Montag, 30. Mai 2011

Mobile Kommunikation: Mehr Angebote für mehr Geld

Die vielen neuen Angebote, die von den wichtigsten Telekomfirmen lanciert werden, führen in der Regel nicht zu günstigeren Preisen für die Konsumenten. Das zeigt eine Analyse des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch zeigt. Es drängt sich die Schlussfolgerung auf, dass der Wettbewerb im profitablen Mobilfunkmarkt nur ungenügend funktioniert.

Der grösste Anbieter ist am teuersten: Für Wenig- und Durchschnittsnutzer sind in den meisten Fällen eher kleine Anbieter wie Aldi, Talk Talk oder Lebara am günstigsten. Swisscom hingegen, die Nummer 1 im Schweizer Mobilfunkmarkt, gehört trotz den kürzlich erfolgten Preisanpassungen bei allen Profilen zu den teuren Anbietern. Das ist nur ein Resultat des neusten Comparis-Vergleichs. Das Resultat fiel generell ernüchtern aus. Neue Angebote der grossen Telekoms haben nur selten zu tieferen Preisen für die Kunden geführt, wie ein Preisvergleich mit den Angeboten vor einem Jahr ergab. Zitat Comparis:
“Die neuen Angebote führen grösstenteils zu wenig Preiswettbewerb und zementieren die bisherigen Preise. So profitieren nur Vielnutzer von den tieferen Preisen, bei allen anderen Nutzerprofilen hat es bei den günstigsten Preisen keine Bewegung gegeben. Die günstigsten Preise für Wenig- und Durchschnittsnutzer - sowohl mit als auch ohne Datenübertragung - sind für Prepaid- und Abo-Kunden stabil geblieben. Wenig- und Durchschnittsnutzer kommunizieren im Übrigen mit einem Prepaid-Angebot deutlich günstiger als mit einem Abo. Von den neuen Angeboten profitieren in erster Linie die Vielnutzer. Dank Orange Me Unlimitiert ist der günstigste Preis für die Vielnutzer um bis zu 17 Prozent gesunken. Bisher hat Sunrise diesen Nutzerprofilen das jeweils günstigste Angebot unterbreitet. Sunrise hat aber bisher den von Orange gestarteten Preiskampf nicht aufgenommen und die Preise nicht gesenkt. Im Gegenteil: Wegen der höheren SMS-Tarife sind Sunrise-Angebote sogar leicht teurer als im Vorjahr.“
 Comparis werde weiterverfolgen, wie sich der Wettbewerb in Zukunft entwickle, teilt die Firma mit.


Die Comparis Preisvergleichstabelle.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Die Shopping-Zukunft: Per Sat-Nav zum Produkt

Hier ist wieder mal eine echt gute Idee: Tesco, der drittgrösste Detailhändler der Welt, ansässig in Grossbritannien, testet eine App, mit der die Kunden die gewünschten Produkte im Laden präzise lokalisieren können.

Das Problem wird drängender, je grösser die Läden werden: In einem grossen Geschäft einzelne Produkte auf dem Regal zu finden, kann schwierig und vor allem zeitraubend sein. Dem will Tesco jetzt mit einem Sat-Nav-System fürs Einkaufen entgegenwirken, wie der Londoner Telegraph heute berichtet.
Die App funktioniert wie folgt: Der Kunde gibt seine Einkaufsliste in die App ein, und sobald er einen Tesco-Laden betritt, hat er auf seinem Smartphone Zugriff auf eine Karte, die genau aufzeigt wo sich die gewünschten Produkte befinden. Die App zeigt dem Einkäufer auch den kürzesten Weg zwischen den Produkten und schlägt die beste Route für das Einkaufswägelchen vor – genau wie mit dem Sat-Nav-System auf der Autobahn. Selbstverständlich können neue Produkte jederzeit hinzugefügt werden – “ich brauch ja noch Milch und Butter“ – und werden dann sofort in den Plan eingebaut.
Nick Lansley, Technologie-Guru bei Tesco erklärt auf seinem Blog, dass in jedem Laden ein vollumfängliches Sat-Nav-System eingerichtet werden müsse, damit das Smartphone die Produkte findet. Deshalb will Tesco das System erst mal testen, bevor es in allen Läden eingeführt wird. Als Plattform für die App wurde das Android-System gewählt, potenzielle Tester können die App bei Tesco herunterladen.
Wir können uns vorstellen, dass sich ähnliche Smartphone-Apps weltweit rasch durchsetzen werden, weil sie mindestens zwei Grundvoraussetzungen für eine Killer-App erfüllen: Sie bringen echten Nutzen und sparen Zeit – was wiederum die Lebensqualität erhöht.

