablen Mobilfunkmarkt nur ungenügend funktioniert.

Der grösste Anbieter ist am teuersten: Für Wenig- und Durchschnittsnutzer sind in den meisten Fällen eher kleine Anbieter wie Aldi, Talk Talk oder Lebara am günstigsten. Swisscom hingegen, die Nummer 1 im Schweizer Mobilfunkmarkt, gehört trotz den kürzlich erfolgten Preisanpassungen bei allen Profilen zu den teuren Anbietern. Das ist nur ein Resultat des neusten Comparis-Vergleichs. Das Resultat fiel generell ernüchtern aus. Neue Angebote der grossen Telekoms haben nur selten zu tieferen Preisen für die Kunden geführt, wie ein Preisvergleich mit den Angeboten vor einem Jahr ergab. Zitat Comparis:
“Die neuen Angebote führen grösstenteils zu wenig Preiswettbewerb und zementieren die bisherigen Preise. So profitieren nur Vielnutzer von den tieferen Preisen, bei allen anderen Nutzerprofilen hat es bei den günstigsten Preisen keine Bewegung gegeben. Die günstigsten Preise für Wenig- und Durchschnittsnutzer - sowohl mit als auch ohne Datenübertragung - sind für Prepaid- und Abo-Kunden stabil geblieben. Wenig- und Durchschnittsnutzer kommunizieren im Übrigen mit einem Prepaid-Angebot deutlich günstiger als mit einem Abo. Von den neuen Angeboten profitieren in erster Linie die Vielnutzer. Dank Orange Me Unlimitiert ist der günstigste Preis für die Vielnutzer um bis zu 17 Prozent gesunken. Bisher hat Sunrise diesen Nutzerprofilen das jeweils günstigste Angebot unterbreitet. Sunrise hat aber bisher den von Orange gestarteten Preiskampf nicht aufgenommen und die Preise nicht gesenkt. Im Gegenteil: Wegen der höheren SMS-Tarife sind Sunrise-Angebote sogar leicht teurer als im Vorjahr.“
 Comparis werde weiterverfolgen, wie sich der Wettbewerb in Zukunft entwickle, teilt die Firma mit.


Die Comparis Preisvergleichstabelle.

Samstag, 9. April 2011

Der Festnetzanschluss fürs Handy

Es ist noch nicht so lange her, da war es unvorstellbar, dass ein Geschäft ohne Festnetzanschluss funktionieren könnte. Dann kamen die Handys, und schon bald war es unvorstellbar, dass ein Geschäft oder eine Person ohne mobiles Telefon durch den Tag gehen könnte. Nun schliesst sich der Kreis: Sunrise offeriert Kleinunternehmern den virtuellen Festnetzanschluss fürs Handy.  

Das Angebot gelte exklusiv für Selbstständige und Kleinunternehmen, teilt das Unternehmen mit. Mit der virtuellen Festnetznummer soll jeder eingehende Anruf umgehend und kostenlos auf die dazugehörende Mobilnummer weitergeleitet werden. Der Inhaber der virtuellen Festnetznummer spart sich dadurch die Kosten für den Festnetzanschluss – das sind immerhin rund 300 Franken pro Jahr - kann von seinen Geschäftspartnern und Kunden aber dennoch zum günstigen Festnetzpreis kontaktiert werden.
Wer sich für eine virtuelle Festnetznummer von Business Sunrise entscheide, erhöhe Flexibilität und Erreichbarkeit und profitiert von einem verbesserten Schutz der Privatsphäre, sagt Sunrise. Die Nummer des Mobiltelefons muss nämlich niemandem mehr bekannt gegeben werden, da bei ausgehenden Anrufen vom Handy statt der Mobilnummer wahlweise auch die Festnetznummer angezeigt werden kann.
Neben Anwendern, die viel unterwegs sind, sind virtuelle Festnetznummern auch für Bürogemeinschaften interessant: Sunrise bietet ihnen Festnetz, Mobilfunk und Internet aus einer Hand an. So können sie sich den Internetanschluss teilen, bekommen mit virtuellen Festnetznummern aber separate Telefonnummern und Abrechnungen.