Montag, 24. Dezember 2012

Festtagspause!


Auch der Opacc Digital Society Blog macht über die Festtage eine Pause. Nach dem Jahreswechsel sind wir wieder zurück - mit viel Elan und guten Stories für 2013.

Ihr Opacc-DSB-Team wünscht Ihnen frohe Festtage.



Showrooming - demnächst in Ihrem Laden

Weihnachtszeit, Einkaufszeit, Preisvergleichszeit. Da freuen sich die Internet-Händler und jene Detailhändler, die mit den tiefen Onlinepreisen mithalten können. Denn, wie eine neue amerikanische Studie zeigt, gibt es immer mehr Kunden, die das Ladengeschäft in der Alt- oder Vorstadt nur noch als Showroom benutzen. Wenn das Produkt betatscht ist und alle offenen Fragen vom Personal beantwortet sind, geht man heim und kauft am PC oder per Smartphone beim billigsten Händler. Showrooming heisst dieser Trend.

Amerikanische Trends haben es an sich, nach Europa überzuschwappen. Die meisten Europäer fühlen sich zwar sehr viel kultivierter als die Amis, übernehmen aber amerikanische Strömungen schneller, als Rudolph, das Rentier mit der roten Nase, rennen kann.  Man kann dieses Verhalten verstehen; die amerikanische Medienmacht, insbesondere die Filmindustrie, ist übermächtig. So dürfen wir damit rechnen, dass auch Showrooming massiv nach Europa überschwappen wird – wenn es nicht schon geschehen ist.
Doch zuerst ein paar Ergebnisse der neuesten Sudie zum Thema, durchgeführt von Harris Interactive. So gaben 43 Prozent der befragten Studienteilnehmer zu, dass sie diese Praxis anwenden. Durchschnittlich geben Showroomer dann zuhause am PC über 200 US-Dollar aus, wenn sie das im Laden gefundene Produkt (oder die Produkte) online einkaufen. Das wichtigste Instrument, um die billigsten Onlinepreise schon im Laden zu finden, wo man sich die Produkte zeigen lässt, ist übrigens das Smartphone mit der richtigen App, mit der sich auch Strichcodes scannen lassen.
In Grossbritannien ist der Trend übrigens schon voll angekommen. Die Fernsehstation ITV hat Showrooming gar zum Einkaufstrend der diesjährigenWeihnachtszeit gekürt. In den USA sind die Auswirkungen schon gröber:  Best Buy, einer der ganz grossen Big-Box-Detailhändler hat dieses Jahr mehr als 50 seiner Filialen geschlossen. Fachleute sehen die Ursache im boomenden Showrooming-Trend. Die Experten sind sich auch einig darüber, wer (in den USA) am meisten von diesem Trend profitiert: Es ist der Onlinehändler Amazon – das Geschäft, das sich rühmt, das grösste Angebot der Welt zu haben und trotzdem kein einziges Ladengeschäft braucht. Auch Weihnachtsdekorationen sind überflüssig - vollautomatisierte Lager, über den ganzen Globus verstreut, reichen aus, um das PC-Einkaufserlebnis attraktiv und die Preise tief zu halten.  

Montag, 17. Dezember 2012

Der Frust im E-Shop bremst die Maus


Der Frust der Käufer ist der Frust der Shop-Betreiber: Wenn Kunden, aus welchen Gründen auch immer, kurz vor dem Check-Out ihren Einkauf abbrechen, den virtuellen Einkaufswagen stehen lassen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden,  schlägt das direkt auf die Marge. Gute  Gründe für Verkaufsabbrüche gibt es viele – doch die Wissenschaft forscht an Gegenstrategien.  

Der virtuelle Einkauswagen ist leer: Damit das nicht so bleibt, darf der Kunde
beim Einkaufen nicht frustriert werden.
Zwei junge deutsche Wissenschaftler, die ihre Forschungen in diesem Bereich betreiben, haben dieses Jahr den mit 7‘500 Euro dotierten Business Technology Award 2012 der Unternehmensberatung McKinsey & Company gewonnen. Der Wirtschaftsinformatiker Markus Weinmann und der Wirtschaftsingenieur Martin Hibbeln beide von der Technischen Universität Braunschweig, haben die Nutzung verschiedener Online-Shopping-Websites in unterschiedlichen kulturellen Umgebungen untersucht und dabei einen direkten Zusammenhang zwischen der Gemütslage des E-Commerce-Kunden und der Geschwindigkeit und Distanz seiner Mausbewegungen nachgewiesen: Zufriedene Kunden rollen mit ihrer Computermaus am Bildschirm schneller und weitere Strecken, verärgerte Kunden rollen kürzer und langsamer. Mit anderen Worten: Der Frust im E-Shop bremst die Maus – und damit den Kunden.
 Die McKinsey Jury begründete ihre Entscheidung mit dem Potential, das diese Forschungsergebnisse eröffnen: Bisher habe es nur im klassischen Ladenverkauf die Möglichkeit gegeben, unzufriedene oder verärgerte Kunden zu erkennen und ihnen Hilfe anzubieten. Mit den Ergebnissen der Studie entstünden nun neue Perspektiven für Online-Händler, die nicht nur ihren Service verbessern, sondern auch die Benutzerführung ihrer Online-Shops noch kundenfreundlicher machen könnten.
Tatsächlich sind solche Verbesserungen dringend notwendig, und genau das hat die Forscher an der TU Braunschweig motiviert, wie auf der Seite von Markus Weinmann nachzulesen ist:
Laut einer Studie von Mücke-Sturm (2010) brechen 51 % der Kunden ihren Online-Shopping-Prozess vorzeitig ab und 79 % der Kunden haben nach einer Studie von Forrester (2010) angegeben nicht wieder beim gleichen Online-Händler zu kaufen. Die Gründe für Kaufabbrüche sind seit Jahren die ähnlichen: unübersichtliche Landing-Page, unübersichtliche Produktauswahl oder ungeeignete Bezahlverfahren (sogenannte Stressoren). […] In der „klassischen“ Marketing-Literatur wird zur Erklärung von Kaufabbrüchen das Konzept des Einkaufsstresses herangezogen… […] Einkaufsstress kann unter anderem mit Hilfe von Emotionen operationalisiert werden, die wiederum im Rahmen dieses Dissertationsprojektes mit Hilfe von Maus-Daten gemessen werden.“
Mit anderen Worten: In Zukunft könnten E-Shops mit Software ausgestattet sein, die merkt, ob der Kunde zufrieden oder gestresst ist. Wenn immer nötig könnte dann Unterstützung angeboten werden. 

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Mediatrends für das digitale Zeitalter

Zahlreiche Medien haben die Anfänge des digitalen Zeitalters nicht sehr gut überstanden. Besonders bei den gedruckten Inhaltsträgern hat es Verluste gegeben.  Selbstverständlich hat aber die Digitalisierung auch enormes Medienpotential geschaffen. Wie wird es sich in den kommenden Jahren entwickeln? Eine grossangelegte Studie, hat versucht, das herauszufinden.

Medientrends für die Zukunft: die neue Bain-Studie zeigt,
dass der digitale Markt enormes Potential aufweist.
Im Rahmen der Studie "Creating Value in the Digital Age" befragte die Managementberatung Bain & Company weltweit mehr als 6‘000 Verbraucher in acht Ländern (USA, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland, China, Indien und Brasilien) zu ihrem Nutzungsverhalten von Medien und Endgeräten. Gemäss den Ergebnissen werden die folgenden fünf grundlegenden Trends die Medienlandschaft in der nächsten Zeit massgeblich beeinflussen:
Auswahl: Verbraucher wünschen Zugriff auf eine möglichst unbegrenzte Auswahl an Inhalten.
Beispiel: Das Buchverzeichnis bei Amazon, dem grossen amerikanischen E-Commerce-Versandhaus, wuchs seit dem Jahr 2005 um das Neunfache, von 2,3 Millionen Titeln auf heute 20 Millionen.Personalisierung: Auf Kundeninteressen kann immer besser eingegangen werden.
Beispiel: Beim US-amerikanischen Unternehmen Netflix, das den Verleih von Film-DVDs sowohl per Post als auch als Video-on-Demand anbietet, stieg der Anteil der Kunden, die die automatisch erzeugten Empfehlungen von Netflix auswählten, von 60 Prozent im Jahr 2005 auf heute 75 Prozent.Verdichtung: Immer mehr Internetnutzer wenden sich leistungsstarken digitalen Plattformen zu.
Beispiel: Der Anteil der Suchmaschine Google an Erträgen aus Onlinewerbeaktivitäten stieg von 22 Prozent im Jahr 2005 auf heute 42 Prozent.Online-Community: Die Dynamik sozialer Netzwerke - auch im Hinblick auf die Auswahl digitaler Inhalte - ist immens.
Beispiel: Die Zahl der aktiven Facebook-Nutzer stieg in den vergangenen sieben Jahren um das 167fache, von 6 Millionen im Jahr 2005 auf 1 Milliarde im Jahr 2012.Engagement: Internet-Nutzer und Communities greifen Themen auf, können auf sie Einfluss nehmen ("like") und sie zum Erfolg führen.
Beispiel: Kickstarter, eine Internetplattform zur Projektfinanzierung mittels einer Vielzahl von Spendern, wuchs in den vergangenen zwei Jahren um das Zwölffache, von 28 Millionen auf 330 Millionen Nutzer
Angesichts dieser Trends prognostiziert Bain verschiedene Entwicklungen für verschiedene Medien.
Der Musikmarkt stabilisiert sich: In der Musikindustrie deuten mehrere Anhaltspunkte darauf hin, dass sich die Branche konsolidiert. Weltweit wird heute bereits gut ein Drittel der Musik aus dem Internet heruntergeladen oder gestreamt. In Frankreich und Deutschland sind es erst 22 Prozent, dafür sind es in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) bereits 42 Prozent. Bain erwartet, dass im Jahr 2012 erstmalig die digitalen Musikverkäufe die Verkäufe von herkömmlichen CDs übersteigen werden werden.
Der Tablet-Computer revolutioniert das Fernsehen: Videofähige Tablets wie das iPad verändern die Art und Weise, mit der Filme und Videos angeschaut werden. Laut Bain-Studie nutzt bereits ein Drittel aller US-Internetnutzer einen Tablet-Computer zum Anschauen von Filmen. In Brasilien, China und in Grossbritannien sind es sogar schon 40 Prozent. Die Hälfte derer, die einen Tablet-Computer besitzt, hat dem klassischen Fernsehen den Rücken gekehrt. Diese Nutzer wählen ihre Inhalte wie Nachrichten oder Filme lieber selbst aus statt das vorgegebene Programm anzusehen.
eBooks mischen die Buchmärkte auf: Das Angebot digitaler Bücher wird laut der aktuellen Studie bisher erst in den USA und Grossbritannien in grösserem Umfang angenommen. Fast die Hälfte der Verbraucher dort hat bereits eBooks gelesen, im Schnitt jährlich drei. In den USA haben eBooks inzwischen einen Marktanteil von 15 Prozent, in Grossbritannien sind es 6 Prozent. Deutschland und Frankreich liegen dagegen mit eBook-Marktanteilen von 1 Prozent beziehungsweise 2 Prozent noch weit zurück. eBook-Clubs haben speziell in den BRIC-Ländern grosses Potenzial. 70 Prozent der Verbraucher geben dort an, dass sie an einer jährlichen Subskription interessiert wären, wenn der eBook-Preis dann um 10 bis 20 Prozent niedriger ist.

