Donnerstag, 29. Dezember 2011

Happy New Year!

Für jene Leser, die sich auch in der Woche zwischen den Festen für unsere Themen interessieren, haben wir heute drei Links mit Trends und Voraussagen zum neuen Jahr herausgesucht:

“Während bei Smartphones und Tablets eher die Verbesserung der Technik im Vordergrund steht, zeichnet sich 2012 im Fernsehmarkt eine grössere Revolution ab: Smart TV bringt Internet und Apps auf den Fernseher. Hier kommen auch Tablets ins Spiel. So lanciert die Swisscom für ihr digitales TV-Angebot im Januar eine spezielle iPad-App, diverse TV-Geräte kann man schon heute mit Smartphone-Apps steuern. Gespannt blickt die Branche auf Apple: Steigt der Konzern tatsächlich mit eigener Hardware ins TV-Geschäft ein? Und in Zeiten von Web-Angeboten wie Mediatheken, Youtube und weiteren TV-Angeboten bestimmt der Konsument immer häufiger selber, wann er welche Sendungen sehen will. Das lineare Fernsehprogramm mit fixen Sendezeiten wird zum Auslaufmodell.“

“Kaspersky geht davon aus, dass bisher populäre Angriffs-Techniken wie etwa das Versenden verseuchter E-Mail-Anhänge im Jahr 2012 an Bedeutung verlieren werden. Stattdessen werde zunehmend der Webbrowser als Angriffsvektor in den Vordergrund rücken. Wie effektiv dies sein werde, hänge davon ab, wie viele Sicherheitslücken in populärer Software vorhanden seien und wie gut sich diese ausnutzen ließen…“
 Die Marktforscher von Gartner sehen für das nächste Jahr vor allem viel billigere Smarphones, wie CIO.de zitiert:
“Der Vormarsch günstiger Smartphones werde auch in Märkten wie Westeuropa und den USA spürbar sein, sagte die Gartner-Analystin [Roberta Cozza]. Die preiswerten Geräte dürften dort den Abschied von einfachen Handys beschleunigen, prognostizierte sie. In den entwickelten Märkten war zuletzt gut jedes zweite verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone, es wurde bereits eine Sättigung spürbar, mit der frühere Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent nicht mehr erreicht wurden. "Die Zeit der Riesen-Sprünge geht vorüber", sagte Cozza."
 Wir wünschen ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Wissen Sie, was Ihre Kunden über Sie verbreiten?

Social-Media-User sind ja dafür bekannt, dass sie, zum Beispiel auf Facebook oder Twitter, viele persönliche Erfahrungen austauschen, die mehr oder weniger relevant sind. Wenn es dabei um Dienstleistungen oder Produkte geht, kann es für die betroffenen Firmen von grossem Nutzen sein, wenn sie über derartige Meldungen – ob positiv oder negativ – im Bild sind.

Social-Media-Monitoring heisst ja nichts anderes, als den Verkehr auf Facebook oder Twitter zu “ belauschen“. Dafür stehen im Web eine ganze Reihe von Tools zur Verfügung – die meisten davon müssen nur einmal eingerichtet werden und kosten nichts. Tripwire Magazine hatkürzlich eine Liste von 30 nützlichen Social-Media-Monitoring-Tools veröffenlicht.
Nun hat das E-commerce Center Handel (ECC-Handel) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Agentur Clever and Smart PR einen Leitfaden zu diesem Thema veröffentlicht. Die Publikation unter dem Titel  “Social Media-Monitoring - So beobachten Sie ihre Zielgruppe im Internet“ zeigt auf, wie auch kleine und mittlere Unternehmen das Potenzial von Social Media-Monitoring nutzen können. Dabei war es den Autoren vor allem wichtig, erfolgreiche Beispiele kleinerer Unternehmen zu vermitteln. So kommen Händler und Dienstleister zu Wort, die Social Media- Monitoring bereits erfolgreich einsetzen. Um ein Gefühl dafür zu erhalten, wie sich Menschen im Social Web austauschen und welche Erkenntnisse hieraus gewonnen werden können, enthält der Leitfaden konkrete Tipps zum Monitoring von Social Media.
 Darüber hinaus finden Leser Informationen, wie sie ihren Erfolg in Social Media messen und die ersten Schritte sicher meistern können. der hier kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Freitag, 16. Dezember 2011

Digitales für Langläufer

Langlaufen ist eine Sportart, die schon viele Anhänger hat und immer mehr gewinnt. Über die kommenden Feiertage werden die Langläufer wieder zu Tausenden die Loipen bevölkern. Auch an Informationen über den Sport und sein Umfeld fehlt es nicht: Digitale Plattformen zum Thema gibt es zuhauf.  

Langlaufinfos sind im Net  leicht zu finden.  (screenshot bergfex) 
Die neuste dieser Websites als Schweizer Langlaufportal und heisst nordic-online.ch. Geboten werden da Informationen zur Langlaufausrüstung, Tipps von Experten zum Training für den Engadin Skimarathon, oder Infos über Langlaufgebiete und geeignete Hotels für Langlaufferien. In einer Pressemitteilung weisen die Initianten darauf hin, dass Langlauf zu Recht immer populärer werde: Sich in Harmonie von Natur und Körper zu bewegen entspreche einem wichtigen Bedürfnis; der Langlauf biete dies in idealer Form. Zudem weise der Langlaufsport ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis auf - sei es in Bezug auf die Material-Anschaffungskosten oder den moderaten Preis für die Benützung der Schweizer Loipen.
Genau deshalb fehlt es wohl auch nicht an Websites die Informationen für Langläufer anbieten.
Langlauf.ch informiert über Veranstaltungen, Loipen und andere Langlaufthemen.
Unter Loipen-schweiz.ch findet sich die gleiche Website nochmals, mit einer anderen Startseite. Die Österreichische Bergfex GmbH betreibt eine Webseite unter dem Titel Langlaufen Schweiz die unter  http://www.bergfex.ch/schweiz/langlaufen/ zu finden ist und übersichtlich zeigt, welche Loipen geöffnet sind.
Es gibt noch mehr: Wer “Langlaufen Schweiz“ googelt und alle Ergebnisse durchschauen will, wird kaum mehr Zeit haben, die nicht-virtuellen Loipen an der frischen Luft zu erkunden. Allen anderen wünschen wir viel Vergnügen im Schnee.

Muskelkraft spart Geld

In der Innerschweiz weiss man es schon lange: Velokuriere sind schnell, sauber und günstig. Genau deshalb arbeitet die Opacc Software AG schon seit fast 15 Jahren als Werbepartner mit dem Innerschweizern Velokurier zusammen. In den USA hat nun auch das grösste Kurierunternehmen der Welt gemerkt, dass Pedal-Power praktisch ist und viel Geld spart.

Allein in den USA liefert UPS täglich Millionen von Pakete aus. Die meisten werden in den charakteristischen braunen Lastwagen ans Ziel gebracht. Seit kurzem setzt UPS nun auch Velokuriere ein – und zwar nicht nur weil es grün und gut für’s Image ist, sondern vor allem auch, weil es sich finanziell lohnt. Die Zahlen sprechen tatsächlich eine deutliche Sprache: Drei Velokuriere sparen dem Unternehmen täglich rund 60 Liter Benzin und gesamthaft Unterhaltskosten in der Höhe von 38'000 Dollar. Da freuen sich die Aktionäre!
Übrigens UPS-Gründer Jim Casey hat schon damals vorgemacht, was heute modern ist: Bereits 1907, also vor mehr als 100 Jahren, hat er die ersten Pakete für die damalige American Messenger Company mit dem Fahrrad ausgetragen.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Mit Produkteempfehlungen zum Kaufimpuls

Der Trend zur Individualisierung im Online-Handel wird immer ausgeprägter. So haben sich auch personalisierte Produktempfehlungen zu einem echten Erfolgsfaktor entwickelt. Diese auf das Kaufverhalten abgestimmten Produktevorschläge führen oft zu einem Kauf.

Weihnachtszeit, Einkauszeit: Es ist nicht immer einfach, das Richtige zu finden.
Produkteempfehlungssysteme können da Hilfe leisten.
Empfehlungssysteme analysieren das Kauf- und Klickverhalten von Kunden während des Besuchs der Website. Grosse Händler, wie zum Beispiel Amazon, haben solche Systeme schon längst zu einem wichtigen Bestandteil des Einkaufserlebnisses gemacht. Da wird der Kunde geradezu mit Empfehlungen eingeseckt – wenn er das wünscht. (Derartige Systeme werden allerdings auch kritisiert - allerdings eher aus kultureller oder gesellschaftlicher Sicht, weil sie den Horizont der Käufer nicht erweitern, sondern sie mit gewohnten, nicht gewöhnungsbedürftigen Produkten versorgen. Aber das ist ein Thema für einen andern Tag.) 
Gute Empfehlungssysteme sorgen dafür, dass dem Kunden oder der Kundin schon während des ersten Besuchs im  Online-Shop aufgrund ihres Klick-Verhaltens passende Produkte vorgeschlagen werden. Auf diese Weise können vor allem Cross- und Upselling-Effekte gefördert und die Konversions-Rate gesteigert werden. Bereits heute setzen viele Online-Händler Produktempfehlungssysteme ein. Einige nutzen allerdings immer noch manuelle Lösungen, die häufig mit einem hohen Pflegeaufwand verbunden sind und deshalb nur einen geringen Teil des Sortiments überhaupt erfassen.
Eine neue Studie, die vom ECC-Handelzusammen mit Prudsys AG durchgeführt wurde, zeigt nun, dass viele Online-Händler das Potential solcher Empfehlungssysteme durchaus erkennen. Demnach plant dabei fast jeder Dritte der befragten Online-Shop-Betreiber, seinen Shop um ein automatisiertes Empfehlungssystem zu erweitern. Und das möglichst schnell: über die Hälfte plant die Shop-Erweiterung innerhalb des nächsten halben Jahres einzuführen und rund 16 Prozent wollen dies sogar nach Möglichkeit bereits in den kommenden drei Monaten tun. Jens Scholz, Vorstand der Prudsys AG erklärt:
"Noch vor wenigen Jahren steckte das Thema Produktempfehlungen und deren Personalisierung in den Kinderschuhen. Dank vieler guter Beispiele, durch fortwährende Forschung und Entwicklung dieser Technologie, haben die Online-Händler das Potenzial sehr gut erkannt und so verwundert es nicht, dass sie in Teilen bereits personalisierte Empfehlungen nutzen oder den Erwerb einer dafür geeigneten Software zeitnah in Betracht ziehen“.
Das Whitepaper mit detaillierten Ergebnissen zum Thema kann unter http://www.prudsys.com und beim ecc-handel.de kostenfrei heruntergeladen werden. Eine Registrierung ist dazu allerdings notwendig.

