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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Tablets sind ein Hit - auch in der Schweiz

Während früher der Fernseher die volle Aufmerksamkeit für sich beanspruchen konnte, nimmt heute mehr als die Hälfte aller Schweizer beim Fernsehen ein Tablet-Computer zur Hand, bei den jüngeren Personen sind es mehr als zwei Drittel. Vor vier Jahren noch ein völliges Nischenprodukt, werden Tablets heute auch in der Schweiz intensiv genutzt. Bereits steht in jedem dritten Haushalt ein Tablet zur Verfügung, und mehr als 20 Prozent der Schweizer Haushalte haben gar zwei dieser flachen Computer, wie eine Erhebung der Marktforschungsinstituts GfK Schweiz ergab.

Tablets sind gegenwärtig das Wachstumsprodukt in der Heimelektronik. So haben sich die Verkäufe in der Schweiz in den letzten zwei Jahren jedes Jahr mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr rechnet man damit, dass mehr als eine Million Geräte abgesetzt werden. Dies ist eine beachtliche Zahlt für ein Land mit 3 Millionen Haushalten.
Zur hohen Penetration beigetragen haben natürlich auch die stark sinkenden Durchschnittspreise, die nicht zuletzt aufgrund des Trends zu kleineren Bildschirmen möglich geworden sind. Waren im vergangenen Jahr noch praktisch alle Tablets grösser als 8 Zoll, so steht das neue Segment der 6-8 Zoll Bildschirme im ersten Halbjahr für 40 Prozent der Verkäufe.
Bei alle grossen Heimelektronik-Herstellern stehen die Tablets inzwischen strategisch im Fokus. Die Dominanz von Apple ist gebrochen und die Konkurrenten um Android und Microsoft setzen ebenfalls auf die Karte Tablets. Die Konsumenten dürfen sich also auf viele neue Produkte freuen; umso mehr als die Marktforscher davon ausgehen, dass auch die Preise weiter sinken werden. Die Hersteller freuen sich über die enormen Zuwachsraten bei den Verkaufszahlen: Die Marktforscher von Gartner sagen voraus, dass der Absatz dieses Jahr um mehr als 50 Prozent auf über 184 Millionen Tablets steigen wird – im nächsten Jahr soll es ähnlich rasant weitergehen!
Der nachstehende Link führt auf das Video auf suedeutsche.de vom 23. Oktober, das  über die Vorstellung gleich drei neuer Tablets am gleichen Tag - von Microsoft, Nokia und Apple - berichtet. 

Freitag, 19. Juli 2013

Hiobsbotschaften (und Chancen) für den PC-Markt

Schon wieder eine Hiobsbotschaft, die den PC-Markt betrifft. Herkömmliche Computer, sprich Desktop und Laptop PCs, verkaufen sich immer schlechter. Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen - im Gegenteil. Ersetzt werden die PCs in den meisten Fällen durch Tablets – diese kosten weniger, sind handlicher, einfacher zu bedienen und leistungsfähig genug, um den Ansprüchen der meisten Anwender zu genügen.