Montag, 23. Mai 2011

Schnelles Internet für alle

Allein in Europa gibt es noch Millionen Haushalte, die nicht in den Genuss von High-Speed-Internet kommen. Wer im abgelegenen Grünen die Natur geniesst, ist dafür oft nur rudimentär  mit der digitalen Welt verbunden. Eine Firma in Deutschland will das jetzt ändern und bietet für relativ wenig Geld den Satellitenanschluss fürs Internet mit einer Downloadrate von bis zu 10 Mbit pro Sekunde.

Zweiweg-Internet durch das Astra-Satellitensystem: So präsentiert Filiago auf ihrer
Internetsite die geographische Abdeckung ihres Angebots in Europa.
Laut Schätzungen sind es immer noch 13 Millionen Haushalte die in Europa über gar keinen terrestrischen Internetzugang verfügen und zusätzliche rund 17 Millionen, die mit einer Bandbreite von wenig als 2 MBit/s auskommen müssen. Das macht die Anwendungen im Web nicht nur langsam, sondern verunmöglicht viele Anwendungen.  Dafür soll es jetzt eine Lösung geben. Auch diese 30 Millionen Haushalte können ab sofort am schnellen digitalen Leben teilnehmen, denn für Satelliten gibt es schliesslich (fast) keine Grenzen. Es ist völlig unerheblich, ob die Dienste in Norddeutschland, auf einer Britischen Insel, oder in der Französischen oder Italienischen Provinz genutzt werden. Die technischen Voraussetzungen sind überall die gleichen und erfreulich anspruchslos: Freie Sicht auf den Satelliten und eine Stromversorgung für das Modem. Mehr braucht es nicht, um das abgelegene Toskanische Ferienhaus an die Welt anzuschliessen.
Odfferiert wird dieser Dienst von  der Filiago GmbH & Co KG aus Bad Segeberg.
Für Utz Wilke von Filiago ist diese Erweiterung ein konsequenter Schritt in der Unternehmensgeschichte: Nachdem man bei Filiago das 2-Wege-Satelliteninternet in Deutschland im Jahre 2007 eingeführt habe, sei das internationale Angebot eine natürliche Weiterentwicklung. Es gebe gerade im Ausland sehr viele unterversorgte und unerschlossene Regionen, die nur darauf warteten, endlich aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt zu werden, erklärt er. Filiago bietet den 10 MBit-Service inklusive Hardware für monatlich 49,95 Euro an.
Auch andere Anbieter offerieren den Internetanschluss via Satellit. Ein interessantes Konzept stellte kürzlich der Satellitenbetreiber Eutelsat an einer Fachmesse vor. Das Angebot heisst “Tooway“ und wir über den Satelliten KA-SAT bereitgestellt. Auf dieser Basis wiederum will die Internetagentur Schott Mehrteilnehmerlösungen zur schnellen Breitbandanbindung kompletter Ortsteile in unversorgten Regionen möglich machen. Mit einer neuen, funkbasierten Netzwerklösung können bis zu 24 Häuser an das satellitengestützte Breitbandsystem "Satspeed" angeschlossen werden. Die Breitbandanbindung der Häuser erfolgt dann über eine schnelle Richtfunkstrecke; hausintern erfolgt verläuft der Signalweg über das TV-Kabelnetz. Damit gestattet die Breitband-Mehrteilnehmerlösung die schnelle und flächendeckende Breitbandanbindung von Ortsteilen und Straßenzügen mit künftig bis zu 10 Mbit/s im Download und bis zu 4 Mbit/s im Upload.
Das die Daten immer schneller fliessen ist im digitalen Zeitalter eine unabdingbare Voraussetzung. So wird ständig an der weiteren Beschleunigung gearbeitet. Die neuste Meldung aus der Forschung:  Ein Team von Deutschen, Schweizerischen, Israelischen und Britischen Wissenschaftlern hat gerade eben bekanntgegeben, dass es gelungen sei, mit einem einzigen Laserstrahl 26 Terabits pro Sekunde zu transportieren. Diese Datenmenge entspricht dem Inhalt von rund 700 DVDs; oder die Übertragungsrate würde es möglich machen, gleichzeitig 400 Millionen Telefongespräche zu übertragen.