Zeit ist Geld – auch an Weihnachten

Wir haben heute eine Idee aufgeschnappt, die viel Sinn macht. Die meisten von uns haben ja tatsächlich nicht mehr allzu viele Weihnachtswünsche offen, die man nicht mit
etwas Geld erfüllen kann. Es gibt aber etwas, das wir alle brauchen können.

Zeit ist Geld, das weiss jedes Kind, deshalb boomt ja auch Online-Shopping gerade zur Weihnachtszeit. Man kann damit eben nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen. Wie wäre es aber, wenn wir etwas Zeit schenken würden? Indem wir zum Beispiel einem Freund oder Bekannten weiterhelfen, indem wir unser IT-Wissen teilen.
Wieso ist die junge Generation so total gut im Verständnis der neuen digitalen Technologien? Einer der Hauptgründe liegt darin, dass viele Jugendliche eben sehr viel Zeit damit verwenden, diese Technologien kennen zu lernen. Da werden Stunden, Tage und Wochen investiert, sehr oft auf spielerische Art und Weise. Die ältere Generation hat es da schon schwerer. Deshalb haben wir hier einen Geschenkvorschlag für Leute, die sich mit PCs und anderen digitalen Gadgets auskennen. Wieso nicht Zeit verschenken?  
Erklären Sie jemandem, der das schätzen würde, was man so alles mit einem smarten Handy anfangen kann. Oder wie Facebook funktioniert. Das wäre ein Geschenk, für das man mehr als 20 Minuten Onlineshopping aufwenden müsste. Aber es wäre wahrscheinlich auch ziemlich viel wertvoller.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Sind Beziehungen die neue Währung?

Social Media, social Shopping, social Objects, social everything: Eine Welle des Sozialen schwappt über uns, deren Tragweite erst wenige erfassen. Dank Facebook, Groupon oder Google entscheiden Kunden immer öfter gemeinsam. Der Mensch ist schliesslich ein Gruppentier, und geteilte Konsumfreude ist doppelte Freude – Socio-Pleasure eben.

Warum kaufen wir, was wir kaufen? Immer öfter, weil unsere Freunde oder Bekannte dasselbe mögen. «Socio-Pleasure» nennt sich die geteilte und darum doppelte Konsumfreude, die sich Facebook, Groupon oder Google zu Nutzen machen. Und die Entwicklung hört nicht mit Social Shopping auf: Eine Welle des Sozialen schwappt über uns, deren Tragweite erst wenige erfassen. Aus ihr entsteht eine neue Ökonomie, in der Beziehungen die Währung sind. Der soziale Mehrwert wird wichtiger ist als das Produkt, das soziale Kapital wichtiger als das Finanzkapital.
Was dieser «Kult des Sozialen» für Konsumenten und Unternehmer bedeutet, analysieren am 8. Europäischen Trendtag vom 14. März 2012 am GDI Experten wie Peter Wippermann (Gründer des Trendbüros Hamburg), Sean Moffitt (Autor von Wikibrands) und Azeem Azhar (CEO von Peerindex). Dabei werden Fragen wie die folgenden erörtert:
Wer hat Erfolg im neuen social Business? Was werden Kunden in Zukunft sonst noch teilen? Wann hat ein Produkt linking-Value?
Das Seminar kostet 900 - 1200 Franken pro Teilnehmer. Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung finden sie hier.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Kunden lieben den kostenlosen Versand

Fast 80 Prozent aller Online-Shopper würden bei kostenlosem Versand für das Weihnachtsshopping ins Internet wechseln. Trotzdem bieten in Europa – im Gegensatz zu Nordamerika – nur wenige Online-Händler die “Lieferung frei Haus“.

Das Weihnachtsgeschäft: Kunden lieben Online-
Shopping noch mehr, wenn sie keine Versandkosten
bezahlen müssen.
Dass der kostenlose Versand gerade zur Weihnachtszeit eine riesige Rolle bei der Motivation der Online-Kunden spielt, hat eine Befragung des Deutschen E-Commerce Center Handel (ECC) herausgefunden. Kein einziger der Umfrage-Teilnehmer gab an, dass die Versandkosten ihr Einkaufsverhalten nicht beeinflussen würden. 58 Prozent würden bei Wegfall der Gebühren auch kurzfristig noch online Geschenke ordern und knapp 80 Prozent würden bei kostenlosem Versand sogar vom stationären Handel ins Internet wechseln.
Die Händler scheinen dies allerdings erst in Nordamerika realisiert zu haben. Laut “Internet Retailer“ bieten 73 der Top-100 US-Webshops bereits seit Anfang November kostenfreie Lieferungen für Weihnachtsgeschenke an. Die deutschen Online-Händler verzichten hingegen weitgehend auf solche Angebote extra zum Fest. Nur knapp 30 Prozent der Studien-Teilnehmer gaben an, speziell zu Weihnachten den kostenlosen Versand anzubieten. Existiert ein solches Angebot, dominiert der Standardversand: 19,2 Prozent gaben an, kostenlosen Standardversand ab einem bestimmten Mindestbestellwert anzubieten. Lediglich 1,8 Prozent der befragten Online-Shops beschenken ihre Kunden zu Weihnachten sogar mit kostenlosem Expressversand. 

Freitag, 2. Dezember 2011

"Durchlauferhitzer-Journalismus"

Wie gut – oder wie schlecht – sind die digitalen Ausgaben der grossen Schweizer Tageszeitungen? Handelt es sich dabei ganz einfach um die aktualisierten Internetversionen der traditionellen Ausgaben, oder entwickelt sich da eine parallele Newsfront, die den qualitativen Ansprüchen nicht zu genügen mag?

Newsnet.ch von der Tamedia AG: Nachrichtenplattform oder News-Galeere? 
Eines ist sicher: Man darf die verschiedenen Online-Medien nicht in einen Topf werfen, was die Qualität betrifft. Tatsächlich gibt es zum Beispiel zwischen den digitalen Ausgaben der NZZ, des Tagis und des Blicks beträchtliche Qualitätsunterschiede, die nicht nur mit den Realitäten des Internetjournalismus zu tun haben, sondern – vor allem was den Blick betrifft – auch mit dem inhaltlichen Konzept. Trotzdem darf man sagen, dass sich der digitale Journalismus in eine Richtung entwickelt hat, die viele negative Nebenwirkungen zeigt. Das demonstriert auch ein aktueller Artikel des digitalen Medienmagazins “Medienwoche“ sehr deutlich am Beispiel der Tamedia-Nachrichtenplattform “Newsnet“, zu der neben dem Tagi auch die Basler Zeitung, die Berner Zeitung und der Bund gehören. Abgesehen davon, dass Newsnet unter verschiedenen Zeitungstiteln, abgesehen von lokalen News, schweizweit den gleichen Tamedia-Einheitsbrei verbreitet, scheinen auch die Arbeitsbedingungen und damit auch die journalistische Qualität nicht über viele Zweifel erhaben zu sein. Zitat:
“Seit dem Start der Onlineplattform Newsnetz sind die Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten belastend. Stellenwechsel und Abgänge gehören zur Tagesordnung. «Arbeitslose Journalisten gehen lieber stempeln, als bei Newsnetz zu arbeiten», sagen Ehemalige übereinstimmend. […]  Die Frontseite auf Tages-Anzeiger online wird so zum unübersichtlichen Durchlauferhitzer für Geschichten. Wie lange sie auf der Front bleiben, hängt einzig von den Zugriffszahlen ab. Mit zweifelhaften Folgen: Am Ende eines Wahltages etwa erfährt man auf der Newsnetz-Frontseite nicht mehr, wer eigentlich gewählt wurde. «Aus meiner Zeit als Chef von 20 Minuten Online weiss ich, dass die Nutzungsintensität zunimmt, wenn das Tempo hoch ist», sagte Wälty vor knapp dreieinhalb Jahren zum Start von Newsnetz. Doch das gilt heute offenbar nur noch begrenzt, denn es ist kein Naturgesetz, wonach eine hohe Publikationsfrequenz alleiniger Erfolgsgarant ist. […]Beim rasanten Produzieren von Inhalten bleiben viele Geschichten an der Oberfläche oder auf dem Boulevard, wie etwa jüngst eine Strassenumfrage, ob der Grünliberale Martin Bäumle als Politiker noch tragbar sei, nachdem er eine Stripteasetänzerin aus der Ukraine geheiratet hatte. Das wirkt sich auch auf die Qualitätsmarke Tages-Anzeiger aus.“
Digitale Medien sind mit ihren ständigen Updates sicher die bevorzugte Informationsquelle für News-Junkies. Allerdings sollten sich die Leser bewusst sein, wie solche Stories zu Stande kommen. So fällt zum Beispiel beim Online-Tagi auf, dass viele Geschichten über die USA schlicht aus amerikanischen Medien übernommen, übersetzt und dann, mit der entsprechenden ideologischen Würze versehen, serviert werden. Das ist billig, geht schnell und freut die Produzenten. Und da die wenigsten Tagi-Online-Leser auch die New York Times oder die Washington Post lesen, fällt es nicht mal auf…  

Dienstag, 29. November 2011

Die digitale Kriminalität nimmt zu

Cybercrime, also Computer- und Internetkriminalität, ist neu das zweithäufigste Wirtschaftsdelikt in der Schweiz. Viele Firmen sind sich dieser Bedrohung bewusst: Eine neue Studie zeigt, dass 52 Prozent der Befragten wissen, dass die Gefahr zunimmt. Trotzdem wird allerdings oft zu spät reagiert. Die Gefahren lauern nicht nur im digitalen Umfeld. In den letzten zwölf Monaten hat fast jedes fünfte Schweizer Unternehmen (18 Prozent) mindestens einen Fall von Wirtschaftskriminalität festgestellt.