Nicht alle Tablets sind populär - wie Microsofts Surface beweist. Woran
liegts? Etwa an der Werbung für das Gerät?
Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden gemäss Marktforschungsunternehmen Gartner weltweit rund 11 Prozent weniger Desktop-PCs verkauft, als noch im letzten Jahr – das sind 76 Millionen Geräte.
DieForschungsabteilung der Deutschen Bank hat kürzlich das Phänomen des schrumpfenden PC-Marktes einem Erklärungsversuch unterzogen. Die Experten weisen darauf hin, dass die Gesamtzahl aller internetfähigen Endgeräte in den nächsten Jahren jährlich um 10 Prozent ansteigen wird. Allerdings vollziehe sich, so die DB-Experten, innerhalb der Endgeräte-Klassen ein dramatischer  Bedeutungswandel:
“So gewinnen Tablets immer mehr Zuspruch und dürften in dieser Frist ihren Anteil an allen Neuverkäufen von 5 Prozent auf dominante 48 Prozent ausbauen. Gleichzeitig können die Laptops bei der absoluten Verkaufszahl nicht mehr allzu stark zulegen, sodass ihr Anteil an allen Neuverkäufen von 55 Prozent auf 33 Prozent sinken dürfte. Am deutlichsten aber trifft der Umbruch die Desktops. Diese verlieren bereits heute und weiter anhaltend nicht nur relativ zu den beiden anderen Endgeräte-Klassen, sondern auch bezüglich der absoluten Verkaufszahlen.“
Die Forscher der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass die technischen Fortschritte der Tablet-Computer, der deutliche Preisverfall und die wachsende Verbreitung von Cloud-Computing zur steigenden Popularität der Geräte beitragen. In Unternehmen würden Tablets heute nicht mehr nur im Vertrieb, sondern auch in der Wartung und der Fertigung eingesetzt. Ausserdem gebe es regionale Unterschiede:
“In regionaler Hinsicht bedeutend sind die sich ändernden Nutzungsgewohnheiten in den hoch entwickelten Ländern, aber auch den Schwellenländern. In den hoch entwickelten Ländern fühlen sich immer mehr Nutzer mit den Tablet-Anwendungen so gut versorgt, dass sie in der nächsten Generation beim Ersatzkauf auf einen zusätzlichen Desktop bzw. Laptop verzichten. Die besondere Dynamik des Umbruchs gründet allerdings auf die Entwicklung in den Schwellenländern. Hier meidet ein immer größerer Anteil der schnell wachsenden Kundengruppe die althergebrachten Alternativen und setzt schon bei der Erstausstattung allein auf Tablets.“

Mit anderen Worten: Der Wechsel ins mobile Tablet- (und Smartphone) Zeitalter wird wahrscheinlich eher schneller gehen, als die Experten annehmen. Das zeigt sich schon, wenn frühere Marktprognosen mit aktuellen Verkaufszahlen verglichen werden. Allerdings sind nicht alle Tablets gleich. Microsoft scheint zum Beispiel mit seinem Surface-Tablet eher Mühe zu haben. Gemäss aktuellen Berichten, schreibt der Konzern im aktuellen Quartal 900 Millionen Dollar für nicht verkaufte Geräte ab.

Montag, 15. April 2013

Zeit, diese PC-Aktien zu verkaufen?

Stirbt der private PC eines langsamen Todes? Es sieht so aus: Der PC-Markt schrumpft nämlich gewaltig – fast 14 Prozent allein im ersten Quartal dieses Jahres. Verwunderlich ist diese Entwicklung ja wirklich nicht: Private Anwender, die den PC nicht zum Arbeiten brauchen, können im Zeitalter der Smartphones und Tablets ganz gut ohne Laptop oder Desktop leben. Ausserdem scheint vielen Anwendern Windows 8 nicht so recht zu gefallen.