Freitag, 20. Mai 2011

Cloud-Computing im Wolkenkuckucksheim

Die Idee ist grossartig, und irgendwann wird es sicher auch funktionieren: Cloud-Computing. Nun bringt Google mit dem Chrome-Book sogar einen PC, der ganz auf das Cloud-Konzept angelegt ist. Doch wie zuverlässig ist das Rechnen in der Wolke?

Das Chrome-Book von Google: Zum Surfen in der Wolke.
Cloud-Computing ist ein bestechendes Konzept: Statt dass der User auf seinem PC eigene Software hat, benutzt er ganz einfach die benötigten Anwendungen, die auf dem Internet zur Verfügung gestellt werden – zum Beispiel eben von Google. Das ist denn auch die Idee hinter dem Chrome-Book: Millionen von Anwendern sollen in Zukunft auf Google-Anwendungen zugreifen, die im Web angeboten werden - und werden dies wohl auch tun. Schliesslich ist das Surfen im Web die Hauptbeschäftigung für die meisten User. Anwendungen in der Wolke werden aber auch für Firmen propagiert: “ Immer mehr Unternehmen setzen auf IT-Outsourcing und die neue Freiheit im Internet“ titelt zum  Beispiel kürzlich die Pressemitteilung eines der vielen Unternehmen in der Branche.
Viele von uns machen beim Cloud-Computing schon mit, ohne dass wir es uns bewusst sind: Webmail-Anwendungen wie Gmail von Google, oder auch Social-Media wie Facebook, aber auch Blogger, ebenfalls von Google, sind genau genommen Cloud-Anwendungen. Gerade letzte Woche haben zwei dieser Wolken-Angebote gezeigt, wo das Problem beim Cloud-Computing liegt. Blogger, eine Blogging-Plattform die von Millionen (auch von uns) genutzt wird, war letzte Woche für mehr als 20 Stunden nicht mehr verfügbar. Nicht nur das: Einige Einträge verschwanden ganz von den Blogs. Ähnliches passierte mit Facebook – ebenfalls letzte Woche. Während Stunden konnten keine Aktualisierungen mehr vorgenommen werden. Zum Trost erscheint dann jeweils ein kleines Fenster, das verspricht, dass man das Problem so schnell als möglich lösen wolle…
Soweit, so unzuverlässig. Und hier liegt wohl auch das Kernproblem: Cloud-Computing ist wunderschön, so lange es funktioniert. Sobald Probleme auftauchen, sitzen die Anwender im Dunkeln und können nur noch warten. Das mag für Facebook-Users und Hobby-Bloggers kein existenzielles Problem darstellen. Für Firmen mit ernsthaften IT-Anwendungen sieht das ganz anders aus. Tagelange Ausfälle könnten enorme Schäden verursachen.
Deshalb werden auch wir zumindest vorläufig beim leistungsfähigen Notebook bleiben und auf das Chromebook verzichten, so lange es um mehr geht, als nur im Web zu surfen. Irgendwann wird Cloud-Computing vielleicht dann so zuverlässig werden, dass sich die Assoziation mit Schopenhauers Wolkenkuckucksheim nicht mehr aufdrängt.