Montag, 10. Dezember 2012

Welches ist das beste Handy

Weihnachtszeit, Gadget-Zeit; und da Smartphones zu den begehrtesten Gadgets gehören, werden sie entsprechend gerne unter den Christbaum gelegt – nach dem Motto: Süsser das Handy nie klingelt.
Doch welches sind denn eigentlich die besten Smartphones?  

Die ausführlichste aktuelle Handy-Rangliste findet sich bei Focus-Online, wo die 50 besten Handys die momentan auf dem Markt sind, zusammen mit Links zu den ausführlichen Testartikeln aufgelistet sind.
 FOCUS Online testet ständig die neusten Handys; die Handy-Datenbank, die so zusammenkam, beinhaltet inzwischen mehr als 600 Tests. Hier sind die ersten 10 der Focus-Rangliste:
Rang 1: Samsung Galaxy S III
Rang 2: HTC One X
Rang 3: Apple iPhone 5
Rang 4: Sony Xperia T
Rang 5: Samsung Galaxy Note 2
Rang 6: HTC One S
Rang 7: LG P880 Optimus 4X HD
Rang 8: LG P940 Prada 3
Rang 9: Apple iPhone 4S
Rang 10: Samsung Galaxy S II 
Selbstverständlich gibt es weitere Smartphone-Ranglisten (zum Beispiel hier und hier); es ist interessant, wie sehr sich die Spitzenpositionen ähneln. Für Leute, die das Handy gerne und sehr häufig zum SMS-Versenden benutzen, gibt es sogar eineListe der besten SMS-Handys. 
Spitzenreiter unter den Handys ist das Samsung Galaxy S3 - das im untenstehenden Video angepriesen wird. 


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Beim Fliegen glücklich und zufrieden sein

Es ist einfacher geworden, ein billiges Flugbillett zu kaufen, seit es das Internet gibt. Doch Geld allein macht nicht glücklich – wie wir ja alle wissen. Deshalb gibt es jetzt eine Website, mit der man gleich auch noch ermitteln kann, wie glücklich und zufrieden die Passagiere einzelner Flüge am Ziel ankommen.

Routhappy gibt Flupassagieren Gelegenheit, ihre Flüge zu bewerten.
Bei Hotels ist es ja schon lange gang und gäbe: Kunden geben auf Websites wie Tripadvisor Bewertungen ab, die ein Hotel zum Erfolg führen oder gar ruinieren können. Wenn die Zimmer schmutzig sind, das Bad zu klein ist, dazu das Personal unfreundlich und das Essen schlecht, dann kommen im digitalen Zeitalter bald keine Gäste mehr. Die fast totale Transparenz herrscht.
Das soll nun auch im Flugverkehr so werden.
Das neue Portal, seit ein paar Wochen im Net, gibt Fluggästen die Möglichkeit, ihre Flüge nach verschiedenen Kriterien zu bewerten. Am Ende geht es ganz einfach darum, wie zufrieden der Passagier am Ende der Reise gewesen ist. Happiness-Faktoren nennt das Portal die verschiedenen Kriterien – Platz, zum Beispiel, oder Pünktlichkeit, Komfort und Freundlichkeit des Personals. Und da gibt es dann doch Überraschungen.
Wer zum Beispiel am 12. Dezember von Zürich nach New York fliegen will, stellt fest, dass die Swiss auf diesem Flug nur am zweitbesten abschneidet – nach der Amerikanischen Airline United. Auch Flüge der gleichen Fluggesellschaft können ganz unterschiedliche Punktzahlen erhalten. Zitat von aerotelegraph.com:
“Wer zum Beispiel am 30. November von Frankfurt nach New York fliegen will, der sieht, was Routehappy mit dem Motto «not all flights are created equal» sagen will. Denn selbst zwei Flüge der Lufthansa erhalten eine unterschiedliche Punktzahl. So erhält der Flug mit einem Airbus A340 um 17:25 Uhr 7,8 von 10 Punkten, der um 13:30 mit einer B747 nur 6,8. Denn auf letzterem gibt es zum Beispiel keine persönlichen Bildschirme. Filme werden auf Bildschirmen über den Köpfen der Passagiere gezeigt. Die meisten Punkte erhält der A380-Flug von Singapore um 8:20 Uhr. Hier gibt es am meisten Platz für die Beine, Steckdosen und einen privaten Bildschirm. Auch detaillierte Daten zu Freundlichkeit und Komfort der Flüge sammelt Routehappy. Ist es angenehm leise? Ist das Essen gut? Das kann man im Zweifel bei einem Klick auf die Details sehen. Noch befindet sich das Projekt in der Beta-Phase. Doch das Team hofft, schon bald ausführliche Daten für so gut wie alle Flüge der Welt beisammen zu haben.“
Es ist nicht anzunehmen, dass der Routehappy- Index sich massiv auf den Geschäftserfolg von Fluglinien auswirken wird. Aber das Feedback der Kunden dürfte womöglich dazu beitragen, dass der Service der Airlines sich in Zukunft etwas mehre nach den Bedürfnissen der Kunden ausrichten wird. 

Montag, 3. Dezember 2012

Windows 8: Betriebssystem oder cooles Gadget?

Windows 8 sei erfolgreich, meldet Microsoft. Das Kachel-Betriebssystem, ein ganz grosser Wurf der Entwickler, läutet ein neues Microsoft-OS-Zeitalter ein. In Zukunft soll auf dem PC alles ganz anders werden. Doch wenn man sich die Werbung dafür so ansieht, könnte man sich dann doch fragen, wer das Zielpublikum für Windows 8 sein soll.

Microsoft Chef Steve Ballmer ist sehr stolz auf Windows 8. Man habe Windows neu erfunden, sagte er, als das Betriebssystem vorgestellt wurde. Das mag stimmen. Die Verkaufszahlen sehen denn auch nicht schlecht aus. Es seien schon 40 Millionen Kopien verkauft worden, hat Microsoft im November gemeldet. Das könnte allerdings damit zusammenhängen, dass Windows 8 jetzt noch zu billigen Einführungspreisen an die Anwender gebracht wird.  Bis am 31. Januar kostet Windows 8 Pro im Internet noch 30 Euro. Im Laden kostet Windows 8 Pro 60 Euro. Am 1. Februar wird es dann schon teurer – die Pro-Version kostet dann mehr als doppelt so viel. Bei diesen Preisen handelt es sich übrigens um Upgrade-Angebote: Mindestens XP muss da schon vorhanden sein.
Windows 8 wird nur dann echt erfolgreich, wenn auch die Geschäftswelt davon überzeugt ist. Diesbezüglich sieht es bis jetzt allerdings noch nicht so gut aus. Das ergab auch eine Umfrage der Computerwoche zum Thema. Zitat:
“Demnach verfolgt derzeit nur jedes fünfte Anwenderunternehmen konkrete Pläne, Windows 8 innerhalb der kommenden 24 Monate einzuführen. 23 Prozent der Befragten wollen das neue Microsoftsystem gar nicht einführen, ein weiteres Fünftel hat noch keinen Zeitpunkt festgelegt. Über ein Drittel der Firmenverantwortlichen haben noch keine Entscheidung in dieser IT-Angelegenheit gefällt.Gründe für die abwartende Haltung der Unternehmen dürften darin liegen, dass viele den Aufwand für zu hoch und den Nutzen als zu gering erachten. Über die Hälfte der befragten Anwender stuft den Aufwand für den Umstieg von ihrer bestehenden Betriebssystemplattform auf Windows 8 als hoch (37 Prozent) beziehungsweise sehr hoch (17 Prozent) ein. Lediglich elf Prozent sprechen von einem geringen oder sehr geringen Aufwand. Der mit einer Migration verbundene Aufwand steht aus Sicht der Unternehmen offenbar in keinem Verhältnis zum erwarteten Nutzen. Über die Hälfte der Befragten hält diesen für gering (27 Prozent) oder sogar sehr gering (26 Prozent)…“
Die Werbeanstrengungen von Microsoft sind, zumindest im Moment, sicherlich nicht auf Unternehmen ausgerichtet. Die Spots sind zwar professionell hergestellt, vermitteln aber einen total oberflächlichen Eindruck (der Microsoft Surface heisst ja nicht umsonst so). Information wird eigentlich keine übermittelt. Vielleicht ist das ja das richtige Marketing, um Technogadgets an junge User zu verkaufen. Anders gesagt: Je komplexer und höher entwickelt die Technik, desto genügsamer die Werbung. 
IT-Chefs und Procurement-Beauftragte werden sich davon allerdings weniger beindrucken lassen. 