Gegenüber 2009 ist der Anteil von Firmen, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Deliktfall verzeichneten, geringfügig gestiegen - von 17 auf 18 Prozent. Das hat die Autoren der Studie überrascht: Aufgrund der turbulenten wirtschaftlichen Entwicklungen in der jüngsten Vergangenheit habe man einen stärkeren Anstieg erwartet. Häufigste Deliktart bleibt die Vermögensveruntreuung - sie wurde bei 80 Prozent der von Wirtschaftskriminalität betroffenen Unternehmen festgestellt. Computer- und Internetkriminalität sind neu an die zweite Stelle Kriminalitätsrangliste aufgerückt - noch vor der Spionage und Geldwäscherei. 20 Prozent aller befragten Unternehmen sind demnach Opfer eines solchen Vergehens geworden. In der Studie von 2009 war Cybercrime noch nicht einmal als eigenständige Kategorie geführt worden. 54 Prozent der Befragten nehmen Cybercrime primär als Gefahr von aussen wahr. Von der Hälfte der Befragten wird die Quelle dieser Bedrohung sowohl im In- als auch im Ausland vermutet. Die gefürchtetsten Auswirkungen von Cybercrime sind Rufschädigung, so wie Datendiebstahl oder Datenverlust.
Trotzdem ist ein grosser Teil der Unternehmen nur unzureichend auf Cybercrime vorbereitet und der Umgang damit ist eher reaktiv: 52 Prozent der Befragten geben an, erst dann Hilfe bei einem externen Spezialisten zu holen, wenn sich bereits ein Vorfall von Cybercrime ereignet hat.
Wie schon 2009 ist die Finanzbranche am stärksten von Wirtschaftskriminalität betroffen - 44 Prozent der entdeckten Fälle in der Schweiz entfallen auf diesen Sektor. 52 Prozent der erfassten Delikte gehen auf das Konto von externen Tätern, bei 40 Prozent der Fälle handelt es sich um Delinquenten aus den eigenen Reihen. Der Anteil von Tätern aus dem Senior Management ist bei 20 Prozent stabil geblieben. Weniger Täter sind im mittleren Management zu finden - der Anteil sank von 50 auf 10 Prozent -, während sich bei den übrigen Angestellten der Anteil mehr als verdoppelt hat - von 30 auf 70 Prozent.

Freitag, 25. November 2011

Selbstbewusst mit Galaxy

Samsung, der Koreanische Hersteller des iPhone- und iPad-Konkurrenten Galaxy, wird gegenüber Apple immer selbstbewusster. Das zeigt sich auch in der Werbung.

Wie wir an dieser Stelle schon berichtethaben, hat Samsung durchaus Grund zum Selbstbewusstsein: Die Firma hat bereits ein knappes Viertel des weltweiten Smartphone-Marktes für sich gewinnen können; Apple gehören rund 15 Prozent.
Nun zielt Samsung in seiner Werbung in Nordamerika direkt auf die iPhone-Fans und macht sich sogar über sie lustig. Ins Fadenkreuz nehmen die Werber insbesondere die Tatsache, dass viele Apple-Fanatiker stundenlang für neue Produkte in Schlange stehen – aber eigentlich gar nicht so genau wissen, wieso. Die Werber haben es geschafft, das Stereotyp des Apple-Apostel (mit Starbucks-Becher) genau zu treffen. Sagt einer der iPhone-Fans: “Da hat soeben jemand die Warteschlange verlassen und ist gegangen!“ Sagt ein Anderer: “Wieso würde jemand jetzt aufgeben, wenn wir nur noch 9 Stunden warten müssen? Schliesslich ist das Ganze ein Event…“. Im Hintergrund fragt ein Schlangensteher: “Wie merken denn die Leute, dass ich eine neues iPhone habe, wenn es genau gleich aussieht, wie das Vorherige?“
Das Video ist witzig und auch treffend,  spricht für sich selbst - allerdings in Englisch. Apple hat ja selber sehr populäre (und treffende) Werbespots gedreht, als es darum ging, die Vorteile gegenüber MS-Windows herauszustreichen. Diesmal teilt die Firma nicht aus, sonder ist selbst Empfänger der Kritik. Eine ungewohnte Position für Apple, aber eine, die unvermeidlich war im Zuge der enorm gewachsenen Popularität.  


Donnerstag, 24. November 2011

Bannerwerbung zum Echtwert

International Data Corporation (IDC) prognostiziert, dass der Bereich der Bannerwerbung im Internet bis im Jahr 2015 stark zunehmen wird. Der Wachstumsmotor heisst RTB (Real Time Bidding). Diese Technologie soll es ermöglichen, für Bannerwerbung genau soviel zu bezahlen, wie sie wert ist.

IDC (International Data Corporation) prognostiziert, dass die Bannerwerbung in Amerika in den nächsten 4 Jahren um 71 Prozent zunehmen wird. In Grossbritannien sollen es gar 114 Prozent, in Frankreich 103 Prozent und in Deutschland 99 Prozent sein. Diese Prognose dürfte vor allem die vielen Online-Medien freuen, die sich seit Jahren abmühen, mit Gratisangeboten im Web und Werbung einen Profit zu erzielen. Ein Grund für die erfreulichen Aussichten liegt in der steigenden Popularität von RTB oder RealTime Bidding. Dabei handelt es sich um eine Technologie zur Abgabe von Geboten, die es ermöglicht, mittels Drittanbietertechnologien Gebote für Bannerwerbung abzugeben, die individuelle Nutzer dann auf dem Web zu sehen bekommen.
Die positiven Onlinewerbetrends zeigen, dass sich RTB unter Werbetreibenden, Verlagen und Agenturen einer immer grösseren Nachfrage erfreut. Die Firma Avazu, aktiv in  Deutschland, Brunei, Hong Kong und China,  und Sociomantic in Deutschland zählen zu den Unternehmen, die RTB-Technologien in europäischen Ländern anbieten.
Was ist RTB?
RTB bedeutet Real Time Bidding. Durch eine Web-Plattform wird die Abgabe von Geboten und die Platzierung von Bannerwerbung zentral verwaltet. Zu Beginn sendet das System auf Basis seiner Datenrückverfolgungsfunktion Anfragen zu den jeweiligen Bildschirminformationen von Benutzern. Dann kalkuliert die Plattform den jeweiligen Anzeigewert jedes individuellen Benutzers und schickt den dazugehörigen Gebotspreis an einen Bieter zurück. Schliesslich werden die Aufträge an eine Werbebörse gesendet und der an Grossmedien übermittelte Werbecode dem jeweiligen Endanwender zugewiesen.
Der deutsche Onlinehändler Neckermann.de arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Avazu Inc. zusammen. Mit einer leistungsstarken Datenbank und der dazugehörigen Auswertungstechnologie kann Avazu das Kundenverhalten anhand von durchgeführten Suchanfragen, Surfgewohnheiten, Mausklicks und anderen getätigten Verhalten zurückverfolgen. Auf Basis spezifischer Analysen kann Avazu Werbeinhalte dann präzise und personalisiert mittels RTB platzieren und die Wirksamkeit des Einsatzes von Werbegeldern beträchtlich erhöhen. Man darf davon ausgehen, dass diese Art der Werbung schnell an Popularität gewinnen wird, weil es damit möglich wird, ziemlich genau den Echtwert für Werbung zu bezahlen.  

Freitag, 18. November 2011

Frühe Weihnachten für Gadget-Fans

Eine Tischlampe, die sich nicht nur als LED-Lichtlieferant anbietet, sondern auch noch als iPod- oder iPhone Dockingstation Dienste leistet und diese Geräte auch noch auflädt. Wäre das nicht ein Weihnachtsgeschenk für den Gadget-Fan in der Familie?

Die Lampe für fast Alles: Kaffee macht sie allerdings
noch nicht.
T'Light S heisst das Gerät das in China hergestellt wird (wo denn sonst). Die LED-Lampe zeichnet sich im Vergleich zu anderen Lichtquellen durch eine sehr lange Lebensdauer und einen geringen Stromverbrauch aus (5 Watt), ohne dass dadurch die Lichtqualität negativ beeinflusst wird. Das t'Light S ist zum Lesen geeignet, kann aber abgedunkelt werden. Wenn Sie während des Schlafes ein Nachtlicht wünschen, lässt sich das LED-Licht mittels Fernbedienung in verschiedenen Stufen zum Night-Light verwandeln.
Für Musikfreunde bietet das t'Light S eine integrierte Audiolösung. Zwei eingebaute Lautsprecher machen nach dem Andocken ihres iPod oder iPhone aus der Lampe eine Stereoanlage. Die TDMA-Technologie eliminiert sämtliche Interferenz des iPhone, und die Fernbedienung ermöglicht das Abspielen, Pausieren, Vor- und Zurückspringen sowie die Lautstärkeregelung. Das t'Light S lässt sich auch als reiner Stereolautsprecher verwenden. Mit dem mitgelieferten 3,5 mm Line-in Kabel lassen sich sämtliche Audiogeräte anschliessen. 
iPod oder das iPhone werden von der Lampe auch noch aufgeladen. Ein 10-Jack-USB-Mehrfachkabel wird für das Anschliessen und Aufladen anderer Telefone und Geräte mitgeliefert. Das Gerät gibt es in 3 Farben; die weltweite Zustellung erfolgt mit Express Post.
Der Hersteller bietet die vielseitige Lampe für 199 US-Dollar auf seiner Website an, die Versandkosten sollten im Preis inbegriffen sein.  