  

Dienstag, 17. Mai 2011

Kampf gegen die Superviren

Als wir das erste Mal von ihm gehört haben, hatte der Stuxnet Supervirus gerade das Iranische Atomprogramm ein paar Monate zurückgeworfen. Doch Superviren sind nicht nur eine Gefahr für Schurkenstaaten. Ein Ausfall von industriellen Infrastrukturen und Produktionsanlagen durch solche digitalen Waffen, ist auch in der Schweiz denkbar und könnte erhebliche ökonomische Konsequenzen haben.

Wer sich für das Thema Superviren interessiert, hat die Gelegenheit, sich am 26. Mai in Zürich darüber zu informieren. Am Norman Security Round Table werden drei hochkarätige Sicherheitsexperten aus der Forschung, der Beratung und der Industrie das Thema IT-Sicherheit für Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen beleuchten und auch Schutzmassnahmen gegen  solche Risiken aufzeigen. Laut Experten ist es nur eine Frage der Zeit, bis neue Stuxnet-Varianten auftauchen. Doch während e-Mails sowie Personal- und sensitive Unternehmensdaten im Büro geschützt werden, sieht die Realität in der Produktionsindustrie ganz anders aus, und die Risiken sind erheblich. Ein längerer Ausfall hätte in Zeiten moderner Produktionsmethoden erhebliche ökonomische Konsequenzen.
Folgende Experten werden am Norman Security Round Table über IT-Sicherheitsrisiken aus Sicht der Forschung, des Business und der Herstellerseite zu informieren:
Prof. Dr. Wolfgang Kröger, Leiter Laboratorium für Sicherheitsanalytik, ETH Zürich, erläutert, weshalb aus Sicht der Forschung gezielte Stuxnet-Attacken eine neue Dimension darstellen und neben Security-Standards auch theoretische und empirische Untersuchungen nötig sind, um die Verletzbarkeiten von kritischen Infrastrukturen zu identifizieren.
Markus Martinides, unabhängiger Sicherheitsexperte und CEO der SUA Telenet GmbH, zeigt anhand eindrücklicher Praxisbeispiele auf, wo die grössten Schwachstellen und Konfigurationsfehler aus der Optik des Angreifers liegen.
Righard Zwienenberg, Chief Research Officer Norman ASA und Präsident der Anti-Malware Testing Standards Organization (AMTSO), gibt Einblick, wie sich Malware & Co. entwickeln,  was uns erwartet und mit welchen Technologien Security-Hersteller darauf reagieren. Die Veranstaltung findet am 26. Mai von 13 bis 17 Uhr im Hotel St. Gotthard in Zürich statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Samstag, 14. Mai 2011

Wetteralarm auf dem Smartphone

Wetteralarm auf dem Smartphone.
 Der Sommer kommt und damit sicher auch die Zeit der Unwetter. Solche Ereignisse können, abgesehen vom Potenzial für Sachschäden, recht gefährlich sein – vor allem für Leute, die sich viel in der freien Natur aufhalten. Mit der neuen Wetteralarm-App auf dem iPhone kann man sich da zumindest warnen lassen.

Die neue Wetteralarm-Applikation wurde vor vier Wochen eingeführt und erfreut sich schon grosser Beliebtheit. Bereits nutzen mehr als 20'000 Personen das neue Gratisangebot auf dem iPhone. Im Sommer soll dann die Version für Android- Smartphones folgen.
Wetter-Alarm richtet sich an den Personenkreis, der vor drohenden Unwettern und Gewittern gewarnt werden möchte. Die rechtzeitige Information mit Verhaltenstipps trägt dazu bei, dass Schäden soweit als möglich vermieden werden können. Schon vor der Einführung der Smartphone-Apps hat Wetter-Alarm per SMS, E-Mail und Fax über 190'000 Abonnenten in der Schweiz vor potenziell gefährlichen Wetterereignissen gewarnt. Das Angebot ist gratis und eine Dienstleistung der Kantonalen Gebäudeversicherungen, SF Meteo und der Mobiliarversicherung. Geboten werden nicht nur Alarme, sondern auch ein Niederschlagsradar, Wetterprognosen und einer Unwetterkarte.