Ist die hohe Zeit des PCs vorbei? Was Privathaushalte betrifft, muss man die
Frage wahrscheinlich mit einem Ja beantworten.                          Grafik: Statista
Gemäss den Marktforschern bei IDC, sind die PC- und Notebook-Verkäufe in den ersten drei Monaten 1013 um 13,9 Prozent zurückgegangen, wenn man sie mit dem Vorjahr vergleicht. Das ist neu, in der Geschichte des persönlichen Computers. Seit IDC vor 20 Jahren mit der statistischen Aufarbeitung dieses Marktes begonnen hat, hat es noch nie einen derartigen Rückgang gegeben. Auch Gartner verfolgt die PC-Verkäufe und kommt dabei zu ähnlichen Schlüssen. Die Gartner-Experten errechneten einen Marktrückgang von 11,2 Prozent und weisen darauf hin, dass die PC-Verkäufe  bereits seit vier Quartalen in Folge schrumpfen.  Was sind die Ursachen für diesen stetigen und starken Rückgang? Smartphones, Tablets und Windows 8! Zitat aus heise.de:
“Während die PC-Verkäufe im gewerblichen Umfeld sogar noch leicht zulegen konnten, brach das Consumer-Geschäft umso stärker ein – weil Kunden lieber zu Smartphones und Tablets greifen. Auch die Markteinführung von Windows 8 hat daran nichts geändert.  Für IDC-Analyst Bob O'Donnell hat Windows 8 nicht nur seine erhoffte marktbelebende Wirkung verfehlt, sondern sogar den PC-Verkauf noch weiter gedämpft. "Es scheint klar, dass die Veröffentlichung von Windows 8 nicht nur dahingehend gescheitert ist, den PC-Markt anzukurbeln. Es scheint sogar, dass der Markt abgebremst wurde." Die Verwirrung der Verbraucher, die durch Windows 8 und seine neue Oberfläche ausgelöst worden sei, habe zu den sinkenden PC-Absatzzahlen beigetragen." 
Dass sieht der Hersteller Microsoft natürlich ganz anders. Gegenüber BILD.de bemängelt der Windows-Hersteller die „PC"-Definition von IDC:
“Während wir mit Windows 8 für zahlreiche neue Geräteklassen sorgen, verharren Marktanalysten auf einer veralteten Definition des PCs. Kurz: Der PC ist nicht tot, er ist quicklebendig und sieht nur anders aus.“
 Die grossen PC-Hersteller werden das wahrscheinlich nicht ganz so locker sehen. Von den fünf grössten traf der Rückgang Lenovo am wenigsten, die anderen schrumpften deutlich (siehe Grafik). Acer büsste ganze 30 Prozent ein, beim Marktführer HP sind es immerhin noch 23 Prozent.

Montag, 23. Juli 2012

Windows 8: nur gut fürs Tablet?

Währenddem eine riesige Anzahl von privaten Anwendern und vor allem Unternehmen erst gerade von XP auf Windows 7 umgestiegen sind – oder den Wechsel noch planen, vibriert die Branche schon lange mit News über Windows 8. Das OS wurde für Touch-Screens entworfen und scheint sich dementsprechend zu verhalten.

“Gartner Experte: Windows taugt nicht für Firmendesktops“ titelt die Computerwoche.
Tatsächlich.
Wir haben das neue OS noch nicht ausprobiert, aber es erscheint einigermassen logisch dass ein Touch-Screen-Windows auf dem Tablet besser läuft, als auf dem PC mit der Maus. Zitat aus dem Artikel der Computerwoche:
“Die guten Nachrichten zuerst: Auf einem Touchscreen lässt sich Windows 8 ziemlich gut bedienen. Außerdem glänzt das neue Windows mit einfacher Installation, schnellem Boot-Vorgang und angenehmem Erscheinungsbild. Berger kann sich durchaus vorstellen, künftig mit einem Windows-8-Slate statt wie bisher mit Notebook und iPad zu reisen […]
"Wie ist das Windows-8-Erlebnis, wenn der End-Point nicht touch-fähig ist?" Und die Antwort: "Mit einem Wort: Schlecht." Extrem wichtige Menüs in Windows 8 seien zum Beispiel nicht auf dem Bildschirm sichtbar und auf Touch-Geräten einfachst per Daumenwischen zu erreichen - nicht aber mit der Maus…“
Na also! Das scheint doch zu passen. Windows 7 läuft ja wunderbar und hat von Anfang an gute Noten bekommen. Die meisten Anwender werden sich freuen, die nächsten Jahre damit zu verbringen. Das muss sie ja nicht davon abhalten, Windows 8 auf einem Tablet zu installieren. Ob ein derartiges Anwenderverhalten allerdings die Erwartungen von Microsoft erfüllen würde, bleibe dahingestellt.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Happy New Year!