Mittwoch, 16. November 2011

Technologie macht Bosse pessimistisch

Fhttp://thoughtleadership.ricoh-europe.com/ührungskräfte aus der Wirtschaft erwarten für die Zukunft tief greifende, durch technologische Veränderungen hervorgerufene Veränderungen in ihrem Wirtschaftssektor. Die Bosse sind pessimistisch, auch was ihre eigenen Unternehmungen anbelangt. Immerhin 37 Prozent der befragten Kaderleute gehen davon aus, dass ihr Unternehmen nicht in der Lage sein wird, mit den technologischen Änderungen Schritt zu halten, und infolgedessen seinen Wettbewerbsvorsprung verlieren wird.

Es ist also ob die technologische und vor allem digitale Revolution ein Naturphänomen wäre, das durch keine Massnahmen gestoppt werden kann. Wenn jene Leute, die die Geschicke der Wirtschaft führen sollten, das Gefühl haben, dass sich ihr Unternehmen der Zukunft nicht genügend schnell anpassen kann, stimmt das tatsächlich nicht optimistisch. Genau das ergab aber die jüngste Studie der Economist Intelligence Unit. Laut der Forschungsergebnisse, die dann im März 2012 vollumfänglich veröffentlicht werden sollen, müssen sich Unternehmen im IT-Sektor besonders vor der Zukunft fürchten. Ein Drittel der Unternehmensführer im IT-Sektor ist nämlich der Meinung, dass ihr Unternehmen ganz untergehen wird, und sechs von zehn Befragten glauben, dass sich die Märkte, in denen sie tätig sind, bis zum Jahr 2020 deutlich verändern und nur noch wenig Ähnlichkeit mit den heutigen aufweisen werden.
Die Unternehmensstrukturen werden sich voraussichtlich ebenfalls ändern - 63 Prozent prognostizieren eine Verlagerung hin zu dezentralisierten Strukturen mit einer weit reichenden Übertragung der Entscheidungsbefugnis an die Peripherie der Unternehmen. Darüber hinaus vertreten sie die Auffassung, dass Kunden nahezu ebenso viele Ideen für Verbesserungen der Geschäftsprozesse einbringen werden wie Unternehmensmitarbeiter. Und bis zum Jahr 2020 werden die Ideen für neue Produkte oder Dienstleistungen mehrheitlich von Kunden stammen. Die Mehrheit der Wirtschaftsführer sieht aber klar die positive Seite der technologischen Umwälzung. Denis McCauley des Studienführers Economist Intelligence Unit erklärt: 
"Trotz der Unsicherheit, mit der einige Wirtschaftsführer in die Zukunft blicken, war sich die die Mehrheit leitender Unternehmenskräfte (70 Prozent) einig, dass neue Technologien bedeutende Chancen zur Verbesserung der Unternehmensabläufe bieten, und dass die Verbesserung der betrieblichen Effizienz zu bedeutenden Gewinnen führen kann. Sicher ist, dass moderne Technologien zwischen heute und 2020 auch weiterhin eine Quelle anhaltender Veränderungen für die Märkte und die Wirtschaft sein werden."

Freitag, 11. November 2011

Jederzeit, überall und Alles"

Vor allem junge Menschen im Alter von 18 bis 39 Jahren nutzen ihre Smartphones gerne und häufig zum mobilen Einkaufen. Viele Händler haben sich deshalb bereits auf das neue Medium eingestellt.

Eine neue Deutsche Studie zeigt, dass es vor allem die Mitglieder der bei den Werbern beliebtesten Zielgruppe sind, die das Smartphone als Einkaufstool nutzen. 18- bis 39jährige User gehen zwangslos mit Smartphone und Co. um, und sind deshalb eine besonders attraktive Zielgruppe für m-Commerce. Um den aktuellen Stand zum Thema Mobile-Commerce genauer zu beleuchten, hat ein Deutscher Händlerverband von August bis September diesen Jahres eine Studie unter seinen Mitgliedern durchgeführt. Händler wurden zu ihren Erfahrungen und zukünftigen Vorhaben rund um das Thema Mobile-Commerce befragt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und spricht für die Offenheit und den Innovationsgeist der Branche. Mittlerweile nutzt nämlich schon mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen eine mobile Plattform. Über 90 Prozent dieser Unternehmen benutzen schon derartige Tools für den Verkauf. Rund 54  Prozent informieren die Kunden so über ihre Produkte. Ausserdem sprechen die Unternehmen für Marketing-Zwecke (32  Prozent), Kundenservice (25  Prozent) und um standortorientierte Dienstleistungen anzupreisen (19  Prozent) mobile User an.
Mehr als 70  Prozent der befragten Unternehmen verwenden eine Mobile-Website. An zweiter und dritter Stelle wählten 60  Prozent der Unternehmen eine iPhone-App und/oder eine iPad App (40  Prozent). Google Android wird von 23  Prozent der Unternehmen benutzt.
Hinter diesen Aktivitäten steckt die rasante Entwicklung des interaktiven mobilen Handels. Oder wie es Christoph Wenk, bvh-Geschäftsführer ausdrückt: 
“Jederzeit, überall und alles, was das Netz bietet - das ist für immer mehr Kunden von hoher Relevanz.“

Auch die Apple-Götter sind nicht unfehlbar

Die Firma Apple, Erzeuger des iPods, des iPhones und des iPads (neben anderen Produkten) wird von vielen Fans regelrecht verehrt. Die Marke ruft bisweilen sogar religiöse Gefühle hervor – das wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Doch auch IT-Götter sind nicht unfehlbar, wie das neuste iPhone wieder mal zeigt.

Apple: je mehr User, desto mehr Kritik?
Apple-User waren schon immer eine überzeugte und extrem loyale Gemeinde – Jahre bevor Kreti und Pleti mit einem Apple-Produkt in der Hosentasche herumliefen. Doch Apple ist nun mal gross und mächtig geworden – und wie Microsoft schon seit Jahren weiss, ist es nicht nur ein Vorteil, eine IT-Grossmacht zu sein. Im Amerikanischen gibt es ein Sprichwort: “Pigs are fed, Hogs are slaughtered“ (etwa: Schweinchen werden gefüttert, Schweine geschlachtet), das durchaus in diesem Bereich Anwendung finden kann. Mächtige Firmen, genau wie mächtige Leute auch, machen sich Feinde; manchmal werden sie ganz einfach gehasst, weil sie gross sind.
Mit Apple ist es noch nicht ganz soweit – eine Google-suche in Englisch ergibt ganze 11 Resultate für Apple-Hasser, während es 71'000 Resultate für Microsoft-Hasser gibt.
Bei Apple darf man aber davon ausgehen, dass man diesbezüglich aufholen wird. Das zeigt auch die Aufregung um die Batterieleistung und andere Mängel des neusten iPhone-Modells und iPads. Zitat aus der NZZ:
“Apple stellt  seit Donnerstag das Update auf iOS 5.0.1 bereit. Es ist das erste, welches auch installiert werden kann, ohne das Gerät per Kabel mit dem Rechner verbinden zu müssen. Die Aktualisierung soll Multitasking aufs iPad 1 bringen, Fehler mit Dokumenten in der Cloud beheben, die Spracherkennung für australische Nutzer verbessern sowie Mängel beheben, wegen denen vor allem das iPhone 4S in der Kritik steht. Das neue Apple-Smartphone gibt wegen deutlich kürzerer Akkulaufzeiten als das iPhone 4 zu reden.Apple räumte den Fehler zwar zwischenzeitlich ein, machte aber keine Angaben zur Ursache. Die Nutzerbeschwerden im Forum des Herstellers reissen unterdessen nicht ab. «Ich habe die Aktualisierung vor anderthalb Stunden installiert. Ohne dass ich das Gerät benutzt habe, hat sich der Akku um 20 Prozent geleert», schreibt beispielsweise coloradoappleuser. Das Testgerät von NZZ Online musste auch nach der Aktualisierung wieder schneller an die Buchse als das Vorgängermodell…“
Schon bevor diese Schwierigkeiten ruchbar geworden sind, zeigte sich, dass das iPhone trotz seiner beispiellosen Popularität nicht mehr das meistverkaufte Smartphone ist: Der Koreanische Hersteller Samsung besetzt bereits 23.8 Prozent des globalen Smartphone-Marktes, für Apple sind es 14,6 Prozent.

Montag, 7. November 2011

Mobil im Net - auch in der U-Bahn

 Die Mobile Kommunikation ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, und damit sind auch die Ansprüche der Nutzer angestiegen. Deshalb versuchen immer mehr Nahverkehrsanbieter, den mobilen Internetzugang zu gewährleisten – sogar unter dem Boden.

Eine umfassende neue Studie über U-Bahn-Systeme auf der ganzen Welt hat ergeben, dass in den meisten grossen U-Bahnnetzen der Welt Fahrgäste während der Fahrt auf das kabellose Internet zugreifen können. Die Umfrage wurde im Oktober 2011 durchgeführt und erfasste 121 Städte mit mehr als 750’000 Einwohnern, die ein U-Bahn- oder Metro-System haben. Mobiler Internetzugang ist eine entscheidende Komponente der Intelligenz moderner Städte; auf diese Weise treten Menschen miteinander in Kontakt und greifen auf von ihnen benötigte Dienste zu.

Durcheführt wurde die Studie von der New CitiesFoundation (NCF), die sich dabei auf den Pendelverkehr konzentrierte, da dieser einen signifikanten Anteil am alltäglichen Leben der meisten Einwohner grosser Städte einnimmt und zugleich einen Bereich darstellt, bei dem es eine klare Trennung zwischen on- und offline gibt.
Die Resultate zeigen, dass die Asiatischen Wirtschaftsmächte die moderneren Städte haben, als die Europa und die USA. In Südkorea und China können die Anwender in 100 Prozent aller grossen U-Bahn-Systeme auf das Internet zugreifen. Insgesamt können asiatische Pendler in 84 Prozent der wichtigsten U-Bahnen online gehen, im Vergleich zu nur 56 Prozent in der EU und 41 nur 41 Prozent in den USA und Kanada. Die niedrigste Rate haben Osteuropa und Zentralasien mit 25 Prozent.
Graphik: Ericsson
Technologie ist ein zivilisatorischer Leistungsbarometer. Diese Studie zeigt, dass Europa und die USA gegenüber Asien auch hier schon mächtig hinterherhinken.