Montag, 9. Mai 2011

Per Smartphone suchen - im Laden kaufen

Smartphones und andere mobile Endgeräte entwickeln sich mit zunehmender Verbreitung zum ständigen Begleiter im täglichen Leben auch während des Einkaufs. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt, dass mehr als 25 Prozent aller Smartphone-User ihr Gerät zur Informationssuche einsetzen, bevor sie im stationären Handel etwas einkaufen.

Klicken Sie die Grafik an um sie zu vergrössern.
Am Anfang wurden Smartphones vor allem zum E-mailen eingesetzt, so wurde der Blackberry weltweit populär. Natürlich war ein solches Gerät auch ein Statussymbol - man demonstrierte, dass man immer verbunden und gefragt war. Mit dem iPhone von Apple und dem Erscheinen der Apps wurde das Smartphone dann so richtig multitalentiert - für fast jeden Alltagseinsatz gibt es eine Applikation. Das wirkt sich nun auch auf das Konsumverhalten aus, wie die Studie "Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ des ECC Handel in Zusammenarbeit mit hybris, dem Experten für Multichannel Commerce und Communication, demonstriert. Dafür wurden über 1000 Internetnutzer und zusätzliche 500 Smartphone-Nutzer, jünger als 30 Jahre, zu ihrem Informationsverhalten bei ihrem letzten Kauf im stationären Handel, im Internet und über den Katalog befragt. 
Das Resultat: Sowohl für den stationären Handel als auch für den Online-Handel hat die Bedeutung von Smartphones während der Kaufentscheidung deutlich zugenommen. Interessant ist hier vor allem der Zeitpunkt der Nutzung: 50 Prozent der Befragten geben an, sich vor dem Besuch im Ladengeschäft mobil informiert zu haben. 35,6 Prozent haben ihr Smartphone sogar während des Besuchs im stationären Handel genutzt. Bei jedem dritten Kauf im stationären Handel findet eine Informationssuche im Internetstatt. Da sich tendenziell vor allem bei hochwertigeren und teureren Produkten vorab im Internet informiert wird, entspricht dies 60 Prozent des gesamten Umsatzes, der im stationären Handel mit Gebrauchsgütern getätigt wird.
"Es kommt zu einer im Handel noch nie dagewesenen Herausforderung – das Verschmelzen zweier Vertriebskanäle. Smartphones ermöglichen das gleichzeitige Informieren und Einkaufen im On- und Offline-Handel“
sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer beim Marktforscher IfH. Mark Holenstein von Hybris ergänzt:
 "Immer mehr Unternehmen erweitern ihren Auftritt um ein M-Commerce-Angebot. Dabei ist es elementar, den mobilen Kanal nicht losgelöst von den anderen Kanälen zu betrachten. Vielmehr müssen alle Instrumente – Online, Print, Mobile, POS, Kundendienst – so miteinander verknüpft werden, dass dem Kunden ein nahtloses Cross-Channel-Einkaufserlebnis ermöglicht wird.“

Freitag, 6. Mai 2011

Grosszügige Post, teure SBB

Wer im Postauto durchs Wallis reist, kann zwar, aber muss nicht unbedingt surfen:
Auch die Szenerie ist nämlich nicht zu verachten.
Seit dem 1. März bietet PostAuto den Fahrgästen im Unterwallis als erstes Busunternehmen im öffentlichen Verkehr der Schweiz den mobilen Zugang ins Internet an. Der WiFi-Service wird rege genutzt, vor allem von jungen Leuten. Kein Wunder: er ist nämlich unbeschränkt und gratis. Ganz im Gegensatz zu den SBB, wo WiFi ein teures Privileg für diejenigen ist, die sonst schon mehr fürs Ticket bezahlen. 