Freitag, 30. November 2012

Auffüllen statt wegwerfen

 Glas, Aluminium, Batterien und Papier sind Recyclingklassiker mit Rekordwerten. Und wo bleiben die Patronen von Tintenstrahldruckern? Leider viel zu oft im Abfall, wie die rund 12 Millionen Druckerpatronen beweisen, die in der Schweiz jedes Jahr "entsorgt" werden. Die Hersteller scheint‘s wenig zu kümmern.

Zwischen 300 und 400 Tonnen Abfall verursachen Anwender mit ihren verbrauchten Druckerpatronen jährlich. Während selbst Spitzenmodelle von Tintenstrahldruckern heute zu verführerischen Tiefstpreisen angeboten werden, wird eine Wiederverwendung von vielen Herstellern nicht vorgesehen. Schlimmer noch: Einige Hersteller versehen ihre Geräte mit einem elektronischen Schutz, der die Verwendung von wiedergefüllten Patronen verhindert. Als Kunde ist man aus diesen Gründen gezwungen, Originalprodukte einzusetzen und dafür in vielen Fällen fast gleich viel zu bezahlen wie für den Drucker.
Weil leere Tintenpatronen teilweise mit Steuerelektronik ausgestattet sind, wandern mit den leeren Behältern auch viele wertvolle Rohstoffe in den Müll. In Zeiten wachsenden Umweltbewusstseins und knapper werdender Ressourcen ist das so ziemlich unverantwortlich. Schliesslich gibt es längst alternative Lösungen.
Patronen für Tintenstrahldrucker sind eigentliche "Mehrweg"-Gebinde und können heute bis zu  zehnmal professionell gereinigt, gefüllt und wieder verwendet werden. Unter Laborbedingungen werden die eingegangenen leeren Patronen erst einmal auf ihre Funktionstüchtigkeit und Wiederverwendbarkeit überprüft. Nach der Füllung an Spezialgeräten wird in einem erneuten Test kontrolliert, ob die Patrone einwandfrei druckt. Die Idee, hochentwickelte Tintenpatronen wieder zu verwenden, wurde von der Firma Thinkshop in Basel - zusammen mit der Schweizerischen Post - zu einem umweltfreundlichen Service ausgebaut. Eine Initiative, die nicht nur umweltfreundlich ist, sondern auch als Geschäftsidee Sinn macht.
Der Kunde schickt seine leeren Patronen in dafür vorgesehenen, vorfrankierten Versandtaschen an Thinkshop. Nur wenige Tage später liegen die wiederverwendbaren Ersatzpatronen im Briefkasten. Dieser sinnvolle Kreislauf vermeidet beträchtliche Abfallmengen, und die Tintenpatronen kosten gleichzeitig bis zu 50 Prozent weniger als die Originalprodukte. Der Clou: Einige Recycling-Patronen weisen eine bis zu dreimal höhere Füllmenge auf und können entsprechend länger benutzt werden!

Dienstag, 27. November 2012

Der neue EU-Datenschutz betrifft auch die Schweiz

Die EU plant ein neues Datenschutzgesetz, das in etwa zwei Jahren in Kraft treten soll. Schweizer-Unternehmen, die mit Europa Geschäfte machen, müssen sich bewusst sein, dass die neuen Regelungen auch sie betreffen werden.

Die neuen Europäischen Datenschutzbestimmungen sehen
hohe Bussen bei Zuwiderhandlungen vor.
Zwar ist es noch früh, sich mit den neuen EU-Datenschutzbestimmungen auseinanderzusetzen.  Für Firmen, die im Europäischen Raum Geschäfte machen, lohnt es sich aber allemal zu wissen, was auf sie zukommt. Datenschutzfachleute geben dem Gesetzesentwurf vorerst gute Noten.
“Sollten wir uns vor der EU-Bürokratie fürchten oder die Trommel für einen wasserfesten Datenschutz rühren? Unserer Ansicht nach stellen die neuen Bestimmungen einen hervorragenden Kompromiss zwischen den realen Datenschutzanforderungen der Bürger und den praktischen Herausforderungen des Datenmanagements im modernen Unternehmensumfeld dar“, meint zum Beispiel Arne Jacobsen vom Security-Hersteller Varonis Systems in einemBlog-Eintrag auf chip.de.
Computerworld.ch hat in einem aktuellen Artikel eine Fachfrau zu Wort kommen lassen, die über die möglichen Auswirkungen des neuen Europäischen Datenschutzgesetzes auf Schweizer Unternehmen schreibt. Dr. Ursula Widmer ist Anwältin und spezialisiert auf IT-Recht. Zitat aus ihremArtikel:
Für viele Schweizer Unternehmen wird das neue EU-Datenschutzrecht relevant werden. Sie sind daher gut beraten, sich bereits jetzt damit auseinanderzusetzen. […] Wenn es etwa darum geht, Investitionsentscheide zu treffen, zum Beispiel für eine neue Unternehmens-Website und die Ausgestaltung von darin implementierten Bestell- und Kommunikationsmöglichkeiten für Kunden kann es sinnvoll sein, rechtzeitig im Sinne einer künftig realisierbaren Option mögliche Anforderungen des EU-Rechts zu beachten. Gleiches gilt etwa auch beim Aufbau eines CRM-Systems. Werden diese Anforderungen nicht bereits bei Konzeption und Design einer neuen IT-Lösung berücksichtigt und müssen dann nachträglich ein­gebaut werden, kann dies zu erheblichem Mehraufwand führen.
Speziell zu beachten ist auch, dass die geplante Verordnung Vorgaben für die Datenbearbeitung und Ansprüche der betroffenen Per­sonen vorsieht, die das schweizerische Recht (noch) nicht kennt…“
Den ganzen Artikel, mit einer Liste von wichtigen Änderungen am Schluss finden Sie hier.

Freitag, 23. November 2012

Internet-Werbung: "systematisch falsche Zahlen"?

Man weiss es, und die Printmedien können ein Lied davon singen: Internet-Werbung  beläuft sich inzwischen auf Milliarden von Dollars, Euro und Franken – dafür leiden die Werbeumsätze der gedruckten Zeitungen und Zeitschriften. Einer der Gründe: Internetwerbung ist genau messbar. Aber stimmt diese Behauptung wirklich?

Eine der Anwendungen, die Werbestatistiken verfälschen
kann: Ad-Block-Plus macht die meiste Werbung auf dem PC unsichtbar.
Internetwerbung boomt – auch in der Schweiz. Zu diesem Schluss kam eine PwC-Studie schon vor zwei Jahren, und prognostizierte zweistellige jährliche Wachstumsraten für den Schweizer Markt.  Tatsächlich läuft der Verkauf von Online-Werbung in vielen Fällen wie geschmiert – Google zum Beispiel, verdient damit Milliarden.
Doch was hat es mit der genauen Messbarkeit der Wirksamkeit von Internetwerbung auf sich?
Da wird es schon schwieriger, wie Christoph Hugenschmidt, Redaktor bei inside-it.ch in einem Artikel auf medienwoche.ch darlegt.  “Systematisch falsch“ seien die Zahlen, die von Internet-Werbern gemessen und angegeben würden, argumentiert er.  Denn gemessen würden Maschinen – und nicht Menschen. Zitat:
“Auf den Maschinen, die Internet-Seiten von der Online-Version einer Zeitung über Spiele, Ratgebern, Internet-TV bis hin zum virtuellen Reisebüro im World Wide Web zur Verfügung stellen, sitzen Mess-Werkzeuge. Diese erkennen theoretisch die «Internet-Adresse» (IP-Adresse) des Geräts, auf dem die Inhalte der besuchten Webseite konsumiert werden. Allerdings eben nur theoretisch, denn die Messung funktioniert bei den meisten Computern, die innerhalb eines Firmennetzwerks sitzen, nicht. […]Doch selbst bei Privatpersonen und Heimcomputern geben die Messwerkzeuge im besten Fall ungenaue Zahlen an. Denn ein Heimcomputer bekommt meistens eine Adresse vom Internet-Dienstleister zugeteilt, wenn er eingeschaltet wird. Der gleiche Websurfer tritt also im Laufe einer Messperiode als mehrere «unique visitors» auf. Dieses Phänomen ist bei Nutzern von mobilen Geräten noch viel stärker: Wer sich häufig in drahtlosen Netzwerken einloggt, um beispielsweise eine News-Seite zu lesen, wird die Werbetreibenden mit Dutzenden unterschiedlicher «clients» erfreuen, während hingegen Tausende von Besuchen über Geräte, die via Mobilfunknetze ins Internet gelangen, als einige wenige ausgewiesen werden.“
Der Artikel löste einige Reaktionen im Diskussionforum von medienwoche.ch aus. Nicht alle Teilnehmer, wollten die Darlegungen des Autors so stehen lassen. Meinte einer der Teilnehmer (der offensichtlich aus der Werbebranche stammt):
[…] eine Voraussetzung für solche Analysen und Statistiken ist eben genau, dass man versteht, wie Daten zu Stande kommen und was dabei zu berücksichtigen ist. Weiß man, wie welche Systeme was aufzeichnen, so kann man die Daten richtig einordnen, miteinander vergleichen, auswerten & beurteilen. Dies ist für mich eigentlich mehr das Thema:  Personen im Online und Marketing müssen verstehen, wie was funktioniert, um richtige Schlüsse daraus ziehen zu können. Und genau hier mangelt es oft (zurzeit noch) im Business.“
Die Werbebranche hat selber auch Studien, auf die sie zurückgreifen kann, um die Wirksamkeit von Online-Werbung zu unterstreichen. Eine der umfangreichsten Untersuchungen wurde im Auftrag von Yahoo in den USA durchgeführt. Das Resultat überrascht nicht: "Die Effekte auf den Umsatz sind positiv, nennenswert und dauerhaft", fassen die Studienautoren ihre Ergebnisse zusammen.