Wie wichtig der mobile Internetzugang in Zukunft sein wird, zeigt eine weitere Untersuchung. Sie kommt vom TechnologiekonzernEricsson und gibt einen aktuellen Einblick in wichtige Mobilfunktrends. Ericsson sagt darin den zehnfachen weltweiten Anstieg der übertragenen Daten bis zum Jahr 2016 voraus. Grundlage für diese Erwartung sind Messungen des tatsächlichen Datenverkehrs, die das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg in Mobilfunknetzen auf der ganzen Welt vorgenommen hat. Laut dieser Untersuchung wird die Zahl der mobilen Breitbandnutzer bis zum Jahr 2016 auf annähernd fünf Milliarden ansteigen. Schon in diesem Jahr soll die Zahl der Nutzer um 60 Prozent auf rund 900 Millionen Teilnehmer zunehmen. Gleichzeitig steigt die Menge der über Smartphones übertragenen Daten deutlich an. Ericsson geht davon aus, dass sich das entsprechende Datenvolumen im Laufe des Jahres 2011 verdreifachen wird. Die Internetnutzung über unterschiedlichste Endgeräte werde die Entwicklung im mobilen Datenbereich weiterhin vorantreiben, sagen die Analysten.          

Freitag, 4. November 2011

Elektronische Bücher schleppen

Einer der ganz grossen Vorteile von e-Readern, wie Amazones Kindle, ist die Tatsache, dass diese Geräte eine ganze Bibliothek speichern können – auf kleinstem Raum und ohne dass die Leser Bücher schleppen müssen. Jetzt stellt sich heraus, dass auch elektronische Bücher ein Gewicht haben.

Papier ist schwerer als Elektronen - und zwar viel, viel schwerer!
Jedes Buch, das Sie in ihrem e-Reader speichern, macht das Gerät ein wenig schwerer. Spüren werden Sie das Zusatzgewicht allerdings kaum.
Herausgefunden hat dies Professor John Kubiatowicz, IT-Forscher an der Uni in Berkeley, Kalifornien. Der Professor erklärt, dass das Speichern von Büchern mit dem “Parkieren“ von Elektronen verbunden sei. Das erfordert Energie – und weil Energie und Masse gemäss Albert Einsteins Formel E=mc² in direktem Zusammenhang stehen, hat diese Zusatzenergie ein Gewicht.
Laut Kubiatowicz gewinnt ein Kindle e-Reader mit 4 GBytes Kapazität deshalb an Masse, wenn man das Gerät mit 3500 Büchern füllt – und zwar geht es um ein Millionstel von einem Millionstel Gramm, oder eben 0.000000000000000001 Gramm.
Das können wir verkraften, vor allem im Vergleich zum Gewicht, das 3500 nicht-elektronische Bücher auf die Waage bringen würden, nämlich rund zwei Tonnen!



Sonntag, 30. Oktober 2011

Wo Chrome nicht glänzt

Microsoft, der grösste Softwarehersteller der Welt, hat schon lange gelernt, dass es die Anwender nicht schätzen, wenn ihre Programme im PC aktiv werden, ohne dass sie davon wissen. Bei Google ist man anscheinend noch nicht soweit.

Aufmerksame Benutzer des Google-Web-Browsers Chrome haben längst gemerkt, dass das Programm immer mal wieder aktiv wird, ohne dass sie etwas dazu beisteuern können. Das kann sich dann in einer merklichen Verlangsamung des Systems äussern, so dass es für eine Weile nahezu unmöglich wird im Web zu browsen. Damit hat sich dann Chrome natürlich sozusagen selbst ausmanöveriert, weil ja einer der Gründe für die Anwendung dieses Browsers in der Geschwindigkeit liegt. Wenn dann eine Norton Systemwarnung erscheint, dass der "Google-Updater" zu viele Ressourcen in Anspruch nimmt, wird klar, weshalb plötzlich alles nur noch im Schneckentempo funktioniert.
Das Problem dabei: Google gibt dem Anwender keine Option, den automatischen Zugriff auf die Update-Server und die darauffolgenden Aktivitäten auf dem PC zu unterbinden. Zum Glück gibt es das Internet; da findet man eine Lösung für derartige Probleme:
“Wer “Google Chrome” installiert, erhält mehr als nur den kostenlosen Google-Browser. Bei der Installation wird gleichzeitig das Programm “GoogleUpdater.exe” installiert. Gleiches passiert beim Installieren anderer Google-Programme wie “Google Earth” oder “Lively”. Das versteckte Update-Programm wird zudem so konfiguriert, dass es bei jedem Windows-Start automatisch mitgestartet wird. Der Google Updater prüft in regelmäßigen Abständen, ob eine neue Programmversion vorliegt. Ärgerlich: Auch wenn der Chrome-Browser deinstalliert wird, bleibt das Update-Programm aktiv. Zum Glück lässt sich das heimlich installierte Google-Programm mit wenigen Schritten deaktivieren.Sie können das Updateprogramm wahlweise ausschalten oder komplett vom Rechner entfernen. Um lediglich den automatischen Start des Google-Updaters zu verhindern, gehen Sie folgendermassen vor: 1. Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste]+[R], und geben Sie den Befehl “msconfig” ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit OK. 2. Es erscheint das Systemkonfigurationsprogramm von Windows. Wechseln Sie in das Register “Systemstart”. 3. Hier sind alle Programme aufgeführt, die automatisch beim Windows-Start mitgestartet werden, darunter auch “Google Update”. 4. Zum Deaktivieren des Google-Updaters entfernen Sie einfach das Häkchen bei “Google Update”. 5. Klicken Sie auf OK, um das Fenster zu schließen, und starten Sie den Rechner neu.“ Auf der gleichen Website findet sich die auch Vorgehensweise, um das Programm komplett vom PC zu verbannen.
Übrigens: Die Google Ingenieure haben wohl damit gerechnet, dass es User gibt, die sich auf diese Weise des automatischen Updaters entledigen. Wer im Browser das Versionsregister öffnet, wird ebenfalls sofort – und ungefragt – aktualisiert! 

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Online-Coupons bringen Kunden in den Laden

Online-Couponangebote, Preisportale und soziale Netzwerke bieten für den stationären Handel interessante Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, für die sich 1000 Kunden zu ihren Motiven und Präferenzen beim Onlineshopping äusserten.

Auch in der Schweiz gibt es schon einige Couponing-Websites, hier
zum Beispiel gutscheinblog.ch
Demnach würden 86 Prozent derjenigen, die sich über ein Online-Gutscheinangebot in ein Restaurant oder Geschäft haben locken lassen, den Anbieter später auch ohne Rabattcoupon erneut aufsuchen. Und rund 60 Prozent der Befragten haben schon einmal im Internet nach einem regionalen Händler recherchiert, um zunächst bei ihm den gewünschten Artikel zu begutachten.
“Das zeigt, dass ein gezielter Internetauftritt auch für lokale Händler sehr wichtig ist. Vor allem ein Argument spricht aus Kundensicht dafür, die Ware im Einzelhandel zu kaufen statt sie online zu bestellen: Zwei von drei Befragten möchten den Fernseher, die Schuhe oder das Kleid sofort mitnehmen können. Dazu kommt, dass sich viele Kunden beim Kauf- und Bezahlprozess im Geschäft sicherer fühlen als bei einer Internet-Bestellung“, sagt KPMG-Partner Mark Sievers. 
Dennoch birgt das Internet auch Gefahren für den stationären Handel. So haben 60 Prozent der Kunden, die nach einer Internetrecherche zunächst einen regionalen Händler aufsuchten, das gewünschte Produkt dann doch andernorts (oder gar nicht) gekauft. Hierbei spielt die zunehmende Verbreitung von Smartphones eine wichtige Rolle. So hat fast jeder zweite Kunde es sich im Laden schon einmal anders überlegt, weil er spontan über sein Mobiltelefon online eine Kaufalternative ermittelte. Die Umfrage zeigt: In 95 Prozent dieser Fälle ist der Kunde für den regionalen Händler verloren und kehrt nicht wieder in den Laden zurück.
Im Übrigen bleibt das gelungene Suchmaschinenmarketing ein wichtiger Baustein in der Online-Strategie der Handelsunternehmen. So beginnen 82 Prozent der Kunden ihre Recherche über Produkte und Anbieter über Suchmaschinen. Über die Hälfte nutzt darüber hinaus Preisportale, die zunehmend auch das Angebot lokaler Händler mit einschliessen. Auch soziale Netzwerke sind aus Händler-Sicht für das Marketing nicht zu unterschätzen: Jeder dritte Befragte hat seinen Freunden über derartige Netzwerke bereits ein Produkt oder eine Dienstleistung empfohlen. Ebenso viele haben wiederum selbst schon entsprechende Vorschläge von Bekannten erhalten.  
Eine gute Möglichkeit, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen, stellen für Händler Online-Rabattcoupons dar. So nutzen bereits 41 Prozent der Kunden entsprechende Gutschein-Portale. Bei den Smartphone-Besitzern unter 30 Jahren sind es sogar schon 55 Prozent.
Die Studie wurde von von KPMG und dem E-Commerce Center Handel durchgeführt und kann hier heruntergekladen werden.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Ultrabook heisst ultradünn

Auch im Zeitalter der Tablets und der Smartphones hat der Laptop eine Zukunft. Das glauben nicht nur wir, sondern auch Intel, mit der neuen Ultrabook-Definition.