Für jene Leser, die sich auch in der Woche zwischen den Festen für unsere Themen interessieren, haben wir heute drei Links mit Trends und Voraussagen zum neuen Jahr herausgesucht:

“Während bei Smartphones und Tablets eher die Verbesserung der Technik im Vordergrund steht, zeichnet sich 2012 im Fernsehmarkt eine grössere Revolution ab: Smart TV bringt Internet und Apps auf den Fernseher. Hier kommen auch Tablets ins Spiel. So lanciert die Swisscom für ihr digitales TV-Angebot im Januar eine spezielle iPad-App, diverse TV-Geräte kann man schon heute mit Smartphone-Apps steuern. Gespannt blickt die Branche auf Apple: Steigt der Konzern tatsächlich mit eigener Hardware ins TV-Geschäft ein? Und in Zeiten von Web-Angeboten wie Mediatheken, Youtube und weiteren TV-Angeboten bestimmt der Konsument immer häufiger selber, wann er welche Sendungen sehen will. Das lineare Fernsehprogramm mit fixen Sendezeiten wird zum Auslaufmodell.“

“Kaspersky geht davon aus, dass bisher populäre Angriffs-Techniken wie etwa das Versenden verseuchter E-Mail-Anhänge im Jahr 2012 an Bedeutung verlieren werden. Stattdessen werde zunehmend der Webbrowser als Angriffsvektor in den Vordergrund rücken. Wie effektiv dies sein werde, hänge davon ab, wie viele Sicherheitslücken in populärer Software vorhanden seien und wie gut sich diese ausnutzen ließen…“
 Die Marktforscher von Gartner sehen für das nächste Jahr vor allem viel billigere Smarphones, wie CIO.de zitiert:
“Der Vormarsch günstiger Smartphones werde auch in Märkten wie Westeuropa und den USA spürbar sein, sagte die Gartner-Analystin [Roberta Cozza]. Die preiswerten Geräte dürften dort den Abschied von einfachen Handys beschleunigen, prognostizierte sie. In den entwickelten Märkten war zuletzt gut jedes zweite verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone, es wurde bereits eine Sättigung spürbar, mit der frühere Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent nicht mehr erreicht wurden. "Die Zeit der Riesen-Sprünge geht vorüber", sagte Cozza."
 Wir wünschen ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Dienstag, 1. September 2009

Software auf Abruf – doch nicht so günstig?

Das neudeutsche Wort heisst SaaS (Software as a Service), und dem Konzept wurde eine grosse Zukunft vorhergesagt. Jetzt zeigt eine Untersuchung von Gartner, dass zahlreiche Unternehmen, vor allem auch KMU, nicht mit den SaaS-Lösungen zufrieden sind.

SaaS wurde in den letzten Jahren vor allem deshalb angepriesen, weil dadurch die Server-Infrastruktur im Unternehmen im Rahmen gehalten werden kann. Mit SaaS wird auf Software durchs Netzwerk zugegriffen, genau dann, wenn sie gebraucht wird - im Gegensatz zum traditionellen Geschäftsmodell, wo eine Software (eigentlich eine Lizenz zum Gebrauch der Software) zu einem festen Preis verkauft und auf dem Computer des Kunden installiert wird. SaaS soll also die Kosten senken. Wie die Gartner-Analysten herausgefunden haben, stimmt das oft nicht. Zitat aus CIO:

“Insgesamt sind die Firmen mit SaaS-Lösungen nur mäßig zufrieden. Auf einer
Skala von eins bis sieben ermittelten die Marktforscher über alle Bereiche
hinweg einen Durchschnittswert von 4,72. […] Von den Unternehmen, die sich
entschieden, vorhandene SaaS-Anwendungen abzuschalten, hatten 67 Prozent
Schwierigkeiten bei der Integration. Die Hälfte kritisierte die hohen
Service-Kosten für SaaS und ein Drittel die geringe Flexibilität der
Anwendungen, etwa im Hinblick auf Prozessanpassungen. Den Marktforschern zufolge
widersprechen diese Ergebnisse diametral der allgemeinen Einschätzung und dem
Selbstbild der Anbieter, SaaS könne IT-Kosten senken oder sei problemlos
integrierbar.“
Schon im Februar dieses Jahres war eine Gartner-Studie publiziert worden, die den SaaS-Euphorikern einen Dämpfer aufsetzte. Die Dienstleistung bringe nur kurzfristig Vorteile, hiess es da. Langfristig könne SaaS sogar teurer sein, als gekaufte Software.