Dienstag, 20. November 2012

Onliner gehen immer weniger in den Laden

Der Online-Handel hat wieder einen wichtigen Meilenstein passiert: 36 Prozent im Rahmen einer Studie befragten Online-Shopper geben wöchentlich im Internet Geld aus, und nur 31 Prozent kaufen im selben Zeitraum im Ladengeschäft ein. Mehr als die Hälfte der Online-Shopper geben an, dass sie es schätzen, die gekauften Produkte nach Hause liefern zu lassen.

Die Studie kann hier kostenfrei bestellt werden.
Die Resultate stammen aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- undBeratungsgesellschaft PwC hervor, für die 1.000 Online-Käufer nach ihrem Kaufverhalten und ihren Erwartungen befragt wurden.
Die Befragten geben durchschnittlich 42 Prozent ihrer Konsumausgaben im Internet aus. Das sind 16 Prozent mehr als 2011. In den Segmenten Kleidung und Schuhe, Bücher, Musik, Filme und Videospiele sowie Elektronik und Computer flossen mindestens die Hälfte ihrer Ausgaben online. Dabei legte der Online-Absatz vor allem in den Kategorien Kleidung und Schuhe sowie Gesundheit und Kosmetik um mehr als 30 Prozent gegenüber 2011 zu.
Auch online zählt der Service: Als Kaufmotiv gaben zwar 58 Prozent der Befragten den Preis als zentralen Grund an. Doch für 55 Prozent ist die Bequemlichkeit und für 53 Prozent die Möglichkeit, sich Produkte nach Hause liefern zu lassen, wichtig. Auch im digitalen Geschäft schaffen vor allem Service und Beratung Vertrauen. Hier liegt eine große Chance für Händler, die über die Mitarbeiter in ihren Geschäften einen persönlichen Zugang zum Kunden haben und individuelle Angebote entwickeln können.
Produktrecherche im Internet, Einkauf im Geschäft? Stimmt so nicht!
Fast zwei Drittel der Befragten nutzt über alle Warenkategorien hinweg nur einen Kanal, also entweder das Internet oder das Geschäft, für Produktsuche und Einkauf. In der Kategorie Haushaltsgeräte nutzen 30 Prozent bei der Recherche und dem Kauf beide Kanäle. In den übrigen Warengruppen muss das Angebot auf jedem Kanal umfassend und professionell sein. Doch das Online-Marketing steckt bei vielen Händlern noch in den Kinderschuhen. Wer auf den Webseiten der Händler ein Produkt sucht, kann das Angebot oft nur nach Markennamen und Preisen sortieren. Kaum ein Händler fragt Interessenten, was sie etwa mit Geräten tun wollen, um sie zum passenden Angebot zu führen.
Fast alle Befragten nutzen ihren PC für den Online-Einkauf, wie die PwC-Befragung zeigt. Social-Media-Plattformen spielen dabei noch eine verschwindend kleine Rolle. Auch über Tablets und Smartphones werden noch kaum Einkäufe abgewickelt. Das heisst aber nicht, dass mobile Geräte oder Social Media unterschätzt werden dürfen. Beide Bereiche können vor allem im Online-Marketing eine sehr wichtige Rolle spielen! 

Freitag, 16. November 2012

M-Commerce: für Händler gibt es noch viel zu tun

Während der kommenden Festtage werden Kunden immer häufiger zusammen mit ihrem liebsten Begleiter auf die Jagd nach Weihnachtsgeschenken gehen: ihrem Smartphone. Allerdings gibt es laut Expertenmeinung noch nicht genügend Shops, die sich auf diese Kunden eingestellt haben. Viele Online-Händler können deshalb in diesem Jahr vom mobilen Weihnachtsgeschäft nicht voll profitieren.

Weihnachten steht vor der Tür, und der Online Handel wird die Umsätze
weiter steigern können. Profitieren tut, wer sich durch verschiedene
Kanäle an die Kunden richtet.
Christoph Kipp ist E-Shop-Experte und Chef bei Valtech H2O.  Er glaubt, dass viele Unternehmen sich dem Thema Mobile Commerce in 2012 nur zögerlich genähert  haben – “jetzt wird klar, dass sie eigentlich schon längst zu spät dran sind“, sagt Kipp. Er erwartet, dass zahlreiche Marken im kommenden Jahr dieses Versäumnis nachholen und eine Multichannel-Strategie umsetzen werden. "Mobile Commerce wird 2013 sprunghaft ansteigen", lautet seine Prognose. Vorerst hält er die folgenden Empfehlungen für Online-Händler bereit.
· Online, mobile und stationärer Handel sollten auf der Basis einer Multichannel-Strategie miteinander verknüpft werden, um den Kunden an jedem Punkt des Kaufvorgangs zu erreichen.
· Ein mögliches Szenario für intelligentes Multi-Channeling: Der Kunde scannt in der U-Bahn einen QR-Code mit dem Smartphone, der ihn zu einem bestimmten Produkt auf der mobilen Website führt. Das Produkt legt er in seinen Warenkorb - er kann aber auch schauen, in welchem Geschäft in der Nähe es vielleicht in Kürze für ihn bereit liegen könnte. Vor Ort wartet die bestellt Ware, darüber hinaus empfiehlt die Verkäuferin noch ein passendes Accessoire.
· Ob iOS oder Android, ob Smartphone oder Tablet: Ein Mobile Shop sollte mit allen Devices und über alle Betriebssysteme zugänglich, optisch ansprechend und funktional sein. "Kann oder soll ein bestehender Online-Shop nicht verändert werden, muss eine zusätzliche mobile Variante entwickelt werden. Hier lauern jedoch technische Probleme bei der Anpassung.“
· Bei der Konzeption der Benutzeroberfläche sollte immer vom mobilen Nutzungsverhalten ausgegangen werden, so Kipp. So ist die Aufmerksamkeitsspanne am Smartphone kürzer, und der Käufer möchte möglichst rasch das gewünschte Produkt finden und sich nicht in tiefen Katalogstrukturen verirren. Unnötige Elemente müssen eliminiert werden, Bedienelemente wie Buttons benötigen eine Mindestgröße, bei einer Touch-Oberfläche erwarten Kunden Slideshows statt einzeln anzuklickende Bilder.
· Eine Shopping-App ist nicht zwingend notwendig. Sie ist zu empfehlen, wenn der Händler dem Kunden damit gegenüber der mobilen Website einen funktionalen Mehrwert anbieten kann. Es macht aber keinen Sinn, den gleichen mobilen Shop noch einmal als App nachzubauen, da der Aufwand für die Entwicklung und Pflege einer App m Vergleich zu einer mobilen Site deutlich höher liegt. 

Dienstag, 13. November 2012

Sex, Lügen und Gmail

Die Wahlen sind vorbei, der bisherige Präsident darf im Weissen Haus bleiben – und schon pfuscht der erste Skandal der neuen alten Regierung  ins Konzept. Die Geschichte hat alles, was der Medienzirkus liebt: Sex, schöne Frauen, mächtige Männer und unzählige Verschwörungstheorien. Aber der Skandal zeigt auch, wie die digitalen Medien beim Betrügen helfen – und wie schwierig es ist, digitale Spuren zu verwischen.

Terroristen, Generäle und wir benutzen Gmail - den Email-Service
von Google.
Inzwischen weiss es die ganze Welt: Ein früherer General und jetziger CIA-Chef, äussert angesehen und geachtet, wird beim Fremdgehen erwischt und tritt zurück. Das Verhältnis mit seiner Biografin kommt direkt nach den Präsidentschaftswahlen an die Öffentlichkeit. Der US-Sicherheitsapparat war den beiden allerdings schon lange auf der Spur. Dass in diesem Zusammenhang nun auch noch der Oberbefehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan (ISAF) beim virtuellen Fremdgehen erwischt wurde, macht die Geschichte natürlich nur noch spannender…
In unserem Blog interessieren wir uns aber nicht für die vulgären, sondern für die digitalen Details der Geschichte – und die sind auch ganz interessant. Die Akteure haben nämlich demonstriert, wie schwierig es ist, per E-Mail zu kommunizieren und keine Spuren zu hinterlassen, auch wenn man sich dessen bewusst ist und verschiedenste Verschleierungsmethoden angewandt hat. Zitat aus dem Spiegel:
“Das FBI erhält verschiedene IP-Adressen. Einige davon gehören zu bestimmten Hotels. Wer war zu dem Zeitpunkt dort, wer kann die E-Mails über diese Internetverbindung abgeschickt haben? Nach mehreren Wochen, so berichtet es das "Wall Street Journal", stoßen die Ermittler schließlich auf Paula Broadwell, die Petraeus-Biografin.
Sie haben nun einen Verdacht und beantragen bei einem Gericht einen Durchsuchungsbeschluss, um sich in sämtliche E-Mail-Konten Broadwells einzuklinken. So gelangen sie auch an einen anonymen E-Mail-Account bei Google - es liegt nahe, dass es der Account ist, von dem die Drohungen an Kelley geschickt wurden. Wie auch immer: Das FBI liest nun alles mit.Die Ermittler stoßen in dem anonymen Google-Account auf "anzügliche" E-Mails, die sich Broadwell mit einem zunächst unbekannten Mann schreibt. Auch dieser Mann nutzt einen Account bei Google. Zum Teil, so berichtet es dieNachrichtenagentur AP, schicken sich die beiden nicht einmal E-Mails. Stattdessen loggen sie sich nacheinander im selben Account ein, schreiben eine Nachricht, speichern sie aber nur im Entwürfe-Ordner, ohne sie abzuschicken. Loggt sich dann später der jeweils andere ein, kann er die Nachricht dort lesen.
Das ist ein gängiger Trick, um verräterische Spuren im Web zu vermeiden. Es gibt dann keine E-Mails, die irgendwo landen und deren Header man auf IP-Adressen überprüfen könnte. Im Prinzip ist es eine alte Spionagetechnik: ein toter Briefkasten, ins Internet übersetzt. Mit Hilfe anonymer E-Mail-Accounts und nicht abgeschickter, sondern nur im Entwürfe-Ordner gespeicherter Nachrichten sollen auch Qaida-Terroristen wie 9/11-Chefplaner Chalid Scheich Mohammed mit ihren Gefolgsleuten kommuniziert haben.“
Alles schlau ausgedacht, aber umsonst. Die Katze ist aus dem Sack und die Affäre in der Öffentlichkeit. Bemerkenswert erscheint uns die Tatsache, dass der ebenfalls im Netz der Ermittler hängen gebliebene General John Allen seiner Verehrten (dabei handelt es sich nicht um die gleiche Dame, wie im Falle Petraeus) über 20‘000 E-Mails in zwei Jahren geschickt hat – das wären dann so zwischen 20 und 30 E-Mails am Tag… Auch Generäle scheinen viel Zeit am PC und am Smartphone zu verbringen.