 Ob der iPad und das Smartphone dem Notebook und dem Netbook den Garaus machen werden, ist wohl nicht abzusehen. Smartphones und Tablets übernehmen jedenfalls viele Aufgaben mobiler PCs und genügen damit den Anforderungen zahlreicher User. Das zeigt sich auch darin, dass schon in Vor-iPad-Zeiten  viele Anwender vom Laptop zum günstigen Netbook gewechselt haben.
Das Asus Ultrabook.
Wir sind davon überzeugt, dass es immer eine Gruppe von Anwendern geben wird, die das Notebook-Konzept schätzt und auch damit umgehen kann. Umso erfreulicher ist es, dass der Chiphersteller-Intel in Zukunft für schlankere, schnellere und sparsamere Notebooks planen will. Für diese sogenannten Ultrabooks hat Intel eine genaue Definition erarbeitet, die unter anderem auch bei Wikipedia nachzulesen ist:
  • Maximal 21 mm dick
  • Weniger als 1,4 kg schwer
  • Lange Batterielaufzeit von 5 bis 8+ Stunden
  • Mainstream-Preise – unter 1000 Dollar ohne Mehrwertsteuer für die Einstiegsmodelle
  • Keine optischen Laufwerke
  • SSDs als Festspeicher
  • Low-Voltage-Prozessoren: Sandy Bridge mit 17 Watt TDP
  • Intel Core i5-2467M (1,6 GHz)
  • Intel Core i5-2557M (1,7 GHz)
  • Intel Core i7-2637M (1,7 GHz)
  • Intel Core i7-2677M (1,8 GHz)
  • Fortgeschrittene integrierte Grafiklösung (Intel HD 3000)“
Solche Geräte sind auch schon auf dem Markt – zum Beispiel von Asus, Toshiba und Lenovo. Doch die Entwicklung hört da nicht auf. In einem zweiten Schritt möchten die Intel-Entwickler schon im nächsten Jahr die Prozessoren und die Schnittstellen der Ultrabooks verbessern: 
  • Low-Voltage (ca. 17 W TDP) Intel Ivy Bridge-Prozessoren
  • 30 % höhere Grafikleistung gegenüber Sandy Bridge
  • 20 % höhere CPU-Leistung gegenüber Sandy Bridge
  • USB 3.0, PCI Express 3.0

Die Initiative von Intel ist sicher lobenswert, ob sie erfolgreich sein wird, ist allerdings alles andere als sicher. Zitat ZDNet:
Ultrabooks sind die Nachfolger der wenig erfolgreichen "Ultra Thin"-Kategorie von Laptops, die Intel intern "CULV" (Consumer Ultra Low Voltage) nannte. Sie kamen vor etwa zwei Jahren auf den Markt, verkauften sich aber trotz erster Begeisterung nicht sonderlich gut. Die meisten Konsumenten entschieden sich für Geräte, die zwar weniger schick waren, fürs gleiche Geld aber mehr Leistung boten. Zwar hat Intel das Performanceniveau mit Sandy Bridge deutlich angehoben, aber in den flachen Gehäusen können nach wie vor nur die niedriger getakteten und langsameren Ultra-Low-Voltage-CPUs verbaut werden. Der Performanceabstand zu einem größeren Gerät bleibt also weitgehend erhalten. Man darf gespannt sein, ob sich der Geschmack der Käufer mittlerweile geändert hat."

CEOs aufgepasst: die CIOs kommen

Computerspezialisten sind durchaus nicht nur an Bits und Bytes interessiert, sondern eben auch an Power und Position. Das zeigt die neuste Studie von CA Technologies, der zufolge Chief Information Officers (CIO) den Wunsch haben, von der technischen Leitung zur Leitung des Gesamtgeschäfts aufzusteigen. Die Chancen der IT-Spezialisten warenn allerdings bisher nicht sehr gut.

Andere Führungsrollen sind eine bessere Basis für den Sprung nach ganz oben. 29 Prozent aller derzeitigen CEOs waren nämlich vorher Finanzdirektoren (Chief Financial Officer - CFO), und 23 Prozent waren Geschäftsführer (Chief Operating Officer - COO), bevor sie zuoberst in der Hierarchie anlangten. Verglichen dazu sind die 4 Prozent der CEOs, die aus der Position des CIO aufgestiegen sind, nicht gerade beindruckend.
Diese Zahlen sind eigentlich erstaundlich, vor allem wenn man bedenkt, wie wichtig IT in modernen Unternehmen ist. Jacob Lamm von CA Technologies glaubt denn auch, dass sich das ändern wird:
"In vielen Unternehmen ist Technologie heutzutage das A und O ihrer Geschäftsstrategie. Technologie wird nicht länger nur als eine ergänzende, dem Unternehmen angepasste Funktion erachtet, sondern vielmehr als die treibende Kraft, die ein Unternehmen verändert und ihm Wettbewerbsvorteile sichert. Der moderne CIO ist eine erfahrene Fachkraft mit Blick für das Gesamtbild, der - wie die Studie hervorhebt - die Gabe für die Anwendung von Technologie besitzt."
Dieser Meinung ist auch Sarah Greensmith, eine Spezialistin in der Vermittlung von Führungskräften:
"Einen passenden Nachfolger zu finden ist eine entscheidende Komponente der Führungsrolle in vielen Unternehmen. Die traditionelle Weise, in der Unternehmen Führungskräfte der höchsten Ebene herangezogen haben, ist fällig für eine Überarbeitung. Untersuchungen zeigen, dass der Aufstieg aus den Positionen COO und CFO zu den häufigsten Wegen an die Spitze gehört. Aber es zeigt sich auch, dass moderne CIOs ernsthafte Kandidaten mit speziellen Vorteilen gegenüber ihren Kollegen sind".

Sonntag, 16. Oktober 2011

Smartphones sind SMS-Killer

SMS hat sich eingebürgert – wir alle brauchen es mehr oder weniger häufig, um einem Kommunikationspartner etwas mitzuteilen. Mindestens so wichtig ist der mobile Short Message Service aber für die Provider, sie haben nämlich damit auf einfachste Weise jedes Jahr mehr Geld verdient. Doch jetzt könnte es sein, dass ein Ende absehbar ist - neue Smartphone-Technik macht SMS überflüssig.  

Der Stern sieht es schon ganz klar und ohne Fragezeichen: “Der langsame Tod der SMS“ heisst der Titel eines Artikels, der den Untergang dieser Technologie voraussagt.
“Wer das neue [Apple] Betriebssystem iOS5 installiert, darf so viel schreiben, wie er möchte - das verspricht der neue Dienst iMessage. Damit können Besitzer eines iPhones, iPads oder iPod Touch über W-Lan oder mobiles Internet unbegrenzt Textnachrichten verschicken, sofern auch der Empfänger eines der genannten iGeräte hat. Das ist die einzige, wenn auch wichtigste Hürde an dem neuen System. Apples Kostenlos-Nachrichten können zudem auch Fotos, Videos, Ortskoordinaten oder Kontakte angehängt werden, auf Wunsch sogar alles gleichzeitig.Mit diesen Features lässt die iMessage die herkömmliche SMS weit hinter sich. Auch die MMS hat nicht den Hauch einer Chance, bei Preisen von bis zu 50 Cent pro Stück konnte sich die Multimedia-Nachricht bis heute nie richtig durchsetzen. Doch die Idee hinter Apples Nachrichtendienst ist nicht neu: Der Blackberry-Hersteller RIM bietet mit dem Blackberry-Messenger seit Jahren ein ähnliches Produkt.Nutzer des Google-Betriebssystems Android müssen momentan auf diverse Apps zurückgreifen, um ihr Mitteilungsbedürfnis zu befriedigen. Eine der beliebtesten Anwendungen ist der "Whatsapp Messenger": Die App erlaubt den kostenlosen Versand von Mitteilungen und Bildern über das eigene Betriebssystem hinaus. Unterstützt werden momentan iOS, Android, Blackberry und Nokias Symbian…“
Immer mehr Alternativen zum SMS also, die ausserdem die SMS-Einschränkungen, an die sich viele User inzwischen gewöhnt haben, nicht mehr aufweisen.
Trotzdem glauben wir, dass es noch eine Weile dauern wird, bis SMS stirbt. Dafür wird es einfach zu stark genutzt (ausserdem hat längst noch nicht jeder User ein Smartphone). In Deutschland, zum Beispiel, werden jede Minute rund 80'000 SMS verschickt, das wären dann weit über 40 Milliarden im Jahr. Auch in der Schweiz tippen sich die User auf den Minitasten die Finger wund: Die neuste Statistik (die vom Bund kommt und zwei Jahre alt ist) weist nahezu 6 Milliarden SMS pro Jahr aus. Kein Wunder, dass da bei den Providern die Kassen klingeln – wie lange noch, bleibt allerdings dahingestellt:
“Nach Schätzungen des Mathematikers Srinivasan Keshav von der Universität Waterloo muss ein Mobilfunkanbieter gerade einmal einen viertel Euro-Cent pro SMS investieren. Der Anwender muss jedoch zwischen 10 und 20 Cent pro Nachricht bezahlen, was einer Steigerung von bis zu 7000 Prozent entspricht. Diese abnormal hohe Gewinnspanne ist allein für ein Drittel des Gewinns verantwortlich. Betrachtet man die Jahresberichte der Telekommunikationsunternehmen, scheint das Geschäft in den USA und in Deutschland noch zu funktionieren. Doch in anderen Ländern verzeichnen die Mobilfunkanbieter dank sozialer Netzwerke und Kurznachrichten-Apps bereits hohe Umsatzeinbußen, beispielsweise in den Niederlanden.“ 
Nachtrag: Nun hat auch der Tagi zu diesem Thema einen ausführlichen Artikel publiziert, der die Situation in der Schweiz analysiert. Das Fazit: 
"Bei Sunrise, Orange und Swisscom wird [das Aufkommen von Gratis-SMS] den Gewinn schmälern, was zu höheren Preisen führen kann."

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Mobile Anwendungen in KMU oft unsicher

Eine neue Studie zur IT- und Informationssicherheit zeigt die potenzielle Gefahren auf und gibt Handlungsempfehlungen zu diesem Thema. Das überraschende Ergebnis: Nur jedes fünfte Unternehmen schützt Smartphones und Tablets mit einem Virenschutzprogramm. Damit gehen rund 80 Prozent aller Unternehmen erhebliche Sicherheitsrisiken ein.