Bei den SBB ist man mit dem WiFi-Angebot nicht sehr grosszügig. Es kann nur in einigen Wagen der 1. Klasse gesurft werden – für 5 Franken pro halbe Stunde. Da geht im gelben Auto die digitale Post schon eher ab. Anfangs März sind im Unterwallis sechs Postautos mit WiFi-Antennen ausgerüstet worden, die auf den Linien Sion–Martigny, Sion–Montana, Sion–Arolla und Sierre–Zinal verkehren. Die mit WiFi ausgerüsteten Fahrzeuge sind bei den Türen mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet. Zusätzlich wird im Fahrgastraum der Fahrzeuge auf das Angebot aufmerksam gemacht. Der Clou: Der Zugang ist für die Fahrgäste gratis und sowohl in Bezug auf die Zeit wie auch das Datenvolumen unbeschränkt. PostAuto will nach dem Pilotbetrieb, der bis Ende Juni dauert, eine detaillierte Auswertung der gewonnen Erkenntnisse erstellen um zu entscheiden, ob das Angebot nach Ende des Pilotbetriebs fortgeführt und ausgebaut wird.
Danach sieht es im Moment aus.
Das Ziel sei, dass die Fahrgäste in Zukunft in jedem Postauto der Schweiz gratis surfen können, ohne jegliche Einschränkungen, erklärte Postautochef Daniel Landolf kürzlich einer Sonntagszeitung. Es habe sich nämlich gezeigt, dass der Service sehr gefragt sei:
600 Passagiere nutzten den Dienst regelmässig. Es seien vor allem junge Passagiere, die so Handykosten sparen, weil sie per WiFi Zugang zum Netz hätten. Auch Berufspendler nutzen das Angebot.
Auch das Registrieren für den Dienst ist einfach und unkompliziert – was man ja nicht von allen öffentlichen WiFi-Angeboten behaupten kann. Fahrgäste müssen sich nur einmalmit ihrem WLAN-fähigen Gerät (Smartphone oder Laptop) registrieren. Dies geschieht auf der Webseite  www.postauto.ch/wifi, wo man sich mit Namen und E-Mail-Adresse registrieren kann. Jedes Gerät muss nur einmal registriert werden.

Montag, 2. Mai 2011

High-Definition Hochzeit

Die königliche Hochzeit in London war eines der grössten Medienereignisse aller Zeiten. Auch im digitalen Zeitalter gibt es immer noch genügend Menschen, die solche prunkvolle Veranstaltungen gerne mitverfolgen.

Schätzungsweise zwei Milliarden Menschen in 180 Ländern haben die die Hochzeit zwischen William Wales und Catherine Middleton am Fernsehen mitverfolgt. Die Abdeckung der britischen TV-Anstalten, allen voran der BBC, war sozusagen lückenlos. Trotzdem zog es allein in London eine Million Zuschauer auf die Strassen, die rund um den Buckingham Palast versuchten, einen Blick der adeligen Prominenz zu erhaschen. Nun können diese Zuschauer versuchen, sich selber auf einem riesigen digitalen Bild wiederzufinden. Die BBC hat das hochaufgelöste Bild ins Netz gestellt. Es wurde aus 189 Bildern zusammengesetzt und misst 81'471 mal 14'154 Pixel – ein Bild mit 1,15 Gigapixel also. Die Qualität ist erstaunlich – probieren Sie es aus.
Wer übrigens immer noch nicht genug hat von dem ganzen königlichen Zauber, kann den offiziellen Kanal des britischen Könighauses auf YouTube besuchen, wo auch die Festlichkeiten in ganzer Länge nochmals mitverfolgt werden können – natürlich in HD.