Freitag, 9. November 2012

Preis und Wert: Marketing macht den Unterschied

Wer eine Ware oder eine Dienstleistung verkauft, weiss wie schwierig es ist, den richtigen Preis festzulegen. Der Wert einer Sache hat oft nicht viel mit dem Preis zu tun, den ein Käufer bereit ist, zu bezahlen. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse könnten hier für Abhilfe sorgen.

Was sagt denn Wikipedia zum Unterschied zwischen Wert und Preis?
Das Gehirn weiss, was man/frau bezahlen will.
NeuroPricing hilft beim Marketing. 
Unter Wert versteht man im Unterschied zum Preis, der das Ergebnis einer konkreten Tauschaktion zwischen zwei konkreten Marktteilnehmern ist, die aggregierte Preisvorstellung einer Gruppe von Marktteilnehmern. Daher kann man den Wert auch als objektivierten Preis verstehen.“
Für Unternehmen ist es wichtig herauszufinden, wie viel Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung verlangt werden kann.  Ein neues Buch nimmt sich dieses Themas an. Es kommt von  Dr. Kai-Markus Müller. Dieser ist Geschäftsführer der Forschungsagentur "The Neuromarketing Labs", welche innovative physiologische Methoden und Hirnscans für die Preis-, Produkt- und Werbeforschung einsetzt. Müller nutzt neueste Erkenntnisse der Hirnforschung, um höhere Gewinne zu erzielen. Wie werden Preise im Gehirn des Käufers wahrgenommen und bewertet? Welche Preise werden akzeptiert? Wie lassen sich höhere Preise durchsetzen? Der erste Titel zum Thema NeuroPricing gibt überraschende Antworten. Er erklärt innovative Preisbildung, optimale Preisdarstellung sowie die Preiswahrnehmung beim Kunden und schlägt eine Brücke zwischen moderner Neurowissenschaft und Marketing. So lässt sich ein Preis entwickeln, der zum Produkt passt, der in den Markt passt, der den höchsten Gewinn verspricht und - ganz besonders wichtig - ein Preis, den Kunden auch bezahlen.
Müller äussert sich in einem Interview auf haufe.de zur Frage, weshalb es denn Menschen gibt, die für ein iPhone 5  fast 1000 Euro bezahlen, obwohl es viel billigere Geräte gibt, die denselben Zweck erfüllen. Zitat:
“Zu dieser Frage existiert eine sehr interessante Studie aus den USA in der man Probanden in einem Hirnscanner Wein zu trinken gab. Jedes Mal, bevor der Wein serviert wurde, leuchtete im Monitor eine Botschaft auf, etwa: „Der nächste Wein ist ein Rotwein und kostet fünf Dollar.“ Nach der Verkostung mussten die Probanden angeben, wie ihnen der Wein geschmeckt hat. Parallel dazu wurde die Aktivität im Belohnungszentrum gemessen. Dann kam die Botschaft: „Der nächste Wein ist ein Rotwein und kostet 90 Dollar.“ Wieder mussten die Testpersonen angeben, wie der Wein geschmeckt hat, und wieder wurden die Hirnaktivitäten gemessen. Ergebnis: Der teurere Wein schmeckte den Probanden besser, sowohl explizit (per Fragebogen erhoben) als auch im implizit über die Messung der Hirnaktivitäten. Beim angeblich teureren Wein handelte es sich jedoch um denselben Wein wie bei der ersten Probe.“
Mit anderen Worten: Wer seine Kunden davon überzeugen kann, dass sein Produkt teuer ist, kann es auch teuer verkaufen – auch wenn es nicht unbedingt mehr wert ist, als das Produkt der Konkurrenz. Marketing macht den Unterschied.

Mittwoch, 7. November 2012

Konkurrenz aus Irland

Irland ist von der Europäischen Wirtschaftskrise hart getroffen worden. Die letzten Jahre haben das einstige Boomland fast zum Totalabsturz gebracht – die Immobilienpreise brachen ein, und die EU musste Hilfe leisten. Doch jetzt scheint es zumindest in einem Bereich wieder aufwärts zu gehen: Die IT-Branche scheint wieder Rückenwind zu spüren und sucht jetzt sogar Mitarbeiter im deutschsprachigen Europa.

Eine der aktuellen Stellenanzeigen auf : jobs.makeitincork.com: Voxpro
sucht deutschsprachige Webdesigner und Entwickler - in Irland.
 Es sind die grossen IT-Unternehmen, wie Apple, EMC, VMware, Big Fish, Trend Micro, Pilz, McAfee, Voxpro und Quest (das jetzt zu Dell gehört) die im irischen Cork Niederlassungen haben. Dass führt dazu, das die zweitgrößte Stadt Irlands trotz langanhaltender Rezession gerade einen Aufschwung erlebt; insbesondere IT-Fachleute und Personal für Service und den Verkauf sind gefragt. Viele dieser Stellenangebote richten sich an Spezialisten in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz -  rund 25 Prozent der offenen Stellen richten sich nämlich an deutschsprachige Menschen – gesucht sind vor allem qualifizierte Fachleute im höheren und mittleren Management. Der Grund: Viele der in Cork ansässigen Tech-Firmen bedienen von hier aus auch ihre Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und dafür stellen Apple, EMC und Co. am liebsten Muttersprachler ein.
Die Anstrengungen der in Irland tätigen IT-Firmen zeigen, wie hart der Konkurrenzkampf um IT-Fachleute ausgetragen wird – und zwar über ganz Europa hinweg. Landesgrenzen bilden da kaum mehr ein Hindernis.  Die irische Regierung unterstützt die Anstrengungen der IT-Unternehmen:  Sie hat die Initiative "Make IT in Cork" gestartet, um das Interesse internationaler Bewerber für Jobs in Irland zu wecken. Dazu gehört eine Website, aber auch Twitter und Facebook werden eingespannt. 
IT-Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden diese Initiative sicher weniger gern sehen. Für viele von ihnen ist es jetzt schon schwierig genug, qualifizierte Fachleute zu finden – ohne dass ihnen die grüne Insel dabei Konkurrenz macht.

Montag, 5. November 2012

Wie einflussreich sind Sie?

Wer nicht vernetzt ist, ist niemand und das scheint die Karrierezukunft  im digitalen Zeitalter zu bestimmen. Gemeint sind natürlich nicht die “alten“ Netzwerke, wie Schule, Militär oder Sportverein, sondern Facebook, Twitter und Co.