Zwar handelt es sich bei der zitierten Untersuchung um eine Deutsche Studie – wir gehen davon aus, dass viele Resultate auch in der Schweiz anwendbar sind. Mobile Engeräte, wie Smartphones oder mobile Datenträger sind in kleinen und mittleren Unternehmen mittlerweile weit verbreitet und werden damit immer attraktiver für digitale Attacken. Der Schutz vor solchen Angriffen ist jedoch noch nicht im Bewusstsein aller Unternehmen verankert. Während drei von vier Befragten angeben, dass ihre Laptops über einen aktuellen Virenschutz verfügen, schützt nur jeder fünfte Befragte auch den Tablet PC. Bei Smartphones sind es sogar nur 15 Prozent, die ihr Gerät schützen. Auch bei der persönlichen Firewall und der WLAN-Verschlüsselung zeigen sich deutliche Unterschiede. So verfügen nur etwa zehn Prozent der Smartphones und dreizehn Prozent der Tablets über eine persönliche Firewall und nur jedes vierte bis fünfte Unternehmen verschlüsselt den kabellosen Internetzugang (WLAN) für Tablets und Smartphones. Und das, obwohl es sich bei Smartphones mittlerweile um leistungsfähige Kleincomputer handelt, die häufig mit sehr sensiblen Daten gefüllt sind.
Natürlich ist auch der Verlust mobiler Endgeräte und Datenträger ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Jedes Zwölfte der befragten Unternehmen gab an, dass im vergangenen Jahr mindestens ein mobiles Endgerät verloren gegangen oder gestohlen wurde. Auch wenn der materielle Schaden von den betroffenen Unternehmen als sehr gering eingeschätzt wird, birgt der Verlust von sensiblen Unternehmensdaten ein erhebliches immaterielles Schadenspotenzial.
Fazit: Unternehmen sollten achtsamer mit mobilen Endgeräten umgehen und diese auch schützen, zum Beispiel durch die Verschlüsselung der gespeicherter Daten.
Der Berichtsband kann hier gratis heruntergeladen werden.

Was ist nur los mit RIM?

Über dem BlackBerry scheint im Moment eine schwarze Wolke zu hängen. Die neusten Ausfälle des Netzwerks werden dem RIM-Image und dem Börsenkurs des Unternehmens nicht gut tun.

Der BlackBerry Bold 9900, das neuste Pferd im RIM-Stall.
BlackBerry hat ein Problem – und zwar schon bevor sich fast die Hälfte der 70 Millionen Kunden plötzlich mit tagelangen Serviceausfällen abfinden musste. In den letzen Monaten geht es nämlich mit demBörsenkurs abwärts, weil die Investoren dem Kanadischen Unternehmen die Innovationskraft nicht zutrauen, um die anderen grossen Smartphonehersteller in die Schranken zu weisen.
Zitat aus einer Analyse der Kanadischen TV-Station CTV: 

"RIM and Nokia have been trying to play catch-up since the iPhone and Google-based Android phones came on strong. The effort is not working and their market shares are in freefall. RIM used to be the top choice among business users. The latest data from comScore put its share of the U.S. smart phone market at 19.7 per cent in the three months to August, down from 24.7 per cent in the previous three-month period. Only five years ago, almost half of that market was RIM’s." 
  

Doch nun kommt auch noch eine technischePanne dazu, die viele der verbliebenen BlackBerry-User dazu bewegen könnte, ihren Anbieter zu wechseln. Das Angebot ist attraktiv: Apple bringt demnächst das neuste iPhone in die Läden. Es ist ja nicht das erste Mal, das RIM derartige Probleme hat. 
Was ist bloss los, mit dem einst so erfolgreichen und richtungsweisenden Smartphone-Pionier?

Montag, 10. Oktober 2011

Online-News: oberflächlich und weich

Sind Online-Medien qualitativ gleichwertig wie die Medien der alten Schule? Eine detaillierte Schweizer Studie hat die Antwort: Online-Medien boulevardisieren die Berichterstattung und bieten im Allgemeinen nicht gerade hochwertigen Journalismus. Das scheint sich nicht auszuzahlen: Erstmals gehen nämlich die Nutzerzahlen in der Schweiz zurück.

Die obigen Erkenntnisse (und viele andere) sind im neuen Jahrbuch “Qualität der Medien“ nachzulesen, das am Donnerstag vorgestellt wurde. Wer sich dafür interessiert, was die Schweizer Medien im digitalen Zeitalter A.D. 2011 zu bieten haben, dem sei die Lektüre des umfangreichen wissenschaftlichen Forschungsberichts wärmstens empfohlen.
Ein Zitat:
“Nicht nur die Nutzung der untersuchten Onlinetitel ist 2010 gesunken, auch die jeweilige Verweildauer hat sich seit 2005 immer mehr verkürzt. Denkbar ist hier eine wechselseitige Beziehung zwischen dem Klickratenjournalismus und der geradezu pointilistischen Zugriffsdauer durch ein Publikum, das darüber hinaus hinsichtlich Nutzungsfrequenzen wenig Treue zum Medium beweist. Online ist ein flüchtiges Medium, das gegen eine immer geringere Verweildauer, eine geringe Publikumsbindung und nun auch gegen eine schwindende Nutzung zu kämpfen hat…“
Die Gründe für den Nutzungsrückgang sind sicher nicht nur in der “Flüchtigkeit“ des Mediums zu suchen, sondern eben auch in der Qualität des Gebotenen. Auch diese wurde untersucht:
“Die Boulevardisierung zeigt sich im Ausbau der Softnewsressorts auf Kosten der Hardnewsressorts, in der Füllung der Ressorts Politik und News mit Softnews und in einer im Gattungsvergleich ausgeprägten Personalisierung und Privatisierung der Berichterstattung, die auch die Politikberichterstattung durchdringt. Zudem führt der Aktualitätsdruck zu einem ausgesprochen episodischen Journalismus und die habitualisierte Klickratenmentalität verleitet zu einem moralisch-emotionalen Berichterstattungsstil gerade auch in den Beiträgen mit journalistischer Eigenleistung. Journalistische Eigenleistung ist in vielen der untersuchten Onlinetitel gleichbedeutend mit der Emotionalisierung und Zuspitzung eingehender Meldungen zur Erzeugung von Aufmerksamkeit.“
Die Onlinemedien kommen also im neuen Jahrbuch nicht gerade mit guten Noten weg. Wie wird auf diese fundierte Kritik reagiert?
Die meisten Schweizer Medien reagieren darauf, wie sie eigentlich immer auf Kritik reagieren – sie ignorieren sie. Immerhin griff aber der Chef des Online-Tagi zur Feder und versuchte, den Forschungsberichtzu diskreditieren – was ihm allerdings nicht eben gut gelang.
Als intensive Konsumenten von Online-Medien (und anderen Medien) trauen wir uns das Urteil zu, dass die Wissenschaftler mit ihrem Bericht ziemlich richtig liegen. Dass sie eine Qualitätsverbesserung erreichen, ist allerdings nicht anzunehmen – denn man weiss ja, dass Einsicht der erste Schritt zu Besserung wäre. 

Donnerstag, 6. Oktober 2011

E-Mail: Den Zenith überschritten?

Zu dieser Einschätzung kommt die Computerwoche in einer ausführlichen Analyse über den Zustand des Kommunikationsmittels e-Mail. Zwar werden täglich immer noch Milliarden von Mails verschickt – Spam inklusive – doch gibt es immer mehr Firmen, die sich aktiv mit Kosten-Nutzen-Analysen von e-Mail auseinandersetzen.

Studien zeigen, dass sich Führungsmitarbeiter wöchentlich während vieler Stunden mit dem Lesen und Schreiben von e-Mails herumschlagen. Das würde sich ja lohnen, wenn dabei wenigstens gewinnbringende Informationen ausgetauscht werden. Doch dem ist oft nicht so. Zitat aus der CW:
“Eine Studie des britischen Henley Management College belegt die Aussage, was die Belastung der Manager betrifft. Die britische Universität hat in einer europaweiten Erhebung den Mail-Verkehr von 180 Führungskräften analysiert. Knapp ein Drittel der Nachrichten seien irrelevant, lautet das Urteil. Hochgerechnet auf das gesamte Berufsleben verschwenden Manager demnach drei Jahre mit dem Bearbeiten unwichtiger Nachrichten…“
Was tun?
Die Computerwoche hat einen IT-Konzern gefunden, der die Lösung darin sieht, e-Mails ganz aus der internen Kommunikation zu verbannen. Der globale IT-Dienstleister Atos glaubt, damit einen Schritt in die Zukunft zu machen:
“Binnen drei Jahren will das Unternehmen die E-Mail komplett aus der internen Kommunikation verbannen. "Wir können noch nicht genau alle erforderlichen Schritte bis zu diesem Ziel abschätzen. In Teilbereichen konnten wir aber bereits alternative Kommunikationskanäle einführen, die den Informationsaustausch beschleunigen und verbessern…“
Der das sagt, ist der Deutsche Atos CTO. Tatsächlich gibt es ja gute Gründe, den Umgang mit e-Mail im Geschäft zumindest zu regulieren. Darauf geht die CW m Kapitel: “Kostenexplosion durch e-Mail“ ein:
“Für Unternehmen ist die falsche E-Mail-Nutzung aber alles andere als komisch, sie ist ineffizient und kostet Geld. Das zeigt sich zuerst in der IT: Das wachsende Mail-Volumen durch grosse und mehrfach verschickte Attachments beansprucht immer mehr Speicherplatz und Backup-Systeme.Zudem gefährden die übermittelten und in vielen unterschiedlichen Postkörben abgelegten Dokumente die Compliance-Regelungen der Firmen. Das unstrukturierte Speichern relevanter Informationen untergräbt die Transparenz, erschwert die Archivierung und verursacht Gesetzesverstösse. Ineffizienzen entstehen zudem, wenn Dokumente an Projektmitglieder oder Kollegen mit der Bitte um Ergänzungen, Korrekturen und Kommentare verschickt werden. Stehen auf dem Verteiler mehrere Personen, ist eine eindeutige Versionierung der Unterlagen unmöglich. Für neue Projektmitarbeiter, die sich etwa über den aktuellen Stand der Dokumentation informieren wollen, ist das fatal.“
Wir empfehlen den ganzen Artikel, der übrigens unter dem Titel: “Nachruf auf die elektronische Post: e-Mail als Opfer ihres Erfolgs“ erschienen ist,  als Lesestoff. Wir glauben allerdings nicht daran, dass e-Mail auf dem Sterbebett liegt – dafür ist diese Kommunikationsart schlicht zu praktisch. Vor 20 Jahren war e-Mail noch revolutionär. Heute kann die Belastung durch elektronische Post zwar oft stressig werden, trotzdem ist e-Mail immer noch eine elegante, günstige und blitzschnelle Art zu kommunizieren – wenn man vernünftig damit umgeht! 