Ist die Klout-Punktzahl bald wichtiger für Ihre Karriere, als Ihre Kontakte im
richtigen Leben?
Die beiden Artikel sind fast gleichzeitig erschienen, aber sie beschreiben zwei verschiedene Welten. Die Computerwoche veröffentlichte in der Karrieresektion einen Artikel über die Einstellung von IT-Fachkräften. Solche Spezialisten sind nach wie vor extrem gesucht; Firmen geben sich deshalb entsprechend Mühe, diese Mitarbeiter richtig zu behandeln – machen aber, so schreibt zumindest die Computerwoche, immer noch vieles falsch. Zitat:
“In den ersten Monaten sollten auch regelmäßige Treffen zwischen dem Neuen und seinem Vorgesetzten stattfinden, in denen sich beide darüber austauschen, welche Erfahrungen der Mitarbeiter bisher gesammelt hat und was er noch benötigt. Solche Gespräche finden in den meisten Betrieben nicht statt. Dabei wären sie für die Unternehmen fruchtbar, denn die Neuen sind noch nicht betriebsblind. Sie haben noch einen unverstellten Blick auf die Stärken und Schwächen des Unternehmens. Also können sie viele Anregungen für Verbesserungen geben. Eines sollten sich Vorgesetzte vor Augen führen: Je begehrter ein IT-Spezialist ist, desto stärker wird er seine Probezeit auch als Probezeit für das Unternehmen betrachten. Verfestigt sich in dieser Zeit bei ihm das Gefühl "Ich habe mich falsch entschieden", ist er, da er noch nicht emotional an das Unternehmen gebunden ist, schnell zu einem erneuten Arbeitgeberwechsel bereit.“
Doch IT-Spezialisten sind die Ausnahme. Die Jobsuche ist für viele Menschen schwieriger geworden – heikel sein liegt oft gar nicht mehr drin. Die Handelszeitung hat nun kürzlich einen Artikel dem “Vorsprung der Vernetzten“ gewidmet. Kurz gesagt: Wer im Web 2.0 aktiv und vernetzt ist, hat (vorerst noch in den USA) die besseren Chancen, einen guten Job zu finden. Zitat:
Die sogenannteKlout-Punktzahl zeigt an, wie gross der Einfluss einer Person in der di­gitalen Welt ist. Wie viele Freunde hat sie auf Facebook? Wie viele Menschen lesen ihre Wortmeldungen auf Twitter? Wie oft ­äussert sie sich im Netz? Was steht über einen im Online-Lexikon ­Wikipedia? All diese ­Daten werden aufgrund des weit­gehend automatischen Messungsdienstes der Unternehmung Klout aus San Francisco gezählt und darauf mithilfe einer geheimen Formel in eine Zahl destilliert.
Null Punkte kassiert der total rückständige Offliner, bis zu 100 Zähler kann ein beliebter Meinungsführer im Netz erreichen […]Was nach einer harmlosen Ego-Spielerei der Netzgemeinde klingt, entwickelt sich jenseits des Atlantiks zu einem handfesten Einstellungskriterium. Müssen sich in Zukunft auch hierzulande Jobsuchende Sorgen machen, wenn sie nicht aktiv in den sozialen Netzwerken mitmischen?“
Der Autor des Artikels kommt zum beruhigenden Schluss, dass in der Schweiz noch nicht nach Facebook-Ranglisten eingestellt wird. Der richtige Umgang mit Social Media kann aber durchaus ein Einstellungskriterium sein.  Und digitale Opinion-Leader können durchaus auch ausserhalb ihres Arbeitsplatzes von ihren Aktivitäten profitieren. Nochmals die Handelszeitung:
“Mund-zu-Mund-Propaganda heisst die Zauberwaffe im Marketing. Nur kommt sie heute aus dem Netz und nicht mehr aus dem Café um die Ecke. Wie man sie einsetzt, zeigt zum Beispiel Cathay Pacific. Die Fluggesellschaft aus Hongkong lässt seit Neuestem nicht nur Vielflieger in ihre Lounge am Flughafen in San Francisco, sondern jeden, der einen Klout-Score von über 40 nachweisen kann. Das Kalkül: Die elektronische Elite soll in ihrem Online-Freundeskreis von den Annehmlichkeiten der Warteräume schwärmen – und damit Reklame für Cathay Pacific ­machen. Solche Werbeaktionen werden immer mehr Unternehmen in Zukunft starten. Genau hier kommt wieder die Personalauswahl ins Spiel. Um das Netzwerk-Marketing von morgen zu betreiben, braucht die Wirtschaft Mitarbeitende, die wissen, wie Networking im Internet funktioniert.“

Donnerstag, 1. November 2012

Organspenden - mit Facebook, wie den sonst?

Die Schweiz hat zuwenig Organspender, viel zu wenig. Da soll nun Facebook Abhilfe schaffen. Ab heute können Nutzer in der Schweiz auf ihrer Facebook-Timeline anzeigen, ob sie nach ihrem Tod auch noch nützlich sein wollen. In den USA und Grossbritannien wurde diese Kommunikationsfunktion im Mai eingeführt und hat bereits zu einem merklichen Anstieg an potenziellen Organspendern geführt.

Von der Swisstransplant- Facebook-Page: So wiord man zum Organspender
via Facebook. Eine Möglichkeit, auch nach dem Tod noch Gutes zu tun.
Swisstransplant begrüsst die Initiative, da hierzulande jährlich zahlreiche Menschen auf ein Spenderorgan warten. Die Schweiz gehört bei den Organspendern im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern. Jedes Jahr sterben hier etwa 100 Menschen, weil für sie kein lebensrettendes Organ zur Verfügung steht. "Rund 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung habe sich zum Thema Organspende noch nicht entschieden“ weiss Franz Immer, Direktor von Swisstransplant. Er begrüsst die Initiative von Facebook.
Ob der Eintrag zur Willensbekundung einer Organspende für alle Facebook-Freunde einsehbar ist oder nicht, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab und kann frei gewählt werden. "Die Willensbekundung betrifft in erster Linie eine Spende nach dem Tod. Lebendspenden dürfen in der Schweiz von Gesetz wegen nur bei naher sozialer Bindung der Personen erfolgen", erklärt Immer. Wer die Kommunikationsfunktion zur Organspende auf Facebook nutzt, selbst jedoch noch keine Spendekarte besitzt, kann diese direkt via Facebook bei Swisstransplant bestellen. Da in der Schweiz kein Spenderegister geführt wird, empfiehlt es sich nach wie vor eine Spendekarte auszufüllen und bei sich zu tragen. Bereits seit Mai können Facebook-Nutzer in den USA und in Grossbritannien ihren Organspende-Willen vermerken. In Kalifornien, wo ein regionales Register für Organspender geführt wird, ist die Registrierungsrate durch die Möglichkeit auf Facebook seine Bereitschaft zur Organspende zu zeigen laut "Donate LifeCalifornia" um ein Vielfaches angestiegen.
Im Jahr 2011 gab es in der Schweiz gerade mal 102 Leichenspender. Etwa 50 bis 100 Spender mehr könnten das Organmangel-Problem entschärfen. Die Zahl der Todesfälle aufgrund des Organmangels könnte von aktuell gegen 100 auf unter 50 Todesfälle pro Jahr reduziert werden. Denn eine Person kann mit ihren Organen bis zu sieben Leben retten und somit auch die Wartezeit der anderen Patienten verkürzen.

Montag, 29. Oktober 2012

Windows 8: wieso eigentlich?

Für Microsoft macht Windows 8 durchaus Sinn: Endlich ein Betriebssystem, mit dem man in der Domäne der Tablets, die bis jetzt von den Anderen beherrscht wurde, auch mitreden kann. Gleichzeitig hat man auch noch das OS für die PCs rundum-erneuert. Doch wie sieht es für den Anwender aus? Macht Windows 8 da auch Sinn? Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Anwender skeptisch sind.

Windows 8 auf dem Microsoft Surface: Umgewöhnen und dazulernen
ist erforderlich.
Ich hab mir vor rund 8 Monaten ein brandneues PC-System angeschafft. Total leistungsfähig, schnell und bewährt. Es läuft mit Windows 7, einem Betriebssystem das eigentlich rundum gute Noten bekommen hat. Auch die restliche Software von Microsoft ist ziemlich neu: Office 2010 bringt gegenüber meiner vorherigen Version, Office 95, die noch auf XP lief, viele Vorteile.
Doch jetzt kommt Windows 8 – und alles soll ganz anders werden.
“Windows 8 ist dafür optimiert worden, auf berührungsempfindlichen Bildschirmen zu laufen. Dazu wurde der altbekannte Desktop in den Hintergrund geschickt und durch eine neue Startseite ersetzt, auf der große Kacheln Programme und Apps repräsentieren. Microsoft hat hier das von Windows Phone 8 bekannte Prinzip der Live Tiles übernommen, die Inhalte dynamisch aus dem Netz nachladen. So können auf einer Kachel beispielsweise Wetterinformationen, Börsenkurse oder die neuesten Tweets von Freunden angezeigt werden. Für den Umgang mit diesen Kacheln und Windows-8-Apps hat Microsoft ein ganz neues System von Fingergesten eingeführt. Weil die ganz anders sind als das System von Maus und Tastatur, nach dem ältere Windows-Versionen gesteuert wurden, legen viele Hardware-Hersteller ihren Touchscreen-Computern Merkblätter zur Gestensteuerung bei…“
Gestensteuerung? Brauch ich denn das?
Die Antwort des Handelsblattes fällt so aus, wie ich sie mir im Moment wünsche. Wer keine Zeit hat, sich mit dem neuen Windows vertieft einzulassen, soll noch die Finger davon lassen:
“Microsoft hat Windows so gründlich überarbeitet wie seit 1995 nicht mehr. Das neue Gesicht des Betriebssystems ist modern und schick. Doch selbst Computer-Kenner werden einige Zeit benötigen, um sich an die neue Bedienung zu gewöhnen. Zumal es noch nicht ohne die alte Windows-Welt geht und somit ein umständliches Hin- und Herschalten nicht zu vermeiden ist. Zusätzliche Verwirrung stiften die verschiedenen Versionen des Systems. Obwohl alle Windows im Namen tragen, laufen beispielsweise bestimmte Programme nicht auf der RT-Version für Tablet-Computer.Angesichts dieser Umstellungen ist gut möglich, dass gerade unerfahrene Anwender lieber gleich die Finger vom doppelten Windows lassen. Wer sich einen Rechner mit dem Betriebssystem zulegt, sollte sich unbedingt Zeit nehmen, um das neue System mit seinen Tricks kennen zu lernen. Es lohnt sich durchaus.”
Wie die meisten professionellen Anwender hab auch ich nicht stunden-, tage und wochenlang Zeit, mich an das neue System zu gewöhnen. Zumal Windows 7 ein hervorragendes OS ist.
Ich habe mir aber vorgenommen, den Einstieg schrittweise vorzunehmen. Meinen Laptop werde ich durch ein Windows 8 Tablet ersetzen. Daswird mir Gelegenheit geben, das neue Betriebssystem kennenzulernen. Und wenn dann mein Hauptsystem in ein paar Jahren ersetzt werden muss, werde ich Win 8 schon kennen.
Ich erhoffe mir vom neuen OS technischen Fortschritt, mehr Stabilität und Schnelligkeit. Wer das nicht braucht, könnte ja heute immer noch mit Windows XP arbeiten - wie das übrigens Millionen von Anwendern tatsächlich tun.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Amazon - und wie man im Kundendienst alles falsch macht

Da hat sich der führende Buchverkäufer der Welt böse in den Fuss geschossen. Wegen eines Problems mit einem Kundenkonto, habe das Unternehmen einer Kundin in Norwegen den Kindle ferngesteuert gelöscht und ihr zugleich empfohlen, sie soll sich einen anderen Buchladen suchen. Was das Problem sei, hat man Linn, der Kundin, allerdings nicht mittgeteilt.

Alles nur geliehen: Bücher im Kindle sind zwar bezahlt,
gehören aber trotzdem nicht dem Leser.
Diese Story ist so vielschichtig, dass man gar nicht so recht weiss, wo man beginnen soll. Also das Wichtigste zuerst: Bei Amazon gekaufte E-Bücher gehören nicht Ihnen, sondern sind nur geliehen. Das steht so in den Geschäftsbedingungen. Haben Sie das gewusst? Zitat aus der Frankfurter Rundschau:
Der Fall wirft ein Schlaglicht darauf, was den meisten Nutzern nicht bewusst ist: Digitale Bücher bei Amazon zu kaufen, so heißt es eindeutig in den Nutzungsbedingungen, bedeutet eben nicht, sie wirklich zu kaufen. Die Inhalte werden dem Nutzer von Amazon nur bereitgestellt. Verstößt der Nutzer gegen die Nutzungsbedingungen des E-Book-Giganten, behält es sich Amazon vor, die Bücher wieder zu entziehen. Im Fall der Norwegerin könnte der Verstoß daran gelegen haben, so wird im Netz vermutet, dass sie ein Buch auf der englischen Amazon-Website kaufte - dieses aber nicht in Norwegen bezogen werden konnte.“
Amazon hat sich mit dem Management dieses Falles einen ganz schlechten Dienst erwiesen. Die Angelegenheit hat sich wie ein Lauffeuer weltweit herumgesprochen und verunsichert natürlich nicht nur bestehende, sondern vor allem auch potentielle E-Buch-Kunden – die sich jetzt zu Recht fragen könnten, ob sich wohl ein “richtiges“ Buch nicht doch besser zu Ende lesen lasse. Meint die Rundschau:
Schützen können sich die Kindle-Nutzer gegen den Großen Bruder Amazon nicht: Anders als andere E-Book-Anbieter betreibt Amazon den Kindle als Festung – es ist nicht möglich, die E-Books aus dem Kindle-Lesegerät oder der Kindle-App in andere Apps oder Lesegeräte zu importieren. Wer sich auf Amazon festlegt, ist dem Konzern ausgeliefert.“
Drei wichtige zusätzliche Bemerkungen sind zu machen. Scheinbar weiss (ausser Amazon) niemand, weshalb es so weit gekommen ist – auch nicht die betroffene Leserin. Ob das stimmt, bleibe dahingestellt. Wenn es so wäre, dass Amazon eine völlig unbescholtene Kundin so schlecht behandelt hat, wäre der Fall noch viel schlimmer, als er so schon erscheint.
Zweitens behauptet Amazon, der Kundin sei nur das Konto gesperrt worden. Das Löschen der Bibliothek sei ein auf einen technischen Fehler im Kindle zurückzuführen...
Drittens: Am Ende hat sich Amazon auf eine alte Verkäuferweisheit besonnen, die da heisst: Der Kunde hat immer recht. Das Konto der betroffenen Norwegerin wurde restauriert, und wie es sich am Ende eines Buches gehört, lebten alle glücklich mit ihren Kindles bis an ihr Lebensende. Ausser vielleicht der Kundenmanager bei Amazon, der sich mit Linn die falsche Kundin zum Durchgreifen ausgesucht hatte.

Montag, 22. Oktober 2012

Google auf dem absteigenden Ast?

In der Internetwelt ist fast alles möglich – aber dass Google in ein paar Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwinden soll, erscheint doch eher unwahrscheinlich. Unmöglich ist es aber sicher nicht. Vielleicht erinnern sie sich noch an Yahoo oder AltaVista – es ist ja noch nicht so lange her. Aber suchen Sie noch damit?

Die Mobilität der User hilft dem Geschäft nur bedingt: mobile Werbung
bringt weniger Geld als PC-Werbung. Das gilt nicht nur für Google, sondern
auch für Facebook. (Bild Google)
Da drückt einer auf den falschen Knopf und schon rauschen die Kurse talwärts – so geschehen mit den Google-Aktien letzte Woche. Ein paar Milliarden Dollar lösen sich in Minutenschnelle in Luft auf und wecken Erinnerungen an jenen Amerikanischen Senator,der einmal gesagt hat: “Eine Milliarde hier, eine Milliarde dort – und plötzlich geht es um richtiges Geld…“. Damit beschrieb er nicht nur die Einstellung vieler Politiker zum Umgang mit Steuergeldern recht präzise, sondern könnte durchaus auch die aufgeblasenen Börsenkurse gewisser Internetfirmen angesprochen haben (Everett Dirksen verstarb allerdings schon 1969, lange bevor Google und Co. existierten).
Genau diese Börsenkurse mit ihren riesigen Einbrüchen haben nun gewisse Zweifler auf den Plan gebracht. Cadie Thompson schreibt auf CNBC, dass Google in fünf bis acht Jahren durchaus in die Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Sie beruft sich dabei auf den Investmentspezialisten Eric Jackson, der Google mit Yahoo vergleicht. Yahoo sei mal der König der Internetsuche gewesen; heute sei die Suchmaschine quasi inexistent. Jackson sieht die potentiellen Probleme für Google darin, dass die Mobilität der User Überhand nimmt. Immer mehr Verbraucher suchen mit mobilen Geräten, die Werbung hinkt da aber weit hinterher, weil Unternehmen sich auf den kleinen Bildschirmen nicht sehr gut ins Bild setzen können. Deshalb sind mobile Inserate auch billiger als PC-Werbung.
Diese Situation biete eine grossartige Gelegenheit für ein junges Unternehmen, eine komplett neue Idee für die Internetsuche in der mobilen Welt zu verwirklichen.
Man darf gespannt sein. Immerhin ist das Potential für einen totalen Umbruch in der digitalen Gesellschaft immer gegeben – man denke an die Entwicklung der letzten 25 Jahre: PC, Internet, Handy, Smartphone, Tablet. Die nächste grosse Idee wird die digitale Gesellschaft wieder von Grund auf umkrempeln!   

Freitag, 19. Oktober 2012

Der Kriminalist im PC

Diebe, die IT-mässig nicht auf der Höhe sind, rechnen nicht damit, dass es Applikationen gibt, die ihnen in kürzester Zeit auf die Spur kommen. Das merkten kürzlich wieder zwei dreiste Laptop-Diebe, die beim Nachbar eingebrochen waren und seine Elektronik geklaut hatten.

Wie die National Post, eine Kanadische Tageszeitung berichtete, kam ein junges Paar in Ontario nach Hause und stellte fest, dass die Wohnung aufgebrochen und ausgeraubt worden war. Auch ein MacBook Pro-Laptop fehlte, und dieser war mit der Applikation “Find my Mac“ ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eine Gratis-App, durch die sich der Standort eines Gerätes mit Hilfe lokaler WiFi-Signale ermitteln oder den PC verriegeln – oder gar löschen lässt. Im obigen Fall, stellten die Bestohlenen (mit Hilfe eines weiteren Gerätes) schnell fest, das ihr MacBook sich ganz in der Nähe befand – es war sogar noch in deren Netzwerk eingeloggt. Die herbeigerufene Polizei verhaftete die Bewohner der Nachbarwohnung und konnte die gestohlenen Geräte sicherstellen.
Ähnliche Storys passieren immer häufiger – vor allem auch mit gestohlenen Smartphones. Es gibt inzwischen unzählige Apps, die dafür sorgen, dass Diebe sich nur bedingt oder für kurze Zeit an ihren gestohlenen Geräten erfreuen können. Eine der beliebtesten ist Prey (siehe untenstehendes Video), die hier ausführlich beschrieben wird und die es auch in einer professionellen Ausführung für Unternehmen gibt. Eine solche App zu installieren ist unkompliziert - und könnte sich schnell einmal lohnen!
Ähnliche Sicherheitssysteme werden übrigens immer öfter auch in Autos eingebaut – dort geht es dann soweit, dass die Polizei das gestohlene Fahrzeug nicht nur leicht finden,sonder sogar ferngesteuert stoppen kann, wenn sie auf der Spur des Diebes ist.


Dienstag, 16. Oktober 2012

Social Media im Unternehmen: Was man darf - und was nicht

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, Mitarbeitern klare Regeln zur Kommunikation im Social Web an die Hand zu geben. In den Jahren 2010 und 2011 wurden jeweils mehr als doppelt so viele Richtlinien über den Umgang mit dem Web 2.0 veröffentlicht als noch 2009. Ausschnitt Medienbeobachtung hat 55 öffentlich verfügbare Social Media-Guidelines auf der Basis einer klassischen Inhaltsanalyse untersucht.