Sonntag, 2. Oktober 2011

Anstand im Web – weil es konstruktiver ist

Das Internet ist ein Ort ohne Grenzen – oft auch, was das Benehmen der User angeht. Gefördert durch die Anonymität des unendlichen digitalen Raums, lassen viele Anwender sämtliche Hemmungen fallen, wenn sie ihre Meinung äussern. Das ist nicht nur unzivilisiert, sondern auch äusserst unkonstruktiv. Aber lässt es sich irgendwie verhindern?

Im deutschsprachigen Raum ist es noch nicht ganz so schlimm, wie im englischsprachigen Teil des Internets, doch grossartig sind die Umgangsformen auch hier nicht – im Gegenteil. Bei Meinungsverschiedenheiten, zum Beispiel mit Autoren von Zeitungsartikeln oder mit Politikern, sind ganz persönliche und oft auch wüste Beschimpfungen an der Tagesordnung. Personen des öffentlichen Lebens werden in anonymen e-Mails beschimpft, oft sogar bedroht. Das Internet zeigt seine unzivilisierte Seite ohne Hemmungen.
Woran liegt das? Wissen die User nicht was sich gehört?
Wenn das so ist, wird ein neues Buch, mit dem sich die Kommunikationsexpertin Martina Dressel wieder einmal bei uns gemeldet hat, die Situation verbessern. Der Klappentext erklärt:
“Es schien so, als würden moderne Kommunikationstechnologien die Grundlagen zwischenmenschlicher Kommunikation und Rhetorik in den Hintergrund drängen. Doch per E-Mail und in sozialen Netzwerken wird heute inflationär statt zielführend kommuniziert. Hektische Betriebsamkeit, Missverständnisse und fehlende Umgangsformen werden beklagt. Martina Dressel zeigt, wie es gelingt, im Web 2.0. so zu kommunizieren, dass Struktur und Zielführung einerseits sowie ein konstruktives Miteinander andererseits vorherrschen.“
Das Buch ist tatsächlich eine Bereicherung für Leute, welche die digitale Kommunikation ernst nehmen. Es ist ansprechend geschrieben und bietet viele gute Tipps, besser zu kommunizieren, die durchaus nicht nur im digitalen Raum Gültigkeit haben. Zum Beispiel:
“Wertungen von Personen, jegliches Abstempeln oder Schubladendenken sowie Vermutungen zum Motiv sind komplett fehl am Platz. Weit besser als Ihre Bemerkungen an einen bestimmten Typ von Person zu reichten, für den sie den anderen halten (oder als den Sie den anderen gedanklich “eingeordnet“ haben) ist es, sich darauf zu beziehen, was die Person getan hat beziehungsweise aktuell tut. Und damit ist das gemeint, was Sie aktuell von der Tätigkeit der Person sehen und hören können…“
 Wir sind davon überzeugt, dass dieses Buch allen Usern neue Anstösse zur Kommunikation geben könnte – allerdings sind wir genau so sicher, das es wahrscheinlich nur von jenen Leuten gelesen werden wird, die den Umgang mit ihren Mitmenschen jetzt schon ernst nehmen und etwas dazulernen möchten. Die kommunikativen Grobiane hingegen, die schon von ihrer grossen Zahl her das Potenzial hätten, die Autorin sehr, sehr reich zu machen, werden das wohl nicht tun. Leider! 

Donnerstag, 29. September 2011

Konfitüre von der kreativen Community

Da hat sich mal ein grosses Unternehmen wirklich Mühe gegeben, aktiv im Social-Media-Bereich  mitzumischen, damit man vom Feedback und der Kreativität der Kunden profitieren kann. Ganz so viele Kunden, wie man es sich wünschen würde, machen nun allerdings bei Migipedia, der interaktiven Migros-Plattform nicht mit. Doch ist die Initiative deswegen ein Flop?

Die Website für Migros-User: Ist Migipedia ein Flop?
Das glaubt auf jeden Fall derTagesanzeiger, der kürzlich einen längeren Artikel über Migipedia publiziert hat. Der Titel: Migros’ Presigeobjekt floppt.
Ein hartes Urteil, vom dem die Migros behauptet, dass es falsch sei. Zu seiner Beurteilung gekommen ist der Tagesanzeiger Journalist, aufgrund von Benutzerzahlen. Zitat:
“Gemäss den monatlich von Marktforscher Nielsen erhobenen Traffic-Zahlen klickten sich kurz nach dem Start im November 2010 rund 76’000 User durch den Migipedia-Kosmos. Die Plattform verlor jedoch merklich an Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2011 waren im Schnitt weniger als 15'000 Konsumenten pro Monat auf Migipedia. Migros-intern ist gar zu hören, dass zwischen März und Mai an einzelnen Tagen weniger als 140 Personen die Seite aufsuchten. Angesicht der hohen Medienpräsenz und Bewerbung des Migrosprojektes enttäuschen die tiefen Zahlen...“
Die Migros wehrt sich:
“Auf Anfrage teilt die Medienstelle der Migros mit, dass die Besucherzahlen höher seien. «Allerdings gibt es grosse Schwankungen», meint Sprecherin Martina Bosshard. Man betont, dass die Migros auf einen qualitativ hochwertigen Dialog setze. Da die aktiven User ein hohes Engagement zeigten, entspreche dies der Zielsetzung.“
Und auch in der Kommentarsektion am Ende des Artikels, meldet sich die Migros nochmals:
“Der Autor hat es leider verpasst zu erwähnen, dass viele der genannten Zahlen falsch sind, was wir ihm auf Anfrage auch mitgeteilt haben. Bei gewissenhafter Recherche hätten die Leser zudem Infos über die Ziele von Migipedia erhalten.“
Auf die Vorwürfe, falsche Zahlen verwendet zu haben, geht der Tagi natürlich nicht ein – das würde ja der Story die Grundlage entziehen (ein Verhalten, das heutzutage übrigens bei fast allen grossen Medien völlig normal ist). Trotzdem stellt sich die Frage, wie viele aktive User eine Firmnewebsite braucht. Sind es 100, 1000, oder gar 15'000 pro Monat? Uns scheint die Zahl von 15'000 monatlichen Besuchern kein schlechtes Ergebnis zu sein. Vor allem wenn man sich das Ergebnis der User-Aktivitäten anschaut. Nochmals der Tagi:
“Noch nie war es für Konsumenten so einfach, Produkte zu bewerten, sie zu loben oder über sie abzulästern. Sogar Verbesserungswünsche können Migipedia-Nutzer einbringen, die, sofern sie eine Mehrheit als nützlich bewerten, umgesetzt werden. So nahm die Migros Ende August zwei neue Konfitüren ins Sortiment, entwickelt von der kreativen Community.“

Montag, 26. September 2011

Wer weiss alles, wo Sie gerade sind?

Ein Thema, das letzte Woche in den USA zu reden gegeben hat: Amerikanische Behörden nutzen scheinbar ein Gerät namens “Stingray“, wenn es darum geht, Verdächtige aller Art dingfest zu machen. Das Ding kann ein Handy punktgenau orten, auch wenn das Mobiltelefon nicht benutzt wird.

Die ganze Stingray-Affäre kam ans Licht, weil das Wall Street Journal einen Tipp bekam und einen Artikel darüber schrieb. In den USA dreht sich die Aufregung vorwiegend darum, ob die Untersuchungsbehörden gemäss Verfassung so ein Ortungsgerät überhaupt einsetzen dürfen. Für viele Handynutzer stellt sich aber auch die Frage, was das Handy denn so verrät, ohne das man darüber Bescheid weiss. Eines ist sicher: Wenn Stingray in den USA eingesetzt wird, dauert es nicht lange, bis die Geräte auch in Europa gebraucht werden. Wahrscheinlich ist es längst soweit - und schon wieder ist potenziell ein weiteres Stück unserer Privatsphäre dahin!
Aber wie funktioniert denn das umstrittene Gerät? Das Wall Street Journal hat auch hier eine ausführliche Erklärung parat:
“The systems involve an antenna, a computer with mapping software, and a special device. The device mimics a cellphone tower and gets the phone to connect to it. It can then collect hardware numbers associated with the phone and can ping the cellphone even if the owner isn’t making a call. This can be done through walls — something that is useful in finding suspects as well as victims of crimes or accidents.”
Das heisst: Derartige Systeme bestehen aus einer Antenne, einem Computer mit kartographischer Software und natürlich anderen, unbekannten Teilen. Das Gerät simuliert einen Natel-Sendeturm und bringt es fertig, das gewünschte Handy damit kommunizieren zu lassen. So kann die Hardwarenummer des Handys festgestellt werden, und das Handy kann per Ping kontaktiert werden, ohne dass jemand damit telefoniert. Das funktioniert auch durch Wände hindurch, ist also nützlich im Falle von Unfällen wie bei der Suche nach Kriminelle.
So wie wir das verstehen, gibt es eine Methode, dem Netz des digitalen Stingrays zu entgehen. Wenn das Handy nämlich ausgeschaltet ist, funktioniert nämlich gar nichts mehr - würde man wenigstens glauben...