Aus der Ausschnitt-Studie: Gewisse Phrasen wiederholen sich in
verschiedenen Richtlinien - wohl aus gutem Grund.
Die Ergebnisse der Studie hat das Unternehmen zusammengestellt und veröffentlicht.Dabei  handelt es sich um interessantenStoff, der, nach dem Motto, wie machen es die Anderen? geradezu zum Vergleichen auffordert. (Hier kann zum Beispiel die Richtlinie des Schweizer Radio und Fernsehens eingesehen werden).
In Social Media ist Berufliches und Privates schwer trennbar. Unternehmen sehen sich deshalb zunehmend gezwungen und gut beraten, den Umgang mit sozialen Netzwerken in Bezug auf das Arbeitsumfeld zu regeln und Tipps im Umgang mit solchen Plattformen zu geben. Trotz der großen Unterschiede lassen sich einige Ergebnisse wie folgt zusammenfassen:
  • Die Mehrheit der untersuchten Social-Media-Richtlinien stammt von grossen internationalen Konzernen. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Industrie, Handel und der IT-Branche.
  • Unternehmen wünschen sich Angestellte, die im Social Web "ehrlich", "authentisch", "respektvoll", "höflich" und "transparent" auftreten. Häufig fordern Firmen zudem ihre Mitarbeiter dazu auf, ihren "gesunden Menschenverstand" einzusetzen.
  • 53% der Unternehmen nutzen Social Media-Guidelines nicht nur, um Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Social Media festzulegen, sondern auch, um eindeutige Inhaltsempfehlungen zu geben.
  • Arbeitgeber fordern Verbindlichkeit. Fast zwei Drittel aller von Ausschnitt Medienbeobachtung untersuchten Social-Media-Richtlinien sind für Mitarbeiter bindend.
  • 62% der Arbeitgeber bitten um Identifikation der Arbeitnehmer im Netz.
  • Ein Drittel aller Arbeitgeber droht bei Nichtbeachtung der Social-Media-Richtlinien mit Konsequenzen. Diese können von der Löschung der Beiträge bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses reichen.
  • Zwei Drittel der Unternehmen wollen, dass ihre Guidelines intern bleiben.
Scheinbar gibt es nur wenige Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Besuch von Social-Media-Sites erschweren oder verbieten. Dazu meint die Ausschnitt-Studie:
Nur in 5% aller Guidelines werden kon­krete Angaben bezüglich der Nutzungsdauer von Social Media während der Arbeitszeit gemacht. Ein Viertel der Unternehmen erlaubt Angestellten, ihre Zeit im Web nach eigenem Ermessen festzulegen. Passend dazu kam die Universität Kopenhagen im Juni 2011 zu dem Schluss, dass es kontra­produktiv sei, Mitarbeitern das Surfen im Netz zu verbieten; ein kurzer Aufenthalt im Social Web zwischen zwei Arbeitsschritten könne sogar leis­tungssteigernd wirken.“
Die in der Studie erkennbaren Trends und Tendenzen sollen den PR-und Marketing-Verantwortlichen beim Verfassen eigener Social-Media-Richtlinien helfen. Sie bieten unter anderem eine Übersicht zur inhaltlichen Ausgestaltung der Guidelines, zur Haltung der Unternehmen gegenüber Social Media und zu den Handlungsspielräumen der Mitarbeiter.

Montag, 15. Oktober 2012

Mit dem iPhone den Discounter suchen


Lidl ist Deutsch und billig – und in der Schweiz am Aufbau eines Filialnetzes. Und die potentiellen Kunden scheinen es nicht abwarten zu können, bis sie dort einkaufen können. Zu dieser Schlussfolgerung darf man kommen, wenn man die Statistiken der Ladensuch-Applikation filialsuche.ch auswertet. Interessant ist: Ein Drittel aller Suchanfragen kommt von mobilen Geräten; 70 Prozent von diesen werden auf iPhones oder iPads eingetippt!

Von 100'000 Besuchern des Multi-Store-Locators www.filialsuche.ch suchen über 20'000 nach einer Lidl Filiale, gefolgt von den Usern, welche nach einem Hornbach oder Interdiscount Standort Ausschau halten.
In der Rangliste der Suchanfragen liegt Lidl mit Abstand an der Spitze, und das weit vor allen anderen Lebensmittelhändlern. Bei filialsuche.ch hat man dafür eine einfache Erklärung:
«Dies ist durch das im Moment noch wesentlich lichtere Filialnetz der deutschen Ladenkette erklärbar. Das im Vergleich geringe Suchaufkommen bei Denner oder Coop, liegt schlicht an deren hohen Abdeckung. Auf eine Denner Filiale kommen im Schnitt etwa 10'000 Einwohner. Bei einer Lidl Verkaufsstelle sind dies mehr als 95'000. Dazu kommt das die Filialen von Lidl teilweise noch brandneu sind und die Konsumenten die Standorte einfach noch nicht kennen.»
Nach Lidl folgt der Baumarkt Hornbach, der mit aktuell sechs Schweizer Niederlassungen am zweithäufigsten gesucht wird. Insgesamt verteilt sich das Suchvolumen bei filialsuche.ch auf dreissig indexierte Detaillisten.
Auch aus der Statistik geht hervor: Knapp ein Drittel der gesamten Suchanfragen kommen von mobilen Geräten. Hier führt nach wie vor das iPhone zusammen mit dem iPad. Die beiden Apple Geräte kommen hier auf einen Anteil von 70%. Die übrigen Zugriffe stammen mehrheitlich von Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem.
Die kleine Statistik von filialsuche.ch zeigt, dass man auch in der dicht mit Läden bedienten Schweiz weiterhin neue Shops eröffnen kann - was wahrscheinlich nicht viel mit einem Bedürfnis, sondern mehr mit Kauflust als Freizeitgestaltung zu tun hat. Sie zeigt aber auch, dass das Smartphone als mobiles Endgerät das riesige Potential dieser Anwendergruppe erschliessen kann - sozusagen als Einkaufs-Tool für Schnäppchenjäger und andere User, für die Einkaufen sowohl Rappenspalten als auch Entertainment bedeutet. 

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Das Büro im Handy: App statt Website

Ein Geschäft zu eröffnen war nie einfach. Zunächst brauchte man erst mal eine eigene URL und Website, Visitenkarten, Werbebroschüren, ein Büro und eine Geschäftsadresse, wenn man seine Firma präsentieren oder sein Angebot auf dem globalen Marktplatz anbieten wollte. Kunden hatte man deswegen noch lange nicht, dafür aber laufende Kosten. Ein kleine App soll das nun ändern - zumindest für kleinere Unternehmen.

Das Logo der Mila-App: die Cloud hilft,
aus dem Smartphone ein Office zu
machen
Die Computerzukunft steckt im Handy: Als die Smartphones bei den Usern überhand zu nehmen begannen, gab es Experten, die bereits den Tod des PC voraussagten. Tatsächlich entwickelt sich der Markt in diese Richtung – die neustenVerkaufszahlen für PCs und Laptops zeigen es. Apps, wie Mila, unterstützen diesen Trend und könnten der Anfang einer Entwicklung sein, die nicht mehr so leicht aufzuhalten sein wird. Mila, ist eine neue Business App, die die Vorteile globaler Vernetzung demokratisiert und für jedermann zugänglich macht. Jeder, der ein Smartphone hat, kann Mila einsetzen. Mila verknüpft Cloud-Computing, Social-Media und semantische Analyse mit dem Web 3.0. 
Ob es sich um eine Reinigungsfirma, ein Cateringunternehmen, einen kleinen Schokoladen-Produzenten oder einen selbständigen IT-Berater handelt – werden die notwendigen Daten via Mila im Web hinterlegt, durchforstet die App soziale Netzwerke nach Kunden und Geschäftspartnern – und stellt auch gleich die Verbindung her.  
Mila kann einfach aus dem Apple App Store, Google Play oder dem App-Angebot eines Telekom-Anbieters aufs Smartphone heruntergeladen werden. Anhand einfacher Vorlagen erstellt man ein Profil von sich, seiner Firma, seines Angebots, komplett mit Logo und Fotos, und ist damit sofort online, mit eigener Web-Präsenz – und wird gleich von Google oder anderen Suchmaschinen gefunden. Es ist also nicht notwendig, dazu eine URL zu sichern und zu kaufen oder einen Webdesigner anzuheuern. Auch die Kosten für Webhosting, Server und Suchmaschinenoptimierung fallen in diesem Fall weg. 
Aber Mila hilft einem nicht nur, online präsent zu sein, sondern auch bei der Suche nach Kunden. Hat Mila in den Posts von Twitter, Facebook & Co. jemanden entdeckt, der auf der Suche nach einem Produkt oder einem Service ist, das dem eigenen Angebot entspricht, bekommt man von Mila eine Nachricht. Auch bei den nächsten Schritten hilft Mila, denn die App hält für wichtige Geschäftsvorgänge Formatvorlagen bereit, die über den Touchscreen des Smartphones ausgefüllt werden. Man braucht also kein Notebook oder Desktop-PC mehr. Die Rechnung wird zum Beispiel  papierlos direkt vom Smartphone an den Kunden gemailt. Und auch danach bleibt Mila dran: der Zahlungseingang wird kontrolliert und  –  wenn nötig – wird man darauf aufmerksam gemacht, dem Kunden eine Erinnerung zu schicken.
Erklärt Manuel Grenacher, Chef von Mila und CEO von coresystems, dem Schweizer Start-Up-Unternehmen, das Mila entwickelt hat:
“Vom Mobile Office, das keine Büroräume mehr braucht und das man überall hin mitnehmen kann, wird seit 10 Jahren geredet, aber heute wird es Realität. Wir kombinieren dazu das Beste zweier Technologie-Welten: dem Cloud-Computing und der semantischen Analyse. Das  Endgerät, also das Smartphone, dient nur noch dem Zugang, bildet das intuitive Interface -  allesandere läuft im Web oder in der Cloud. Man braucht keinen eigenen Server oder Speicherplatz und keine lokal installierten Programme mehr. Dazu kommt die semantische Analyse, die automatisch anhand von Suchbegriffen Daten analysiert, interpretiert und selbständig neue Informationen generiert. Tausende von Social Media-Einträgen werden permanent gefiltert bis Angebot und Nachfrage zusammen passen. Mila ist ein Kind des Web 3.0 – einer neuen Generation von intelligenten, semantischen WebAnwendungen.“  Mila startet zunächst in sieben verschiedenen Sprachen. Weitere Sprachen sind in Vorbereitung. Die Basisversion ist kostenlos. In Kernmärkten wird Mila zusätzlich zum Apple App Store und zu Google Play von Telekom-Providern angeboten: in der Schweiz z.B. von der Swisscom.